Zukunft?

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neuester Beitrag: 01.08.08 00:18
eröffnet am: 30.07.08 19:18 von: J3142 Anzahl Beiträge: 14
neuester Beitrag: 01.08.08 00:18 von: satyr Leser gesamt: 10221
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30.07.08 19:18
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1538 Postings, 7288 Tage J3142Zukunft?

Druckluft soll der Motor für die Autos der Zukunft sein
          §Visionär Guy Nègre möchte die Welt mit dem billigsten Rohstoff der Welt versorgen
                    
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"Meine Vision ist eine saubere Welt, die eine saubere Energie nutzt - Druckluft!" Den französische Motoren-Konstrukteur Guy Nègre lässt der Gedanke nicht mehr los, die Menschheit mit dem billigsten Rohstoff der Welt zu bewegen. "Unser Druckluftmotor funktioniert im Prinzip so wie ein klassischer Motor: Wir konstruierten eine Kammer, in die wir Druckluft hineinpressen und somit den Kolben zum Arbeiten bringen." Die Druckluft-Flaschen hängen dabei unter dem Wagen.
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Die Prototypen, Mini-Vans für Taxi- und Kurierdienste fuhren erfolgreich - und günstig: Zwei Euro reichten für 200 Kilometer bei einer Geschwindigkeit von maximal 100 Kilometern pro Stunde. Doch die Automobilindustrie wollte keinen Druckluftmotor. Und so überzeugte der Visionär seine Frau, die gemeinsamen Ersparnisse aus einem ganzen Arbeitsleben in die Fahrzeugentwicklung zu stecken.
                    
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"Unsere erste Fabrik für die Produktion in Nizza wird noch 2005 beginne. Wir brauchen etwa anderthalb Jahre, um die ersten Autos produzieren zu können." Dabei will er selbst nicht die Autos, sondern die Fabriken für die Autos vertreiben. Weil der Druckluft-Antrieb nur frische Luft als "Abgas" produziert, eigne er sich auch für einen Mini-Traktor, der in geschlossenen Fabrikhallen zum Einsatz kommt. Doch auch die Druckluft selbst möchte er umweltfreundlich gewinnen: "Wir entwickeln eine Mini-Turbine, um damit direkt Druckluft zu produzieren. Das ist eine vollkommen saubere Lösung - das totale ökologische System."
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Nègre ist kein Unbekannter. In seinem Leben hat er bislang über 70 Patente auf verschiedene mechanische Konstruktionen angemeldet. Die bekanntesten sind die Starthilfe für Formel-1-Motoren und für verschiedene Flugmotoren - allesamt ausschließlich durch Druckluft. Das Prinzip des Luftmotors ist an und für sich einfach: Bei 400 Grad verdichtet einer der beiden Kolben die Luft und drückt sie in die kugelförmige Kammer.
                    
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Mit 40 Bar wird Kaltluft in die Kammer gepresst, dehnt sich aus und drückt den anderen Kolben nieder. Dessen Kraftübertragung führt schließlich zu den Antriebsrädern. Die ausgedehnte Luft fließt durch einen Reinigungsfilter nach außen. Die "Abgase" verbessern damit letztlich sogar die Luftqualität. Der Zwei-Zylinder-Motor hat ein Gewicht von 35 Kilogramm und einen Hubraum von 980 Kubikzentimetern. "Langfristig", so Guy Nègre, "wird es an Tankstellen Luftdruck zu tanken geben. Das Nachfüllen der Luft würde dann gerade mal zwei Minuten in Anspruch nehmen". Entsprechende Vereinbarungen mit Tankstellen und auch anderen Betrieben seien derzeit schon ausgehandelt.
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Besonders hervorzuheben aber ist die Lebensdauer des Motors. "Er ist praktisch wartungsfrei," sagt Hannes Lindner, der ebenfalls an der Entwicklung beteiligt war, "denn der Motor hat keine Zündung, keine Ventile. Wir mussten bei unserem Prototypen, der seit drei Jahren als Vorführauto im Einsatz ist, erst nach 50.000 Kilometern eine Schmierung mit Rapsöl vornehmen.
                    
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Mehr braucht man nicht zu tun". Werkstätten und Mineralölfirmen hören so etwas sicherlich nicht gern. Doch auch wenn diese das Auto gemäß ihren natürlichen Interessen als "nicht ausgereift" bezeichnen und bei vielen Fachleuten das Luftdruckmobil noch unbekannt ist, steigt das Interesse ungemein. Auch Mexiko-Stadt hat ehrgeizige Ziele mit dem Druckluftauto. Um das Abgasproblem in der Metropole zu lösen, plant die Stadtverwaltung, alle Taxis durch die Luftdruckautos zu ersetzen. Doch freilich müssen erst Kapazitäten für ein solches Auftragsvolumen geschaffen werden.
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"In Deutschland sind uns zahlreiche Investoren bereits sicher. Bislang sind 20 Fabriken in der Bundesrepublik geplant", so Lindner. Dass das Luftdruckauto in den Städten eine wichtige Alternative zum Benzin- und Dieselmotor werden wird, davon ist auch Prof. Winfried Bernhard vom Fachgebiet Kraftfahrzeuge beim Institut für Straßen- und Schienenverkehr an der TU Berlin überzeugt.
                    
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Seit mehr als 30 Jahren beschäftigt er sich schon mit alternativen Antriebssystemen. Als ehemaliger Motorenentwickler bei VW in Wolfsburg kennt er den Stand der Forschung: "Für mich hat das Auto, so wie der jetzige Stand ist, eine große Zukunft vor sich." Auch Dipl.-Ing. Servé Ploumen vom Institut für Kraftfahrwesen an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen ist überzeugt: "Das ist revolutionär. Der Produktionsprozess muss aber noch zeigen, ob die Qualität auch bei einer großen Stückzahl gehalten werden kann."
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Insgesamt 24 Patente stecken in dem Motor. Die langfristigen Tendenzen sind deswegen noch gar nicht abzusehen. "Das Prinzip an sich eröffnet ungeahnte Möglichkeiten", so Prof. Dr. Bernhard weiter, "denn für die Zukunft ergeben sich neue Perspektiven bei der Energiegewinnung, nicht nur für das Auto. Neben Sonne, Wasser und Wind ist nun die einfachste, weil allgegenwärtigste Quelle für Energiegewinnung erschlossen."  

30.07.08 19:23

14482 Postings, 5264 Tage NurmalsoEs geht auch etwas aktueller:

http://www.borderlands.de/net_pdf/NET0108S35-36.pdf  

30.07.08 19:24

1538 Postings, 7288 Tage J3142kam gerade auf rtl

31.07.08 23:41
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1105 Postings, 5415 Tage bluelampmal ne naive Frage:

wieso wird eigentlich der Strom, welcher durch Blitze freigesetzt wird nicht genutzt?
ok, Speicherung ist vermutlich ein Problem. Allerdings muss ja Solarstrom teils auch gespeichert werden, und Batterien gibts auch...
Gibts sonst noch Gründe wieso das nicht gemacht wird. Es gibt ja sicher Orte wo man viele Blitzschläge hätte (analog wie es Wind- Sonnenreiche Orte gibt)  
Angehängte Grafik:
blitz.jpg
blitz.jpg

31.07.08 23:43
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25589 Postings, 5128 Tage gruenelinieIsch bin für Kohlevergaser.

Wenn denn der Individualverkehr heutigen Musters überhaupt ne Zukunft hat
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Ein "informativ" ist immer politisch korrekt

31.07.08 23:45
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326160 Postings, 4867 Tage Holgixysage mir, wo der nächtse blitz

eintreffen möchte, und die sache ist einfach.  

31.07.08 23:47
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25589 Postings, 5128 Tage gruenelinieO.k.,sach dirs, wenn Du ihn garantiert einfängst

;o)
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Ein "informativ" ist immer politisch korrekt

31.07.08 23:49

6934 Postings, 4710 Tage PolarschweinViel zu kurz

Wenn ich das recht in Erinnerung habe, kann man mit sonem Blitz gerade ne 4,5 Volt Batterie aufladen.

31.07.08 23:54
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326160 Postings, 4867 Tage Holgixy@Polarschwein....

ein blitz hat die energie von ( ich kann mich jetzt irren,
weil mein studium schon lange her ist ) mehreren megavolt.

man müsste nur ein " fässchen " aufstellen ( mit der entsprechenden
speicherkapazität ), an dem ort, wo der herr blitz einzuschlagen gedenkt,
und schon bekommst du energie ohne ende, aber wo, wann, und vorallem
wie speichere ich die energie....... das wären aufgaben......  

31.07.08 23:55

1105 Postings, 5415 Tage bluelamp@ # 6: für was gibts Statistiker

http://de.wikipedia.org/wiki/Blitz#Blitzstatistik

Am häufigsten blitzt es in Deutschland im Schwarzwald, dicht gefolgt von der Rhein-Main-Gegend und dem Rhein-Neckar-Dreieck, in Österreich und Italien an den Südlichen Kalkalpen.. Forschungen der NASA (z.B. LIS, Lightning Imaging Sensor) haben ergeben, dass die weltweit größte Blitzhäufigkeit im Kongobecken, speziell im Lee, d.h. westlich der Zentralafrikanischen Schwelle zu finden ist. Weitere Zentren sind der Norden Kolumbiens bis hin zum Maracaibo-See in Venezuela, der äußerste Norden der von den Hochgebirgen umgebenen Indus-Ebene in Pakistan, die Straße von Malakka einschließlich dem südlichen Teil der Malaiischen Halbinsel, Paraguay und Nordargentinien etwa entlang des Río Paraná sowie die Südstaaten der USA (namentlich Florida) und die vorgelagerten Karibikinseln.
Während es im Kongobecken mit geringen Verschiebungen ganzjährig blitzt, fällt in den anderen genannten Gebieten das Blitzmaximum signifikant mit dem Sommer der jeweiligen Hemisphäre bzw. mit dem Auftreten des Monsuns zusammen. Der Grund, dass speziell in diesen Gebieten so häufig intensive Gewitter auftreten, ist fast immer orografischer Natur, d.h. die vorherrschende Windrichtung zwingt die Luftmassen zum Aufsteigen an Gebirgsketten und das ist der Auslöser für die Entstehung gewittriger Niederschläge.
Die Gewitterhäufigkeit in einem Gebiet wird in der Meteorologie als keraunischer Pegel angegeben. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Blitz  
Angehängte Grafik:
global_lightning_frequency.jpg (verkleinert auf 63%) vergrößern
global_lightning_frequency.jpg

31.07.08 23:59
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1105 Postings, 5415 Tage bluelampne Batterie? nur ne Batterie?

also ich weiss ja nicht was du für ein Kaliber von Batterien nutzts Polarschwein, aber steckt mal einen Baum an mit einer 4.5 Volt Batterie lol

Wenn man eine Antenne oder etwas ähnliches an einer exponierten Stelle aufstellen würde, dann müsste doch das Blitze anziehen, oder? (wie gesagt: naive Fragen, ist ja auch Geisterstunde)  
Angehängte Grafik:
blitz_in_baum.jpg (verkleinert auf 63%) vergrößern
blitz_in_baum.jpg

01.08.08 00:02
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326160 Postings, 4867 Tage Holgixyebent: hauptproblem:

man weiss nicht wo , und wann.

aber so ein blitz hat genug energie um
einen laptop mit strom zu versorgen,
dass man 50000 jahre bei ariva posten kann ;-)

oder sinds womöglich 5.000.000 lichtjahre ???  

01.08.08 00:09
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6934 Postings, 4710 Tage Polarschwein"einige hundert Kilowattstunden"

Ok etwas mehr als ich gedacht habe, aber auch nicht die Welt.

http://www.enviam-welt.de/welt/energie_und_wissen/...quellen/245.html

01.08.08 00:18

42128 Postings, 7846 Tage satyrSchweine haben doch eh ne Steckdose

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