Was ist denn da in Bayern los?

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eröffnet am: 22.12.06 14:02 von: Happy End Anzahl Beiträge: 4
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95440 Postings, 7270 Tage Happy EndWas ist denn da in Bayern los?

SPIEGEL ONLINE - 21. Dezember 2006, 18:37
URL: http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,456088,00.html

BEHÖRDENPANNE IN BAYERN
Pädophiler Lehrer unterrichtete trotz Berufsverbots

Ein 62-jähriger Lehrer hat wiederholt Kinder missbraucht und kassierte dafür ein lebenslanges Berufsverbot. In Bayern allerdings stellte man ihn auch ohne Führungszeugnis ein - als Vertretungslehrer an gleich drei Schulen.

Landshut - Er darf schon seit Jahrzehnten nicht mehr mit Kindern arbeiten, so steht es in seinem Führungszeugnis. Doch trotz des richterlichen Berufsverbots hat ein pädophiler Lehrer an drei niederbayerischen Schulen unterrichtet. Weil die zuständigen Behörden gepennt hatten, konnte der Lehrer sich in die Schulen schmuggeln.

Die Bezirksregierung in Landshut und das Kultusministerium in München hatten es bei zwei Vertretungsjobs des 62-Jährigen versäumt, sich das polizeiliche Führungszeugnis des Mannes vorlegen zu lassen. "Er hat eine Lücke erwischt und sich durchgemogelt", sagte der Sprecher der Regierung von Niederbayern, Alfons Völk. Zudem sei der Mann auch an einem Klostergymnasium beschäftigt worden, bestätigte das Ministerium einen Bericht des "Straubinger Tagblatts" (Donnerstagsausgabe). Er habe sich als Vertretungslehrer nichts zu Schulden kommen lassen.

Der aus Bergisch Gladbach stammende verheiratete Mann war im Oktober 2006 nach Ermittlungen einer Regensburger Sonderkommission gegen eine Bande von Kinderschändern in Deggendorf festgenommen worden. Der 62-Jährige lebte seit Jahren in seinem Schloss im grenznahen tschechischen Klatovy (Klattau). Dort soll er sich auch an Kindern vergangen haben.

Einem Bericht der "Passauer Neuen Presse" zufolge hat der Lehrer vor Jahren das tschechische Schloss zu einem Seminargebäude umgebaut, in dem sich regelmäßig bayerische Schüler, deren Versetzung gefährdet war, auf die Nachprüfung vorbereiteten. Bei einer Durchsuchung des Schlosses wurden nach der Festnahme des Lehrers im Oktober Fotos und Datenträger beschlagnahmt.

Schon vor 15 Jahren verurteilt

In seinem ursprünglichen Beruf darf der Lehrer schon seit 15 Jahren nicht mehr arbeiten. Das Landgericht Köln hatte ihn 1991 wegen des sexuellen Missbrauchs Schutzbefohlener verurteilt und dabei ein lebenslanges Berufsverbot verhängt. Dennoch schlich sich der Pädophile 2003 für etwa viereinhalb Monate als Aushilfe an einer Realschule in Regen im Bayerischen Wald ein.

Dabei habe er auch unterschrieben, dass er nicht vorbestraft sei, sagte Ludwig Unger, Sprecher des Kultusministeriums. Deshalb sei ihm ein "Vertrauensbonus" entgegengebracht worden. Der Lehrer habe zugesichert, ein Führungszeugnis nachzureichen. Dies sei aber nicht geschehen. Es sei zwar nachgefasst worden, aber vielleicht nicht intensiv genug, so Unger.

Ende 2005 kam es dann bei der Landshuter Bezirksregierung zu einer ähnlichen Panne. Dort wurde der Mann als Vertretung für ein Gymnasium in Zwiesel engagiert, wo er dreieinhalb Monate bis Anfang 2006 arbeitete.

Auch bei der Privatschule in Niederalteich wurde die Vergangenheit des Pädophilen nicht überprüft. Dort allerdings fiel er wegen mangelnder fachlicher Eignung auf. "Er war fachlich überfordert und menschlich suspekt", sagte der Leiter der Privatschule der "Passauer Neuen Presse". Deshalb habe man das Arbeitsverhältnis schnell wieder gelöst: "Lieber hätte ich mich auch nachts in die Schule gestellt, als den weiter zu beschäftigen", so der Schulleiter.

Nach Angaben von Ministeriumssprecher Unger brauchten die Schulen dringend Aushilfskräfte. "Im Vertretungsfall muss man die Unterrichtsversorgung garantieren." Deshalb sei nicht abgewartet worden, bis das Führungszeugnis vorliegt. "Der Mann hat sich an keiner dieser Schulen einer Tat schuldig gemacht, er ist unauffällig gewesen", erläuterte Unger.

cpa/dpa  

22.12.06 23:38

95440 Postings, 7270 Tage Happy EndErding: Neuer Fall von Kindstötung

Ermittlungen in Bayern wegen toter Babys ? neuer Fall in Erding

Wegen eines erneuten Falls von Kindstötung ermittelt die Polizei in Bayern. Ein zwei Monate alter Säugling ist dort an Hirnhautentzündung gestorben. Die Eltern des Kindes stehen unter dem Verdacht, das Baby nicht auszureichend versorgt zu haben. Im Fall der toten Zwillinge aus Regensburg handelt es sich vermutlich um Frühgeburten.

Erding/Regensburg - In Bayern wird erneut wegen des Verdachts der Kindstötung gegen ein Elternpaar ermittelt. Einen Tag nach dem Fund von zwei Babyleichen in Regensburg ist im oberbayerischen Erding ein an Hirnhautentzündung erkrankter zwei Monate alter Säugling gestorben. Die Eltern sollen das kleine Mädchen in den ersten Lebenswochen unzureichend versorgt haben. Das Kind habe seit der Geburt kaum zugenommen und an Flüssigkeitsmangel gelitten, sagte Polizeisprecher Markus Steinmaßl.

Unterdessen wurde bekannt, dass die in einem Regensburger Garten entdeckten toten Zwillinge extreme Frühgeburten gewesen sein sollen. Die vor eineinhalb Jahren verscharrten Kinder waren nach Angaben der Ermittler etwa im fünften Schwangerschaftsmonat als noch nicht völlig entwickelte Föten zur Welt gekommen. Nach Einschätzung eines leitenden Kinderarztes haben die Kinder bei einer Hausgeburt unter diesen Bedingungen kaum Überlebenschancen gehabt.

In Erding hatte der 39 Jahre alte Vater sein Kind in die Klinik gebracht, wo die Ärzte sich vergeblich um eine Wiederbelebung des Babys bemühten. Das Mädchen war bereits auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben. Das Baby hatte nach Angaben der Eltern am Vortag keine Nahrung angenommen, in der Nacht habe sich dann der Zustand des Kindes weiter verschlechtert. Die Obduktion des Leichnams ergab, dass das Kleinkind eine nicht ansteckende Hirnhautentzündung hatte.

Die genaue Todesursache steht bislang nicht fest. Nach Angaben der Ermittler muss nun von Gutachtern geklärt werden, ob die Erkrankung oder ein Pflegemangel zum Tod des Mädchens geführt hat. Gegen den 39-Jährigen und seine 26 Jahre alte Ehefrau wurden keine Haftbefehle beantragt. Das Jugendamt entschloss sich allerdings, die zwei Jahre alte Tochter des Paares zunächst in einer Pflegefamilie unterzubringen.

In Regensburg ermittelt die Kriminalpolizei weiter gegen die 30 Jahre alte Mutter und deren getrennt lebenden 36 Jahre alten Ehemann wegen des Verdachts zweier Tötungsdelikte. Die Ermittler hoffen weiterhin darauf, dass die Obduktion der sterblichen Überreste Hinweise darauf bringt, ob die Kinder bei der Geburt noch gelebt haben oder nicht. Die Ergebnisse der Untersuchungen der Knochen- und Gewebereste werden aber erst im neuen Jahr erwartet.

Die Eltern hatten bei den Vernehmungen ausgesagt, dass die Babys bei einer Sturzgeburt in der Badewanne tot zur Welt gekommen seien und der Vater die kleinen Körper dann im Garten des Paares vergraben habe.

Unklar ist bisher, warum die Frau und der Mann die Behörden nicht über die angebliche Frühgeburt informierten und die Föten einfach selbst bei dem Reihenhaus ?beerdigten?.

Laut dem Chefarzt des Regensburger Kinderkrankenhauses Hedwigsklinik, Prof. Hugo Segerer, haben im fünften Monat geborene Frühchen sehr niedrige Chancen auf ein normales Leben. ?Das ist an der Grenze der Überlebensfähigkeit?, sagte Segerer. Diese Frühgeburten müssten sofort intensivmedizinisch betreut werden. Zwar könnten solche Kinder bereits schwache Herzschläge haben, für Laien sei dies aber nicht feststellbar. Da die 30-Jährige bereits zwei Kinder hat, sei das Risiko für eine Fehlgeburt relativ hoch. ?Wenn die Frau schon früher entbunden hat, dann kann eine Geburt auch unbemerkt geschehen.?

WELT.de/dpa

Artikel erschienen am 22.12.2006  

22.12.06 23:42

29868 Postings, 5708 Tage ScontovalutaUnd meine Heimatstadt erst:

Tot in Regensburg gefundene Babys waren laut Polizei Frühchen

Regensburg (dpa) - Die beiden in einem Regensburger Garten entdeckten toten Babys waren nach Angaben der Polizei Frühgeburten. Die Kinder seien etwa im fünften Schwangerschaftsmonat zur Welt gekommen, teilten die Ermittler mit und bestätigten damit Informationen der Mittelbayerischen Zeitung . Nach Einschätzung eines Kinderarztes hatten die Säuglinge kaum Überlebenschancen. Die Kriminalpolizei hatte die Leichen der Zwillinge am Mittwoch gefunden und ermittelt seitdem gegen die Eltern.

http://www.focus.de/politik/schlagzeilen?day=20061222&did=338969  

20.02.07 17:21
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95440 Postings, 7270 Tage Happy EndVerwahrloste Kinder aus Wohnung befreit

Verwahrloste Kinder aus Wohnung befreit

Eine Mutter hat ihre drei Kinder ohne Nahrung und Aufsicht tagelang in einer verwahrlosten Wohnung im fränkischen Fürth zurückgelassen. Laut Polizei hausten die Geschwister zwei Tage zwischen verdorbenem Essen und kotverschmierten Wänden.

Fürth - Die ein, drei und fünf Jahre alten Kinder waren etwa zwei Tage allein in der Dachgeschosswohnung, berichtet eine Polizeisprecherin. Nachbarn hatten am Sonntagabend Hilferufe gehört und die Polizei alarmiert, die die Kinder befreite. Da sie die Wohnungstür nach dem Klingeln der Beamten nicht selbst öffnen konnten, brach die Feuerwehr den Zugang auf.

In der Wohnung fanden die Polizeibeamten verdorbene Lebensmittel. Die Wände seien mit Kot beschmiert gewesen. Das ein Jahr alte Baby lag nach Polizeiangaben in Exkrementen im Kinderbettchen. Ein Notarzt stellte fest, dass die beiden Mädchen und der Junge nach äußerem Anschein gesund sind.

Unklar ist der Verbleib der Mutter. Die Polizei hatte die 27-Jährige kurz auf dem Handy erreicht. "Sie stand dabei offenbar unter Alkoholeinfluss", sagte die Polizeisprecherin. Ihren Aufenthaltsort wollte die Gesuchte nicht nennen. Die Kriminalpolizei ermittelt gegen die Frau wegen Vernachlässigung der Fürsorge- und Erziehungspflicht.

Der Fürther Jugendamtsleiter sagte, seine Behörde habe bereits seit Wochen in Kontakt mit der alleinerziehenden Frau gestanden. Die Hartz-IV-Empfängerin sei mit ihrem Leben überfordert gewesen und habe zudem noch die Kündigung für ihre Wohnung erhalten. Die Frau habe jedoch die angebotene sozialpädagogische Familienhilfe der Stadt nicht in Anspruch genommen und immer wieder um Bedenkzeit gebeten.

Das Jugendamt ist inzwischen Vormund der drei Kinder. Der einjährige Junge, dessen Vater den Behörden nicht bekannt ist, wurde bei einer Pflegefamilie untergebracht. Seine beiden größeren Halbschwestern, deren Vater derzeit im Gefängnis sitzt, befinden sich bei einer anderen Pflegefamilie.

jjc/dpa/ddp  

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