der mann ist ein knaller.

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neuester Beitrag: 18.08.05 09:37
eröffnet am: 17.08.05 16:45 von: gurkenfred Anzahl Beiträge: 27
neuester Beitrag: 18.08.05 09:37 von: gurkenfred Leser gesamt: 1309
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17.08.05 16:45
1

19522 Postings, 7184 Tage gurkenfredder mann ist ein knaller.

Olaf Scholz im tagesschau.de-Chat

"Kirchhofs Steuerpläne maßlos ungerecht"
Der frühere SPD-Generalsekretär und SPD-Bundestagsabgeordnete Olaf Scholz hat den Steuerexperten in Angela Merkels Wahlkampfteam, Paul Kirchhof, scharf kritisiert. In dem so genannten Kompetenzteam sei ihm "vor allem die Ernennung von Herrn Kirchhof aufgefallen, der ist sicher kompetent, aber er hat völlig unakzeptable politische Ansichten", sagte Scholz im Chat bei tagesschau.de. "Mit der Flat-Tax schlägt er einen völlig ungerechten Steuertarif vor. 25 Prozent als Höchststeuer ist maßlos ungerecht."

na ja, erstens ist der tarif von kirchoff keine flat-tax. das muß man als abgehalfterter general ja vielleicht nicht wissen. aber warum nu ausgerechnet 25% als höchstsatz ungerecht sind, würde mich schon interessieren. herr scholz weiß also, was "gerecht" ist. der hat ja ein gesundes selbstbewußtsein. na ja, eben auch nur ein leuteverdummer.



mfg
GF

 
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1 Postings ausgeblendet.

17.08.05 17:00

147 Postings, 7396 Tage OnkelTucagenau, Dr., ausserdem die Frage der Finanzierung


eines solchen Steuersystems würde mich auch mal interessieren.

Und der gleiche Steuersatz für Sekretärin und Direktor ist sicher nicht sehr gerecht.
 

17.08.05 17:03

50458 Postings, 6151 Tage SAKUÄhhh

ICh hab das Ding nicht durchgerechnet noch mich groß damit befasst.

So weit ich weiß, kommt da aber noch die Streichung aller Steuervergünstigungen, Abzugsmöglichkeiten etc. dazu...

Und da hat der Direktor gegenüber der Sekräterin bisher doch einige Vorteile, oder?

Also bitte erst feddichdenken, dann lospoltern ;o)  

17.08.05 17:04

4101 Postings, 5693 Tage IDTE2hatte der komische scholz nicht 7 jahre lang

zeit ein vernünftiges steuerkonzept vorzuschlagen?

was kam bei raus? nichts als blasen...

man selebr kann zwar gar nichts, aber alles andere ist schlecht.

tolle einstellung. solche leute bringen uns voran. auch gleich abschieben an die rentenkasse den typen.

 

17.08.05 17:04

95440 Postings, 7202 Tage Happy EndÄhhhh

SAKU, Du glaubst auch alles, was Dir der liebe Onkel Kirchhof erzählt, oder?

;0)  

17.08.05 17:06

7336 Postings, 6472 Tage 54reabwieso ist es ungerecht, wenn

direktor und sekretärin dem gleichen steuersatz unterliegen, mit dem gleichen persönlichen  freibetrag (8000 ? lt. kirchhof für jedes familienmitglied - auch für kleinkinder). der wirklich gezahlte satz wird sich also erheblich unterscheiden. sollte die sekretärin nicht verheiratet sein und hat ein kind, wird sie fast keine steuer zahlen.  

17.08.05 17:08

50458 Postings, 6151 Tage SAKU;o)

Wie jesacht, hab mir den Vorschlag noch nicht zu Gemüte geführt.
Aber so weit ich das mitbekommen habe, ist es so angedacht, oder?

Wenn du was anderes weißt, Eichi mich... ääähhh kläre mich bitte auf *g*  

17.08.05 17:11

Clubmitglied, 44351 Postings, 7320 Tage vega2000Merz

Was aus der Bierdeckelsteuerreform von F.M. geworden ist sollte Herrn Kirchhof eine Warnung sein.
Wer glaubt denn ernsthaft das K.`s Ideen 1:1 umgesetzt werden?

 

17.08.05 17:12
1

69017 Postings, 6170 Tage BarCodeIch persönlich halte Merzens

Modell für besser. Aber der Gerechtigkeit halber sollte man bitte berücksichtigen, dass eine Flat-Tax von 25% auf Einkommen über 20.000 Euro durchaus differenzierte Steuersätze bedeutet:

Einkommen 100.000 Euro = zu versteuerndes Einkommen 80.000 Euro x 25% = 20.ooo Euro = Steuersatz von 20%

Einkommen 30.000 Euro = zu versteuern 10.000 Euro x 25% = 2,500 Euro = Steuersatz 8,35%

Gruß BarCode  

17.08.05 17:13

10041 Postings, 6674 Tage BeMiAufgrund der Freibeträge

unterliegt die Sekretärin und der
Direktor auf keinem Fall dem Steuersatz
von 25 %.
Ihr müßt hier zwischen Durchschnittssteuersatz
einerseits und Grenzsteuersatz andererseits
unterscheiden.
Die effektive durchschnittliche steuerliche Belastung
ist der Durchschnittssteuersatz, und da hat reab54 recht,
die Sekretärin wird prozentual vom Einkommen
erheblich weniger belastet werden als der Direktor.
Und der zahlt im Durchschnitt auch weniger als
25 % (aufgrund der Freibeträge).
25% ist der Spitzensteuersatz (= höchster Grenzsteuersatz).

Ciao
BeMi  

17.08.05 17:14

59073 Postings, 7242 Tage zombi17Ich kenne mich mit sowas ja nicht aus

Aber wahrscheinlich ist es wie immer, die Vergünstigungen der Kleinen werden gestrichen und die der Gutgestellten werden vergessen oder aus Zeitmangel nicht angefasst.
Das liegt weniger daran, dass die Politiker das nicht möchten, sondern vielmehr daran, wenn man die Kleinen würgt gibt es erfahrungsgemäss keinen nennenswerten Widerstand.
Denn die sind schon so mürbe geklopft, die nicken alles ab.
 

17.08.05 17:17

7336 Postings, 6472 Tage 54reab@zombi17: wenn deine

feststellungen so absolut gelten, galten sie sicherlich auch schon in der vergangenheit. oder? also ist das heutige system total ungerecht und das zukünftige wird es auch. ist allerdings kein argument gegen eine vereinfachung - außer man ist steuerberater.


 
 

17.08.05 17:18

10041 Postings, 6674 Tage BeMiRichtig, zombi17,

die durchschauen das alles nicht,
haben keine mächtige Lobby,
nur bei der Masse ist etwas zu holen
... auch wenn es nur Kleinvieh ist.

Ciao
BeMi  

17.08.05 17:29

59073 Postings, 7242 Tage zombi17Was ist schon gerecht, wer ist

schon zufrieden? Fakt ist, es wird am meisten gespart oder eingenommen , wenn eine grosse Menge betroffen ist. Wo wirklich langfristig eingespart werden könnte, traut sich keiner ran.
Verringerung der Verwaltung, Reduzierung der Bundesländer, Viertelung der Krankenkassen, Angleichung der Renten und Pensionsansprüche mit Obergrenze. Das sind alles mächtige Gegner, deshalb wird das nichts.  

17.08.05 17:31

4101 Postings, 5693 Tage IDTE2also der kleine mann sollte von diesem konzept

profitieren.
Wieso jemand der mehr verdient nen anderen steuersatz haben muss, hat sich mir bisher auch noch nicht wirklich erschlossen. reicht doch wenn er absolut deutlich mehr zahlt.

wobei er ja nicht mal wirklich nur absolut mehr zahlen muss.
barcodes rechnung spricht doch eine eindeutige sprache.

und mit steuerschlupflöchern und sparmodellen kennen sich die reicheren bevölkerungsgruppen eh zehnmal besser aus. also weg mit diesen schlupflöchern (schade um hollywood) und her mit dem einfachen modell.

schon spart man sich zeit, geld (zumindest für den steuerberater) und nerven.  

17.08.05 17:32

50458 Postings, 6151 Tage SAKU@Zombie

Wenn ich könnte, würde ich dich mit Grünen zuballern...

Du sprichst mir aus der Seele... Hab sowas auch schon defordert - etwas subtiler aber die Richtung ist die selbe ;o)

http://www.ariva.de/board/222518#jump1975729  

17.08.05 17:36

4101 Postings, 5693 Tage IDTE2@SAKU, Zombi

da sind sich wohl hoffentlich alle einig, dass die von zombi aufgeführten punkte auch notwendig sind.

Die FDP hat übrigens die meisten davon im Programm. aber das wisst ihr sicherlich...  

17.08.05 17:45

10041 Postings, 6674 Tage BeMiDie Belastung des zu

versteuernden Einkommens nach der Leistungs-
fähigkeit (=Steuertarif) gibt es bei uns
seit 1949.
Da sich alle Parteien und fast alle Wissenschaftler
bisher darüber einig waren, müssen sie
jetzt ja wohl als blöd gelten?
Die Steuerschlupflöcher für höhere Einkommen
sind ein Sonderthema.
Abschaffen!  

17.08.05 17:48

4101 Postings, 5693 Tage IDTE2@BeMi

"Da sich alle Parteien und fast alle Wissenschaftler bisher darüber einig waren, müssen sie jetzt ja wohl als blöd gelten?"

ob sich da wirklich alle einig waren???

ich kenne wirtschaftsforschungsinstitute, die diese art der besteuerung ablehnen. immerhin verhindern die hohen Grenzsteuerbelastungen arbeit.
 

17.08.05 17:53

7336 Postings, 6472 Tage 54reabsteuerschlupflöcher für

höhere einkommen? ich finde man sollte alle schließen, unabhängig vom einkommen! sollte man das wirklich schaffen, was ich nicht glauben kann, würden die steuereinnahmen und damit die staatsquote explodieren. also müssten wir die sätze senken. wieso das konzept von kirchhof allerdings der besteuerung nach leistungsfähigkeit widersprechen soll, ist mit schleierhaft.

eine wirkliche vereinfachung würde alle bevorzugungen/schlupflöcher voll erstrahlen lassen. jeder würde sie sehen. also brauchen wir ein kompliziertes system, damit wir die ungerechtigkeiten schön verstecken können. man erkennt deshalb sofort die interessen derjenigen, die nicht vereinfachen wollen, wie z.b. eichel, schröder, stoiber, müller, ..


 
 

17.08.05 17:53

10041 Postings, 6674 Tage BeMiwas zu beweisen wäre!

Ich kenne keinen Unternehmer, der
aufgrund seiner ESt-Belastung keinen
zusätzlichen Auftrag mitnimmt.
Man ist Unternehmer aus anderen Gründen.
Stöhnen (über die ESt-Belastung) gehört zum
Geschäft.
Der größte Selbständigen-Stöhnverein ist die FDP.  

17.08.05 17:56

10041 Postings, 6674 Tage BeMireab54

Kirchofs Steuerkonzept ist ein
progressiver Steuertarif - wie gehabt mit anderen
Steuersätzen, auch wenn etwas anderes draufsteht.

Grüße
B.  

17.08.05 17:58

4101 Postings, 5693 Tage IDTE2@BeMi

will dich jetzt nicht mit theoretischen Feinheiten nerven, daher ein einfaches beispiel aus der praxis.

wenn ein handwerker bei einem zusätzlichen auftrag 60% an den staat abführen muss, was wird er tun?

zweite frage gleich hinterher... Wieso ist die Schwarzarbeit so verbreitet.

ps die antworten beider fragen stehen in direktem zusammenhang :-)  

17.08.05 18:03

10041 Postings, 6674 Tage BeMiIDTE

Ich verstehe Dich leider nicht, da
ich nicht wie Du drei Semester Wirtschafts-
wissenschaften studiert habe.
Ich kriege als kleiner Anstreicher also einen
Malerauftrag in Höhe von 1000 ? und muß dann 600 ?
an den Staat abdrücken?
Das mach ich aber nie so.
Fragen über Fragen ...
Mach ich als Malermeister einen Fehler?
*g*  

17.08.05 18:05

69017 Postings, 6170 Tage BarCodeGenau deshalb, IDTE

ist die derzeitige Form der Steuerprogression falsch. Das ist aber bei dem Merz-Modell anders, da es sich um ein klar abgegrenztes Stufenmodell handelt.  

18.08.05 09:37

19522 Postings, 7184 Tage gurkenfredüber die besteuerung nach der

leistungsfähigkeit herrscht wohl in der tat einigkeit. wieso sich jedoch leistungsfähigkeit in einem progressiven steuertarif manifestieren soll, ist nur ideologisch, aber nicht sachlich begründbar. der mehrverdienende bezahlt nach dem kirchoff-modell in JEDEM fall mehr steuern. dies ist heute häufig nicht der fall. was is nu gerechter? fragen wir mal olaf "ichbinhierdergerechtigkeitsguru" scholz....


mfg
GF

 

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