Zürcher Polizei in Deutschland im Einsatz

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neuester Beitrag: 22.11.04 09:51
eröffnet am: 22.11.04 07:32 von: bilanz Anzahl Beiträge: 13
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22.11.04 07:32

5698 Postings, 6311 Tage bilanzZürcher Polizei in Deutschland im Einsatz


Erstmals grenzüberschreitende Grosskontrolle
In der Nacht auf Samstag haben erstmals deutsche und Schweizer Polizeistellen eine gemeinsame, grenzüberschreitende Grosskontrolle durchgeführt. Bei der Aktion im deutschen Landkreis Waldshut standen auch etwa ein Dutzend Angehörige der Kantonspolizei Zürich im Einsatz. Die Zusammenarbeit, die von allen Beteiligten gelobt wurde, basiert auf dem kaum bekannten «Deutsch-Schweizer Polizeivertrag».
 
Nicht schlecht gestaunt haben in der Nacht auf Samstag verschiedene Automobilisten aus der Schweiz, als sie während einer mehrstündigen Grosskontrolle im grenznahen Raum des deutschen Landkreises Waldshut von Polizisten mit einem akzentfreien «Grüezi» angesprochen worden sind. Es war das erste Mal, dass rund ein Dutzend Angehörige der Kantonspolizei Zürich im Ausland im Einsatz standen. Hinzu kamen aus der Schweiz Angehörige der Kantonspolizei Schaffhausen, der Grenzwacht sowie der Zollbehörde. Die grenzüberschreitende Grossfahndung, die vier Stunden dauerte, stand unter der Gesamtleitung der Polizeidirektion Waldshut- Tiengen. Verzeigt werden mussten relativ wenige Automobilisten, fast alle wegen Bagatelldelikten. Viel wichtiger war für die Verantwortlichen aber die reibungslose Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Behörden. In Zukunft sollen weitere solche Grosskontrollen durchgeführt werden.

Weiter reichend als «Schengen»
Dass Schweizer Polizisten in Deutschland im Einsatz stehen dürfen, basiert auf dem sogenannten «Deutsch-Schweizer Polizeivertrag», der am 1. März 2002 in Kraft trat, was damals aber in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wurde. Mit diesem Vertrag sind nicht nur grenzüberschreitende Einsätze wie am Wochenende möglich. Er stattet die betreffenden Polizeistellen mit weitreichenden Kompetenzen aus. So besteht für beide Seiten das Recht auf sogenannte Nacheile, ein Begriff, der auf das frühere DDR-Recht zurückgeht. Gemeint ist damit die Verfolgung von Tatverdächtigen über die Landesgrenzen hinaus. Deutsche Polizisten dürfen mutmassliche Kriminelle in den Schweizer Grenzkantonen verfolgen, wenn sich der Verdächtige eines auslieferungsfähigen Delikts schuldig gemacht hat. Umgekehrt können Schweizer Polizisten Tatverdächtige in den grenznahen Bezirken Deutschlands verfolgen. Dieser Rayon reicht beispielsweise bis nach Stuttgart. Dank dem Polizeivertrag gehe die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Schweiz viel weiter als beispielsweise das entsprechende Abkommen zwischen den beiden EU-Mitgliedstaaten Deutschland und Frankreich, sagt Bruno Keller. Der Chef der Regionalabteilung Winterthur/ Unterland der Kantonspolizei Zürich war bei der Grosskontrolle vom Wochenende Leiter der Schweizer Einsatzkräfte. Keller fügt an, der binationale Polizeivertrag zwischen Deutschland und der Schweiz gehe auch deutlich weiter als das Schengener Abkommen der EU-Staaten. So sei es der Schweizer Polizei beispielsweise erlaubt, in Deutschland Festnahmen vorzunehmen, wenn die inhaftierte Person danach den deutschen Behörden übergeben werde. Zudem hat die Schweizer Polizei laut Keller die Möglichkeit, Informationen aus dem deutschen Teil des viel diskutierten Fahndungssystems SIS abzufragen.

Unkomplizierte Zusammenarbeit
Als Schweizer Einsatzleiter hob Keller nach der internationalen Grosskontrolle die unkomplizierte Zusammenarbeit mit den deutschen Kollegen hervor. Beide Seiten seien handwerklich und technisch auf einem ähnlich hohen Niveau. Auch die Bilanz der deutschen Behörden fällt positiv aus, wie die Polizeidirektion Waldshut-Tiengen in einer Medienmitteilung bekanntgab. Mit der Aktion erhoffe sich die deutsche Polizei insbesondere auch weitere Erkenntnisse, wieso die Kriminalitätsrate im grenznahen Raum statistisch überproportional hoch ist. - In der Nacht auf Samstag gingen den deutschen und den Schweizern Fahndern allerdings nur wenige Gesetzesbrecher ins Netz. Eine Person wurde wegen Verstosses gegen das Waffengesetz festgenommen, sieben wurden wegen Alkohols und vier wegen Drogen am Steuer verzeigt. Elf wurden zudem wegen Überschreitens der Geschwindigkeit gebüsst.
 
 

22.11.04 07:37

736453 Postings, 5744 Tage moyaMoin Bilanz

Kannst Du keinen Thread aufmachen wir Schweizer sind die Besten und da dann alles rein stellen. Tag für Tag immer gegen ein Volk (Die Deutschen).

Gruß Moya  

22.11.04 07:44

5698 Postings, 6311 Tage bilanzSchönen Tag wünsche ich Dir

Bist gut aufgestanden, schreibst im Stile Deines Freundes klecks?
Was hat das gegen Deutsche zu tun?
Wenn Dir aber der Thread nicht gefällt, bleibe einfach aussen vor. Klaro?
bilanz  

22.11.04 07:52

5698 Postings, 6311 Tage bilanzmoya

Noch etwas:

Wer lesen kann ist klar im Vorteil!

bilanz  

22.11.04 07:52

8554 Postings, 6836 Tage klecks1moya

er poltert gegen den Nazionalismus (was gut ist), torpediert aber das Board zu 90 % mit Beispielen deutscher Inkompetenz und Schweizer Know How.

Ansonsten: Nicht untergehen lassen:

http://www.ariva.de/board/207480/..._talk&search_id=&search_full=&743

Grüße aus P nach L.

Moya: Schade für den Vfl, hängt ja ganz schön unten drin.

www.eklein.de  

22.11.04 08:29

8554 Postings, 6836 Tage klecks1Das war 1999 und heute?

Vorsicht: Politische Rosstäuscher am Werk!
 
DIE AUNS HAT WIEDER PROBLEME MIT DER WAHRHEIT: Eine Angstmacher-Zahl - und was von ihr zu halten ist

Christoph Blochers «Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz» (AUNS) schreckt die Bevölkerung mit der Behauptung, eine vierköpfige Schweizer Familie würde durch den EU-Beitritt jährlich mit fast 14000 Franken belastet. Sie legt dazu eine «Rechnung» vor, die zum Teil mit offiziellen Zahlen operiert. Doch COURAGE weist nach: Die AUNS-Schreckensbotschaft ist pure Desinformation und beruht auf einer Serie von Rosstäuschertricks.
Sebastian Speich

Rosstäuscher-Trick Nummer 1: «EU-Zahlungen pro Schweizer Bürger» ist eine sinnlose Referenzgrösse
Es ist sinnvoll, Schätzungen über die jährlichen Geldflüsse zwischen der Schweiz und der EU im Fall des EU-Beitritts anzustellen. Der Bundesrat hat das in seinem Integrationsbericht getan, und die AUNS hat die Zahlen in ihrer ersten Zusammenstellung korrekt übernommen. Dass sie, um die Summe grösser erscheinen zu lassen, natürlich die vage Schätzung von «Mehrkosten für die Osterweiterung» gerne mitgezählt hat, wollen wir hier gelten lassen. So gerechnet, kommt man auf einen jährlichen Nettobetrag von 3,875 Mrd. Franken.
Es könnte aus rein statistischen Gründen, zum Beispiel für einen gesamteuropäischen Quervergleich, auch sinnvoll sein, diese Gesamtsumme auf die Einwohnerzahl umzulegen; so liessen sich die Leistungen grosser und kleiner Mitgliedländer besser vergleichen. Absolut sinnlos ist es aber, die Summe auf nur diejenigen Einwohner umzulegen, die das Schweizer Bürgerrecht besitzen. Das ist pure Stimmungsmache.  
Was soll der Quatsch? Zahlen die bei uns lebenden Ausländer keine Steuern? Sind sie keine Konsumenten, die Mehrwertsteuer generieren? Der Zweck ist klar: Nicht nur soll die so erhaltene Zahl möglichst abschreckend gross aussehen, sondern die Operation soll, wie überhaupt die ganze konfuse AUNS-Rechnerei, vortäuschen, dass es hier durchwegs um Zahlungen zu Lasten der einzelnen Bürger gehe. Das ist eine bewusste Irreführung.
Rosstäuscher-Trick Nummer 2: Die Schweizer müssen nicht mehr, sondern sehr viel weniger Zolllasten tragen
Die AUNS-Manipulatoren mischen hemmungslos völlig verschiedene Dinge. Die vom Bundesrat genannten Zahlen beschreiben nichts anderes als die Geldflüsse zwischen der Bundeskasse und der EU-Kasse. Sie sagen aber gar nichts aus über allfällige Belastungen der Bürger.
Besonders grotesk ist das bei den aufgeführten Zöllen. Die 65 Millionen Agrarzölle - die wir, wie alle Zölle, abzuliefern hätten, weil die EU ja auch eine Zollunion ist - sind ja nicht Geld, das dem Schweizer Bürger zusätzlich abgeknöpft würde, wenn wir in der EU wären. Diese 65 Millionen «bezahlt» der Schweizer Konsument natürlich jetzt bereits - und noch sehr viel mehr: 1997 importierte die Schweiz für 7,6 Mrd. Franken Agrarprodukte, und zwar zu 71% aus dem EU-Raum. Allein diese EU-Importe waren mit 575 Mio. Fr. Zöllen belastet - sie fallen beim EU-Beitritt dahin. Die aufgelisteten 65 Mio. Fr. an Agrarzöllen sind der noch verbleibende Rest, erhoben auf Agrarimporten aus Drittländern. Kurz: Allein im Agrarbereich würde der Schweizer Konsument beim EU-Beitritt um weit mehr als eine halbe Milliarde Franken an Zöllen entlastet!  
Ähnlich verhält es sich mit den 112 Mio. Fr. an Industriezöllen: Auch sie «bezahlt» der Schweizer Konsument selbstverständlich jetzt schon - und noch sehr viel mehr: 1997 wurden auf Industriegüterimporten von 102 Mrd. Fr. - die auf Grund von Freihandels- und WTO-Vereinbarungen zu fast 70% zollfrei erfolgten - Zölle von 353 Mio. Fr. erhoben. Auch hier ergibt sich also per Saldo eine Absenkung der Zollbelastung um fast eine Viertelmilliarde Franken!
Rosstäuscher-Trick Nummer 3: Mit der Mehrwertsteuer-Erhöhung wird Schindluder getrieben
Heute ist unser Mehrwertsteuersatz 7,5%; beim EU-Beitritt müssten wir den dort gültigen Mindestsatz von 15% einführen - so weit stimmt die Geschichte. Aber die AUNS unterschlägt zwei ganz wesentliche Dinge. Erstens sind innenpolitisch 2,5 MwSt-Prozent für die nächsten Jahre bereits «vorgebucht» - völlig unabhängig von der Frage eines EU-Beitritts. Dem EU-Beitritt könnte also höchstens eine MwSt-Erhöhung um 5% «angelastet» werden. Zweitens ist ganz klar - und der Bundesrat unterstreicht das ja auch im Integrationsbericht -, dass es bei der Anhebung der MwSt nicht um eine massive Ausweitung der Gesamtsteuerbelastung, sondern um einen Systemwechsel geht: Der höheren Belastung durch diese Konsumsteuer muss eine Entlastung in anderen Steuerbereichen entsprechen.
Rosstäuscher-Trick Nummer 4: Auch mit den andern Konsumsteuern wird schamlos manipuliert
So ist es schlicht gelogen, wenn die AUNS die Erhöhung von Mineralölsteuerabgaben mit «Benzin!» in Verbindung bringt. Der Integrationsbericht hält ganz klar fest, dass die Schweizer Steuersätze im Mineralölbereich heute schon höher sind als die EU-Mindestsätze - mit Ausnahme der Kategorien «Heizöle leicht» und «Heizöle mittel und schwer»; diese beiden Sätze müssten angehoben werden und keine andern. Zudem ist ja, auch das wieder völlig unabhängig von der EU-Beitrittsfrage, eine ökologische Steuerreform und, als Vorgriff darauf, eine sogenannte «Förderabgabe» auf den nicht erneuerbaren Energien geplant; bei ihrer Verwirklichung dürfte sich eine EU-bedingte zusätzliche Mineralölsteuer-Erhöhung auf den genannten Heizöl-Kategorien sowieso erübrigen.
Die Anhebung der Tabaksteuer bei Zigaretten auf den EU-Mindestsatz schliesslich wird ja naturgemäss ausschliesslich den Rauchern aufgebürdet. Hier wirkt es besonders idiotisch, wenn die AUNS diese Mehrbelastung auf die «Schweizer Bürger» umwälzt - wahrscheinlich auch auf die Abertausenden von kettenrauchenden Säuglingen mit Schweizer Pass, die bei uns die Kinderzimmer verpesten...
Rosstäuscher-Trick Nummer 5: Die AUNS zählt Äpfel und Birnen zusammen - und manchmal gleich doppelt
Um zu ihrer grotesken Behauptung zu kommen, bei einem EU-Beitritt würden einer vierköpfigen Schweizer Familie jährlich 13920 Franken in Rechnung gestellt, scheut sich die AUNS nicht, Zahlen zusammenzuzählen, die völlig unterschiedlichen Kategorien angehören.  
Der geschätzte «Nettozahler»-Betrag von 3,125 Mrd. Fr. (oder meinetwegen 3,875 bei Einbezug der vagen Grösse «Osterweiterungs-Mehrkosten») ist nicht mehr als ein buchhalterischer Referenzwert für die Bundeskasse. Er sagt nur etwas aus über den Finanzverkehr zwischen Bundeskasse und EU-Kasse, aber gar nichts darüber, wie der Bundeshaushalt insgesamt von den vielfältigen Auswirkungen eines EU-Beitritts - Mehreinnahmen hier, Mindereinnahmen dort - unterm Strich betroffen wäre.  
Das ist eine sehr viel kompliziertere Rechnung, die zu einem guten Teil auch von innenpolitischen Entscheiden abhängt und darum in vielen Bereichen solange offen bleiben muss, bis man die Beitrittsfrage konkret angeht. Nur als Beispiel: Die 900 Mio. Fr., die der Schweiz aus dem EU-Agrarfonds zufliessen würden, sind nur ein Teil der Geschichte - es kommt dazu, dass bei Übernahme der EU-Landwirtschaftspolitik die Bundesausgaben für die staatliche Unterstützung zugunsten der Landwirtschaft gegenüber heute insgesamt stark zurückgehen würden. Wie stark - darüber muss die Innenpolitik mit der Schweizer Landwirtschaft einen Konsens finden. Von den bevorstehenden innenpolitischen Entscheiden im Steuerbereich haben wir bereits gesprochen.
Kurz: Es ist sachlich in keiner Weise gerechtfertigt, aus dem rechnerischen «Nettozahler»-Saldo und aus ein paar isoliert betrachteten (und zudem, wie oben dargelegt, massiv manipulierten) Kennzahlen zu einzelnen Steuerformen eine Art «EU-Leidensindex» für Schweizer Bürger zu basteln. Dabei argumentiert die AUNS nicht nur insgesamt abstrus, sondern auch im Detail schludrig und denkfaul: Ihre Phantasiezahl 680 Fr. pro Schweizer Bürger und Jahr ist zu einem guten Teil durch die 1,7 Mrd. Fr. MwSt-Anteil mitbestimmt, die wir als Mitglied abliefern müssten; in der zweiten AUNS-Rechnung, in der die MwSt ja sowieso den Löwenanteil ausmacht, kommen die ganzen 680 Fr. noch einmal dazu. Preisfrage: Sind die Schweizer so dumm, dass sie gleich zweimal dieselbe Mehrwertsteuer bezahlen - oder sind es nur die Starökonomen der AUNS? .

www.eklein.de  

22.11.04 08:49

5698 Postings, 6311 Tage bilanzklecks

Zum wievielten Male muss ich das raufholen?

Du willst nur lästern und poltern, ohne das hat das Dasein für Dich anscheinend keinen Sinn.

Du wirkst nicht bloss unglaubwürdig, Du bist unglaubwürdig.

"Das wars für heute Morgen" "Werde mich jetzt in einem Schweizer Board niederlassen..." klecks in Posting zwei "Roger Federer" von bilanz 22.11.2004!

24. Moya klecks1  11.11.04 17:50
Ich werde mich jetzt aus allen Streitereien raushalten.

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Gerade mal gut 10 Tage alt!

 

 

22.11.04 08:50

51327 Postings, 7062 Tage eckiposting 1 zeigt doch ein Beipiel

gut funktionierender Zusammenarbeit Deutschland-Schweiz.

Die kann man falsch finden, oder auch polizei-ermittlungstechnisch gut. Aber "gegen Deutschland" ist #1 doch auf keinen Fall.

Grüße
ecki  

22.11.04 09:03

21368 Postings, 6692 Tage ottifantPosting 1 ist interessant

22.11.04 09:03

5698 Postings, 6311 Tage bilanzDanke Ecki

Ich persönlich finde das Abkommen eine sehr gute Sache und es zeigt deutlich, dass die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern sehr gut funktioniert.
Gerade in Zeiten der erhöhten Terrorgefahr, hat die Polizei hier ein sehr wirkungsvolles Instrument.
Aber auch für andere schwere Verbrechen ist das gut und es bewirkt, dass der Verbrecher
über die Grenze hinweg, der Polizei nicht mehr so schnell entkommen kann.
Es ist alles klar geregelt und die jeweiligen Beamten liefern die Verbrecher, sofern sie dann gestellt sind, den betreffenden Landesbehörden ab.
Wir müssen also damit rechnen, dass im Ernstfall Deutsche Polizei mit Blaulicht auf der Autobahn Richtung Zürich rast um einen Verbrecher zu stellen, das gleiche gilt in umgekehrter Richtung in Deutschland.
Für mich ist das ein beispielloser und effizienter Zusammenarbeits-Vertrag, der zeigt wie vertrauensvoll die Beziehungen zwischen Deutschland und der Schweiz sind.

Schöne Grüsse
bilanz

 

22.11.04 09:39

657 Postings, 5483 Tage 96erheißt das jetzt, dass deutsche ermittler direkt

in zürich vorfahren dürfen und schwarzgeld einsacken können? dann wär ja der bundeshaushalt saniert und die schweiz pleite.  

22.11.04 09:43

5698 Postings, 6311 Tage bilanzDer bis anhin weitgehend unbekannte Vertrag

 


 

 

Vertrag
zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft
und der Bundesrepublik Deutschland über die grenzüberschreitende polizeiliche und justitielle Zusammenarbeit

(Schweizerisch-deutscher Polizeivertrag)

Abgeschlossen am 27. April 1999
Von der Bundesversammlung genehmigt am 26. September 20001
Ratifikationsurkunden ausgetauscht am 15. Januar 2002
In Kraft getreten am 1. März 20022

(Stand am 13. Mai 2003)

Die Schweizerische Eidgenossenschaft und die Bundesrepublik Deutschland,

unter Berücksichtigung der im Memorandum of Understanding vom 11. Dezember 1997 zwischen dem Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement und dem Bundesministerium des Innern vereinbarten Ziele und Massnahmen der Zusammenarbeit in den Grenzgebieten,

in der Absicht, die polizeiliche und justitielle Zusammenarbeit auf der Grundlage dieses Vertrages kontinuierlich fortzuentwickeln und dabei insbesondere den polizeilichen Informationsaustausch, vor allem im Bereich der Übermittlung von Fahndungsdaten, zu intensivieren,

in dem Willen, den grenzüberschreitenden Gefahren sowie der internationalen Kriminalität durch ein kooperatives Sicherheitssystem wirksam zu begegnen,

im Bestreben nach einer weiteren Erleichterung des polizeilichen und justitiellen Rechtshilfeverkehrs ?

sind wie folgt übereingekommen:

Kapitel I Abstimmung in grundsätzlichen Sicherheitsfragen

Art. 1 Gemeinsame Sicherheitsinteressen
Art. 2 Gemeinsame Sicherheitsanalyse

Kapitel II Allgemeine Zusammenarbeit der Polizeibehörden

Art. 3 Gefahrenabwehr und Kriminalitätsbekämpfung
Art. 4 Zusammenarbeit auf Ersuchen
Art. 5 Ausschreibung von Personen zur Festnahme mit dem Ziel der Auslieferung
Art. 6 Sonstige Personenfahndung
Art. 7 Übermittlung von Daten zur Einreiseverweigerung
Art. 8 Sachfahndung
Art. 9 Austausch von Fahrzeug- und Halterdaten
Art. 10 Polizeiliche Hilfe bei Gefahr im Verzug
Art. 11 Informationsübermittlung ohne Ersuchen
Art. 12 Zustellung von gerichtlichen und anderen behördlichen Schriftstücken
Art. 13 Aus- und Fortbildung

Kapitel III Besondere Formen der Zusammenarbeit

Art. 14 Observation zur Strafverfolgung oder Strafvollstreckung
Art. 15 Observation zur Verhinderung von Straftaten von erheblicher Bedeutung
Art. 16 Nacheile
Art. 17 Verdeckte Ermittlungen zur Aufklärung von Straftaten
Art. 18 Verdeckte Ermittlungen zur Verhinderung von Straftaten von erheblicher Bedeutung
Art. 19 Kontrollierte Lieferung
Art. 20 Gemeinsame Einsatzformen; grenzüberschreitende Fahndungsaktionen
Art. 21 Austausch von Beamten ohne Wahrnehmung hoheitlicher Befugnisse
Art. 22 Austausch von Beamten mit Wahrnehmung hoheitlicher Befugnisse
Art. 23 Zusammenarbeit in gemeinsamen Zentren
Art. 24 Hilfeleistung bei Grossereignissen, Katastrophen und schweren Unglücksfällen
Art. 25 Einsatz von Luft- und Wasserfahrzeugen

Kapitel IV Datenschutz

Art. 26 Zweckbindung
Art. 27 Zusätzliche Bestimmungen
Art. 28 Datenbearbeitung auf dem Hoheitsgebiet des anderen Vertragsstaates

Kapitel V Rechtsverhältnisse bei Amtshandlungen im anderen Vertragsstaat

Art. 29 Einreise und Aufenthalt
Art. 30 Tragen von Uniformen und Mitführen von Dienstwaffen
Art. 31 Fürsorge und Dienstverhältnisse
Art. 32 Haftung
Art. 33 Rechtsstellung der Beamten im Bereich des Strafrechts

Kapitel VI Zuwiderhandlungen gegen Vorschriften des Strassenverkehrs

Art. 34 Begriff der Zuwiderhandlungen gegen Vorschriften des Strassenverkehrs
Art. 35 Mitteilungen aus dem Fahrzeugregister, Nachermittlungen
Art. 36 Inhalt der zugestellten Schriftstücke
Art. 37 Vollstreckungshilfeersuchen, Voraussetzungen
Art. 38 Ablehnungsgründe, Mitteilungspflichten, Umfang und Beendigung der Vollstreckung
Art. 39 Unmittelbarkeit der Vollstreckung, Umrechnung, Zwangsmittel
Art. 40 Kosten
Art. 41 Zuständige Behörden

Kapitel VII Durchführungs- und Schlussbestimmungen

Art. 42 Ausnahmeregelung
Art. 43 Anwendung und Fortentwicklung des Vertrages
Art. 44 Einbeziehung der Zollverwaltung
Art. 45 Kosten
Art. 46 Verkehrssprache
Art. 47 Durchführungsvereinbarungen für die Grenzgebiete
Art. 48 Verhältnis zu anderen Regelungen
Art. 49 Änderungen von Behördenbezeichnungen und Gebietskörperschaften
Art. 50 Inkraftsetzen, Kündigung

Für die

Schweizerische Eidgenossenschaft:

Für die

Bundesrepublik Deutschland:

Arnold Koller

Otto Schily

Klaus Bald


 AS 2003 1026; BBl 2000 862


1 Art. 1 Abs. 1 Bst. a des BB vom 26. Sept. 2000 (AS 2002 2730)
2 Gemäss Art. 50 mit Ausnahme der Art. 6 und 8, Abs. 2 sowie des Kap. VI, welche zu Zeitpunkten in Kraft treten, die durch die Vertragsparteien durch Notenwechsel vereinbart werden. Art. 35, Abs. 2?7 werden ab 1. März 2002 vorläufig angewendet.


Stand am 13. Mai 2003 www.admin.ch/EJPD  

22.11.04 09:51

5698 Postings, 6311 Tage bilanz96er

Informierst Dich am besten bei Herr Schilli, der kann Dir bestimmt kompetent und bestens Auskunft geben.
Zu einer allfälligen Pleite der Schweiz, muss Du Dir keine allzugrossen Sorgen machen.
Von den rund 4,5 bis 5 Billionen Franken die in der Schweiz verwaltet werden, sind höchsten 10 Prozent aus Deutschland.
Im weiteren steuert die Bankenwelt in der Schweiz !nur rund 10 Prozent zum Bruttosozialprodukt bei.
Wie Du siehst und das zu Deiner Beruhigung, existiert die Schweiz zum grossen Teil auch ohne Banken.

Schöne Grüsse nach Toronto
bilanz


 

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