Wenn die taz mal eine Gegendarstellung drucken mus

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neuester Beitrag: 27.09.05 17:42
eröffnet am: 12.09.05 16:32 von: Talisker Anzahl Beiträge: 12
neuester Beitrag: 27.09.05 17:42 von: Talisker Leser gesamt: 624
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12.09.05 16:32
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36808 Postings, 6283 Tage TaliskerWenn die taz mal eine Gegendarstellung drucken mus

, muss auf ein s in der Überschrift verzichtet werden.

Oder

Ein Bild und seine Geschichte. (okay, grob bekannt, aber in der ausführlichen Darstellung?)

Oder

Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.
(Motto des Herrn Diekmann?)



Gegendarstellung

In der Ausgabe vom 3. September 2005 behauptet die taz in einem Beitrag mit der Überschrift "Rück den Billig-Sprit raus!", Bild habe dem Bundesumweltminister Jürgen Trittin einst auf einem Foto einen Schlagstock in die Hand montiert.

Dazu stelle ich fest: Zwar hat Bild einmal ein Foto des Bundesumweltministers mit einer unzutreffenden Beschriftung veröffentlicht; Bild hat dem Bundesumweltminister jedoch niemals auf einem Foto einen Schlagstock in die Hand montiert.
Kai Diekmann, Bild-Chefredakteur

Zu dieser Gegendarstellung teilen wir mit:

Kai Diekmann verbreitete in der Bild im Januar 2001 ein Foto, das Trittin zeigt, und überschreibt es mit "Was machte Minister Trittin auf dieser Gewaltdemo?".

Trittin machte auf der Demonstration Folgendes, und das hätte die Bild-Zeitung auch seinerzeit vor der Veröffentlichung vom 29. 1. 2001 schon erfahren können, wenn sie Trittin vor der Veröffentlichung gefragt hätte: Trittin versuchte 1994 auf einer Demonstration zwischen Polizei und Demonstranten zu vermitteln. Er war damals Landtagsabgeordneter. Auf der Veröffentlichung der Bild-Zeitung vom 29. 1. 2001 erscheint es so, als liefe Trittin maliziös lächelnd inmitten von Demonstranten, die mit Bolzenschneidern und Schlagstöcken bewaffnet Straftaten begehen oder androhen. Wie heißt es in der Bildunterschrift der Bild in der Veröffentlichung vom 29. Januar 2001? "16. Juli 1994 […], darunter "Autonome", demonstrierten mit Schlagstock und Bolzenschneider gegen die Ermittlungen der Justiz in der linken Szene. Auf einem Foto ist der lächelnde Jürgen Trittin zu sehen […] Foto: Sat.1." In das grobkörnig und schwarz-weiß aufgemachte Foto ist neben einen Gegenstand in der Hand eines neben Trittin laufenden Mannes das Wort "Schlagstock" montiert und neben einen anderen Gegenstand das Wort "Bolzenschneider".

Bild hatte Trittin vor der Veröffentlichung nicht gehört, und auch sonst keine ersichtlichen Recherchen angestellt, sondern stattdessen mit der Frage aufgemacht: "Was machte Minister Trittin auf dieser Gewaltdemo?", und durch die Montage dieser Frage neben die Waffeneinschreibungen und das Fehlen einer Antwort zugleich den Eindruck erweckt, Trittin könne oder wolle diese Frage nicht beantworten und er billige die Waffenführung auf der Demonstration, ja er decke sie geradezu durch seine Anwesenheit. Das erreichte Bild, weil sie Trittin nicht vor der Veröffentlichung gefragt haben, ihren Lesern aber mit der Überschrift suggerieren, er sei gefragt worden, und indem Bild verschwieg, dass zu der Demonstration etwa der SPD-Ortsverband, die Grünen und Gewerkschaftsgruppen aufgerufen haben und Trittin erklärtermaßen das Demonstrationsrecht friedlicher Teilnehmer durchsetzen wollte.

Das gleiche Bild gab es auch im Magazin Focus und auf Sat.1. Dort war zu sehen, dass links hinter Trittin ein Tau, das etwas durchhängt, in die Hand eines vermummten Demonstranten aufsteigt, dann von dessen Hand wieder etwas herabhängt. Es ist die Wicklung zu erkennen. Eindeutig ist es als Tau zu erkennen. Rechts am Bildrand ist im Original eine Person mit Ringel-T-Shirt zu erkennen, in Focus-Print nicht. Aber das Tau und das Herabhängen des Taus nach der Hand des Vermummten ist auch in Focus-Print zu erkennen. Oben auf dem Fahrzeug ist ein Handschuh und der Teil eines Dachgepäckträgers auf beiden der Bild zur Verfügung gestandenen Bildern zu erkennen, an dem sich der Handschuhträger festhält. Dass Trittin diesseits des Taus, die Vermummten jenseits des Taus laufen, ist ebenfalls zu erkennen. Ebenso ist auszuschließen, dass jemand auf dem Bild einen Bolzenschneider oder einen Schlagstock erkannte.

Das Foto stammte ausweislich der Unterschrift in der Bildzeitung von Sat.1. Der Sender hat das Bild vollständig verbreitet. Vergleicht man die Veröffentlichung von Focus und den Archivausdruck, der Bild nach eigener Darstellung vorlag, fällt neben der schlechteren Rasterung (Pixelung) der Veröffentlichung in der Bild-Zeitung und dem Wechsel von Farbe auf Schwarz-Weiß auf, dass die vorbeschriebenen Teile des Fotos rechts und oben von Bild weggeschnitten wurden, insbesondere rechts auch die Verlängerung des Taus nach der Hand des Vermummten.

Da als Quelle auf dem Archivausdruck aber "Focus" angegeben ist, ist davon auszugehen, dass dem Scannenden in der Bild-Redaktion seinerzeit das Focus-Bild, also das vollständige Bild, vorlag. Da der Scannende ein Mitarbeiter der Bild-Zeitung war, ist im Produktionsprozess bei Bild der Teil weggeschnitten worden.

Die Bild-Zeitung hat das Foto verändert, schwarz-weiß gemacht, die Pixelung vergröbert, Teile weggeschnitten und damit das Tau und den Dachgepäckträger unerkennbar gemacht. Dann hat sie sie falsch bezeichnet. Nur dadurch überhaupt gelang es, den Lesern einzureden (-schreiben), dass es sich bei dem Handschuh/Dachgepäckträger um einen Bolzenschneider handele, und bei dem Tau um einen Schlagstock.

Die Redaktion

taz Nr. 7766 vom 12.9.2005, Seite 14, 169 Zeilen (Dokumentation)  

12.09.05 16:53

51340 Postings, 7467 Tage eckiBild lügt

War doch schon immer so....

Grüße
ecki  

12.09.05 17:22

8140 Postings, 5682 Tage checkerlarsenTAZ lügt

War doch schon immer so....

Grüße
Ceckerlarsen    

12.09.05 17:24
1

59073 Postings, 7307 Tage zombi17Alle lügen!!

War auch schon immer so!  

12.09.05 17:25

42128 Postings, 7800 Tage satyrDas kann man leicht testen Leute-Ihr geht an den

nächsten Zeitungskiosk und sagt einmal das Lügenblatt-Mal sehen
welche Zeitung ihr bekommt.  

12.09.05 17:28

8140 Postings, 5682 Tage checkerlarsenwarscheinlich die mit der größten auflage satyr o. T.

12.09.05 18:09
1

11570 Postings, 6190 Tage polyethylenOriginal und Fälschung

 

 

 
Angehängte Grafik:
trittin-2.jpg
trittin-2.jpg

12.09.05 18:17
1

11570 Postings, 6190 Tage polyethylenBild 2 größer

12.09.05 18:48

2421 Postings, 7151 Tage modesteSauerei, typisch Bild - aber

muss ich Trittin deswegen gut finden ? :-)  

12.09.05 18:52

5687 Postings, 7238 Tage duschgelJa!

aus Mitleid ;-)  

12.09.05 19:04

8140 Postings, 5682 Tage checkerlarsenes ist vollkommen unerheblich ob er nun nen stock

in der hand hat oder nicht.
seine fratze verrät auch bei orginal eindeutig das er das mehr als tolleriert.  

27.09.05 17:42
1

36808 Postings, 6283 Tage TaliskerWenn die BILD mal eine Gegendarstellung drucken mu

ss, is das völlig normal. Gehört bei denen zum täglichen Geschäft. Andere, die diese Meldungen dann aufgreifen, geben sich mit derlei Kleingedrucktem natürlich nicht ab...



Trittin bekommt Gegendarstellung bei «Bild»

27. Sep 17:18

Tagelang hat die «Bild»-Zeitung im September von einer «Wut auf Trittin» berichtet. Auslöser war ein Interview mit dem Umweltminister, aus dem die Zeitung laut Gerichtsurteil unzulässig verkürzt und damit falsch zitiert hatte.

Das Landgericht Berlin hat die Axel Springer AG zum Abdruck zweier Gegendarstellungen von Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) in der «Bild»-Zeitung verurteilt. Wie es aus dem Umweltministerium weiter heißt, bestätigte das Gericht damit zwei Anfang September erlassene einstweilige Verfügungen und wies den Widerspruch des Axel-Springer-Verlags ab.

Trittin hatte Anfang September der Zeitung ein Interview gegeben. Darin hatte er angesichts der hohen Benzinpreise Autofahrern geraten, zu sparsameren Autos zu wechseln, auf günstige Erdgas- oder Biodiesel-Fahrzeuge umzusteigen, benzinsparender zu fahren und «ab und zu das Auto stehen zu lassen, Bus und Bahn zu nutzen». Außerdem stellte Trittin Forderungen an die Politik, die Autoindustrie und die Energieversorger.

Die «Bild» verkürzte Trittins Äußerungen – nach Ansicht des Gericht sinnentstellend – auf den Satz «ab und zu das Auto stehen lassen». In den Gegendarstellungen weist Trittin daraufhin, dass er als Maßnahmen gegen die hohen Spritpreise noch andere Maßnahmen nannte als nur die zitierte. Laut Gerichtsbeschluss muss die Zeitung die beiden Gegendarstellungen auf der Titelseite abdrucken. (nz)

http://www.netzeitung.de/deutschland/360041.html  

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