Zukunftsproblem "Trinkwasserknappheit"

Seite 1 von 2
neuester Beitrag: 17.08.06 15:40
eröffnet am: 26.02.06 13:00 von: börsenfüxlein Anzahl Beiträge: 28
neuester Beitrag: 17.08.06 15:40 von: Leser gesamt: 9999
davon Heute: 1
bewertet mit 6 Sternen

Seite: 1 | 2  

26.02.06 13:00
6

18298 Postings, 7120 Tage börsenfüxleinZukunftsproblem "Trinkwasserknappheit"

Die Erde geizt mit Süßwasser


"Am Beginn des 21. Jahrhunderts steht die Erde vor einer ernsthaften Wasserkrise."
Mit diesen Worten beginnt die Zusammenfassung des Welt-Wasser-Berichts der Vereinten Nationen, die 2003 zum "Internationalen Jahr des Süßwassers" erklärten.

Das Wasser brachte sich selbst in die Schlagzeilen, als das Trinkwasser in Italien knapp wurde, Schiffe auf dem Vater Rhein keine Handbreit Wasser unterm Kiel hatten, Reaktoren mangels Kühlwasser abgeschaltet werden mussten und die Pegelstände in deutschen Talsperren auf Rekordtiefmarken absanken. Die andere Seite der Medaille: Nach Sturzfluten musste Südfrankreich im Dezember Land unter melden. Unterdessen drohen in den Dürrezonen der Erde bewaffnete Konflikte ums kostbare Nass.

Das Wasser dieser Welt ist ungleich verteilt, während ein Tastendruck 10 Liter durch die Toilettenspülung rauschen lässt, muss ein Kind in Afrika oftmals kilometerweit laufen und dieselbe Menge mühsam von einem Brunnen herbeischaffen. In großen Teilen Afrikas, im Nahen Osten und in Asien stehen der Bevölkerung täglich nicht mehr als drei Liter pro Kopf zur Verfügung - zum Trinken, Kochen und Waschen. Zum Vergleich: Ein Mitteleuropäer verbraucht 125 Liter Wasser am Tag, ein Amerikaner fast 300 Liter.

Ein Drittel der Weltbevölkerung hat nach Angabe von Umweltminister Jürgen Trittin keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. In der Dritten Welt ist unreines Trinkwasser die Hauptursache für Krankheiten. "Täglich sterben 6000 Kinder an Krankheiten, die durch unsauberes Wasser übertragen werden", so die Unesco in ihrer Bilanz.

Der blaue Planet birgt nur auf den ersten Blick Wasser im Überfluss. Zwar sind 70 Prozent der Oberfläche mit Wasser bedeckt, doch nur 2,5 Prozent davon sind Süßwasservorkommen. Hiervon sind wiederum zwei Drittel im Eis der Gletscher und Polkappen gebunden.

Die Klimaveränderung lässt die gefrorenen Süßwasser-Reservoirs kräftig abschmelzen. Nach Schätzung von Klima-Experten tauen die Eisflächen der Alpen in diesem Jahrhundert ab. Das wird die Alpenländer vor große Probleme stellen, die ihre Trinkwasserversorgung aus Schmelzwasser speisen.

Auch Vater Rhein wird dann noch viel trockener fallen als im Supersommer dieses Jahres, wenn das "ewige Eis" erst einmal Schnee von gestern ist. Mit entsprechenden Folgen für die Schifffahrt.

Gleich in mehrfacher Hinsicht hat der Sommer 2003 den Menschen vor Augen geführt, wie elementar abhängig wir vom Wasser sind. Das Fehlen von Kühlwasser hat die überlasteten europäischen Stromnetze an den Rand des Zusammenbruchs gebracht. Wiederholt gingen stundenlang die Lichter aus und brachten das Selbstverständnis von der Versorgungssicherheit ins Wanken.

Gleichzeitig zeigte das Fischsterben im überhitzten Rhein und an der Ruhr, wie zerbrechlich die Ökosysteme der Gewässer sind. Anfang Dezember meldete der Ruhrtalsperrenverband, dass die Talsperren im Sauerland nur zu 55 Prozent gefüllt sind. Noch ein Supersommer nach einem möglicherweise trockenen Winter, und das Trinkwasser wäre auch bei uns Mangelware. Grundwasserspiegel fallen, Seen trocknen aus, Feuchtgebiete verschwinden.

In vielen Ländern gelangen die Menschen nur durch immensen Aufwand ans kostbare Nass. In Arabien müssen tausend Meter tiefe Brunnen gebohrt werden, um uralte Wasserreservoirs anzuzapfen. Ein Verbrauch auf Pump, der sich in wenigen Jahren erschöpft haben wird. Mit Milliardenbeträgen versuchen die Saudis seit einigen Jahren Salzwasser aus dem Golf zu Trinkwasser aufzubereiten.

Andere Länder leiten Flüsse um oder bauen riesige Staudämme. Beides geht meist nicht ohne Konflikte mit den Nachbarn und der Umwelt. "Der nächste Krieg wird ums Wasser geführt", sagte bereits der damalige UNO-Generalsekretär Boutros Boutros-Gali Ende der 90er-Jahre. Volker Böge vom Bonner Zentrum für Rüstungskonversion erneuert die Bedrohung durch Streit um Wasserrechte.

Schon in den 90er-Jahren sorgte die Türkei durch eine kurzzeitige Sperrung des Atatürk-Staudammes für außenpolitische Verstimmung mit Syrien und dem Irak. Böge sieht die Lage nicht nur am Euphrat bedrohlich, sondern auch am Jordan (Syrien, Libanon, Jordanien, Palästina) sowie am Nil (Äthiopien, Sudan, Ägypten). Auch zwischen Indien und Bangladesh sowie zwischen Bolivien und Chile gibt es Streit ums Wasser.

Welch verheerende Auswirkungen eine Umleitung von Flüssen haben kann, zeigt das Austrocknen des Aralsees in Usbekistan, wo die Zuläufe zur Bewässerung von Baumwollplantagen abgezweigt wurden. Fehlerhaftes Wassermanagement ist letztlich auch mitverantwortlich an den Hochwasserschäden der letzten Jahre. Wer im Jahr nach dem verheerenden Elbehochwasser auch die letzten Lenne-Auen in Hagen durch Logistikzentren verbauen lässt, hat aus den Naturkatastrophen nichts gelernt. Hochwasser verursacht nach Angaben der Unesco ein Drittel der Kosten aller Naturkatastrophen.

Aber mit Wasser lässt sich auch Profit machen. Wie ließe sich sonst erklären, dass die Stadtwerke Dortmund und Bochum fast eine Milliarde Euro berappen, um das Unternehmen Gelsenwasser an Land zu ziehen. So geschehen im "Jahr des Wassers" 2003.


 
Seite: 1 | 2  
2 Postings ausgeblendet.

26.02.06 13:07

18298 Postings, 7120 Tage börsenfüxlein....

In vielen Trockengebieten wird künftig das Wasser wohl nicht mehr zum Menschen kommen, sondern die Menschen müssen zum Wasser. Am schlimmsten trifft es die Habenichtse. Nach den Schätzungen der deutschen Fachleute wären im Jahr 2025 rund drei Milliarden Menschen - etwa jeder Dritte - ohne ausreichendes, sauberes Trinkwasser, viele von ihnen müssten hungern. Es drohe sogar eine neue Völkerwanderung.

Das wichtigste Grundnahrungsmittel wandelt sich zunehmend vom selbstverständlichen Naturprodukt zum raren Wirtschaftsgut. Im nächsten Jahrhundert könnte es sogar eine ähnliche Rolle spielen wie heute das Öl. Immer mehr Metropolen treten ihre Wasserversorgung ab an internationale Konzerne, die ein lukratives Geschäft mit diesem Rohstoff wittern - Berlin ebenso wie Rio de Janeiro. Trinkwasser wird zur Handelsware. In 50 Jahren, so besagt eine UN-Studie, werde es gar wertvoller sein als Gold und strategisch bedeutender als Erdöl. Nationen werden zu den Waffen greifen, wenn ihnen Nachbarn das Wasser abgraben. Nato und US-Sicherheitsdienste betrachten die Wasserkrise schon seit Jahren als Sicherheitsrisiko. "Der nächste Krieg im Nahen Osten wird ein Wasserkrieg sein", prophezeite der ehemalige UN-Generalsekretär Butros Butros-Ghali.

 

26.02.06 13:09

18298 Postings, 7120 Tage börsenfüxlein@kiiwii

?

geht eigentlich um den Inhalt bzw. ums Problem...

füx  

26.02.06 13:11

129861 Postings, 6149 Tage kiiwiiwarum grade hier und heute und jetzt ?

26.02.06 13:20

18298 Postings, 7120 Tage börsenfüxlein@kiiwii

?

du stellst ja lustige Fragen...warum nicht gerade hier, heute und jetzt ?

füx  

26.02.06 13:23

15281 Postings, 5643 Tage quantasDie Schweiz das Wasserschloss Europas

    
Der Begriff "Nachhaltigkeit" kommt ursprünglich aus der Forstwirtschaft, wurde aber erst durch den ersten UNO Erdgipfel 1992 in Rio so richtig bekannt. Nachhaltig wirtschaften heisst, die eigenen Bedürfnisse zu stillen ohne die Bedürfnisbefriedigung zukünftiger Generationen zu gefährden.  
Nachhaltigkeit für Wasserversorgungen

Die Schweiz als Wasserschloss grosse Wasserresserven
Das mag etwas abstrakt wirken - aber ein einfaches Beispiel kann das Prinzip der Nachhaltigkeit veranschaulichen: Eine Holzfirma bewirtschaftet einige Hektaren Wald. Wirtschaftet Sie nachhaltig, so darf sie nicht mehr Holz roden und verkaufen, als nachwachsen kann, damit die natürliche Ressource "Wald" sich regeneriert und auf Dauer erhalten bleibt.
Erfasst man die Nachhaltigkeit ganzheitlich, muss man sie auf verschiedene Bereiche anwenden: Umwelt, Wirtschaft und sozialer Bereich.
nachhaltiges Wirtschaften in der Wasserversorgung
In der Wasserversorgung bedeutet nachhaltiges Wirtschaften folgendes:
? Nicht mehr Rohwasser nutzen, als die Natur nachliefert.
? Das Wasser darf von der Gesellschaft nur in dem Masse beeinträchtigt werden, dass es sich wieder regenerieren kann. Die Rohwasserqualität muss langfristig gewährleistet sein (Gewässerschutz, Umweltmonitoring).
? Die Wasserversorgungen wirtschaften so, dass die Versorgung langfristig gesichert ist (Erneuerung der Infrastruktur, Investitionen, etc.)
? Die Wasserversorgungen sind in dem Masse sozialverträglich, dass der Wasserpreis für alle erschwinglich ist.
    
Gewässerschutz hilft die natürlichen Wasserressourcen über Generationen zu sichern

Schweiz als "Wasserschloss" Europas
Tatsächlich verfügt die Schweiz über einen riesigen Wasserreichtum. Vom jährlichen Niederschlag wird nur 2% für die Trinkwasserversorgung genutzt. Jährlich fallen auf die Schweiz durchschnittlich 60.1 Milliarden Kubikmeter Wasser. Hinzu kommen 13.1 Milliarden Kubikmeter aus Zuflüssen aus dem Ausland. 20 Milliarden Kubikmeter Wasser verdunstet jährlich und geht in die Atmosphäre zurück. Es resultiert ein Gesamtabfluss über Flüsse von 53.5 Milliarden Kubikmeter, das entspricht 1696 Kubikmeter pro Sekunde. Das Wasser fliesst in verschiedene Meere; über den Rhein in die Nordsee, über die Rhone ins Mittelmeer, über den Ticino / Po in die Adria/Mittelmeer und über den Inn/ Donau ins Schwarze Meer.    

Überdurchschnittlich grosse Wasserreserven
In der Schweiz lagern im Vergleich zu Europa überdurchschnittlich viele Mengen Wasserreserven. Die Reserven sind wie folgt verteilt: 
Vorkommen

Volumen in Mio m3

in %

 Natürliche Seen134'00051.1
 Gletscher und Firn67'50025.8
 Grundwasser56'00021.4
 Stauseen4'0001.5
 Bäche und Flüsse5000.2
 Total262'000100
Würden die Wasservorräte der Schweiz auf das Land gleichmässig verteilt, ergäbe dies einen Pegelstand von 6.35 m.
Die Niederschlagsmenge beträgt rund 1,5 Meter pro Jahr.

Wasser ist ungleich verteilt

  
 

Regen und andere Niederschläge fallen zeitlich und regional ungleichmässig. Gewisse Gebiete der Erde erhalten regelmässig enorme Mengen (pazifische Inseln, Cherrapunji in Indien oder Indonesien). Gelegentlich werden Gebiete überflutet (Zentraleuropa 2002 und 1997, China 1996). In Trockengebieten wie der Sahara gibt es kaum Niederschlag.

 
Wasserverfügbarkeit
Situation in Indien
Situation in Israel
Situation in Nordafrika
und im Jahr 2025 ?
 

Mass für Wasserverfügbarkeit
Die erneuerbare Wassermenge pro Person und Jahr wird häufig als Mass der Wasserverfügbarkeit verwendet:

 LandWasserverfügbarkeit 1990
 Schweiz 6520 m3
 Algerien 770 m3
 Saudi-Arabien 160 m3

In Länder mit erneuerbaren Wassermengen von unter 1700 m3 herrscht bereits Wasserknappheit. Unter 1000m3 besteht eigentlicher Wassermangel.

Indien
Fast alle Oberflächengewässer werden für Bewässerungszwecke genutzt. Es kann nur noch auf eine beschränkte Menge Grundwasser zurückgegriffen werden. Nimmt die Bevölkerung bis ins Jahr 2025 weiterhin zu, so steigt auch der Bewässerungsbedarf, der Wasserbedarf dürfte sich fast verdoppeln. Im 2025 dürften auch die verfügbaren Grundwässerreserven ausgenutzt sein. Die Interessenskonflikte zwischen industrialisierten Städten und der Landwirtschaft, welche den Grossteil des Wassers für die Nahrungsmittelproduktion braucht, werden sich verschärfen.

Israel
Israel steht jährlich ein Süsswasservolumen von 2.2 km3 zur Verfügung, das entspricht etwa 450 m3 pro Person und Jahr. Israel entwickelte sorgsame Bewässerungssysteme, die Mikro- und Tröpfchenbewässerung. In der Früchte- und Gemüseproduktion wiederverwertet Israel kommunale Abwässer aus der Landwirtschaft. Der restliche Wassermangel wird durch den Nahrungsmittelimport ausgeglichen: Getreide, Sojabohnen und Fleisch. Die importierten landwirtschaftlichen Güter erhöhen somit den jährlichen Wasserverbrauch von 450m3 auf 1080 m3 pro Person

Nordafrika
Die Verfügbarkeit des Wassers wird in den nächsten Jahren in Nordafrika deutlich zurückgehen. Die Hauptwasserquellen Ägyptens liegen ausserhalb des Landes und des direkten Einflussgebietes. Ohne griffige Massnahmen stellt die Auswanderung für viele die einzige Möglichkeit dar, der Wasserknappheit zu entkommen. Die Menschen können nur gegen Norden flüchten, im Süden liegt die Sahara, im Osten die arabische Wüste und im Westen der atlantische Ozean. Es muss im Interesse der europäischen Staaten liegen, gemeinsam mit den nordafrikanischen Staaten nach Lösungen des Wasserproblems zu suchen

Geschätzte Wasserverfügbarkeit einiger Länder im Jahr 2025

 LandWasserverfügbarkeit 2025
 Burundi 280 m3
 Äthiopien 980 m3
 Kenia 190 m3
 Nigeria 1000 m3
 Ruanda 350 m3
 Südafrika 790 m3
 Somalia 610 m3
 Tansania 900 m3
 Haiti 960 m3
 Peru 980 m3

In Länder mit erneuerbaren Wassermengen von unter 1700 m3 herrscht bereits Wasserknappheit. Unter 1000m3 besteht eigentlicher Wassermangel. In vielen Ländern wird das verfügbare Wasser knapper und knapper.

www.trinkwasser.ch


  

 

26.02.06 13:23

129861 Postings, 6149 Tage kiiwiija warum ?

könnte ja sein, du schreibst grade an ner Diplomarbeit und suchst Input...

...oder wo ist grade hier und heute und jetzt die besondere Aktualität des Themas ?

(war ganz ohne Hinterlist gefragt)

kiiwiiariva.deMfg
 

26.02.06 13:24

5636 Postings, 6380 Tage cascaisJungs,jungs

solange dat Bier nich aus jet,is mir alles ejal!!  

26.02.06 13:36

18298 Postings, 7120 Tage börsenfüxlein@kiwi

mit ner Diplomarbeit oder so hats nichts zu tun; interessiere mich ziemlich für "Zukunftsthemen" (Umweltzerstörung/Ressourcenknappheit/Überbevölkerung etc) und hoffe natürlich, hier einige interessante "Inputs" von anderen zum Thema zu bekommen...


"warum gerade hier und heute"

weils bei uns im Ösiland gerade schneit, ich 2 Abende Party gemacht habe und jetzt gerade Lust habe, mich mit nem interessanten Thema auseinanderzusetzen...

grüsse
füx

 

26.02.06 13:37

18298 Postings, 7120 Tage börsenfüxlein@cascais

ohne Wasser auch kein Bier...also betrifft auch dich "indirekt"...*g*

füx  

26.02.06 13:37

129861 Postings, 6149 Tage kiiwiiil y a besoin de l'eau pour faire la bière

26.02.06 13:40

5636 Postings, 6380 Tage cascaisWaaaatttt ?

Ich trink seit jahren literweise
WASSER
un merk dat nich!!  

27.02.06 10:19
2

15281 Postings, 5643 Tage quantasAffen greifen Wassertankwagen an

Dürre in Somalia - Durstige Affen greifen Wassertankwagen an
Angesichts der anhaltenden Dürre in Somalia greifen immer mehr durstige Affen Wassertankwagen und Lieferwagen auf der Strasse an.

[sda] - Ganze Pavianherden hätten sich an strategisch günstigen Kreuzungen oder Brücken postiert, wo die Lastwagen langsamer fahren müssen, berichtete die Zeitung "The East African".

Die Affen griffen sowohl Wassertanker als auch Lieferwagen mit Obst und Gemüse an, das in Mogadischu auf den Markt gebracht werden soll. "Die Tiere holen sich ganze Bananenbüschel oder Wassermelonen und verschwinden damit im Busch", beklagte sich ein Lastwagenfahrer.

Ali Hassan Odey, ein Rinderzüchter in Bardhere im Süden des Landes, hat bereits seine ganze Herde wegen der Wasserknappheit verloren.

"Und jetzt kommen auch noch die Affen, Hyänen und Wildhunde und fallen in die Dörfer ein, weil sie kein Wasser mehr finden", sagte er. "Wenn wir die Tiere sehen, erschiessen wir sie, sonst greifen sie unsere Frauen und Kinder an", fügte er hinzu.

Die Region am Horn von Afrika leidet unter der schlimmsten Dürre seit Jahren. In mehreren Regenzeiten fiel kaum Niederschlag. Laut Hilfsorganisationen sind elf Millionen Menschen in Kenia, Somalia, Dschibuti und Äthiopien von Hunger bedroht. Die nächste Regenzeit wird für März erwartet.



 

15.03.06 13:30
1,1 Milliarden ohne Trinkwasser

UNEP präsentiert bisher umfangreichste Erhebung zu weltweiten Trinkwasservorräten.

  Trinkwasser wird immer knapper, wofür in erster Linie das Versagen staatlicher Institutionen und von Unternehmen im Wasser- und Abwasserbereich verantwortlich ist.

So lautet eine der Kernaussagen der rund 600 Seiten umfassenden, bisher umfangreichsten Erhebung der weltweiten Trinkwasservorräte, die am Donnerstag vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) in Mexiko City vorgestellt wurde.


2,6 Milliarden ohne sanitäre Entsorgung


Demnach haben derzeit rund 1,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser - 2,6 Milliarden müssen zudem auf eine sanitäre Entsorgung verzichten.


Allein von den weltweit 3,1 Millionen Menschen, die jährlich an Durchfallerkrankungen oder Malaria sterben, könnten der Studie zufolge 1,6 Millionen gerettet werden, wenn sie über sauberes Trinkwasser und ausreichende sanitäre Einrichtungen verfügten.


Die betroffenen Bevölkerungsschichten zählen meist zu den Ärmsten der Armen, wobei laut UNO-Bericht mehr als die Hälfte in den aufstrebenden Wirtschaftsländern China und Indien lebt.


Steigender Wasserverbrauch


Laut dem von insgesamt 24 UNO-Organisationen ausgearbeiteten Bericht besteht zudem keine Aussicht auf Besserung, da der Wasserbedarf den Prognosen zufolge sukzessive steigt.


So werde die Welt laut UNEP bis zum Jahr 2030 rund 55 Prozent mehr Lebensmittel benötigen, wobei bereits jetzt nahezu 70 Prozent des Frischwassers für Bewässerung verwendet werden.


Dabei hat sich der weltweite Wasserverbrauch laut der Erhebung im 20. Jahrhundert bereits versechsfacht und ist damit doppelt so schnell wie die Weltbevölkerung gewachsen.


Missmanagement und Bürokratie


Im Vergleich zum ersten, vor drei Jahren veröffentlichten Weltwasserbericht verweist die aktuelle Erhebung viel deutlicher auf Missmanagement, Korruption, bürokratische Trägheit und fehlende Investitionen als Ursachen der Trinkwasserproblematik.


Die Kritik richtet sich in erster Linie an die Verantwortlichen von Wasserbetrieben und an die für Wasserfragen zuständigen Behörden. Zudem blieben die Investitionen in den in Wasserfragen zunehmend wichtigen Privatsektor hinter den Erwartungen zurück.


Weltwasserforum in Mexiko-Stadt


Lösungsansätze für die Trinkwasserbehörde sollen beim Trinkwasserforum diskutiert werden - der wichtigsten internationalen Veranstaltung zum Thema Wasser, deren vierte Ausgabe vom 16. bis zum 22. März in Mexiko-Stadt abgehalten wird.


Ziel des Weltwasserforums, das alle drei Jahre stattfindet ist es, eine aktive Politik für das Management weltweiter Wasserressourcen zu fördern. Außerdem hat das Forum das Ziel, Politiker und andere Entscheidungsträger auf lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene zu beeinflussen.


 

15.03.06 13:59

478 Postings, 5306 Tage bobbycarWenn ich Posting 1 und 16 mal zusammen

betrachte dann bleiben Fragen. So ist im Posting 1 von einem Zukunftsproblem die Rede während ich in Posting 16 lesen muss dass heute schon rund ein Fünftel der Menschheit vor derartigen Problemen steht. Leider fehlen ja Vergleichzahlen aus der Vergangenheit um zumindest einen Trend zum Positiven oder Negativen ablesen zu können.

Stellt sich dann die Frage ob es vielleicht zukünftig in unseren Regionen Probleme damit gibt. Solange wir es uns noch leisten können mit Trinkwasser unsere Toiletten zu spülen und unsere Autos zu waschen wohl eher nicht. Auch ist der Bundesbürger ohne mit der Wimper zu zucken bereit das Dreihundertfache für eine Flasche Mineralwasser zu bezahlen als er für die gleiche Menge Trinkwasser aufbringen müsste. Es tut ihm dabei nicht mal weh im Geldbeutel woraus man schliessen kann dass locker im Vergleich zu heute die tausendfache Menge an Geld für Trinkwasseraufbereitung aufgebracht werden könnte.

Fragen kann man sich allerdings warum bei einer wirklichen Bedrohung einer großen Anzahl von Menschen durch Trinkwasserknappheit nicht die Abermilliarden die wohlmöglich in nichts bringende Klimaverbesserungsmassnahmen gesteckt werden nicht für die akuten Probleme unserer Zeit aufgewendet werden. Aber das ist grosse Politik die ich wohl niemals so ganz nachvollziehen werden kann.  

24.03.06 15:01
4

7538 Postings, 7133 Tage Luki2Uraltes Wasser aus der Wüste

SATELLITENBILD DER WOCHE


Uraltes Wasser aus der Wüste

Mit einem gigantischen Rohrsystem pumpt Libyen Grundwasser aus der Wüste zu den Städten an der Mittelmeerküste. Ein Satellitenbild zeigt einige der riesigen Anlagen des Systems, das als eines der größten zivilen Technikprojekte weltweit gilt.

Die Al-Kufrah-Oase im südöstlichen Libyen ist eine der am leichtesten aus dem All zu erkennenden Stellen auf der Erde. Die Reihen von dunklen Punkten auf diesem Bild, das der Esa-Satellit "Envisat" am 10. Februar aufgenommen hat, sind gewaltige Bewässerungsanlagen: In der Mitte jedes Kreises befindet sich ein Brunnen, der rotierende Sprinkler mit Wasser versorgt. Jede Anlage hat einen Durchmesser von knapp einem Kilometer.



Bewässerungsanlagen in Libyen: Uraltes Grundwasser für Städte und Felder

Die Sahara nimmt den Großteil der Fläche Libyens ein, das nur zu sechs Prozent für die Landwirtschaft geeignet ist. Das Land besitzt zwar keine dauerhaft wasserführenden Flüsse oder Seen, dafür aber riesige Vorräte an Grundwasser.

Die Wasserschichten sind vor rund 10.000 bis 40.000 Jahren entstanden, als das heutige Libyen noch ausgedehnte Gewässer besaß, die regelmäßig von Niederschlägen befüllt wurden. Große Wassermengen sind bis zu vier Kilometer tief in den Sandstein eingedrungen.

1983 startete die libyische Regierung das "Great Man-Made River Project", das als eines der größten zivilen technischen Projekte überhaupt gilt. Das qualitativ hochwertige Grundwasser wird aus den Tiefen unter der Wüste in die Küstenstädte gepumpt, um dort die Trinkwasserversorgung und die Bewässerung von Feldern zu sichern.

Nach Angaben der Vereinten Nationen fließen täglich rund 6,5 Millionen Kubikmeter Wasser durch die Pipelines in Richtung Mittelmeerküste und die dortigen Städte Tripolis, Bengasi und Sirt. Trotz dieser riesig erscheinenden Menge dürften die Reserven noch einige Zeit halten: Das Nubische Grundwassersystem enthält Schätzungen zufolge 120.000 bis 150.000 Kubikkilometer Wasser. Bei einem Verlust von 6,5 Millionen Kubikmetern täglich wäre das Reservoir erst in 50.000 bis 60.000 Jahren erschöpft.

mbe

Q: http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltraum/0,1518,407687,00.html

Gr.
 

16.08.06 08:25

18298 Postings, 7120 Tage börsenfüxleinheute bei n-tv

Alarm in Industrieländern
Wasser wird knapp

Wasserknappheit bedroht nicht nur Entwicklungsländer, sondern auch reiche Industrienationen wie Spanien, die USA, Japan und Teile Großbritanniens. Dies geht aus einem Bericht hervor, den die Umweltschutzorganisation WWF am Dienstag in Gland (Schweiz) vorlegte. Als Gründe nennt der Bericht Klimawandel, Verschmutzung, Verschwendung und veraltete Leitungen.

Städte wie Houston und Sydney verbrauchten weit mehr Wasser, als auf natürliche Weise neu entstehe, hieß es. In der Londoner Kanalisation versickere jeden Tag der Inhalt von 300 großen Schwimmbecken. In weiten Teilen Europas und der USA werde mehr Grundwasser gefördert als neu entstehe. Zudem bereite die Belastung mit Umweltschadstoffen immer ernstere Probleme. Einziger Ausweg ist laut WWF der Schutz der natürlichen Vorkommen und der sparsame Umgang mit Wasser.
 

16.08.06 14:27
1

18298 Postings, 7120 Tage börsenfüxleinReuters...

Genf/Canberra (Reuters) - Die Umweltorganisation WWF hat die Industrieländer eindringlich zu einem sparsameren Umgang mit Wasser aufgefordert.

Andernfalls drohe auch den reichen Nationen eine Wasserknappheit, wie sie bereits die ärmeren Länder erlebten. Der steigende Verbrauch durch Großindustrien und eine wachsende Bevölkerung habe einige Städte schon an den Rande eines Wassermangels gebracht, heißt es in einem am Mittwoch vom WWF vorgestellten Bericht. So sei Wasser im spanischen Sevilla, in Sacramento im US-Bundesstaat Kalifornien und der australischen Metropole Sydney bereits zum Kernthema der Politik geworden.

Den Ankündigungen und Plänen, mit Wasser sparsamer umzugehen, müssten nun dringend Taten folgen, forderte der WWF. Als Ursache für den immer gravierender werdenden Wassermangel nannte die Organisation auch den Klimawandel und die immer mehr zurückgedrängten Feuchtgebiete. An der europäischen Mittelmeerküste belasteten zudem der anhaltend wachsende Tourismus und die umfangreiche Bewässerung in der Landwirtschaft die Reservoirs.

Auch andere Wasser-Experten schlugen Alarm. In der ganzen Welt verschärfe sich die Wasserknappheit schneller als erwartet, teilte das Internationale Institut für Wasser-Management am Mittwoch auf einer Konferenz im australischen Canberra mit. Ein Drittel der Weltbevölkerung sei deshalb von Wassermangel bedroht.

Vor allem der große und weiter wachsende Bedarf für die Bewässerung in der Landwirtschaft trage zu dieser Entwicklung bei. Insgesamt gingen 80 Prozent des weltweiten Wasserkonsums auf die Landwirtschaft zurück. Der Wasserverbrauch habe sich in den vergangenen 100 Jahren versechsfacht und werde sich bis zum Jahr 2050 noch einmal verdoppeln, teilte das Institut mit. Dabei sei der Verbrauch regional sehr unterschiedlich: Während in Städten lebende Australier im Schnitt täglich 300 Liter verbrauchten, seien die Europäer mit rund 200 Litern täglich etwas sparsamer. Die Menschen im südlichen Afrika müssten dagegen mit zehn bis 20 Litern pro Tag auskommen.

"Uns wird in den nächsten Jahren zwar nicht das Trinkwasser in Flaschen ausgehen, aber einige Länder haben schon jetzt nicht genug Wasser, um ihre eigenen Lebensmittel zu produzieren", sagte der Generaldirektor des Instituts, Frank Rijsberman. Wenn die Produktivität bei der Wassergewinnung nicht gesteigert werden könne, werde sich die Wasserknappheit weiter ausbreiten und auch die Preise für Wasser würden in die Höhe schnellen.

Das Institut für Wasser-Management wird von internationalen Agrar-Forschungsorganisationen finanziert und hat seinen Sitz in Sri Lanka.


 

16.08.06 14:37

18298 Postings, 7120 Tage börsenfüxleinwar vorigen Sommer mal bei einem Vortrag

eines tibetischen Lamas...am Ende des Vortrages kam er auf die unzureichende Weitsicht der Menschheit zur Sprache....eine der letzten Sätze seines Vortrages war: "Die Menschheit kann ohne Öl leben, aber nicht ohne Trinkwasser...dieses Problem stellt das größte Zukunftsproblem der Menschheit dar, obwohl es in der Öffentlichkeit noch (fast) nicht diskutiert wird"...


denke der Typ hatte nicht so unrecht...

füx  

17.08.06 12:17
1

18298 Postings, 7120 Tage börsenfüxleinLondon vergeudet sein Trinkwasser (orf)

"Sickergrube" vor Verkauf

Londons Wasserversorger im Kreuzfeuer der Kritik.Bereits seit Monaten warnen Experten angesichts ausbleibender Niederschläge auf der britischen Insel vor der größten Dürre seit 70 Jahren.

Betroffen ist neben Mittelengland vor allem der Südosten des Landes, wobei man in der Achtmillionenmetropole London noch mit einem zusätzlichen Problem zu kämpfen hat.


150 Jahre altes Leitungssystem
Denn während Londons Bewohner bereits per Strafandrohung untersagt wurde, ihre Gärten zu bewässern und ihre Autos zu waschen, erweisen sich die alten viktorianischen Wasserleitungen des Londoner Wasserversorgers Thames Water gleichzeitig als wahre Sickergrube.


Rund 894 Millionen Liter Wasser verschwinden Tag für Tag durch die zahlreichen Lecks der teilweise mehr als 150 Jahre alten Leitungen - genug, um beispielsweise 358 olympische Schwimmbecken zu füllen, 18.000 Fußballplätze zu sprenkeln bzw. einige Millionen Gärten zu gießen.


Steigender Unmut unter Bewohnern
Für Unmut unter den Millionen Thames-Water-Kunden sorgt dabei, dass ihnen mit dem Segen der Regierung zwar der Gartenschlauch zugedreht wurde, der zum deutschen RWE-Konzern gehörende Wasserversorger aber trotz Rekordgewinns sein Leitungssystem offenbar nicht im Griff hat.


"Das ist inakzeptabel"
Der Zustand der Londoner Wasserversorgung wurde auch von der zuständigen Regulierungsbehörde OFWAT als "inakzeptabel" bezeichnet.


Dabei hatte OFWAT Thames Water noch vor kurzem erlaubt, die Preise von 2005 bis 2010 um nicht weniger als 24 Prozent zu erhöhen, wie das "Handelsblatt" berichtete.


Rekordstrafe abgewendet
Spätestens seit der Ankündigung von Thames Water, den Haushalten im Sommer möglicherweise den Hahn ganz zudrehen und diese mit Wasser aus Standleitungen auf der Straße versorgen zu wollen, platzte OFWAT aber der Kragen und die Behörde drohte mit einer Millionenklage.


Mit der Ankündigung zusätzlicher Investitionen konnte RWE allerdings Mitte Juli die drohende Klage abwenden. Der größte britische Wasserversorger erklärte sich bereit, bis 2010 zusätzlich umgerechnet 216 Mio. Euro in die Sanierung der Leitungen zu investieren.


Laut OFWAT-Chef Philip Fletcher seien die zugesagten zusätzlichen Investitionen mehr als doppelt so hoch wie das Strafgeld, das seine Behörde gegen den Versorger hätte verhängen können.


Thames Water verweist auf Mammutaufgabe
Die RWE-Tochter gestand zuvor ein, dass die Bemühungen um eine Sanierung des Leitungsnetzes nicht richtig vorangekommen seien.


Man habe allerdings Jahrzehnte von Unterinvestitionen aufzuholen, rechtfertigt sich Thames Water und verweist auf eine halbe Million Pfund, die täglich allein in die Reparatur der undichten Leitungen fließt.


RWE will Thames Water loswerden
Für RWE kommt der Ärger mit Thames Water zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, da sich der deutsche Energieversorger von dem 2001 gekauften Unternehmen wieder trennen will.


Hintergrund dieser Entscheidung sei allerdings weder Londons mehr als sanierungsbedürftiges Leitungssystem noch die Turbulenzen mit der Regulierungsbehörde - vielmehr gelte das Wassergeschäft im RWE-Konzern als renditeschwach und deshalb nicht haltenswert.


RWE erhielt für seine britische Wassertochter Thames Water nach Angaben aus Kreisen bisher drei Angebote. Der Finanzinvestor Terra Firma, ein Konsortium unter der Führung der Schweizer Großbank UBS sowie die australische Macquarie Bank hätten eine erste Offerte vorgelegt, verlautete aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen.


 

17.08.06 13:19

10304 Postings, 7128 Tage chartgranateklasse Thread

über ein sehr wichtiges und auch spannendes Thema,bfl...........es wird zwar noch ein paar Jahre dauern,bis dieses Thema seine richtige Brisanz entwickelt,aber ich glaube auch daran daß der Kampf um Wasservorräte auf allen Ebenen dem jetzigen ums Öl irgendwann in nichts nachstehen wird!
Lass das Thema nicht sterben und den Thread am Leben !  

17.08.06 13:25

9500 Postings, 5446 Tage Der WOLFNaja - also verdrecktes Wasser kann man heute ...

relativ einfach aufbereiten um daraus Trinkwasser zu machen. In den Vereinigten Arabischen Emiraten wird fast der gesamte Trinkwasserbedarf mit entsprechenden Aufbereitungsanlagen aus dem Meer geholt - das sollte für einige Jährschen reichen ... und es regnet ja auch immer wieder rein ;))

Öl das man allerdings einmal verbrannt hat - das ist schon schwieriger wieder Öl das man nochmal verbrennen kann daraus zu machen ....

Gruesschen
 
Der WOLF
 

17.08.06 14:36

2385 Postings, 7492 Tage BroncoLieber Herr Wolf,

leider ist die Meerwasserentsalzung ein durchaus aufwendiger Prozess, für den insbesondere bei Anwendung der Membranfiltrationstechnik elektrischer Strom bzw. mechanische Arbeit benötigt wird, in einer Größenordnung von insgesamt ca. 50 kWh Energie pro Kubikmeter. Der Gestehungspreis für den Kubikmeter liegt derzeit oberhalb 25,- US$. Auch die dabei verwendeten "Antiscalants" sind bei Ableitung mit dem Retentat ins Meer in größeren Mengen bedenklich. Ich gehe zwar davon aus, dass sich letzteres Problem lösen läßt, aber aufwendig bleibts in jedem Fall (namentlich in einem Entwicklungsland, wo besagte 25 US$ oft einen kompletten Monatslohn darstellen, wenn nicht noch mehr).

Gruß,

Bronco  

17.08.06 14:44

12104 Postings, 6754 Tage bernsteinda sind die türken ja richtig "clever"

graben anderen ländern das wasser ab,stauen flüsse auf,leiten dann das wasser
per pipline ans mittelmeer und füllen dann das wasser in riesige ballone.
dann ab damit mit dem schlepper und verscheuern das wasser bis nach spanien.  

17.08.06 15:08

10304 Postings, 7128 Tage chartgranateLies den Thread nochmal in Ruhe durch

Wolf...vielleicht erkennst Du dann,das die Geschichte etwas komplexer und nicht auf die leichter Schulter zu nehmen ist.......  

17.08.06 15:40
1

9500 Postings, 5446 Tage Der WOLFbronco und CG .. die UAEler ...

machen das z.B. mit Solarkollektoren - die haben ganze Felder davon in der Wüste ... Es gibt in Meeresnähe auch noch eine vielzahl anderer Möglichkeiten zur Energieerzeugung ... Wellengeneratoren, Windkraft etc.

@ Chartgranate: danke für deinen Hinweis - ich habe über das "Trinkwasserproblem" bereits vor 10 Jahren eine wissenschaftliche Abhandlung geschrieben - glube kaum das ich da noch offene Fragen hätte ...

Panikmache der ÖKos ist das - an zu wenig Trinkwasser wird die Welt ganz sicher nicht zu Grunde gehen ...

Gruesschen
 
Der WOLF
 

Seite: 1 | 2  
   Antwort einfügen - nach oben