"langfristig sind wir alle verschuldet"...

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neuester Beitrag: 29.03.05 15:24
eröffnet am: 29.03.05 11:19 von: börsenfüxlein Anzahl Beiträge: 3
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29.03.05 11:19

18298 Postings, 7076 Tage börsenfüxlein"langfristig sind wir alle verschuldet"...

"Langfristig sind wir alle verschuldet"

Industriestaaten müssen ihre Haushalte in Ordnung bringen.




  Wenn die westlichen Industrienationen ihre Haushalte wie bisher weiterführen, dann muss man einen alten Satz des Ökonomen John Maynard Keynes umreimen. "In the long run, we are all dead", hatte Keynes gesagt, also: Auf lange Sicht sind wir alle tot.

Die Rating Agenut Standard&Poos's (S&P) hat in einer nun vorgestellten Studie den Satz neu formuliert: "In the long rund, we are all dept" - langfristig sind wir alle verschuldet.


Staatsanleihen mit Schrottstatus


Laut S&P haben die Staatsanleihen von Staaten wie Deutschland und den USA in drei Jahrzehnten bestenfalls Schrottstatus. Die Franzosen könnten ihre Staatsanleihen schon 2022 beerdigen.


Hohe Schulden, überalterte Bevölkerung


Das Problem: Die Industriestaaten sind zu stark verschuldet, die Bevölkerung schrumpft und überaltert, ohne Gegensteuerung steigt der Anteil der Schulden am Bruttoinlandsprodukt (BIP).


Lösungsszenario: Die öffentlichen Haushalte müssen dringend saniert werden, da können noch so viele Ausnahmeregelungen beim Stabilitätspakt gefunden werden.


Reform in den bisherigen Systemen


Es muss laut S&P zu einer Neuausrichtung des Steuersystems kommen, vor allem muss bei den Sozial- und Gesundheitskosten der Hebel angesetzt werden. Bald ist das bisherige System nicht mehr finanzierbar.


Zur Mitte des Jahrhunderts, also 2050, könnte der Anteil der Schulen im Verhältnis zum BIP 200 Prozent betragen. Im Augenblick sind es in den meisten Industrienationen zwischen 60 und 70 Prozent.


Szenario USA und Deutschland


Behalten die USA das Tempo ihrer Staatsverschuldung wie unter der Regierung Georg Bush bei, dann hätte man laut S&P 2050 einen Anteil an Staatsverschuldung von 239 Prozent. Deutschland, das ja im Augenblick mit dem Stabilitätspakt hadert und sich im Europäischen Rat zusammen mit Frankreich bei den Ausnahmewünschen durchsetzen konnte, käme 2050 ohne Reformen auf 221 Prozent.


Niveau von Entwicklungsländern


Wem diese Zahlenspiele zu abstrakt sind: Die USA, Frankreich und Deutschland hätten am Ende die Zahlungsfähigkeit von Entwicklungsländern wie die Dominikanische Republik.


S&P hat seine Analysen auf die USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich und Italien konzentriert. Zu Österreich liegen keine Szenarien vor. Die Grundproblematik ist aber auch trotz besserer Eckdaten auch hier gegeben.


Probleme vor allem für Kontinentaleuropa


Großbritannien und die USA haben geringere Probleme bei der Überalterung als die Länder am europäischen Kontinent. Auf dem Kontinent werden die Staatshaushalte in den kommenden Jahren vor allem von den Pensionsverpflichtungen förmlich erdrückt.


Allerdings, und auch das sagt S&P, müsse es nicht zu den Horrorszenarien kommen. Man sieht erste Schritte zur Reform und hofft, dass alle angesprochenen Länder mittelfristig einen ausgeglichenen Haushalt anstreben.



mfg
füx  

29.03.05 11:26

742 Postings, 5789 Tage Schwertfegerdie jetzt 50 jährigen

wären dann die einzige generation seit menschengedenken die die ein wirklich sorgenfreies leben führen konnte.
groß geworden im deutschland des wirtschaftswunders. mit 60 in rente dann 30 jahre sorglos rente bis zu m tot.

die älteren hatten kriege und immense armut.

und die jüngeren ,immer mehr und immer länger  arbeit bei weniger geld und nur eine altersabsicherung wenn sie sich im arbeitsleben richtig aufgerieben haben.  

29.03.05 15:24

7114 Postings, 6940 Tage KritikerDas Problem liegt in der völlig

unflexiblen und denkfaulen Politik!
Die Volksführer wollen neue Probleme mit alten Techniken lösen.
Die Schulden häufen sich bei Staaten, welche sich teure Kriege aufladen - USA; oder, welche überhöhte Verwaltung pflegen = Frankreich, Deutschland. Wir Deutsche lassen uns über 5 Regierungsebenen reglementieren = Luxus pur!
Dazu das ständige Vorbeten dummer "Weisheiten": wir hätten zuwenig Kinder!?? - zuwenig "Zuwanderung"!!??
Wir haben zuviel: Arbeitslose, Verwaltungsbeamte, Parteipolitiker und Pensionäre!
Nur eine Abnahme der Bevölkerung bringt die Lage ins Lot!
Das bringt eine enge Generation - aber dann - ist es überstanden!

Mit den geistigen Betonköpfen geht es immer mehr in den Graben.
Nur kleine Länder werden gut überleben: Schweiz, Irland, Island etc.
Deshalb WEG mit der Bundesregierung! Jedes deutsche Land soll sich selbst regieren.
WEG mit Brüssel-kratie! Laßt den Völkern mehr Freiheit.
Eine europäische Friedens-Konferrenz genügt völlig.

Unsere junge Generation sollte sich mehr mit Umdenken befassen statt Nachbeten. Liberalismus ist gefragt - nicht Zentralismus!
Gestalten - statt Jammern!! - glaubt - Kritiker.  

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