irgendwie... ein "Grüner" gefällt mir

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eröffnet am: 08.09.05 13:19 von: Bankerslast Anzahl Beiträge: 35
neuester Beitrag: 19.09.05 13:03 von: kiiwii Leser gesamt: 1291
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08.09.05 13:19
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6506 Postings, 7051 Tage Bankerslastirgendwie... ein "Grüner" gefällt mir

8 September. 2005, 10:33 Uhr  aus focus online


von Oswald Metzger

Gerhard Schröder: Grün und Links!

So grün war Schröder nie und so links war er nie. Weg vom Öl thematisiert er plötzlich - der langjährige Autokanzler, der häufig seine schützenden Hände über das automobile Interessengeflecht dieser Republik gelegt hat (Altautoverordnung, Ökosteuer, Tempolimit, Rußfilter, ...). Die soziale Gerechtigkeit entdeckt er wieder - zur Freude seiner Parteilinken - als Verteilungsgerechtigkeit, statt als Leistungs- und als Generationengerechtigkeit. Wenn er mit banalen Sprüchen den Eindruck erweckt, als ob ein Paul Kirchhof die Krankenschwester schröpft, um den Millionär zu entlasten - dann ist er in der Endphase des Wahlkampfs in seinem Element.

Gerhard Schröder hat eine allerletzte machtpolitische Obsession - nicht für sich persönlich, sondern für die SPD. Er will sie so stark machen, dass schwarz-gelb durch schwarz-rot noch verhindert wird. Eine große Koalition mit einer SPD, die deutlich über 32% Wahlerstimmen erreicht, wäre Schröders strategisches Ziel, obwohl er als Person in einer solchen Konstellation keine Führungsposition mehr einnehmen könnte (und wollte). Deshalb versucht er Zweitstimmen aus dem Grünen Lager und dem diffusen PDS-/Linksparteimilieu herauszubrechen. Deshalb ist er so grün und links wie nie.

Meine Partei dagegen steckt in einem strategischen Dilemma. Weil sich die Grünen machtpolitisch mit Haut und Haaren seit vielen Jahren exklusiv an die SPD gebunden haben, ist eine Zweitstimme für die Grünen zwar eventuell eine Stimme gegen die Große Koalition, aber realistisch eben keine Stimme für eine Macht-, sondern "nur" für die Oppositionsperspektive. Ein Bekenntnis der Grünen zur rechten Zeit zur Rolle als bürgerliche ökolibertäre Partei (und nicht als Linkspartei, wie im aktuellen Wahlprogramm) hätte nicht in dieser Machtfalle gemündet. Schwarz-Grün ist dafür eine Metapher, über die es sich mittelfristig innerhalb der Grünen ernsthaft zu diskutieren lohnt. Raus aus dem Lagerdenken, damit eine zukunftsfähige Politik für unser Land gemacht werden kann!
 
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08.09.05 14:38

64728 Postings, 7705 Tage KickyMetzger:der ist doch länst nicht mehr grün

http://www.daserste.de/plusminus/...g_dyn~uid,818br7mnffjd1le4~cm.asp  

08.09.05 14:46

7336 Postings, 6538 Tage 54reabals erstes wird die spd

implodieren. in der opposition sehr bald (nacht der langen messer) und an der regierung spätestens in 2 jahren. sollte es zu rot/schwarz kommen, wird es bei den ersten notwendigen größeren grausamkeiten wanderungen von der spd zur links.sed geben. der übrig bleibende rest wird dann mittelfristig in der union aufgehen.    

08.09.05 14:55

7203 Postings, 6983 Tage bullybaer#11

Solche Recherchen wie von Plusminus über Herrn Metzger liesen sich mit
beinahme allen Politikern durchführen mit ähnlichem Ergebnis.

Man betrachte nur einmal die Aufsichtsräte der Großindustrie und
gewisse Interessengemeinschaften. Man würde bestimmt stauen welche
Name man dort wiederfinden würde.

mfg
bb  

08.09.05 14:58

7203 Postings, 6983 Tage bullybaerin der

Opposition würde die SPD sicherlich zuerst damit beginnen sich zu konsolidieren.
Mit dem Ergebnis zukünftig der linken Seite wieder mehr Rechnung zu tragen.
So zumindest meine Vermutung.

mfg
bb  

08.09.05 15:04

1720 Postings, 5969 Tage Hartz5Aus die Maus

Grün wurde flächendeckend abgewählt, weil man sie nicht mehr in Regierungsverantwortung sehen will. Kein Wunder, denn wo grün draufsteht ist abwärts drin. Und dieser Trend wird sich verstärken, weil den Menschen ihr eigenes Portemanie näher steht, als irgendwelche ökologischen Träumereien, die man sich in finanziell fetten Zeiten, als puren Luxus oder zur Gewissensberuhigung, leisten kann. Was die grünen Nichtskönner da als angebliche ökologische Wende aus dem Hut gezaubert haben, wird sich schon sehr schnell als extrem teures Luftschloss präsentieren und ist wohl die größte Lügennummer in der westdeutschen Nachkriegsgeschichte. Den meisten ist dies schon längst bewußt geworden, denn trotz der wahltaktisch als Geschenk dahergekommenen "Katrina" dümpeln die Grünen bei mageren 7 Prozent rum. Tendenz weiter fallend.  

08.09.05 15:13

10041 Postings, 6740 Tage BeMiFlammen

wieder "Religionskriege" auf?
Wir sind doch nicht mehr im Mittelalter, und
die Aufklärung war angeblich auch schon.  

08.09.05 21:27
2

51340 Postings, 7468 Tage eckibear, hartz

reab, deine #9 ist sehr interessant als Anasatz, allerdings scheint es mir, das du zu sehr dich und deine denke ins Zentrum rückst, und da drumrum die Parteien kreisen lässt. Es wird in der Politik niemals homogene Gruppierungen geben, da Einzelne und Gruppen bei allen Gemeinsamkeiten mit anderen immer wieder einzelne Politikfelder übergewichten gegen andere.

So wirst du kaum jemals zu mehr als 70% mit deiner bevorzugten Partei übereinstimmen. IRgendwelche anderen deiner Lieblingspartei schießen dann garantiert wieder quer gegen deine eigenen Theorien....

Hartz5,
ob grün flächendeckend abgewählt wurde, will ich doch stark bezweifeln, denn so schlecht waren die grünen Ergebnisse in den Landtagen nicht, allerdings hat vor allem die SPF häufig heftig verloren, so das es nicht mehr zur Regierungsbildung reichte. Immerhin 11 von 16 Landtagen mit Grüner Fraktion. Könnte besser sein, stimmt.

Die Erhaltung und Gestaltung von Deutschland als Lebens- und nicht nur als Wirtschaftsraum mag dir als purer Luxus erscheinen, für mich ist auch das ein Wert an sich. Was daran Luftschloß sein soll, weiß ich nicht. Klar ist, das die Weltbevölkerung noch massiv am wachsen ist und das der Energiehunger groß ist und der Verteilungskampf um die Ressourcen zunehmen wird. Und entweder, da werden intelligente und effiziente Konzepte und Lösungen gesucht, gefunden und durchgesetzt oder das 21 Jahrhundert wird noch sehr kriegerisch. 3 Milliarden Chinesen und Inder dürfen jedenfalls nicht soviel Sprit in Autos verfahren wie Deutsche und Amis.....

Grüße
ecki  

08.09.05 21:48

7336 Postings, 6538 Tage 54reabklar ecki, eine partei ist

immer nur ein zweckverband, dessen mitglieder ähnliche auffassungen haben. aber z.b. die spannweite einer csu, vom extremen nationalen lager bis hinüber zum linken flügel der spd ist etwas zu weit. unsere parteien haben historische wurzeln, die heute nicht mehr maßgebend sind. deshalb wird die landschaft sich ändern.

ich sagte auch nicht, dass dieser prozess bei der spd beginnen würde, weil mir das sympatisch wäre. meine wünsche sehen nicht entsprechend aus und sind auch nicht maßgebend. bei der spd hat dieser erosionsprozess schon begonnen. die vorgezogenen wahlen waren der verzeifelte versuch eine neue gruppierung am linken flügel zu verhindern. wie sich herausstellte, ein fürchterlicher schuss in den ofen. der zeitdruck hat verhindert, dass die neue linke sich so richtig streiten konnte. der linke flügel der spd würde sich gerne mit der neuen linken verbinden. mit dem nicht kleinen bürgerlichen kreis (seeheimer kreis http://www.seeheimer-kreis.de/) führt kein weg dorthin. es ist also nur eine frage der zeit.  

08.09.05 22:38

51340 Postings, 7468 Tage eckiGut, die Spanne in der CSU ist gewaltig.

Denkst du deshalb sie fliegt auseinander?

Bis jetzt profitieren alle in Bayern davon bei der Siegerpartei, bei den Bestimmern zu sein, aber eben nur solange es unter der Klammer CSU läuft.

Und die Macht ist süß, also bleibt der Laden zusammen.

So leicht ist das Bäumchen wechsel dich Spiel nicht.

Schau an, was Lafontaine für Porzellan zerschlägt. Er wechselt die Partei, aber im Prinzip ist auch was dran, das er viele seiner Postionen hält und die SPD von ihm weggewandert ist.... Spannend bleibt die Großwetterlage allemal.

Grüße
ecki  

08.09.05 22:56

1720 Postings, 5969 Tage Hartz5@ecki, ich gebe dir selbstverständlich mit deinem

letzten Absatz recht. Was nützen uns Taschen voller Geld, wenn unser Umfeld nicht mehr lebenswert ist? Ich bin mir sicher, diesem Umstand wird fast die Gesamtheit der Deutschen, sowie der zivilisierten Welt zustimmen.

Es geht also um die Fragen nach dem wie und um das wann. Nur weil eine Partei sich ökologisch nennt und entsprechende Vorschläge in diese Richtung macht, müssen diese Pläne ja nun noch lange nicht richtig oder gar der Weisheit letzter Schluß sein. Genausowenig wie man einer politischen Partei, die nicht ausdrücklich ökologisch in ihrem Parteinamen verankert hat, ihr deshalb grundsätzliches Desinteresse an dieser Thematik oder gar ausdrückliches Handeln in die entgegengesetzte Richtung unterstellen kann.

Verkürzen wir die obige Fragestellung deshalb nach dem wie und gehen einfach mal davon aus, es wäre Zeit zu handeln. So geben uns die Grünen zu verstehen, daß wir eigentlich bei der menschgemachten Klimaerwärmung schon 5 nach 12 haben. Der Austausch von CO2 muß also drastisch reduziert werden und um irgendwie ein Plansoll zu erfüllen haben wir das Kyoto-Protokoll.

Dieses Kyoto-Protokoll ansich ist schon eine sehr interessante Angelegenheit. So haben die Wissenschaftler ja angeblich festgestellt, selbst wenn wir direkt heute, den Ausstoß massiv reduzieren würden, so hätten wir auf das Klima der nächsten 50 Jahre kaum noch einen regulierenden Einfluß. So hat sich Deutschland ja selber sehr hohe Ziele gesetzt, die im Laufe der nächsten 20 Jahre erreicht werden sollen. Also ergibt sich hier schon ein  Vorlauf von 70 Jahren. Komischerweise sind wir aber das einzige Land in Europa, welches diese hohe Zielsetzung hat und so kann man davon ausgehen, daß der Vorlauf, der sich ergibt, noch um einiges länger sein wird.

Ich möchte jetzt auch garnicht im Einzelnen darauf eingehen, warum sich andere Länder nicht den hohen deutschen Maßstäben anschließen wollen. Aber eine Sache ist beim Kyoto-Protokoll doch noch sehr erwähnenswert. Es enthält nämlich die wunderbaren Schlupflöcher, die über die Emmissionszertifikate erteilt werden. Erreicht Deutschland also sein nominales Ziel bei der Reduzierung nicht (und davon kann man schon fast sicher ausgehen), dann kann man sich ja prima rauswinden, weil ein entsprechendes Gegengewicht über die Zertifikate erzielt werden, die z.B. die Aufforstung irgendeiner Waldfläche in Timbuktu nachweisen.

Ein weiterer sehr bemerkenswerter Vorgang ging mit dem Kyoto-Protokoll einher. So war es immer ein ganz besonderes Anliegen der Grünen, den Ausstieg aus der Atomkraft hinzukriegen. Es war aber von vorneherein klar, daß mit der Unterzeichnung des Protokolls global gesehen, der Bau von zahlreichen AKWs zwingend ist. Gibt es einen größeren Widerspruch?

Schauen wir uns als nächstes die vorgeschlagen und z.T. umgesetzten Lösungen an. Ich will hierbei garnicht auf die technische Machbarkeit der Zielvorstellungen eingehen oder gar auf eine langfristige Wirtschaftlichkeit. Diese Frage möge sich jeder selber beantworten. So hat man die BRD relativ kurzfristig mit WKAs im Inland zugepflastert und momentan beginnt man damit, dies auch an den deutschen Küstengebieten zu tun. Damit ist das nationale Potential erschöpft. Herr Trittin prahlt immer so gerne damit, daß nun soundsoviel GW an Leistung installiert wären, wohlwissend, daß aufgrund der geographischen Verhältisse in Deutschland nur max. 18 Prozent der Nennleistung erzeugt werden können. Selbst diese 18 Prozent sind noch eine ansehnliche Zahl, nur die Meldung, daß endlich ein konventionell betriebenes Kraftwerk dafür abgestellt wurde, die haben wir immer noch nicht vernommen.

Werfen wir noch einen Blick auf den Sonnenmarkt. Hier spielt sich folgendes ab. Geschäftemacher rechnen sich aus, was sie aus einer Gesamtkollektorfläche aus der mittleren Sonneneinstrahlung Deutschlands an Strom erzeugen können. Dazu rechnen sie die Anschaffungs- und Unterhaltskosten und schauen dann wieviel sie mit den Garantiesubventionen an Gewinn erwirtschaften können. Schwupps noch die Kapitalgeber (die Verlustabschreibungen gebrauchen können) gesucht und das garantierte Geldverdienen auf Steuer- und Stromverbraucherkosten kann losgehen. Nichts von marktwirtschaftlichem Wettbewerb der Innovation erzeugt (bei dieser Technik auch nur noch schwerlich möglich). Es es daher auch nicht verwunderlich, daß gerade auf deutschem Boden das weltgrößte "Sonnenkraftwerk" zu finden ist.

Ecki, ich empfehle dir ganz persönlich mal eine Reise durch das Internet mit dem Schwerpunkt alternative Energien. Besonders Anbieterseiten seien dir ans Herz gelegt. Wenn dort nicht mit den altbekannten Methoden der Nepper, Schlepper und Bauernfänger geworben wird oder du nicht den Eindruck hast, es handelt sich um so was ähnliches wie Bauherrnmodelle, Filmfonds oder Schiffsbeteiligungen, dann bin ich mit meiner Überzeugungsarbeit wohl gescheitert.

Aber es geht mit dem Lügen munter weiter. So wird uns suggeriert, daß z.B. das Erdöl endlich (was natürlich stimmt) ist und wir ein baldiges Ende erleben werden. Dabei liegt der echte Literpreis für Normalbenzin in Deutschland heute bei rund 63 Cent inkl. MwSt. Bedenkt man dabei, daß hierauf z.Z. noch so ca. 20 bis 30 Prozent Spekulationaufschläge am Rohölmarkt liegen und fast der ganze Rohölmarkt eh einem Kartell (Preiskontrolle durch Fördermenge), nämlich der OPEC unterliegt, so deuten die Preise alles andere als auf eine Erdölknappheit hin.

Ich frage mich ernsthaft, warum wir uns diese ganze Lügerei bei diesem Thema antun müssen. Bedenken wir eins, wenn es wirklich allerhöchste Zeit wäre zu handeln, warum macht man nicht das am Naheliegensten und fängt endlich an zu sparen. Die Dinge, die man über das Kyoto-Protokoll innerhalb von 20 Jahren erreichen will, kann man binnen 2 bis 3 Jahren auch über simples Einsparen erreichen. Klar sind mir die negativen Folgen für die deutsche Volkswirtschaft bekannt, aber schließlich ist ja auch höchste Eisenbahn nach Aussage der Grünen.

Und zum Abschluß dann noch die globale Betrachtung. Die Experten haben doch längst errechnet wie hoch die Energieverbräuche global betrachtet sind, wenn man die verschiedensten Wachstumsprognosen zugrunde legt. Wer kann dabei noch ernsthaft annehmen, daß überhaupt eine Chance besteht, den CO2 Ausstoß auch nur irgendwie klimabeeinflussend zu verringern. Seien wir doch eher froh, wenn die Vorräte daraufhin eher zur Neige gehen und die Preise explodieren. Dann erhalten wir nämlich die wirkliche Chance, daß aus marktwirtschaftlichen Prozessen echte Alternativen erwachsen können.  

08.09.05 23:21
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51340 Postings, 7468 Tage eckiDu tust so, als ob das Kyoto-Protokoll eine

Erfindung der Grünen wäre, und da lauter Grüne Lügereien eingebaut wurden.

Initiiert wurde es aber von den USA, auch wenn es dann Bush nicht unterschrieben hat, und auf Deutscher Seite verhandelt von Töpfer unter Kohl.

Die deutschen Einspraungsziele waren nur aus einem Grunde geringer als die der anderen europ. Länder, weil Kyoto immer Bezugnimmt auf die Werte von 1990. Und da hatte das vereinigte Deutschland schon die ganzen ineffektiven CO2 Dreckschleudern der DDR abgeschaltet und schon enorme Mengen eingespart. Hätte Deutschland nicht höhere Sparzielen zugestimmt, hätte D als eiinziges Land gar nichts mehr tun müssen.

Deinen Argumenten, lass uns doch möglichst schnell das Öl verpulvern, damit es richtig teuer wird, dann wird sich schon was finden: AN der Stelle sind wir gerade. Die Inder, Chinesen usw. wollen jetzt auch ihren Teil vom Öl ab, die Ressourcen sind zwar nicht verbraucht, aber die Förderung kommt trotzdem nicht hinterher. Richtig billlig wird der Stoff nicht mehr, auch wenn sich die Preise evenetuell wieder etwas entspannen.

Die höhere Steuer in D und Japan auf Benzin hat z.B. schon zu erheblichen Wettbewerbsvortielen in den USA geführt. Gerade wenn die Preise für Sprit anziehen, dann schlägt das ander Tankstelle in USA voll durch, bei uns durch Steuer nur gedämpft. Und beim Autokauf überlegt man sich schon, ob 6 liter Hubraum und 25l/100km wirklich sein müssen, oder obs nicht ein Japanisches oder deutsches Auto es auch tun......

Und es trifft nicht nur die Autoindustire, sonder nauch die anderen Industrien der USA, die absolut verschwenderisch mit Energie umgehen. Der Energiepreis schlägt viel stärker aufs Produkt durch als bei uns. Und die Kunden wollen es eigentlich nicht zahlen. Deutschland vermarktet jetzt schon intelligente Technologien und da müssen wir noch viel mehr tun. Deutschland muss wieder viel mehr Ideen und Technologien vermarkten, denn Rohstoffe zu verkaufen haben wir eben keine.

Und nur auf die Industrien des 19/20. Jahrhunderts setzen wird für Deutschland nicht genügen seinen Platz in der Weltwirtschaft zu halten. Deshalb auch umschichten was geht in Bildung und Ausbildung, es ist ein Unding, wenn wir es nicht schaffen die Standards anzuheben, da muß das System besser werden und wir müssen den Immigranten mehr integration, vor allem auch sprachlich abverlangen, sonst wird das nichts.

An die Wand gefahren wurde schon vieles und viele Brettern noch Vollgas Richtung Mauer. Da muß man abspringen oder das Ruder rumreissen und es besser machen.

Und dir sage ich eines, in Umkehrung deiner Sprüche: Nicht alles was ein Grüner sagt ist nur deshalb schlecht, weil es ein Grüner sagt. Die Scheuklappenfraktion hierzulande ist extrem groß, und Scheuklappen behindern Lösungen.

Grüße
ecki  

08.09.05 23:48

1720 Postings, 5969 Tage Hartz5ecki, ich habe die Effektivität des

Kyoto-Protokolls ganz allgemein in Frage gestellt und die Lügen der Grünen (in meinen Augen) klar benannt.

Ansonsten kann man ja fast nur hoffen, daß der Rohölpreis dauerhaft hoch bleibt. Nicht das sich die Häuschenbesitzer, welche sich so eine Solaranlage auf das Dach setzen, sich genauso getäuscht fühlen, wie die, die sich in den Siebziegern Nachtspeicheröfen installiert haben.

Aber ich hab da ehrlich gesagt nicht viel Hoffnung mit dem Rohölpreis auf hohem Niveau. Wieder runter auf 30 USD und mittelfristige Stabilisierung auf 45 USD, zumindest wenn man den langfristgen Chart fortschreiben kann (sagt einer, der Chatttechnik für Humbug hält).  

09.09.05 00:18

1720 Postings, 5969 Tage Hartz5Ach ecki,

das mit deiner Rechnung find ich auch bemerkenswert. Wenn in Land A der Bürger 2 Sickel für den Liter Sprit bezahlt und in Land B der Bürger 1 Sickel, weil Land A eben mehr Steuern dafür nimmt, dann ist es, wenn der Rohstoffpreis steigt für den Bürger aus Land A trotzdem von Vorteil, weil jetzt seine Produkte (hier die Autos) aufgrund sparsamerer Technik sich in Land B besser verkaufen lassen. Also erstmal zahlt der Bürger aus Land A genausoviel mehr (eigentlich sogar noch mehr, weil in seinem Land wegen der Besteuerung der Mineralösteuer durch die Mehrwertsteuer eine Steuer auf die Steuer erhoben wird) wie der Bürger in Land B, wo zudem in Land B eh längst der Inlandsbedarf der Autos aus Land A größtenteils auf deren Terretorium hergestellt wird. Also demnach muß man als rohstoffarmes Land nur die Steuern auf die importierten Rohstoffe erhöhen, um somit im Falle einer Rohstoffpreiserhöhung einen globalen Wettbewerbsvorteil zu besitzen. Okay, so soll es dann mal sein.

Dann verwundert mich allerdings, daß du als Grüner plötzlich den nationalen Rückfall erlebst. Ich dachte gerade als Grüner sollte man bei den globalen und gesellschaftlichen Themen und den zugehörigen Lösungen nicht mehr in nationalen Grenzen denken. Vonwegen "Eine Welt" und so.

Und das mit den Scheuklappen geb ich natürlich auch gerne wieder zurück.  

09.09.05 00:27

51340 Postings, 7468 Tage eckiWas ist der nationale Rückfall?

Das ich will, das unsere hiesigen Kinder was lernen um auf die Zukunft vorbereitet zu sein und später selber in der Lage sind Antworten zu finden?

Wenn das als nationaler Rückfall gewertet wird, dann gut. Ich finde es normal das man sich um seinen Nachwuchs kümmert, ohne deshalb gleich als Nationalist angesehen zu werden......

Und die absurden Theorien über die Auswirkungen von Preisänderungen kannst du ja die Theorien aus der FAZ nachlesen. Die deutsche Industrie ist da wieter als du....

http://www.ariva.de/board/230325#jump2099030


Grüße
ecki  

09.09.05 00:29
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69017 Postings, 6236 Tage BarCodeHartz5

Mit dir über Grüne oder Ökölogie zu dikutieren ist schwierig, weil du da offensichtlich irgendwelche ganz persönlichen Aversionen zu verarbeiten hast. Die regenerativen Energien werden jedenfalls bei allen möglichen Zukunftsszenarien eine große Rolle spielen. Selbst wenn sie womöglich nicht allein das Grüne vom Ei ausmachen werden. Nachdem wir schon dank der verschlafenen und rückwärtsgewandten "Zukunfts"politik der 80er und 90er Jahre den ganzen IT-Boom und seine Umwälzungen der Weltwirtschaftsstruktur verschlafen haben, können wir froh sein, dass wir im Bereich Neue Energien - auch und vor allem Dank der Grünen - technologisch weit vorn dabei sind.

Gruß BarCode  

09.09.05 00:47

1720 Postings, 5969 Tage Hartz5@ecki,

ich weiß mittlerweile nicht mehr, was ich von "der deutschen Industrie" so halten soll und ob es die in der ursprünglichen Form überhaupt noch gibt. Zumindest sehen sich ja die deutschen Autobauer nicht in der Lage serienmäßig Rußpartikelfilter anzubieten, während es die Franzosen können.

@BarCode
Mag sein, daß eine Diskussion bei diesem Thema mit mir schwierig ist. Eigentlich stelle ich aber nur recht simple Fragen, an deren direkter Beantwortung man von grüngefärbter Seite her nicht interessiert zu sein scheint. Dort scheint nur die feste Meinung vorzuherrschen, die Welt geht unter und nur unsere Lösungen sind die richtigen.

Zu deinem Vergleich mit dem IT-Boom:
Ob wir den verschlafen haben, weiß ich nicht. Da hat man sich wohl mehr erhofft, als letztendlich eingetreten ist. Allerdings könnte man etwas weiter zurückgehen in der Geschichte und sich fragen, warum in dem Land, in dem der Computer erfunden wurde, deren wirkliche Entwicklung und Vermarktung an ihm vorbeilief. Vielleicht möchte ich ja auch nur darauf verweisen, das beim in Umweltfragen führenden Land auf dieser Welt, nicht wieder der Anschluß verpaßt wird, weil man sich zu lange an planwirtschaftliche Spiele festgeklammert hat.  

09.09.05 09:50

7336 Postings, 6538 Tage 54reab@ecki: die csu ist ein

sonderfall. sie wird durch was typisch bayerisches zusammengehalten, das für die anderen parteien nicht gilt. die bayern sind unterschwellig noch immer seperatisten und sind nicht glücklich beim bund dabei zu sein. desweiteren haben sie es nicht so mit gruppen und parteien. für sie sind einzelpersonen wesentlich wichtiger. politik ist in bayern ohne personen nicht vorstellbar. deshalb schafft die es csu auch, opposition und regierungspartei in einem zu sein. erstes ist sie eine bayerische partei, die einzige seit sie die bayernpartei weggetrickst hat. zweites versammeln sich in ihr die eliten des landes, ob sie nun mal mehr konservativ oder extrem sozial eingestellt sind, solange sie nur bayern sind. für diese personen kommt eine preissische partei nicht in frage. innerhalb der partei tragen sie ihren politischen kampf demokratisch aus - jedenfalls meistens. das ergebnis ist eine patriachalische sozialdemokratische politik. ja man könnte sagen, die csu ist noch die einzige sozialdemokratische partei in deutschland bezüglich des handelns und nicht der sprüche. natürlich können sich die mehrheitsverhältnisse auch innerhalb der csu ändern. aus all diesen gründen wird wohl die csu als letztes erodieren.


 
 

19.09.05 11:43
3

10310 Postings, 7202 Tage chartgranateMan beachte mal Pos 3 dieses Threads !

Tja,Wendehälse/Umfaller gab und gibt es im Spiel um die politische Macht immer und überall....warum sollte unser seriöser kiiwii da eine Ausnahme bilden.......;-)  

19.09.05 11:49

51340 Postings, 7468 Tage eckiInsgesamt ein sehr interessanter Thread. ;-)

Die Macht des faktischen ist erstaunlich.

Naja, jetzt will Stoiber die Grünen schnell ins Boot holen. Ob das Hartz5 passt?

Grüße
ecki  

19.09.05 11:50

129861 Postings, 6223 Tage kiiwiitja, wenn der Wähler nicht auf mich hört;-)

was soll man machen ? Jetzt müssen wir halt alle irgendwelche Kröten schlucken...
Oder hast Du dieses Ergebnis vorausgesehen ?
Ich nicht.
Die berühmten "Institute" auch nicht.
Wenn man dann ein Wendehals ist, kann ich es auch nicht ändern...

Nur eins ist klar:
Ne große Koalition wär Schice, weil sie eine "kriminelle Vereinigung zur Wählerabzocke" wär; die würde in Heller und Pfennig für alle am teuersten.


MfG
kiiwii  

19.09.05 12:06
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10310 Postings, 7202 Tage chartgranateJunge,an Dir ist echt ein

Spitzenpolitiker verloren gegangen.Habe ich schonmal erwähnt,fast schade daß ein so guter Wahlkämpfer wie Du sein Potential im Internet vergeuden muss........ ;-)
Bzgl. der Prognose,ob du es glaubst oder nicht,ich hatte es letztendlich wirklich fast genauso erwartet.Vor 4-6 Wochen noch war ich von einem Sieg der Union überzeugt,aber so wie die das Ding wahlkampftechnisch auf den letzten Metern in den Boden gerammt haben hat es sich in der letzten Woche für mich abgezeichnet,daß es eine Pattsituation geben wird.
Was jetzt wirklich das Beste ist...ich weiss es nicht.Jede der jetzt möglichen Optionen bietet viele Fallstricke, aber in jeder Konstellation steckt auch die ein oder andere Möglichkeit.Alles jetzt zu verdammen wäre Unsinn,es muss ja irgendwie weitergehen.
Leider befürchte ich,daß egal was jetzt passiert,die sich dann daraus ergebenden Chancen,wie immer,ungenutzt bleiben werden.Dabei wäre bei der politischen Pattsituation innerhalb diese Landes jetzt der Weg für echte,schmerzhafte und unbequeme Reformen eigentlich frei.......

ach,und ja kiiwii....jemand der seine eigentlich feststehenden Ansichten zu gewissen Dingen aufgrund eines Wahlergebnisses und den daraus resultierenden "Zwängen" wegwirft und sich um 180 Grad dreht ist ein Wendehals....so ist das nunmal,da hat mit Instituten nix zu tun.Aber das ist das Kernproblem der heutigen Gesellschaft,welches sich in den Politikern überdeutlich aufzeigt,es gibt zu wenige Menschen mit einer klaren Linie und Rückrat.Da geht´s den normalen Menschen wie den Politikerleut´........  

19.09.05 12:23
1

51340 Postings, 7468 Tage eckichartgranate als Radikalfundamentalist?

Wenn man nicht die absolute Mehrheit hat, dann muß man über Kompromisse nachdenken können. Das ist Pragmatismimus statt Fundamentalopposition. Das ist nicht verwerflich. Verwerflich ist nur, um jeden Preis dabei zu bleiben und nicht auch mal nein sagen zu können. Die Kröten sind ausgesprochen fett.

Das Leben lässt häufig nicht die reine Lehre zu, warum soll da Politik anders sein? Das Ergebnis ist wohl kaum die WUnschkonstellation von irgend jemandem......

Grüße
ecki  

19.09.05 12:35

129861 Postings, 6223 Tage kiiwiiliebe Freunde, Hermann Hesse hilft weiter:

STUFEN

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.

Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre,  n e u e  Bindungen zu geben.


UND JEDEM ANFANG WOHNT EIN ZAUBER INNE,
DER UNS BESCHÜTZT UND DER UNS HILFT, ZU LEBEN.

Wir sollen heiter Raum um Raum
durchschreiten
An Keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stufe um Stufe heben, weiten

Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewöhnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde



MfG
kiiwii  

19.09.05 12:37

10310 Postings, 7202 Tage chartgranateviel eher ein Pragmat und

daher auch diesen neuen und auf den ersten Blick merkwürdig anmutenden Entwicklungen nicht gänzlich abgeneigt.War ich aber auch vorher nie.
Da verstehst Du mein Posting falsch,aber wer so eine ganz klare und radikalfundamentalistische Position gegenüber einer Partei bezieht/bezogen hat wie kiiwii es tat und dann umschwenkt.....da fällt es dann schon schwer pragmatische Vernunft unterstellen zu wollen wie Du es jetzt tust,bei aller Liebe.
Jeder sollte in seinen Ansichten flexibel sein können und sich aufgrund von Sachzwängen und Entwicklungen auch neuorientieren können....aber diese Flexibilität ist nur authentisch,wenn sie jederzeit erkennbar ist.Irgendwo ist aber eine Grenze der Glaubwürdigkeit,ab dann wird alles nur noch Kalkül und seelenlose Berechnung.Wers mag......  

19.09.05 13:03

129861 Postings, 6223 Tage kiiwiimeine Meinung zu den Grünen hat sich keineswegs um

180 Grad gedreht.
Aber eins ist doch wohl klar:
Man kann sich doch nicht wirklich darüber freuen, daß das Ergebnis von Schröders Chaos-Politik am Ende die Unregierbarkeit des Landes ist, oder ?
Sind dafür die Probleme und Aufgaben dann nicht doch zu groß ? Oder sind seit gestern die Arbeitslosen verschwunden, und das Staatsdefizit auch ?


Der Wahlkampf ist vorbei, und der Wähler hat ein kompliziertes Ergebnis hinterlassen.
Jetzt müssen die Protagonisten eben mal sehen, was geht. So einfach.

Und da ich nach wie vor für eine CDU-geführte Regierung mitsamt der FDP und für Merkel als Kanzlerin bin, such ich genau wie Koch und andere nach Wegen...


(Und ich gebe zu, daß Fischer mit seinem Soufflée-Vergleich doch recht behalten hat.)

Aber - was hilfts ?

Göring-Eckardt und Merkel vertragen sich - das ist doch schon mal was.

Und wie sagt Münte immer ? "Opposition ist Shice..." (oder so ähnlich)

MfG
kiiwii
 

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