in USA ist alles möglich

Seite 1 von 1
neuester Beitrag: 09.02.05 15:32
eröffnet am: 09.02.05 11:40 von: nixwußt Anzahl Beiträge: 4
neuester Beitrag: 09.02.05 15:32 von: nixwußt Leser gesamt: 597
davon Heute: 1
bewertet mit 0 Sternen

09.02.05 11:40

377 Postings, 5678 Tage nixwußtin USA ist alles möglich

Selbstbefriedigung unter der Richterrobe

Oklahoma/USA (AP) Wenn Richter Donald Thompson die Verhandlung leitete, vernahmen die Geschworenen bisweilen zischende Geräusche, die an eine Luftpumpe oder ein Blutdruckmessgerät denken ließen. Bei einem Prozess wirkte der 58-Jährige so abgelenkt, dass einige Geschworene vermuteten, er beschäftige sich mit einem tragbaren Videospiel. Eine Untersuchung brachte eine noch sonderbarere Erklärung an den Tag: Richter Thompson pflegte unter seiner Robe mit einer Penispumpe zu onanieren.

Nun muss sich Thompson einer Anklage wegen ungebührlichen Verhaltens stellen. Er ging bereits im August letzten Jahres in den Ruhestand, nachdem ihm die Entlassung angedroht worden war.

Der dreifache Familienvater hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Die Pumpe sei das Scherzgeschenk eines Freundes zu seinem 50. Geburtstag gewesen. Die Enthüllungen schockten seine Kollegen und könnten es Verurteilten ermöglichen, ihr Urteil anzufechten, weil der Richter nicht recht bei der Sache war. In den Verhandlungen ging es unter anderem um Mord und Beleidigung.

Ein Polizist, der 2003 als Zeuge aussagte, brachte die Ermittlungen ins Rollen. Er beobachtete, wie ein Plastikrohr unter Thompsons Robe verschwand. In einer Essenspause fotografierten Beamte die Pumpe unter seinem Tisch. Wie aus den Ermittlungsakten weiter hervorgeht, wurden auch der Teppich, die Roben und der Richterstuhl untersucht und Sperma gefunden. Eine Gerichtsreporterin berichtete, sie habe den Richter mindestens zehn Mal mit der Pumpe hantieren sehen.

Auf ihrem Tonbandmitschnitt eines Prozesses gegen einen Angeklagten, der sein Baby zu Tode geschüttelt haben soll, ist ein zischendes Geräusch zu hören. Als Geschworene den Richter darauf ansprachen, tat er, als habe er nichts gehört. Staatsanwalt Don Nelson vertrat die Anklage in 40 Prozessen von Thompson, darunter in einem Mordverfahren, bei dem der Richter den Ermittlungen zufolge onaniert hat. Er zeigte sich erschüttert: «Ich dachte immer, er sei ein hervorragender Richter. Ich war völlig schockiert und konnte es nicht glauben.»

Im Oktober 2003 war ein ähnlicher Fall in Frankreich bekannt geworden. Damals leitete die Justiz in Angoulême ein Ermittlungsverfahren gegen einen Beisitzenden Richter ein, der sich während einer öffentlichen Verhandlung selbst befriedigte.  

09.02.05 11:57

377 Postings, 5678 Tage nixwußtUS-Sammelklagen

Auch Deutsche können profitieren

Eine Schadensersatzsumme mit neun Nullen ? für deutsche Ohren hört sich das an wie die Episode eines modernen Märchens.
Dabei können sich geprellte deutsche Anleger aus den Geldtöpfen amerikanischer Sammelklagen bedienen.
Ihnen stehen immer mehr US-Prozesse offen, auch gegen deutsche Unternehmen.
Denn US-Richter können sich in jedem Börsenskandal für zuständig erklären.

Josef Ackermann kennt den muffigen Geruch von Linoleumböden in einem Gericht. Vergangenen Sommer saß der Chef der Deutschen Bank im Düsseldorfer Mannesmann-Prozess auf der Anklagebank.

Die erste Instanz sprach ihn frei, jetzt droht eine Fortsetzung vor dem Bundesgerichtshof. Wieder lange Gänge, stickige Luft und schlechte Presse. Als sei das nicht genug, holt ihn jetzt ein Verfahren in den USA ein. Gegen seine Bank beginnt am 28. Februar in New York der Prozess um einen der größten Börsenskandale der vergangenen Jahre: die Worldcom-Pleite.

Der Prozess ist eine Sensation. Es geht um Milliarden Dollar. Das Who?s who der Bankenwelt ist mit der Deutschen Bank angeklagt: Goldman Sachs, J.P. Morgan Chase, UBS Warburg ? insgesamt 17 Institute. Der Vorwurf: Die Banken hätten Anleihen des Telefonriesen Worldcom im Wert von 15,5 Milliarden Dollar ausgegeben, als für die Finanzprofis längst offensichtlich sein musste, dass Worldcom seine Bilanz frisiert. Kasse machen, solange es geht. Die Kunden der Banken verloren ein Vermögen, als die Bilanzfälschung öffentlich wurde. Jetzt fordern sie Milliardenbeträge als Ersatz.

Eine Schadensersatzsumme mit neun Nullen ? für deutsche Ohren hört sich das an wie die Episode eines modernen Märchens. Dabei können sich geprellte deutsche Anleger aus den Geldtöpfen amerikanischer Sammelklagen bedienen. Ihnen stehen immer mehr US-Prozesse offen, auch gegen deutsche Unternehmen. Ein Minimalbezug in die USA reicht, etwa eine Tochtergesellschaft des umstrittenen Unternehmens in den Staaten, schon kann der Prozess beginnen. Infineon, DaimlerChrysler und Deutsche Bank ? deutsche Unternehmen müssen sich in den USA verantworten, deutsche Anleger können sich an US-Klagen anhängen.

Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten begeistert Kläger mit unbegrenzten Ersatzsummen: 2,65 Milliarden Dollar zahlt die Citigroup nach einem Vergleich an geprellte Worldcom-Investoren. Diese hatten der Bank vorgeworfen, zum Kauf der Wertpapiere geraten zu haben, als Worldcom offensiv die Bücher schönte. 300 Millionen Dollar macht DaimlerChrysler für fusionsgeschädigte Anleger locker. Netzausrüster Lucent ist wegen allzu positiver Geschäftszahlen mit 563 Millionen Dollar dabei.

Der Prozess gegen die 17 Großbanken wird diese aber wohl toppen. 2,8 Milliarden Dollar forderte die Klägerseite für einen Vergleich. Die Banken lehnten ab. ?Damit ist der Preis gestiegen?, sagt Klägeranwalt John Coffey von der US-Kanzlei Bernstein, Litowitz, Berger & Grossmann selbstbewusst. Er hat allen Grund dazu. Der Druck auf die Banken ist hoch. Ein Urteil würde sie wohl weit mehr kosten. Denn US-Richter können die Ersatzsumme mit Strafgeldern hoch treiben.

Hohe Summen, große Träume. Allheilbringend sind die US-Sammelklagen dennoch nicht. Denn vom monetären Glück bleibt beim einzelnen Anleger wenig hängen. ?Pro Anleger bewegt sich das meist zwischen 10 und 50 Prozent seines Verlustes?, sagt Marc Tüngler, Anwalt der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). ?Wobei 50 Prozent die Ausnahme sind.? So bekam ein deutscher Anleger, der mit Aktien der gescheiterten Web-Bude Max Internet 57 000 Euro verlor, 6300 Euro. Mit zehn Prozent mussten sich auch die Anleger des Turboladerherstellers Turbodyne begnügen. Grund der mauen Endabrechnung: Vom Schadensersatz ziehen die Klägeranwälte 20 bis 30 Prozent Honorar ab, der Rest wird unter den Anlegern verteilt. Für den Einzelnen bleibt nicht viel.

Dennoch schadet es nicht, bei einer Sammelklage dabei zu sein. Denn es ist eine Chance ohne Verlustrisiko: Nur einer ficht die Klage durch, meist der Investor mit dem höchsten Schaden. Erst wenn er Erfolg hat, fordern die anderen Betroffenen per An;trag einen Teil des Schadensersatzes für sich. Das kostet das Porto in die USA und die Zeit, das aufwendige Antragsformular auszufüllen. Das lohnt sich für Anleger, die mehr als 1000 Euro verloren haben. Selbst bei einer Ersatzquote von zehn Prozent bekommen sie noch etwas ab. Glücklich schreibt ein Turbodyne-Aktionär in einem Web-Forum: ?Auch wenn ich nur ein paar Euro bekomme. Ich habe zumindest nicht mehr das Gefühl, Betrügern hilflos ausgesetzt zu sein.?

Schützenhilfe erhalten Anleger von Banken in Deutschland. Etliche verständigen ihre Kunden, wenn sie sich an einen Prozess anhängen können. So versendete die Deutsche Bank gerade ein Do-it-yourself-Paket an Worldcom-Anleger, damit sich diese beim Citigroup-Verfahren beteiligen können. Über den Ausgang des eigenen Prozesses will die Bank nach eigenen Angaben auch informieren.

Trittbrett fahren lohnt. Selbst der Hauptkläger, der für die anderen den Vorreiter spielt, muss nur Minimalverluste fürchten. Zieht er vor Gericht, gibt er seinen Anwälten nur bei Erfolg einen Teil der erzielten Summe ab. Bei einer Niederlage zahlt er nur die Gerichtsgebühren. Anders als in Deutschland begleicht in den USA jede Partei ihre Zeche selbst.

Kein Wunder, dass deutsche Anleger die US-Gerichtssäle für sich entdecken. Ein Mandant der Münchner Kanzlei Rotter, der mit Aktien des Softwarehauses Lernout & Hauspie reingefallen ist, hat als Hauptkläger die Wirtschaftsprüfer KPMG zu einem Vergleich von 115 Millionen Dollar gebracht. Der nächste deutsche Kandidat steht schon bereit. Er tritt gegen Infineon an, nachdem er mit Aktien des Chipherstellers 900 000 Dollar verloren hat. Vertreten wird er vom US-Ableger der schwäbischen Kanzlei Tilp.

Die Anwälte rechnen sich gute Chancen aus. Denn Klägern in den USA steht ein Druckmittel zur Verfügung, das selbst Großunternehmen in die Knie zwingt: Nach US-Recht kann jede Partei von der Gegenseite alle Unterlagen einfordern, die sie zum Verfahren braucht. Sitzungsprotokolle, Geschäftsbriefe, interne Anweisungen ? alles muss auf Anfrage auf den Tisch. Hunderte Ordner mit vertraulichen Dokumenten, die das Unternehmen für sich behalten möchte.

Hinzu kommen exorbitante Kosten: Akten, die übergeben werden, müssen zuvor von den eigenen Anwälten durchforstet werden. Das dauert Wochen, und die Unternehmensanwälte rechnen pro Stunde ab. Rupert Bellinghausen, Anwalt in der Sozietät Linklaters, Oppenhoff und Rädler: ?Bei einem Stundensatz von 600 bis 700 Dollar pro Anwalt kommen schnell Millionen-Dollar-Beträge zusammen.? Beispiel Citigroup: Trotz des frühen Vergleichs kosten die Anwälte das Unternehmen 155 Millionen Dollar. Viele in den USA verklagte Unternehmen scheuen daher einen noch teureren und imageschädigenden Prozess. ?Der Vergleich ist der typische Ausgang?, sagt Christian Zerr, Anwalt der Kanzlei Lovells.

Von solchen Bedingungen können Anleger vor deutschen Gerichten nur träumen. Wer unterliegt, bleibt auf Börsenverlusten sitzen und muss seine Anwälte und die des Gegners bezahlen. Hinzu kommt: Die Niederlage ist wahrscheinlich. Mühsam muss sich der Kläger belastende Unterlagen beschaffen. Die Gegenseite muss nichts rausgeben.

Das soll sich vom Herbst an ändern. Ein Gesetz soll geprellten Investoren helfen, Kosten zu sparen und ihr Recht durchzusetzen. Die Idee: Ziehen mehr als zehn Anleger vor ein Landgericht, urteile über das Rechtsproblem die nächste Instanz, ohne zusätzliche Anwalts- und Gerichtskosten. Vorteil: Die Kläger sparen die zweite Instanz und teilen sich kostspielige Gutachten. ?Ein Fortschritt?, sagt Anwalt Zerr. ?Aber an die Attraktivität des US-Prozessrechts kommt das nicht heran.? Es bleibt beim nachteiligen Beweisverfahren und der Kostenverteilung.

Die erste Nagelprobe für das Gesetz wartet bereits: der Prozess gegen die Deutsche Telekom. Etwa 15 000 Anleger sind vors Landgericht Frankfurt gezogen. Sie fühlen sich hintergangen, weil die Telekom ihrer Meinung nach Immobilien zu hoch bewertete. Die Verfahren sind vertagt.

In den USA gab es dagegen schon einen Vergleich. Die Telekom zahlt 120 Millionen Dollar. Ein Schuldeingeständnis sei das nicht, heißt es von der Telekom, und es ginge im US-Verfahren hauptsächlich um die Übernahme von Mobilfunker Voicestream.

Es wird ein heißer Herbst. In Deutschland und den USA. Während hier die Richter über den Telekom-Akten brüten werden, starten jenseits des Atlantiks Verfahren gegen Enron und Parmalat ? Börsenskandale der Superlative. In Vergleichsverhandlungen wird um Milliarden Dollar gepokert werden, denn die Bosse werden den muffigen Geruch von Linoleumböden in einem Gericht nicht kennen lernen wollen.  

09.02.05 12:43

10873 Postings, 7301 Tage DeathBull...und Barbara Salesch ist in Wahrheit LKW-Fahrer o. T.

09.02.05 15:32

377 Postings, 5678 Tage nixwußtnein, aber vor Richter und Gericht bis...

16-Jährige skalpiert

Boise/USA (AP) Eine 16-jährige Amerikanerin ist von einem Mitglied ihrer Clique skalpiert worden. Ein zehn Jahre älteres Mädchen habe dem Opfer mit einem Messer ein mehrere Zentimeter großes, rundes Loch in die Kopfhaut geschnitten, teilte der Polizist Bill Braddock dem Lokalsender KTBV in Boise im US-Staat Idaho mit. Das Mädchen habe die Bluttat vor drei Wochen überlebt und sei vor einer Woche nach einer Hauttransplantation aus dem Krankenhaus entlassen worden. Nach der Täterin werde gefahndet.

Beide gehörten nach Braddocks Angaben derselben Punk-Clique an. Der Übergriff ereignete sich während eines gemeinsamen Ausflugs, an dem auch ein drittes Mädchen teilnahm. Das Opfer sagte KTBV, sie habe gedacht, ihre Bekannte wolle ihr die Haare schneiden. «Wie konnten sie mir so etwas antun? Ich dachte, sie wären meine Freunde.» Die Täterin habe sie anschließend vor einem Krankenhaus abgesetzt.  

   Antwort einfügen - nach oben