ariva.de in der " Welt"

Seite 1 von 1
neuester Beitrag: 25.08.03 11:13
eröffnet am: 25.08.03 09:01 von: Schwedenku. Anzahl Beiträge: 3
neuester Beitrag: 25.08.03 11:13 von: Happy End Leser gesamt: 1091
davon Heute: 1
bewertet mit 3 Sternen

25.08.03 09:01
3

534 Postings, 6391 Tage Schwedenkugelariva.de in der " Welt"

Schills Lippe
Umfrage, Glosse, Leserbrief und Debatte im Internet: Leser und Medien gehen der Frage nach der Krankheit des entlassenen Hamburger Innensenators nach
von Oliver Haustein-Teßmer

Ronald Schill am Tag seiner Entlassung als Innensenator in Hamburg
Foto: AP    
Berlin -  Der Norddeutsche Rundfunk hat die Nutzer seiner Website den Verlierer dieser Woche bestimmen lassen. Die meisten Befragten, rund 46 Prozent, nannten Hamburgs Ex-Innensenator Ronald Barnabas Schill. Allerdings gab nicht seine Entlassung den Ausschlag, sondern das Argument, dass jetzt ganz Deutschland wisse: Schill leide unter Herpes.

Gemeint war die offenkundige Infektion des Juristen, die der 44-Jährige den Fotografen den Kameras der Journalisten an seiner Oberlippe präsentierte. Herpes labialis, so der lateinische Name der durch den Kontakt zu einem früheren Träger des Herpes-simplex-Virus verursachten Lippenkrankheit, verursacht dabei dem Patienten einige Scherereien: Juckreiz und Spannungsgefühl, gruppierte Bläschen auf gerötetem Grund, die zu bräunlichen Krusten eintrocknen, wie es im Fachwörterbuch Pschyrembel heißt (258. Auflage, 1997).

Bräunliche Krusten in der "taz"

Diese bräunlichen Krusten haben einen Kommentator der ?Tageszeitung? zu einer Glosse hingerissen, die eine Szene im Leben Ronald Schills zum Thema hat. Eines Morgens habe der arme Mann sein Badezimmer betreten und sich selbst im Spiegel mit niederösterreichisch gurgelnden Lauten begrüßt: ?Gutten Morrrgen, Rrrronald!? Dabei habe er auf seinem Gesicht das ganze Unheil entdeckt: "Hitler-Herpes!" ? aus Ekel vor der schmutzigen Politik der schmutzigen Politiker angeblich.

Dies ist natürlich kaum möglich und scheint erfunden zu sein. Die Erstinfektion mit Herpes simplex finde meist schon im frühen Kindesalter an, schreiben die Mediziner. Der in Latenz verharrende Erreger werde wieder aktiv durch Infektionen, Magen-Darm-Probleme oder Sonneneinstrahlung. Chronischer Stress fördere ebenfalls die Bildung solcher Bläschen, heißt es im Lexikon.

Das ficht Besucher von Internetforen wie "ariva.de" nicht an. Dort diskutieren die Teilnehmer, warum Schill den "Hitler-Herpes" an der Lippe trage. Der Satire-Autor Werner Martin Doyé schließlich geht auf der Website des ZDF außerdem der Frage nach, ob Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust seinem Ex-Senator einen "gut gezielten Schlag auf die Kauleiste" verpasst habe. Beide aufgeworfenen Probleme bleiben ungeklärt.


Das sei eigentlich auch egal, schreibt Doyé und gönnt es Ronald Schill ausdrücklich in jeder Hinsicht. Die "taz" äußert Worte der Trauer, in einem Leserbrief bei "Bild" über dem klein gedruckten Herpes-Foto beruhigt der Schreiber immerhin: Der Herpes werde abheilen. Allerdings dürfte Schill nach Erfahrung der Ärzte noch einige Tage lang ein Menetekel aus der vergangenen stressigen Zeit tragen.


Artikel erschienen am 22. Aug 2003

 

25.08.03 10:57

Clubmitglied, 7958 Postings, 7049 Tage maxperformancegut recherchiert schwedenkugel

25.08.03 11:13

95440 Postings, 7029 Tage Happy EndARIVA in der Neuß-Grevenbroicher Zeitung

Wenn am Sonntag der ZDF-"Fernsehgarten" auf Sendung geht, treten Stars und Sternchen in einer mediterranen Kulisse auf, die ein Neusser gebaut hat: Ivan Petak hat die bunten Häuser, Pavillons und Bühnenaufbauten erstellt.


Noch sind die Umrisse des Schriftzuges des Vorgängerbetriebs an der Außenwand zu erkennen, doch wo jetzt noch "salg" zu lesen ist, soll bald "ARIVA GmbH" prangen. Im Jüchener Gewerbegebiet "Neusser Straße" ist seit dem 1. Juli das Kulissenbau-Unternehmen von Ivan Petak beheimatet, das zuvor in Köln ansässig war. Mit diesem Umzug in den Rhein-Kreis Neuss hat sich der Neusser einen lang gehegten Wunsch erfüllt: "Hier ist die Infrastruktur optimal, vor allem die Anbindung an die Autobahn ist gut - und wir haben viel Platz für unsere Aufbauten", sagt Ivan Petak, seit November 2002 alleiniger Geschäftsführer, erfreut. Zwar müssen noch einige Arbeiten erledigt werden, trotzdem fühlt er sich bereits wohl in Jüchen.

In die 1000 Quadratmeter große Produktionshalle, in der früher Industrieverpackungen, Paletten und Kisten hergestellt wurden, ist nach drei Jahren Leerstand wieder Leben eingekehrt: Spanplatten und Hölzer stehen bereit, ein Gabelstapler bewegt Lasten hin und her, während Werkbänke, Fräse und Werkzeuge auf ihren Einsatz warten. Im größten Teil der Halle ist der Fußboden so präpariert, dass die Kulissen "einfach" in den Boden geschraubt werden können. "Zum Teil sind dies große, sperrige Aufbauten, die gut gesichert werden müssen", erläutert Ivan Petak. Neben dem "ARIVA"-Hauptgebäude, in dem auch Büros und Sozialräume untergebracht sind, besteht die Möglichkeit, im abgetrennten Teil einer 450 Quadratmeter großen Lagerhalle in einer Schlosser-Werkstatt auch Metallarbeiten zu verrichten.

"Größere Aufträge, vor allem was Stahlbau betrifft, vergeben wir an andere Firmen", beschreibt Ivan Petak die gängige Vorgehensweise. Bei großen Aufträgen arbeiten mehrere, seit Jahren auf einander eingespielte Mitarbeiter an den Aufbauten und Dekorationen. "Vielleicht kann ich sogar mit einigen Betrieben im Jüchener Gewerbegebiet zusammenarbeiten: Es gibt hier einige Metaller und Wartungsunternehmen für Rauchabzugsanlagen, Tore oder Feuerlöschsysteme", so der 50-Jährige, der Malerei an der Kunstakademie in Zagreb studiert hat und in Düsseldorf Meisterschüler an der Kunstakademie war. Durch seine Erfolge als Künstler - so hat er zum Beispiel das Bild der Belagerung von Neuss, das im Alten Ratssaal hängt, originalgetreu dem Vorbild aus Mechelen nachempfunden - ist Ivan Petak in Neuss vor allem als Maler ein Begriff.

Dass hinter dem Kulissenbau mehr steckt, als "Farben anzumischen und aufzutragen", wird allein schon durch die Dimensionen der mehr als sechs Meter hohen Halle deutlich, in der die Aufbauten vorgefertigt werden. Bald entstehen hier riesige Kandelaber und Styropor-Steine und ein Holz-Kreuz für das Theaterstück vom Heiligen Franziskus bei der "Ruhr Trienale". Für den ZDF-"Fernsehgarten" entstanden am Lerchenberg in Mainz aus bestehenden Gebäuden und Neubauten ein Dorf mit fünf "richtigen" Häusern und zahlreichen Pavillons, die den ganzen Sommer als Kulisse dienen - und mindestens noch im nächsten Jahr jeden Sommer-Sonntag auf Sendung gehen. "Die Bauten mussten alle den Statik-Anforderungen entsprechen - wie ,normale" Gebäude", so Petak. Auch die Spielfläche gestaltete das "ARIVA"-Team mit Podesterien und Deko-Boxen um.

Unter den bisherigen Dekorationen sind bekannte Bühnenbilder, die den Zuschauern im Gedächtnis bleiben: seit 1995 "Mainz bleibt Mainz", seit 1998 auch die "Sportler des Jahres"-Gala kurz vor Weihnachten in Baden-Baden, zahlreiche TV-Produktionen vom "ZDF-Sportstudio" über das Mittagsmagazin bis zum DFB-Pokal und Teilbauten für Käpt'n Blaubär. Für den Film "Monty Spinnerratz" mit der Augsburger Puppenkiste baute Ivan Petak mit seinem Team die Kanalisation von New York detailgetreu nach. Außerdem gestaltet "ARIVA" auch Messestände und Veranstaltungsdekorationen: "Der Event- und Messe-Bereich bietet gute Möglichkeiten für Unternehmen, sich entsprechend zu präsentieren", so Ivan Petak. Und wenn am Sonntag ab 10.45 Uhr im ZDF DJ Ötzi seinen neuen Song vorstellt, singt und hüpft er in der Urlaubs-Häuser-Kulisse eines Neussers.

 

   Antwort einfügen - nach oben