Weltbankstudie: Ökonomen küren Neuseeland zum Unt-

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13.09.05 08:38
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3379 Postings, 5731 Tage B GhostWeltbankstudie: Ökonomen küren Neuseeland zum Unt-

Rang 19 für Deutschland ist auch besser als ich dachte.

 

SPIEGEL ONLINE - 13. September 2005, 07:16
URL: 
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,374372,00.html

Weltbankstudie
 
Ökonomen küren Neuseeland zum Unternehmerparadies

In Neuseeland herrscht laut einer Studie der Weltbank das unternehmerfreundlichste Klima der Welt. Deutschland landet wegen hoher bürokratischer Hürden und einem rigiden Arbeitsmarkt hinter den meisten seiner westeuropäischen Nachbarn.

APMetropole Auckland: Neuseeland hat das beste klima für Entrepreneure

Washington - Die Bundesrepublik liegt mit Rang 19 unter 155 Ländern zwar auf den vorderen Plätzen, aber hinter den meisten westeuropäischen Staaten sowie Litauen und Estland. Die osteuropäischen Länder haben sich im vergangenen Jahr am meisten verbessert, hieß es in dem Bericht "Doing Business in 2006", den die Weltbank-Tochter IFC am Dienstag veröffentlichte. Der Bericht befasst sich mit den Geschäftsbedingungen für heimische Unternehmer, nicht mit der Anwerbung von ausländischen Investoren.

Hinter Neuseeland platziert sich Singapur als zweitbestes Land hinsichtlich der Unternehmerfreundlichkeit - gefolgt von den USA, Kanada und Norwegen. Vor Deutschland liegen unter anderem auch Dänemark, Großbritannien, Irland, Finnland, Schweden, die Schweiz und Belgien. Die IFC, der Privatsektorarm der Weltbank, veröffentlichte die Studie zum dritten Mal, führte aber erstmals eine Bestenliste ein. Auf den hintersten Rängen liegen vor allem afrikanische Länder.

"Je weniger Regularien, desto besser der Rang", sagte Michael Klein, Chefökonom der IFC, des Privatsektorarms der Weltbank. "Je komplizierter die Auflagen sind, desto mehr Raum gibt es für Korruption." In Neuseeland dauert es nach der Studie zwölf Tage, um eine Firma auf die Beine zu stellen, in Deutschland doppelt so lange. Dispute über Vertragsverletzungen werden dort innerhalb von 50 Tagen gelöst, in Deutschland werden nach der Studie im Schnitt 175 Tage benötigt.

Schlechte Noten bekommt Deutschland in Arbeitsmarktfragen. Die Studie misst Probleme auf einer Skala von null bis 100 Punkten. Bei Arbeitszeitvorschriften bekommt Deutschland 80 Punkte aufgebrummt, während Neuseeland aus Unternehmersicht als völlig problemlos gilt - null Punkte. Kündigungsschutz und Vertragsbedingungen bescheren Deutschland 55 Punkte, Neuseeland 7. "Ein rigider Arbeitsmarkt ist gut, wenn man einen Job hat", sagte Klein. Problem sei aber die Arbeitslosigkeit. Bei der Auswertung der Daten sei eins deutlich geworden, sagte der Hauptautor der Studie, Simeon Djankov. "Je rigider der Arbeitsmarkt, desto größer die Arbeitslosigkeit."

Allein im Handel gilt Deutschland als leuchtendes Beispiel: in keinem Land der Welt sind nach dieser Studie so wenig Unterschriften für Exporte nötig wie in Deutschland. Ein Exportgeschäft dauert im Schnitt 6 Tage, nur einen Tag mehr als beim Primus Dänemark. Bei der Zahl der nötigen Dokumente gelte dieselbe Rangfolge.

Als eifrigste Reformer stellte die Studie Serbien und Montenegro und Georgien heraus, auch wenn dort noch viel zu tun sei. In Mittel- und Osteuropa habe die Aussicht auf EU-Integration viele Länder zu Reformen veranlasst. Die drei baltischen Staaten sind unter den 30 Ländern mit den einladendsten Geschäftsbedingungen. In 20 Ländern habe es allerdings auch Rückschläge gegeben, etwa in Madagaskar, im Tschad und in Mauretanien.


 


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13.09.05 08:57
1

3379 Postings, 5731 Tage B GhostWir sind gleich hinter Estland & Litauen: SUPER

DAnke an unsere Politiker. Waren wir früher nicht mal in den TOP 5?


Gruß



Brad  

13.09.05 09:20

59073 Postings, 7308 Tage zombi17Und der Standortvorteil ist

auch nicht zu verachten, vor Neuseeland aus erreicht man ganz schnell den Rest der Welt.  

13.09.05 09:56
2

1502 Postings, 7313 Tage MaxCohenDeutschland in der TOP 5 bei den Reformern

Wahlkampf-Hilfe aus Washington

Die Weltbank-Tochter IFC legt neuen Ländervergleich vor - mit Deutschland in der Spitzengruppe

Die Arbeit von Michael Klein ist eigentlich recht dankbar. Er lässt hunderte lokale Experten auf 155 Länder los. Dort überprüfen sie, wie es sich für Unternehmen wirtschaften lässt: Wie leicht kommen Firmen an einen Kredit, sind die Gerichte fair, die Verfahren überschaubar? Wieviel Schutz müssen sie Arbeitnehmern gewähren, wie umständlich ist es, Produkte zu exportieren? Ausgestattet mit diesem Wissen verfasst Klein, Chefvolkswirt der Weltbank-Tochter IFC, seit drei Jahren einen der aufwändigsten Ländervergleiche überhaupt, die "Doing Business"-Studie. Mit Ranglisten und vielen Zahlen will die IFC belegen, wer in der Welt reformfreudig ist und wer nicht - mit dem Ziel die Langsamen aufzuscheuchen.

Was Deutschland angeht, scheint dies gelungen. " Wenn man in der Welt nach Vorbildern für Reformen sucht, dann sollte man auch Deutschland besuchen" sagt Klein - in der Selbstwahrnehmung vieler Deutscher ein erstaunliches Ergebnis. Beispiel Firmengründung: Nirgends dauert sie der Studie zufolge länger als in Haiti (203 Tage), nirgends kürzer als in Australien (zwei Tage). In Deutschland zählten die Experten noch vor zwei Jahren bis zur Eröffnung eines neuen Gewerbes 45 Tage. Jetzt waren es nur noch 24. So etwas, sagt Klein, schafft irgendwann auch neue Arbeit.

An diesem Dienstag soll der Bericht nun vorgestellet werden, erstmals samt Rangliste der Reformländer: Mit Deutschland auf Platz fünf insgesamt und Platz eins beim Thema Arbeitsmarkt. "Wir sind selbst überrascht über dieses Ergebnis", sagt Klein. "Relativ zu dem, was in anderen Ländern geschah, waren die Deutschen Reformen radikal."

Die Reformer des Jahres 2004
1. Serbien und Montenegro
2. Georgien
3. Vietnam
4. Slowakei
5. Deutschland
6. Ägypten
7. Finnland
8. Rumänien
9. Lettland
10. Pakistan

Die Studie, die der SZ vorliegt, dankt es mit Spitzenplätzen. So zähle Deutschland zu den Ländern, in denen Investoren vergleichsweise problemlos Kredite erhalten und sowohl Schuldner als auch Gläubiger gut geschützt sind. Mit elf Verfahrensschritten und einer Dauer von durchschnittlich 165 Tagen sind behördliche Zulassungen überdurchschnittlich schnell erreicht, und der internationale Handel, so fanden die Prüfer heraus, werde durch schnelle und unbürokratische Verfahren beschleunigt. So viel Lob war selten.

Noch vor einem Jahr sah das alles ganz anders aus. Viele Länder Europas hatten auf die Osterweiterung reagiert und die Bedingungen für Unternehmen deutlich gebessert, Deutschland aber nicht. Auch Klein wählte damals andere, sehr harte Worte: Das Land stehe nur noch im Vergleich mit Entwicklungs- und Schwellenländern gut da. Daß die Weltbank nun ausgerechnet in der Woche vor den Wahlen mit der Kehrwende herausrücke, sei reiner Zufall, heißt es in Washington.

Allzu heftig sollte das Dankeschön in Berlin ohnehin nicht ausfallen. Was die Bedingungen für Unternehmen insgesamt angeht, landen die hiesigen Rahmenbedingungen nur auf Rang 19, weit hinter Spitzenreiter Neuseeland, den USA (Rang drei), Dänemark (acht) und Großbritannien (neun), aber immerhin: noch vor Österreich oder Frankreich - auf den Rängen 32 und 44.


Quelle: Süddeutsche Zeitung





Grüße Max  

13.09.05 10:04

59073 Postings, 7308 Tage zombi17Alles gekauft, linke Propaganda!

Hier ist nichts gut, kann gar nicht sein.  

13.09.05 10:21

129861 Postings, 6223 Tage kiiwiiAus dem Hubschrauber sehe Deutschland sehr sauber

und aufgeräumt aus...


MfG
kiiwii  

13.09.05 11:37

1502 Postings, 7313 Tage MaxCohenHier noch der Link dazu

www.sueddeutsche.de





Grüße Max  

13.09.05 11:43

1502 Postings, 7313 Tage MaxCohenMehr Informationen gibt es hier

http://www.doingbusiness.org/





Grüße Max  

13.09.05 17:51

3379 Postings, 5731 Tage B Ghost@Max C. : interessante Seite o. T.

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