Wollen wir ihm unseren Glauben schenken?

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neuester Beitrag: 19.12.01 18:32
eröffnet am: 19.12.01 17:13 von: zit1 Anzahl Beiträge: 7
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19.12.01 17:13

3574 Postings, 7273 Tage zit1Wollen wir ihm unseren Glauben schenken?

Eichel: 'Anfang nächsten Jahres geht es wieder aufwärts'
DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) sieht Deutschland nicht in einer Rezession und geht davon aus, dass es bereits "Anfang nächsten Jahres wieder aufwärts geht". In einem am Mittwoch auszugsweise vorab veröffentlichten Interview mit der Zeitschrift "WirtschaftsWoche" sagte Eichel, von einer Rezession in Deutschland könne erst dann gesprochen werden, wenn das Inlandsprodukt auch im vierten Quartal weiter schrumpfe.

Eichels Definition einer Rezession widerspricht allerdings der gängigen Auffassung, wonach eine Rezession dann vorliegt, wenn das Bruttoinlandsprodukt (BIP) an zwei aufeinander folgenden Quartalen schrumpft. Vom ersten auf das zweite Quartal hatte das Wachstum auf Grund einer legitimen statistischen Rundung gerade noch eine "rote Null" aufgewiesen. Vom zweiten auf das dritte Quartal schrumpfte das BIP dann um 0,1 Prozent.

'LIBERALISIERUNG UND DEREGULIERUNG VORANTREIBEN'

Eichel sagte der Zeitschrift, die Rezession stecke "vor allem in den Köpfen der Menschen, nicht in der Wirtschaft selbst". Auch Bundesbank -Direktoriumsmitglied Hermann Remsperger hatte in der vergangenen Woche erklärt, Deutschland stehe nicht in einer Rezession, sondern in einer Stagnation.

Die wichtigste Aufgabe der Regierung besteht laut Eichel nun darin, die Liberalisierung und Deregulierung in Europa voranzutreiben. Deutschland würde in dieser Hinsicht gerne schneller voranschreiten als andere europäische Staaten, vor allem bei der Liberalisierung der Telekom- und Energiemärkte.

KRITISCHE BEMERKUNGEN ZUR US-GELDPOLITIK

Zur Geldpolitik der US-Notenbank äußerte sich Eichel ungewohnt kritisch. "Mein Ziel ist es nicht, kurzfristig ein von den Finanzmärkten extrem getriebenes Wirtschaftswachstum wie in den USA vorzuweisen." Statt einem von den Aktienmärkten bestimmten "unkontrollierten Zickzackkurs" bevorzuge er ein "mittelfristig stabiles Wachstum". Daher setze er auf eine langfristige Haushaltskonsolidierung und Steuersenkungen./mk/ar


Der letzte Absatz gefällt mir gar richtig gut.  

19.12.01 17:19

3006 Postings, 7245 Tage patznjeschnikiEr wird es nicht verhindern können! :-D o.T.

19.12.01 17:34

16755 Postings, 6975 Tage ThomastradamusKomisch...

...im Kopf habe ich bei mir noch keine Rezession festgestellt! ;-)
Dafür an den Märkten, den Arbeitslosenzahlen, den Wirtschaftswachstumszahlen,...

Gruß,
T.  

19.12.01 17:48

3498 Postings, 6879 Tage Brummerups !! o.T.

19.12.01 18:18

2042 Postings, 7079 Tage Falcon2001Schönbeterei in Reinkultur.

Soll ein Politiker zugeben, das die Wirtschaftspolitik die Er betreibt in die Hose geht?

Auf genau Diese Frage kann man das ganze Problem reduzieren. Schon der Altmeister schlichtweg, unser aller Kostolany, war schon ein Gegner der Politik der Bundesbank. Alles schön stabil halten, die DMark weiter anbeten und die Inflation möglichst um die 0. Was haben wir uns damit angetan. Da die Sparer in Deutschland eh keine Sorge haben müssen, das Ihr Geld sich entwertet, ist auch kein Zwang da es sinnvoller anzulegen als der Sparstrumpf oder das Sparbuch. Über Jahrzehnte hinweg wurde der deutsche Michel darauf getrimmt: "Spare, so hast Du in der Not". In der Konsequenz legen die Deutschen Ihr Geld immer noch so konservativ an, wie schon vor 40 Jahren. Vielleicht ist heute noch ein Sparvertrag drin anstelle des Sparbuches. Nach dem Motto: Das soll ja bis zu 3% Zinsen bringen. Die Inflation ist ja auch nicht höher, also warum sich um etwas anderes kümmern. Aktien sind doch nur was für Zocker (nichts gegen die Zocker, gell Mio). Nachdem ja durch die T Aktie und die Internet Welle ein paar Anleger für Aktien interessiert wurden, kam der Aktienmarkt in Fahrt. Die übertriebene Reaktion der Märkte sieht jeder, selbst wenn er bei der traurigsten .Com Klitsche den 3 Jahreschart öffnet. Aber damals war zumindest Musik im Markt. Der Anleger erwachte aus seinem Dornröschenschlaf. Nachdem jetzt erst mal wieder Katzenjammer angesagt ist, und das Wort Börse bei nichtbeteiligten sofort ein mitleidiges Grinsen auf das Gesicht zaubert, sind alle wieder in den Wahn verfallen, bloss alles Geld wieder in Immobilien oder eben den Sparstrumpf zu stecken. Ganz nach alter Väter sitte.
Doch nun schielt der Euro nach der Inflationsrate. Frankreich hat schon gewusst, warum Sie auf keinen Fall einen deutschen als obersten Währungshüter eingesetzt haben. Im Gegensatz zu unserer Bundesbank finden die Franzosen nichts negatives daran eine etwas höhere Inflation in Kauf zu nehmen, wenn damit das Heer der Arbeitslosen abgebaut werden kann, die Wirtschaft wieder brummt und der Mann auf der Strasse auch mal ein wenig Konsumiert, da sein Geld auf der Bank schlecht liegt. Im übrigen ist das auch die Politik der Italiener.
Wenn nun der Euro kommt, dürfte dies zumindest einer der wenigen Vorteile der neuen Währung sein. Die Maastrichter Kriterien, welche übrigens, wie soll es auch anderst sein, erst auf massiven Druck Deutschlands, so streng festgelegt wurden, waren seit Ihrer Einführung ein Hemmschuh. Unser Düsi senkt die Zinsen in der Eurozohne doch nur deshalb nicht, damit nicht die Inflationsrate über die in den Kriterien festgelegte Zahl wächst. So federn wir braf jede Ölpreiserhöhung mit unserem dahinsiechenden Wirtschaftswachstum ab. Damit die Inflation bloss niedrig bleibt. Und die Politiker werden nicht müde Apelle an die Wirtschaft und alle möglichen Institutionen zu richten, nicht alles so schwarz zu sehen und es wird schon wieder werden. Wir brauchen doch keine Konjunkturprogramme wie in den USA. Das wird sich alles wieder wie durch Wunderhand richten. Auch dass wir derzeit Pleitewellen, Massenentlassungen ect. haben interessiert da wenig. Denn wir haben das Problem ja nur in unseren Köpfen. Es ist schon richtig. Würde der durchschnittliche Deutsche nicht Angst um seinen Arbeitsplatz, seinen Lohn oder seine Krankenversicherung haben, würde er mehr kaufen, die Binnenwirtschaft ankurbeln und so das Wirtschaftswachstum fördern. Aber wie schon gesagt, wir brauchen keine Wirtschaftsprogramme. Und eine Neuverschuldung, und sei es auch nur in Kriesenzeiten, kommt gar nicht in Frage. Dann lieber wieder einen neuen Flugzeugtyp auf Staatskosten entwickeln der nur mal schlappe 35 Mio Euro kostet oder sich prima im Ausland darstellen, weil user Millitär ja inzwischen in jeder Ecke der Welt rumhängen muss. Die Kosten sind da nebensächlich. Wir Deutschen sind wieder wer. Nach Meinung unserer 35.000 DM Gehalt empfangenden Politiker sind Arbeitslose und Sozialhilfeemfänger nur Maden im Wohlstandsspeck (bitte nicht hauen, das ist nicht meine Meinung, ist Sarkastisch gemeint). Auch da ist wohl das Problem nur im Kopf. Am besten, wie schon einmal, alle zum Arbeitsdienst schicken oder mehr Druck machen, das sich die Arbeitslosen endlich einen neuen Job suchen. Damit unser Gerhard seine Arbeitslosenquote doch noch trifft. Für die anderen reichen dann 1300 DM Sozialhilfe. Man kann ja auch das Kindergeld noch mit anrechnen. Dann wird es nicht so teuer.
Das die hohe Arbeitslosigkeit womöglich mit der schwachen Wirtschaft zusammenhängen könnte darüber zerbricht man sich lieber nicht den Kopf. Sonst kommt ja doch noch ein Rezessionsgedanke auf. Wer sich allerdings ein Kopf macht, ist der Bürger auf der Strasse. Und während unsere Staatslenker noch immer nicht einsehen wollen, das Zeit zum Handeln ist, hat der Bürger schon längst das getan, was er immer Tut: "Spare, so hast Du in der Not".
Wie es mit der Wirtschaft steht, kann man übrigens auch wunderbar an den Aktienmärkten sehen. Wärend in Amerika die Aktien schon langsam wieder sehr fair bewertet sind, gammelt unser Neuer Markt, seines Zeichens WACHSTUMSsegment, auf nur noch 50% gegenüber den Amerikanischen Märkten. Soll heissen, das wir 2002 sicherlich eine kleine Konjunkturerholung sehen. Aber um ein richtiges Wirtschaftswachstum zu fördern, muss man auch etwas machen. Zinsen senken, Steuern runter. Aber ich höre ständig, neue Maut für LKW, Ökosteutererhöhung, Krankenkassenbeiträge steigen ect. Meines Erachtens ein falscher Weg. Steuern erheben und die Unternehmen schröpfen kann man auch noch, wenn die Wirtschaft wieder brummt.

Tja, aber leider sind wir alle keine Politiker, und so müssen wir halt auch in Zukunft mit dem mitleidigen Grinsen der Nichtbörsianer leben.

Euer Falcon2001  

19.12.01 18:27

2042 Postings, 7079 Tage Falcon2001nanu? Alle Sprachlos?

Ich düse jetzt erst mal Heim, mal schauen ob nachher jemand was dazu meint.  

19.12.01 18:32

95440 Postings, 7200 Tage Happy Endviele Worte -

viele worte ergeben keinen sinn

Qualität  

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