Was ist eigentlich los in Bayern?

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SPIEGEL ONLINE - 01. Dezember 2006, 21:30
URL: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,452068,00.html

KRIMINALITÄT

Amoklauf im Kloster - Polizei erschießt Täter

Chaos im Klosterhof: Zertrümmerte Autos, Angriff auf Angestellte, Hammerschläge auf einen Passanten - im Kloster Zell bei Würzburg ist ein Gewalttäter Amok gelaufen. Dann fielen Schüsse: Ein Polizist traf den Täter tödlich.

Zell am Main - Der 36-jährige, vermutlich psychisch gestörte Amokläufer hatte den Angaben zufolge am Nachmittag im Hof des Klosters, in dem seine Schwiegermutter arbeitet, randaliert. Als ihn der 45 Jahre alte technische Leiter ansprach, schlug der Täter zu. Während das Opfer flüchtete, habe sich der 36-Jährige von einer Baustelle eine Eisenstange geholt und Scheiben von geparkten Wagen zertrümmert, so Kriminaldirektor Matthias Stürmer, der von einem Amoklauf sprach.

DPA

Zell am Main: Amoklauf im Kloster

Der Täter schnappte sich laut Polizei dann zwei Hammer von der Baustelle und attackierte den 45-Jährigen erneut, der jedoch unverletzt blieb. "Er hat zu dem technischen Leiter gesagt: "Ich bring dich um"", sagte Stürmer.

Dann sei der Täter auf einen 71-jährigen Passanten losgegangen. Dieser hatte beherzt mit einer Schaufel eingegriffen und den Täter an der Stirn verletzt. Danach sei er jedoch selbst gestürzt. "Der Täter hat sich dann über ihn gebeugt und mit dem Hammer ins Gesicht geschlagen."

Als die Beamten eintrafen, schlug der Täter weiter auf sein Opfer ein. Zunächst setzte die Polizei Pfefferspray gegen den Täter ein. Dieser habe jedoch unbeeindruckt weiter gemacht. Daher habe ein 28 Jahre alter Polizeikommissar aus etwa fünf Metern Entfernung zwei Mal geschossen.

Der Verletzte kam in ein Krankenhaus und starb kurze Zeit später. Auch der mit dem Hammer angegriffene Passant sei mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden, hieß es.

Die Staatsanwaltschaft Würzburg teilte mit, die Beamten hätten den Amokläufer nur noch mit Schüssen stoppen können. Die Aktion der Polizei gegen den vermutlich psychisch gestörten Familienvater sei gerechtfertigt gewesen. Das Motiv des 36-Jährigen sei noch unklar.

Der verheiratete Mann und Vater von zwei Kindern war der Polizei bereits bekannt. Vor einem Jahr hatte er in einem Gasthaus eine Frau angegriffen. Ein Gutachten habe ergeben, dass er zwar psychisch gestört, aber nicht schuldunfähig gewesen sei, sagte der Oberstaatsanwalt. Vor zwei Tagen habe der Mann zudem vergeblich versucht, in Würzburg in einen Polizeiwagen zu steigen.

asc/AP/ddp/dpa

 

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