Wirecard - die Mitarbeiter

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neuester Beitrag: 08.07.20 14:03
eröffnet am: 25.06.20 16:10 von: neu-bert Anzahl Beiträge: 4
neuester Beitrag: 08.07.20 14:03 von: neu-bert Leser gesamt: 1995
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25.06.20 16:10
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310 Postings, 1521 Tage neu-bertWirecard - die Mitarbeiter

Zu allen anderen Firmen, die in der Krise sind (wegen Corona oder Management) finden sich in der Berichterstattung reichlich Darstellungen, Meinungen usw. über das "Wie geht's weiter für die Mitarbeiter".  Da sind Rufe nach Beschäftigungsgesellschaften, Sozialschutz und -auswahl, Arbeitsplatzsicherung und und und.

Nur hier nicht. Bei einem DAX-Unternehmen!
Warum?


Weil die Mitarbeiter alle den Gewerkschaften, den Mitarbeitervertretungen, ja selbst einem Betriebsrat abgewandt sind. "Das brauche ich nicht".
Und natürlich gilt, was ein jeder Mc Donald Betriebsrat bezeugen kann: Gegen solche Bestrebungen wird unternehmesseitig hart vorgegangen.  Also ducken, Schnauze halten und wegsehen.

So eine Belegschaft ist ideal(st) für diese Art von Betrügereien. Also ich meine, die im großen Stiel. Ohne Mitarbeiter in der Zentrale geht das nicht. Irgend einer - neben den Bossen - hat was mitgekriegt, mußte was vertuschen.

Benie Madoff hatte eine eigenen Abteilung, die die Fälschung der Kontoauszüge machte. Abgeschirmt, aber jeder andere hat die gesehen und zumindest geahnt, daß die da was machen.

Und dann gleich die Frage für Fälle in Deutschland: Zu wem soll denn einer gehen, dem das Herz schwer ist und der das irgendwie (z.B. durch eine Anzeige) beenden will. Betriebsrat gibt's nicht, Gewerkschaft, welche und außerdem weiß dann jeder, von wo es kommt. Und zur Staatsanwaltschaft. Da allergrößte Vorsicht, wenn man noch im Unternehmen ist. Denn ein Beschuldigter kann über seinen Anwalt Akteneinsicht und somit Name und Anschrift des Wistelblower bekommen.

Vorab zu dem Einwand, das ist kein Thema für ein Aktionärsforum. Doch, so meine ich, denn die Mitarbeiter hätten  vielleicht verhindern können, daß es 1,7 Mrd sind. Und denkt doch mal an die Fernsehinterviews bei Lufthansa oder auch der Polizei. Es ist immer einer von der Gewerkschaft, der zu den Themen mit großer sachlicher Kompetenz sich äußert.

Und mit dem Nachfolger im DAX Delivery Hero haben wir einen gleichen Kandidaten

 

26.06.20 08:48
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310 Postings, 1521 Tage neu-bertOmG Sie waren nicht nur blöd, sind es noch ?

Scheinbar zumindest. Ich meine die Mitarbeiter.

Hier ein paar Fakten vorab:
1. Ganz, ganz vorsichtig positioniert EY Mitarbeiter in einem weltumspannenden Betrugsfall. Wobei EY voll mit betrogen wurde.
2. Von Mitarbeitervertretern hört man immer noch nix.
3. Es wird jetzt Personal abgebaut. Das ist immer so. Weil kein BR, fliegen die, die unbequem und ohne Netzwerk, bzw. Zugang zum A.... haben.
4. Schaut auf die Werbungen von halbseidenen Anwälten im News-Bereich. Dort werden die Anleiheinhaber umgarnt. "Wenn diese keinen Vertreter haben oder Rechtsbeistand, wird das Guthaben von den Banken abgefrühstückt sein".  (!!!! Das stimmt und stimmt auch für die MA)
5. Die Gewerkschafen, die einzigen, die bei der Koordinierung der MA-Vertretung helfen könnten werben nicht. Nicht mehr. Sie sind so wie die Kirchen in D. Du mußt da schon erst einmal hingehen.

Aus Erfahrung weiß ich, daß es viel einfacher und besser ist, einen starken Partner bei der Insolvenz dabei zu haben. Selbst wenn man rechtskundig und selbstbewußt ist. Auch bei Rechtsschutzversicherung. Denn koordiniert ist immer besser.  Und hier geht es auch darum, das Wissen um interna in einem etwaigen (eigentlich sicheren) Arbeitsgerichtsprozeß zu nutzen.

Apropo Mitgliedschaft und Rechtsschutz. Soweit ich weiß, kann die Gewerkschaft nur nach einer Mitgliedschaft von 3 Monaten oder so diesen geben.

Mein Tip, mal bei einer IG anrufen. Egal welche, ich glaube Verdi wäre richtig. Aber jede andere verbindet weiter. In jedem Fall aber koordinern und erst einmal einen BR gründen und darauf achten, daß im Gläubigerausschuß ein Arbeitnehmervertreter ist.
 

26.06.20 09:29

310 Postings, 1521 Tage neu-bertLink zu Verdi

Ich habe doch noch - nenne wir es - Werbung von Verdi gefunden.

https://fidi.verdi.de/banken/...+a3b8acb6-b233-11ea-a54c-001a4a160119

Hinweis von mir. Ich habe diesen Link erst jetzt gefunden. Meine ursprünglichen Informationen waren: "es gab keine Hinweise auf Mitarbeitervertreter".

 

08.07.20 14:03

310 Postings, 1521 Tage neu-bertDas Recht der Mitarbeiter auf Einsicht

in die Prüfungsunterlagen ergibt sich aus der Position als Gläubiger.

Eine Beschränkung auf die Forderungshöhe ist - im Gegensatz zum Aktionär - nicht im Gesetz definiert.

Jeder andere, der Geld von Wirecard zu bekommen hat, hat diesen Anspruch auch.  

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