gefälschte EU-Pässe für 20 Länder

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neuester Beitrag: 08.05.19 12:48
eröffnet am: 01.12.06 14:52 von: Kicky Anzahl Beiträge: 3
neuester Beitrag: 08.05.19 12:48 von: kerianpushka. Leser gesamt: 10095
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01.12.06 14:52
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63985 Postings, 7645 Tage Kickygefälschte EU-Pässe für 20 Länder

der BBC bringt nächste Woche in Panorama einen Bericht ,wonach es der Journalistin möglich war innerhalb kurzer Zeit für 20 Laänder einen gefälschten EU-Pass zu erwerben und zweimal nach Grossbritannien einzureisen .Ihr wurde versichert,dass die Pässe absolut sicher seien,ein Händler sagte ,es gab bisher keinen Misserfolg.Er war so zuversichtlich,dass er erst das Geld wollte,wenn sie sicher in England angekommen sei.Der Pass ist so wervoll,weil damit Unterstützung beantragen kann,ein Konto eröffnen und die Krankenkasse in Anspruch nehmen kann.Panorama zeigt,dass die Pässe innerhalb von 24 Stunden geliefert wurden.Es wurden ihr gestohlene Pässe mit ihrem Foto offeriert und echte Pässe von Frauen die ihr ähnlich sahen und ihr Foto benutzten.In einigen Staaten ist die Genehmigung so lax dass der Pass noch nicht mal unterschrieben werden musste vor Ort,Einmal wurde ihr lettischer Pass sorgfältig Seite für Seite geprüft und die Fälschung nicht entdeckt,das andere Mal reiste sie mit einem gestohlenen estländischen Pass ein mit der Eurostar ein ohne Probleme.
Ein Sprecher des Home Office sagte gestern,gestohlene Pässe würden von jedem europäischen Land bei Interpol gemeldet.Wenn jemand gestohlene oder verlorene Pässe verkauft kann er dafür bis zu 10 Jahre Knast erhalten.Es gibt jetzt auch die neue Technologie mit Chips im Pass und eine neue Technologie von Passlesern spätestens im Frühjahr 2007...
http://www.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=/...1/ndocuments01.xml  

01.12.06 15:20

63985 Postings, 7645 Tage KickyVideo in Panorama des BBC

My Fake Passports and Me  rechts zwei Videos http://search.bbc.co.uk/cgi-bin/search/...=19&go.y=15&go=go&edition=i  

10.12.06 14:19
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63985 Postings, 7645 Tage KickyWie Shahida Tulaganova 20 Pässe organisierte

http://www.welt.de/data/2006/12/09/1140717.html
Einer britischen Journalistin ist es gelungen, innerhalb weniger Monate 20 gefälschte Ausweise, darunter auch einen deutschen, zu kaufen. Zweimal gelang ihr die mühelose Einreise nach Großbritannien - ein Albtraum für die europäischen Sicherheitsbehörden.
Die Recherche von Shahida Tulaganova begann in einem kleinen Londoner Cafe. Hier lernten sie und sechs weitere Kunden, dass die Lösung aller Probleme ein tschechischer Pass ?bester Qualität? sei. Die Formalitäten würden nur zwei Wochen dauern und 1500 Pfund kosten. Dieses Erlebnis war für die gebürtige Usbekin mit echtem britischem Pass schon unwirklich genug, aber jetzt war ihr Ehrgeiz erwacht. Sie zog los, um weitere gefälschte Ausweise zu besorgen.Zu ihrer Überraschung stellte die Journalistin fest, dass es weder besonders schwierig, noch besonders teuer ist, gefälschte Pässe zu erwerben. Auf einem großen Markt in Warschau waren mehrere Personen bereit, der jungen Frau zu helfen. Sie wurde ein paar Mal weitergeleitet und endete bei zwei unschuldig wirkenden Rentnern. Diese versprachen einen polnischen Pass für 300 Euro innerhalb von weniger als 24 Stunden. Der Deal platzte, aber Shahida Tulaganova verließ Warschau wenig später mit einem polnischen und einem litauischen Ausweis jeweils mit einem anderen Namen. Aber beide trugen ihr Foto. Der Verkäufer gab ihr außerdem noch ein paar Tipps für die Einreise nach England: ?Guck schlau und selbstbewusst, vermeide die Flughäfen und bring nicht zu viel Gepäck mit?, lauteten seine freundlichen Ratschläge. In Ungarn fand Shahida Tulaganova einen Syrer, der ihr im Namen islamischer Solidarität seine Hilfe anbot. Auch hier bekam sie eine neue Identität.

Mit großem Selbstbewusstsein priesen die Pass-Dealer ihre gefälschten Dokumente mit an. Fast alle waren todsicher, dass der Grenzübergang problemlos klappen würde. Einer wollte sogar erst kassieren, wenn sie Großbritannien erreicht habe. Ein anderer bot eine Versicherung an. Sollte Shahida Tulaganova unglücklicherweise geschnappt werden, bekäme sie den nächsten Pass von ihm gratis. Dieser Service sollte aber eine kleine Gebühr kosten. Überhaupt scheinen die Umgangsformen unter Dokumentenschwindlern recht freundlich und korrekt zu sein. Die meisten waren hilfsbereit und freundlich, auch wenn sie die Not ihrer Kunden ausnutzen wollten, stellte Shahida Tulaganova fest.

Der Einkaufstrip führte die junge Britin auch nach Griechenland, Spanien, Litauen, Estland, Luxemburg und in die Slowakei. Doch in Bulgarien ? wo angeblich die qualitativ besten Pässe hergestellt werden, endete das Abenteuer auf unschöne Weise. Bei einem Albaner wollte Shahida Tulaganova fünf gefälschte Ausweise erwerben. Sie log ihm vor, dass sie diese für einen großangelegten Sozialbetrug benötigte. Die Ausrede schluckte der zwielichte Gauner leicht. Nach dreiwöchigen Verhandlungen machte sich Shahida Tulaganova mit einem Haufen Bargeld zum Übergabeort in den Außenbezirken von Sofia. Der Mann hatte zwar keine Pässe, dafür zückte er sein Messer und raubte das Geld.

Nach diesem Erlebnis beendete Shahida Tulaganova ihre Tour. Sie besaß jetzt 20 Pässe verschiedener Nationalität mit unterschiedlichen Namen. Zweimal war sie mit gefälschten Ausweisen über die Grenze nach Großbritannien gelangt ? einmal über Brüssel mit dem Eurostar und das andere Mal per Fähre von Spanien. Am Hafen von Portsmouth waren die Grenzer zwar misstrauisch, ließen sie aber nach einer kurzen Befragung in einem seperaten Raum durch.

Artikel erschienen am 09.12.2006  
Angehängte Grafik:
Pässe.jpg
Pässe.jpg

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