Wofür gibt es eigentlich das Unions-Kompetenzteam?

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eröffnet am: 14.09.05 20:14 von: Happy End Anzahl Beiträge: 3
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14.09.05 20:14

95440 Postings, 7261 Tage Happy EndWofür gibt es eigentlich das Unions-Kompetenzteam?

Zur Erinnerung - 17.08.2005

 

Der Live-Ticker - ein Ausfluss reinster Herzen

Wo ist Merz? Wir gucken Kompetenzteam.

Wahlkampf ist. Wir nähern uns allmählich der so genannten heißen Phase. Bei CDU und CSU hat es ja schon ein bisschen gekokelt. Jetzt stellte die Kanzlerkandidatin endlich ihr "Kompetenzteam" vor. Wir schauten zu 

 
 

Wollen es besser machen: Angela Merkel, Edmund Stoiber und das "Kompetenzteam" der Union.
Foto: ddp

 

13.20 Uhr: Dann darf doch noch der Ober-Bayer ans Mikro. Für Edmund Stoiber ist das ein Pflichttermin. Er muss da sein, darf aber nicht sagen, wo es lang geht. Nicht die Nummer Eins sein. Und das, wo er es doch besser könnte, da ist er sicher.

Deswegen auch nur ein Pflichtstatement. Nämlich, dass es den Menschen überall dort, wo die Union regiert, besser geht und dass es ihnen in den zwei Ländern, in denen SPD und PDS regieren, am schlechtesten geht. Wieder ein Schlag gegen die PDS. Da guckt Angela Merkel ganz streng, als würde sie sich denken: ?Mensch Stoiber, bloß keinen neuen Ossi-Angriff.? Der bleibt aus. Hier und jetzt. Aber der Wahlkampf ist ja noch lang.


13.18 Uhr: Neun Weggefährten hat sich Angela Merkel also ausgesucht, die im Wahlkampf den Inhalten der Union ein Gesicht geben sollen. Dennoch darf der Hinweis nicht fehlen: ?Das ist mit Sicherheit nicht die Kabinettsbildung?, sagt die CDU-Vorsitzende und lässt noch ein paar Namen fallen: Glos, Kauder, Röttgen, Pofalla.

Und natürlich Edmund Stoiber. Auf den sind sie in der CDU gerade nicht so gut zu sprechen. Merkel münzt das in die Worte: ?Über Edmund Stoiber und seine Rolle haben wir gemeinsam und jeder für sich alleine oft gesprochen.? Das sorgt im Publikum für Gelächter, auch Merkel und Stoiber müssen schmunzeln. Zum Lachen ist ihnen derzeit wohl eher nicht zumute.


13.14 Uhr: Nummer neun ist Peter Müller, des Saarlands Ministerpräsident. Und was für einer: Ministerpräsident des Jahres 2003. Auch diese Auszeichnung vergibt die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Man könnte fast meinen, dass das die Ordensabteilung der Union ist. Ach ja: Er soll die Wirtschaft wieder zum Laufen bringen.


13.10 Uhr: Neben Wolfgang Schäuble hat Angela Merkel noch ein zweites Relikt aus der Ära Kohl reaktiviert: Gerda Hasselfeldt. Die CSU musste wohl auch eine Frau ins ?Kompetenzteam? entsenden. Für Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Umweltschutz hat Merkel sie berufen. Das einzige, was noch zu sagen ist: Hasselfeldt hat ein schwarzes Kostüm an, auf dem riesige golden-grüne Blätter prangen. Diese Zeiten hat Angela Merkel hinter sich.


13.08 Uhr: Nun Norbert Lammert. Der Mann ist nicht nur Vizepräsident des Bundestages, sondern übt noch ein anderes gewichtiges Amt aus: Leiter des Gesprächskreises Kultur der CDU. So was gibt es also auch. ?Kultur gehört zum Leben wie die Luft zum Atmen?, sagt Frau Kanzlerkandidatin. Lammert fühlt sich in seiner Rolle nicht so wohl. Er schaut unsicher, kratzt sich mit der Linken am rechten Handgelenk. Was er als möglicher Kulturstaatsminister machen wird, kratzt wohl auch fast niemanden. Das ist ja schon jetzt so.


13.06 Uhr: Nach Innerer Sicherheit kommt Innovation, Forschung und Bildung dran. Annette Schavans Domäne. Die baden-württembergische Kultusministerin. Sie steht in der zweiten Reihe versteckt zwischen dem anderthalb Köpfe größeren Dieter Althaus und Ursula von der Leyen. So geht Schavan ein bisschen unter. Merkel zitiert ihr Bonmot: ?Wir müssen soviel besser sein wie wir teurer sind.? Da sind wir mal gespannt, wie sich die Frau Schavan das denkt.


13.04 Uhr: Nicht einordnen muss man Günther Beckstein, das ?Aushängeschild? der Union für Innere Sicherheit und Justiz. Da weiß man, was man hat.

 

.02 Uhr: Weniger kennt man dagegen Paul Kirchhof. Klar, man hat in den vergangenen Tagen viel von ihm gelesen, aber ihn noch nicht live erlebt. Er soll also für Finanzen und Haushalt zuständig sein. Der Lückenbüßer für den beleidigten Friedrich Merz, der ohne Zweifel der beste Finanzpolitiker der Union ist und nach dem schon wieder einige rufen.

Aber Merz ist nicht da. Paul Kirchhof schon. Parteilos ist der ehemalige Verfassungsrichter zwar, aber der Union ?aufs Engste verbunden?, wie Angela Merkel sagt. Kirchhof nimmt das regungslos hin. Ein radikaler Steuervereinfacher. Sagt Merkel. Und 2003 Reformer des Jahres. Dieser Titel wird von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft verliehen. Und die ist verdammt unionsnah. Nur so zur Einordnung.


12.59 Uhr: Welch einen Kontrast dazu bildet Ursula von der Leyen. Sie knipst ein breites Lächeln an, als Merkel sagt, dass von der Leyen beim Unionskonzept zu Familie und sozialer Sicherheit mitgearbeitet hat. Und als auch noch erwähnt wird, dass die siebenfache Mutter das Paradebeispiel für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist, strahlt von der Leyen wie ein Honigkuchenpferd. So kennt man sie.


12.55 Uhr: Dann die Außen-, Sicherheits- und Europapolitik. Das soll Wolfgang Schäuble machen. Der gefallene und rehabilitierte Ex-CDU-Vorsitzende. Als ?Vordenker für ein modernes Europa?, lobt Merkel ihn. Schäuble scheint das nicht zu jucken. Er schaut sehr kritisch drein, fast eisern und verzieht keine Miene.


12.52 Uhr: Also: Aufbau Ost. Dieter Althaus. ?Erfahrener Ministerpräsident von Thüringen?, sagt Merkel. Das klingt wie eine Kopfnote im Schulzeugnis. Er soll die neuen Bundesländer vertreten. Aber ins Kabinett will er nicht. Dort soll es eine Koordinierungsstelle für den Aufbau Ost geben. Und vier Mal im Jahr eine Kabinettssitzung mit Schwerpunkt Aufbau Ost. Das klingt kompliziert. Aber das ist man ja seit dem Eiertanz um die Kopfpauschale bei der Union gewohnt.


12.42 Uhr: Jetzt stellt Merkel also ihr ?Kompetenzteam? vor. Schlimm, dass man als Journalist solche Begriffe transportieren muss. Merkel hat ein paar Zettel in der Hand, wie eine TV-Moderatorin. Sie kündigt an, ihre Getreuen alphabetisch vorzustellen, aber nicht nach Namen, sondern nach Bereichen. Aha. Bevor sie das tut, schickt sie die erste Aussage mit Nachrichtenwert vorweg: Alle Kandidaten sind grundsätzlich bereit, auch in einem Kabinett mitzuarbeiten. Also auch der parteilose Paul Kirchhof, von dem man sich da nicht so sicher war. Einzige Ausnahme: Dieter Althaus.


12.38 Uhr: Mit ein wenig Verspätung geht es los. Elf Menschen stellen sich auf einer Bühne auf. Sieben Männer, vier Frauen. Angela Merkel und Edmund Stoiber am rechten Rand. Zwischen Merkel und Stoiber ist ein recht großer Abstand, Stoiber steht sozusagen ein wenig abseits. Er gehört ja auch nicht zum ?Kompetenzteam?, hat aber auf umfassende Mitspracherechte bestanden. Aber als CSU-Chef darf er natürlich nicht fehlen.

Die Kanzlerkandidatin ergreift das Wort. Es folgt die übliche Abrechnung mit Rot-Grün. Dann die Worte: ?Es bedarf einer Wende.? Da muss man unweigerlich an Kohl und seine geistig-moralische Wende von 1982 denken.

 

14.09.05 20:16

21799 Postings, 7664 Tage Karlchen_IUm Deutschland zu zeigen, dass der

Schneiderberuf Zukunft hat.  

14.09.05 20:17

21799 Postings, 7664 Tage Karlchen_ISo - muss jetzt ins Wohnzimmer.

Glotze gucken und Geld verdienen.  

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