kleine Randnotiz zum Wochenende

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neuester Beitrag: 27.08.05 18:37
eröffnet am: 27.08.05 12:22 von: Bankerslast Anzahl Beiträge: 4
neuester Beitrag: 27.08.05 18:37 von: SchwarzerLo. Leser gesamt: 187
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27.08.05 12:22

6506 Postings, 6988 Tage Bankerslastkleine Randnotiz zum Wochenende

von W. Bok


Gerhard Schröder hat keine Chance - aber er nutzt sie. Mit dem Instinkt eines Wolfes und dem Scharfblick des Falken spürt er jede Schwäche des Gegners auf, um gezielt eine subtile Provokation nach der anderen zu streuen. Wäre Schröder als Regierungschef so erfolgreich, wie er sich als gewiefter Wahlkämpfer in Szene zu setzen versteht, so hätte er sich den Vertrauensverlust im eigenen Lager nie und nimmer höchstrichterlich attestieren lassen müssen.

Des Kanzlers neue Masche sind Demut und Bescheidenheit. Für den Nobelpreis halte er sich für unwürdig, gibt Schröder treuherzig zu Protokoll und verlangt ein Ende der Debatte, die ganz sicher nicht ohne sein Zutun entfacht wurde. Dass immerhin 198 Mitbewerber auf der Kandidatenliste für diese bedeutendste Auszeichnung stehen, gerät dabei leicht zum Randaspekt.

Auch als Fluthelfer kehrt Schröder den ernsthaften Staatsmann nach außen: Die Lage sei zu ernst, um politisch ausgeschlachtet zu werden, belehrt er die Öffentlichkeit, um dann im selben Atemzug Bayern des mangelhaften Hochwasserschutzes zu bezichtigen. Zugleich entfacht der Kanzler einen Wettlauf der Hilfszusagen für Betroffene, die zu nah am Wasser gebaut haben. Einmal abgesehen davon, dass die Schäden noch gar nicht zu beziffern sind: Es ist das Geld der Steuerzahler, das von Politikern großzügig verteilt wird. Zudem sind erst einmal die Versicherungen, die ständig ihre Beiträge erhöhen, am Zug.

Diese Großzügigkeit auf anderer Leute Kosten ist zugleich ein Beleg für die Forderung, Regierungsmitgliedern für die Zeit des Wahlkampfes die Prokura zu entziehen: Jede Zusage von finanziellem Gewicht sollte nur unter dem Vorbehalt getroffen werden dürfen, dass sie von der danach gewählten Regierung bestätigt wird.

Tageszeitung, 27.08.05

 

27.08.05 18:11
1

13475 Postings, 7755 Tage SchwarzerLordViel geredet und doch nichts gesagt

So geht die Amtszeit Schröders zuende. Wenn die einzige politische Leistung darin besteht, Wahlkampftermine abzuklappern, dann "Gute Nacht".

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"Wir machen keine Schulden, das haben wir immer klar gemacht, wir weichen nicht in Schulden aus.?
(Hans Eichel , 01.09.02, ARD-Sendung Christiansen)

"Wir machen keine unbezahlbaren Versprechungen, und wir rütteln nicht an den Kriterien des europäischen Stabilitätspaktes.?
(Gerhard Schröder am 19.06.2002 vor der Bundespressekonferenz in Berlin)


 

27.08.05 18:29

15290 Postings, 5654 Tage quantasEine kleine Notiz aus der NZZ von heute


im Zusammenhang mit dem Atom-Problem Iran.

Den ganzen Artikel habe ich im Thread "Keine guten Nachrichten aus dem Iran" platziert

Schröders friedenspolitischer Trompetenstoss, man müsse die militärische Option «vom Tisch nehmen», kann als Ausdruck seines wahlpolitischen Populismus und gleichzeitig aussenpolitischer Ratlosigkeit gesehen werden.

salute quantas

 

27.08.05 18:37

13475 Postings, 7755 Tage SchwarzerLordUnd ich warte immer noch darauf ...

... daß er dementiert, daß Deutschland Fallschirmjäger über Australien absetzen will. Soviele Erklärungen, die da noch fehlen. Zum möglichen Konflikt Thailand gegen Bolivien war auch noch nichts zu lesen.

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"Wir machen keine Schulden, das haben wir immer klar gemacht, wir weichen nicht in Schulden aus.?
(Hans Eichel , 01.09.02, ARD-Sendung Christiansen)

"Wir machen keine unbezahlbaren Versprechungen, und wir rütteln nicht an den Kriterien des europäischen Stabilitätspaktes.?
(Gerhard Schröder am 19.06.2002 vor der Bundespressekonferenz in Berlin)


 

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