zahnloser Bond

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neuester Beitrag: 10.11.06 14:43
eröffnet am: 21.02.06 16:43 von: ruhrpott Anzahl Beiträge: 11
neuester Beitrag: 10.11.06 14:43 von: lassmichrein Leser gesamt: 895
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bewertet mit 2 Sternen

21.02.06 16:43
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3051 Postings, 7608 Tage ruhrpottzahnloser Bond

Der neue James-Bond-Darsteller Daniel Craig (37) hat gleich in der ersten Prügelszene des nächsten Agenten-Thrillers die Risiken des Gewerbes kennen lernen müssen.

Bei den Dreharbeiten in Prag schlug ein Film-Bösewicht dem Engländer aus Versehen zwei Zähne aus, berichtete die britische Sonntagszeitung "Sunday Mirror".


Spezialist wurde eingeflogen


Die Verletzung stellte sich als so schwer heraus, dass eigens ein Zahnarzt aus London eingeflogen werden musste. Bei allen künftigen Prügelszenen soll Craig nun einen Mundschutz tragen.


"Es war furchtbar"


Nach Informationen des "Sunday Mirror" bekam der neue 007 den Schlag ins Gesicht von einem Stuntman verpasst.


"Er hielt die Hand auf den Mund, aber das Blut quoll zwischen den Fingern heraus. Es war furchtbar", sagte ein Augenzeuge.


Eva Green neues Bond-Girl


Der erste Bond mit Craig, dem Nachfolger von Pierce Brosnan, soll im November in die Kinos kommen. Nach langer Suche wurde vergangene Woche auch ein Bond-Girl gefunden, die französische Schauspielerin Eva Green (25).


Bond soll "verletzlicher" werden


Bond will laut Craig nicht nur im Leben sondern auch im Film mehr Gefühle zeigen. Der neue 007-Darsteller Craig wird den britischen Film-Agenten im nächsten Thriller "Casino Royale" "verletzlicher, aber auch brutaler" verkörpern.


"Nie von Bond geträumt"


"Ich möchte einen glaubwürdigen, dreidimensionalen Charakter schaffen", sagte der 37-Jährige.


Craig sagte, er habe nie von der Bond-Rolle geträumt: "In meiner Jugend hingen an der Wand meines Zimmers andere Helden als 007." Es stimme auch nicht, dass er Waffen grundsätzlich nicht möge: "Mir gefällt nur nicht, was sie anrichten können."


Regisseur will an Vorlage bleiben


Nach Angaben von Regisseur Martin Campbell wird der dänische Schauspieler Mads Mikkelsen (40) in "Casino Royale" den Gegenspieler von Bond mimen.


Der Film werde "sehr nahe" an der Romanvorlage von Ian Fleming (1909-1964) sein, betonte Campbell: "Das ist mit der Erstverfilmung des Buches 1967 nicht zu vergleichen, diese so genannte Parodie ist überhaupt nicht lustig."


Von Tschechien auf die Bahamas


Die 21. Folge der Agenten-Saga wird derzeit in Tschechien gedreht, später zieht der Stab auf die Bahamas sowie nach Italien und England um.




Ausgedacht ist oft viel schöner als die Wahrheit.
Deshalb verkauft sich die BLÖD-Zeitung wie Sau.
Vorteil: Das Denken wird einem abgenommen.
Nachteil: Das Denken wird einem abgenommen.

Viele Grüße

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aus dem Ruhrpott

 

21.02.06 17:02

18637 Postings, 6722 Tage jungchenhahaha

"Spezialist wurde eingeflogen

Die Verletzung stellte sich als so schwer heraus, dass eigens ein Zahnarzt aus London eingeflogen werden musste."

muuuuaaaahahahahaaaaa.. zahnarzt aus london... spezialist... muaahhahahaha
bestimmt ein deutscher  

01.03.06 12:08

3051 Postings, 7608 Tage ruhrpottvom Pech verfolgt

Gebeutelter Bond
Erst Zähne weg, dann Sonnenbrand


Daniel Craig ist der neue Bond

| 28.02.06, 15:59 Uhr |
Daniel Craig tut sich noch schwer mit der Rolle des eiskalten Agenten: Erst verlor er bei einer Prügel-Szene zwei Zähne, jetzt plagt ihn ein Sonnenbrand.

Weil er sich die nötige Bräune für den nächsten Dreh holen wollte, brutzelte Craig zu lange in der Sonne. Das Ergebnis: Ein schwerer Sonnenbrand, den der 37-jährige offenbar nicht mit britischer Coolness zu ertragen weiß. ?Der Sonnenbrand macht ihn verrückt. Er will die ganze Zeit kratzen", zitiert die Londoner ?Sun? am Dienstag einen Insider.

Häme-Attacken im Internet

Das neuerliche Missgeschick Craigs dürfte seine zahlreichen Gegner zu neuen Häme-Attacken anspornen. Sie haben sich längst in eigenen Internet-Foren gegen Craig organisiert. Auf der Webseite ?craignotbond.com? etwa rufen Fans des letzten 007, Pierce Brosnan, zu einem Boykott des neuen Bond-Streifens auf. Eimerweise Spott und Hohn trifft dort den neuen Kino-Agenten ? verbreitet von jenen, die lieber einen ?großen, dunkelhaarigen, gut aussehenden und geschmeidigen Geheimagenten? hätten als einen ?kleinen Blonden mit dem zerknautschten Gesicht eines Preisboxers?.

Von nun an mit Gebiss-Schutz

Noch bevor eine Bond-Szene mit Craig zu sehen war, ist er auf der Insel als Weichei verschrieen. Zuletzt sei der Newcomer den Tränen nahe gewesen, so wird kolportiert, weil er bei seinem ersten Prügel-Einsatz für ?Casino Royale? gleich zwei Zähne verlor. Weitere riskante Szenen wird Craig nun mit Gebiss-Schutz bestreiten.

Limo- statt Martini-Image

Wie wenig Toleranz die Briten bei den Geheim-Agenten Ihrer Majestät walten lassen, musste Craig bereits im vergangen Herbst erfahren. Bei der Pressekonferenz zu seiner offiziellen Vorstellung stöpselte der 37-Jährige den Anwesenden zu sehr herum, viele vermissten beim Neuen jede Spur von Charme. Und damit nicht genug: Die Schwimmweste, mit der Craig zum Presstermin schipperte, trug ihm schon vor dem ersten Satz ein Image ein, das eher mit Limo als mit Martini zu tun hat.

Craig sei ein ?James Langweilig?, fällte die gnadenlose britische Presse ein schnelles und hartes Urteil. Der neue 007 habe ?bei seiner ersten Mission versagt?.

Kinostart im November

Wie groß die Fußstapfen von Brosnan, Roger Moore, Sean Connery, George Lazenby und Timothy Dalton für Craig aber tatsächlich sind, wird sich erst im November zeigen. Dann soll der 21. Bond-Streifen in die Kinos kommen.
 

Ausgedacht ist oft viel schöner als die Wahrheit.
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aus dem Ruhrpott

 

06.11.06 11:08

61594 Postings, 6179 Tage lassmichreinZu unmännlich: "Bond"-Held wehrt sich


Daniel Craig (Foto: PR)

04. November 2006

Zu unmännlich: "Bond"-Held wehrt sich

Daniel Craig hat es nicht leicht. Die Kritik, der neue "James-Bond"-Darsteller sei nicht männlich genug, will einfach nicht abreißen.
"Das ist Kinderkram", entgegnet der 38- jährige Engländer in einem Interview mit der Tageszeitung "The Times". Allerdings habe er die Kritik auch nicht einfach ignorieren können: "Ich hatte zwei Möglichkeiten: Entweder ich breche unter dem Druck zusammen oder ich stemme mich dagegen. Ich hoffe, es ist Letzteres passiert."

Craig war unter anderem verspottet worden, weil er zu seinem Vorstellungstermin mit Rettungsweste erschien und später mit der Gangschaltung seines Sportwagens nicht zurecht kam.
Im Internet fordern Bond-Fans bereits seit längerem, dass sein Auftritt als Geheimagent 007 eine einmalige Ausnahme bleibt. Der neue Bond "Casino Royale" hat am 14. November Weltpremiere in London. In Deutschland kommt er am 23. November in die Kinos.
Die "Times" gab dem Film am Samstag in einer ersten Kritik vier von fünf möglichen Punkten. Craig sei als Bond "glaubwürdiger als viele seiner Vorgänger". Hinzu komme, dass er sexy sei und tatsächlich schauspielern könne. (N24.de, nz)

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                                                         Ralph Waldo Emerson

 

06.11.06 11:20

10304 Postings, 7130 Tage chartgranateals alter Bond - Fan

bin ich auch sehr gespannt,wie sich Craig dann tatsächlich im Film schlagen wird.War auchsehr skeptisch nach der Bekanntgabe wer der neue Bond wird (ich hatte eigentlich Clive Owen favorisiert,wenn schon tatsächlich nicht mehr Brosnan)und auch dementsprechend die Presse verfolgt.Allerdings bin ich seit vielen Jahren begeisterter Cinema-Leser und bin immer wieder mit vielen derer Kritiken übereingestimmt.Im letzten Bond-Special gab es dort geradezu überwältigend gute Craig-Kritiken........hm.
Kann den Filmstart kaum erwarten,zumal ich für den Europa - Premieren -Abend in Berlin eine VIP-Einladung incl.After-Show-Party (und die soll gigantisch werden)in der Tasche habe.......ich bin gespannt wie ein Flitzebogen.  

06.11.06 11:47

25551 Postings, 7066 Tage Depothalbierermit gangschaltung seines spochtwagens nicht

zurechtgekommen, mann, mann, mann, was ist das denn??

son aston gibts doch mit automatik!  

07.11.06 11:18

61594 Postings, 6179 Tage lassmichrein"Casino Royale" der blutigste Bond aller Zeiten


Szene aus 'Casino Royale' (Foto: PR)

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Zu unmännlich: "Bond"-Held wehrt sich James Bond wird kinderfreundlich Harte Töne für den neuen BondBond Craig nur zweite Wahl

07. November 2006

Der blutigste Bond aller Zeiten

Allen Vorabmeldungen zu "Casino Royale" und allen Ressentiments gegen den neuen Darsteller zum Trotz - das neue Abenteuer von 007 sei das brutalste und blutigste aller Zeiten. Das sagt einer, der es wissen muss: der neue Superagenten-Mime, Daniel Craig.

"Die Stunts wurden wiederholt, bis man wirklich Schmerzen hatte. Die Stuntmänner sind bis zu einem Schmerzniveau gegangen, wie ich es noch nie erlebt habe. Und sie haben weiter gemacht trotz Wirbelquetschungen und anderer Verletzungen. Ich persönlich hatte während der gesamten Dreharbeiten Schmerzen", zitiert der französische Onlinedienst "Actustar" den Schauspieler.
In einer besonders brutalen Szene töte Bond einen Mann in einem Badezimmer. "Hinterher waren meine Hände bandagiert", erzählt Craig. "Ich hatte ein Double namens Ben. Ich habe die Parts gespielt, die ziemlich wehtaten. Er hat die Parts übernommen, die wirklich sehr sehr wehgetan haben. Dieser Bond blutet, und er fällt, bevor er wieder aufsteht." (N24.de, nz)

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                                                         Ralph Waldo Emerson

 

07.11.06 17:26

2595 Postings, 5330 Tage PlatschquatschDer blutigste Bond aller Zeiten schon ab 12?

Casino Royale - Film kommt gekürzt in unsere Kinos
                    §
James Bond Lange, Lange wurde diskutiert ob Daniel Craig als neuer Bond was taugt. Am 23.11 werden wir es endlich wissen, denn dann kommt der neue James Bond-Film Casino Royale in die deutschen Kinos. Allerdings in einer leicht gekürzten Fassung. Im Film kommt eine Folterszene vor, die nun um ein paar Szenen erleichtert wurde. Der Film wurde der BBFC (British Board of Film Classification; britische Filmbehörde die die Altersfreigaben verteilt) in einer Rohfassung vorgelegt. Diese sollten den Film prüfen ob er die Altersfreigabe "12A" erhalten kann. Diese Freigabe bedeutet, dass Kinder unter 12 Jahren die Möglichkeit haben den Film, in Begleitung ihrer Eltern, zu sehen.
http://www.movie-infos.de/index.php?action=news&do=view&newsid=14710  

07.11.06 19:32

26159 Postings, 6041 Tage AbsoluterNeulingSean Connery.

10.11.06 14:39

61594 Postings, 6179 Tage lassmichreinNun sind doch alle voll des Lobes...

SPIEGEL ONLINE - 10. November 2006, 12:06
URL: http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,447518,00.html

DER NEUE BOND

Lizenz zum Menscheln

Von Andreas Borcholte

Neuer Mann, neuer Stil, neue Härte: Mit "Casino Royale" kehrt James Bond zu seinen Anfängen zurück. Daniel Craig erweist sich als gute Wahl: Der neue Agenten-Darsteller macht aus dem alten Salonlöwen Bond wieder eine gefährliche Bestie.

Kein Wunder, dass er die Rolle zuerst abgelehnt hat. Der neue Bond zu sein, das ist eine Bürde, die man erst einmal (er-)tragen muss. Daniel Craig, 38, erfuhr das am eigenen Leib: Die Presse stürzte sich auf ihn, bevor auch nur ein Schnipsel des neuen Kino-Abenteuers "Casino Royale" zu sehen war. Er sei zu weich für die Rolle, er sehe nicht aus wie ein Bond; sogar seine blonde Haarfarbe warf man dem inzwischen sechsten 007-Darsteller vor. James Bond, das ist eine mythisch aufgeladene Figur, die zwar eigentlich nach dem Ende des Kalten Krieges längst in Rente gehört, aber dennoch auch nach über 50 Jahren Dienst nichts von ihrem Reiz eingebüßt hat.

Casino Royale: Gerührt und geschüttelt

Seit Anfang dieser Woche ist jegliche Kritik an Daniel Craig so gut wie vergessen. Einhelliges Lob tönt von den britischen Medien, die den Film zuerst sehen durften. Der neue Bond sei "glaubwürdiger als seine Vorgänger", schrieb die Londoner "Times", das kommt fast einem Ritterschlag gleich.

Tatsächlich haben sich die Bond-Produzenten mit dem Abschied des stets etwas zu geleckten Dressmans Pierce Brosnan einen Relaunch der Reihe über den berühmten Spion mit der Lizenz zum Töten verordnet. Nach jahrelangem Streit um die Rechte konnten Barbara Broccoli und Michael G. Wilson endlich den ersten James-Bond-Roman verfilmen, den Ian Fleming 1953 veröffentlicht hatte. Die Filmserie um 007, damals produziert von Barbaras Vater Albert R. Broccoli, begann 1962 mit "James Bond jagt Dr. No" und zählt bis heute 21 Teile. Broccoli hatte alle Filmrechte an Flemings Romanen erworben, nur "Casino Royale" gehörte Charles Feldman, der 1966 mit einer eigenen Produktion versuchte, an der damals grassierenden Bond-Mania teilzunehmen. Die Agentenparodie mit David Niven geriet jedoch zum künstlerischen wie kommerziellen Flop.

Am 23. November kommt "Casino Royale" nun erneut ins Kino - und hat weder mit Feldmans Persiflage noch mit Flemings Buch viel zu tun. Vielmehr, verriet Barbara Broccoli in einem Interview, soll die Figur James Bond wieder näher an das aktuelle politische Tagesgeschehen heranrücken. Man wolle mit realistischeren Szenarien eine "Atmosphäre der momentanen Weltlage" erschaffen. Damit keine Missverständnisse aufkommen: Politische Thriller werden Bond-Filme wohl nie werden, aber zumindest signalisiert "Casino Royale", dass mit Witzfiguren, die die Welt beherrschen wollen, schlüpfrigen Altherrenwitzen und bis zur Lächerlichkeit überzogenen Macho-Sprüchen; dass mit all den Slapstick-Einlagen und unfreiwillig komischen Action-Gewittern vorerst Schluss sein wird. Die realpolitischen Zeiten des Terrors sind hart und undurchsichtig, also muss auch der letzte der moralisch aufrechten Actionhelden wieder härter, zäher und kälter werden.

Der Film führt mit einer grobkörnigen Eröffnungssequenz in Schwarzweiß zurück zu den Anfängen der Figur, die ihre Doppelnull, sprich: Lizenz zum Töten, erst frisch erworben hat. Bond ist wild und hungrig und muss sich das Vertrauen seiner Chefin M. (Judi Dench) erst noch erwerben. Er dürfe sich nicht von Emotionen leiten lassen, warnt sie ihn nach einer völlig vergurkten Mission zu Beginn des Films. Im Zuge der Geschichte um illegale Geldtransfers, die den Agenten nach Montenegro führt, wo er den zwielichtigen Geschäftemacher Le Chiffre (Mads Mikkelsen) in einer millionenschweren Poker-Partie besiegen muss, wird er noch öfter an die Worte der weisen Dame denken.

Was Bond nicht tötet, härtet ihn ab

Denn dem jungen und unerfahrenen Spion passiert etwas, was der spätere Bond nicht mehr zulassen wird: Er verliebt sich, und zwar in die hübsche Vesper Lynd, die ihm als Buchhalterin der britischen Regierung aberwitzige Beträge zusteckt, die er gegen LeChiffre einsetzt. Eva Green, seit "The Dreamers" immer wieder brillant, spielt Lynd als unnahbare Kratzbürste, die von dem markigen Kerl mit dem knackigen Hintern abgestoßen und angezogen zugleich ist. Eine Szene im Zug, als die beiden sich kennenlernen und spitzzüngig duellieren wie zwei misstrauische Katzen, enthält einen der geschliffensten Dialoge des ganzen Bond-Universums. Für Momente wie diese, und es gibt tatsächlich einige davon in "Casino Royale", stand Paul Haggis ("Million Dollar Baby", "L.A. Crash") Pate, der das Drehbuch von Neal Purvis und Robert Wade noch einmal aufmöbelte.

Bond verliebt? Das kam nicht oft vor, aber wenn, dann ging es am Ende schief. Auch hier, so viel sei verraten, nimmt die Love Story kein gutes Ende - und die Lektion, die Bond am Ende von "Casino Royale" für immer und alle früheren wie kommenden Filme lernt, ist: Vertraue niemandem. Um bei den Phrasen zu bleiben: Man könnte als Motto auch unter den Filmtitel schreiben: Was Bond nicht tötet, härtet ihn ab.

Mission: Terrorbekämpfung

Denn bevor der mit knapp 140 Minuten recht opulent geratene Thriller auf sein erstaunlich melodramatisches Ende zusteuert, muss der arme Agent ein körperlich wie psychisch äußerst anspruchsvolles Martyrium durchlaufen: Gleich zu Beginn liefert sich Bond eine Verfolgungsjagd in schwindelnder Höhe auf den Auslegern zweier Kräne. Sein Gegenspieler ist ein afrikanischer Bombenbauer, der von dem französischen Extremsportler Sébastien Foucan gespielt wird, ein Meister der halsbrecherischen Disziplin "Parkour", bei dem urbane Schluchten und Hindernisse mit reiner Körperkraft und Geschicklichkeit überwunden werden. Entsprechend atemberaubend geriet die Choreographie dieser Sequenz.

In einer weiteren gelungenen Action-Szene liefert sich Bond einen halsbrecherischen Faustkampf rund um das Führerhaus eines rasenden Jet-Betankungsfahrzeugs. Es gilt immerhin, das größte Passagierflugzeug der Welt vor dem flammenden Inferno eines Anschlags zu retten. So viel zu den neuen Einsatzmöglichkeiten des britischen Geheimdienstes: Der Flughafen-Terrorist trägt unverhohlen arabische Züge.

Bevor Bond am Ende von Le Chiffre übel gefoltert wird, wird er noch beinahe mit einem Säbel in zwei Teile zerhackt und muss sich mit einem Defibrillator selbst wieder ins Leben zurückrufen, nachdem er beim Poker vergiftet wurde. Praktisches neues Bond-Gimmick: das kleine Reanimationsgerät im Handschuhfach des Dienstsportwagens von Aston Martin.

Klar, es gibt sie, die kleinen humorigen Momente, die jeder Bond-Film braucht, aber insgesamt weht ein kühlerer, geradezu harscher Wind durch "Casino Royale". In einer undurchsichtigen Welt voller Terrornetzwerke und Doppelidentitäten, in der die globalen Machtkarten täglich neu gemischt werden, scheint der Tod, ständiger Mitspieler jedes Agentenpokers, wieder aus dem Schatten der Gewohnheit zu treten. In einer ungewöhnlich beklemmenden Szene muss Bond die völlig verstörte Vesper trösten, die zum ersten Mal in einen tödlichen Kampf verwickelt war und den Horror spürt, Blut an den Händen zu haben. Gezeichnet vom Geschäft mit dem Tod sitzen beide unter einer Hotelzimmerdusche und halten sich aneinander fest. Hier ist, im Gegensatz zu früheren Filmen der Serie, das Morden noch keine Fließbandarbeit, hier tut jeder Faustschlag noch weh, bereitet jede Kugel Höllenqualen. "Casino Royale" bohrt so tief in die Abgründe des Charakters und seines Metiers hinein wie kaum ein Bond zuvor.

Der Agent als Masochist

Daniel Craig ist bei dieser Neujustierung der entscheidende Faktor. Mit seinem wässrig-blauem Blick und seinen kantigen Gesichtszügen verleiht er dem kompromisslosen Killer mit dem Rest-Gewissen zwingende Glaubwürdigkeit. In manchen Szenen schafft er es sogar, jenes Virile, brutal Animalische zu verströmen, über das Sean Connery in seinen ersten Auftritten als Bond verfügte. In solchen Momenten ist Bond wieder der unberechenbare Schläger, der das elegante Dinner-Jackett nur zur Tarnung trägt. In der nachträglich für die Altersfreigabe entschärften Folterszene, als LeChiffre Bonds Genitalien mit einem derben Seil prügelt, wird das Finstere der Figur deutlich: Statt um Gnade zu winseln, verzieht er sein Gesicht zu einem schiefen Grinsen - und bettelt um mehr. Schlag' mich, peitsch' mich - als Geheimagent, der immer wieder freiwillig sein Leben riskiert, muss man wohl Sadist ebenso wie Masochist sein.

 

BONDGIRLS: Nicht nur schön, sondern auch klug

Aber auch in den Liebesszenen macht Craig eine mehr als gute Figur, selbst wenn das Drehbuch hier zuweilen etwas arg ins Schmalzige driftet. Aber das sei verziehen, es handelt sich bei derlei Turteleien schließlich um ungewohntes Terrain - nach all den Jahren des oberflächlichen Geballers und Gebumses. Fest steht, dass die Bond-Produzenten mit Daniel Craig über einen 007-Darsteller verfügen, der den alten Salonlöwen James Bond wieder in eine angriffslustige Raubkatze verwandelt hat. Für zwei weitere Filme hat er bereits unterschrieben.

Die neue, sehr zeitgeistige Aggressivität zeigt sich nicht nur im coolen, handwerklich soliden, fast schon reduzierten Look des Films und in den packenden, ohne viel Brimborium inszenierten Action-Sequenzen, sie dringt bis ins kleinste Detail: Auf die nett gemeinte Frage eines Kellners, ob er seinen Martini gerührt oder geschüttelt haben möchte, erwidert Bond mit gefährlichem Unterton: "Sehe ich so aus, als ob mich das interessiert?" Die alten Gags sind Geschichte. Endlich.




© SPIEGEL ONLINE 2006


Zum Thema in SPIEGEL ONLINE:
007- Quiz:Sind Sie der wahre Bond?
http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,445111,00.html Fernsehwerbung: 007 im TV - durch neue Regeln illegal (09.11.2006)
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,447585,00.html

SPIEGEL-DOSSIERS:
James Bond: "Laster: Trinkt, aber nicht exessiv, und Frauen" (01.11.2006)
http://www.spiegel.de/dossiers/kultur/0,1518,445897,00.html



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61594 Postings, 6179 Tage lassmichreinTrailer:

Casino Royale - Der Trailer zum Film
 

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