Was Ausländer an Deutschland schätzen

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neuester Beitrag: 29.09.05 00:02
eröffnet am: 15.09.05 11:08 von: duschgel Anzahl Beiträge: 10
neuester Beitrag: 29.09.05 00:02 von: lassmichrein Leser gesamt: 578
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15.09.05 11:08
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5687 Postings, 7233 Tage duschgelWas Ausländer an Deutschland schätzen

Was Ausländer an Deutschland schätzenEine Boston-Consulting-Studie kritisiert der Deutschen Lust am Untergang. Das Land sei besser als es glaubt, sagen ausländische Topmanager. Das Gütesiegel made in Germany wird im Ausland immer noch als Stärke wahrgenommen. Was ausländische Experten an Deutschland schätzen. Die schlechten Nachrichten wollen einfach nicht aufhören. Vergangene Woche veröffentlichte die Bertelsmann-Stiftung ein internationales Standortranking. Trauriges Ergebnis: Deutschland liegt im Vergleich mit 20 Industrienationen abgeschlagen auf dem letzten Platz. ?Der seit 1991 anhaltende Abwärtstrend setzt sich fort?, schreiben die Autoren der Studie und prophezeien düster: ?Ein Ende der Talfahrt ist nicht abzusehen.? 

Hoffnung vermag auch das World Economic Forum nicht zu wecken, das diese Woche sein internationales Wettbewerbs-ranking veröffentlichte und für Deutschland einen 13. Platz meldet. Zwar sind wir gegenüber 2003 nicht weiter abgestürzt. Bedenklich stimmt aber: In der Kategorie ?wirtschaftliche Rahmenbedingungen? landet Deutschland nur auf Rang 26. Selbst Länder wie die Vereinigten Arabischen Emirate, Malaysia, Thailand oder China schneiden hier besser ab. 

?Einseitig und rückwärts gewandt? findet Antonella Mei-Pochtler von der Boston Consulting Group (BCG) solche Rankings. ?Der Blick allein auf die Vergangenheit bringt nichts?, sagt die BCG-Geschäftsführerin. Die weltweit aktive Unternehmensberatung hat soeben eine Studie verfasst (?Deutschland ? ein Perspektivenwechsel?), die ein ganz anderes Bild von Deutschland zeichnet. Der verzagten Binnensicht eines im Abstieg befindlichen Landes, dem die Globalisierung die Arbeitsplätze raubt, hält BCG eine weit positivere Außensicht entgegen. Die Unternehmensberatung hat 286 ausländische MBA-Studenten an führenden Business Schools befragt und Topmanager und renommierte Wirtschaftsprofessoren interviewt. Tenor: Trotz struktureller Probleme, trotz Wachstumsschwäche, hoher Lohnkosten und eines rigiden Arbeitsmarkts kann Deutschland noch immer mit seinen traditionellen Tugenden wie Qualität, Fleiß, Effizienz und Präzision punkten. Das Gütesiegel made in Germany werde ?noch immer als klare Stärke wahrgenommen?, die sich positiv auf Kaufentscheidungen auswirkt, heißt es in der Studie.

TopManager wie Russ Smyth (McDonald?s), Hong Xing (Brilliance China Automotive) oder Louis Schweitzer (Renault) haben den deutschen Standort keineswegs abgeschrieben. Sie sehen Deutschland nach wie vor als Land, das genügend Substanz hat, um auch künftig im Wettbewerb der Nationen eine führende Rolle zu spielen, wenn es seine Probleme löst. Der Rat der Experten: Der Exportweltmeister müsse seine fundamentalen Stärken zukunftsorientiert weiterentwickeln. 

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15.09.05 11:12
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5687 Postings, 7233 Tage duschgelSystematisch schlecht geredet

Was Ausländer an Deutschland schätzen(Fortsetzung von Seite 1)Deutsche Produkte sind im Ausland gefragt, sie werden mit Langlebigkeit, Zuverlässigkeit und hoher Qualität in Verbindung gebracht. Ein Defizit besteht allerdings bei Attributen wie geschmackvoll, emotional und farbenfroh, mit denen deutsche Produkte weniger assoziiert werden. Weiteren Korrekturbedarf sehen die ausländischen Experten in den neuen Wachstumsfeldern des Dienstleistungsbereichs, in dem es zunehmend auf konsumentenorientierte Innovation, auf Kundenorientierung, Designqualität und Markenbindung ankomme. 

Doch wie soll diese Wende in Gang gesetzt werden, wenn die in Deutschland verfestigte ?Larmoyanz und Skepsis? (BCG) sich als Bremse für Veränderungen erweist? Die Flut schlechter Nachrichten hat schwer aufs deutsche Gemüt geschlagen. Der Anteil der negativen Wirtschaftsberichte über Deutschland auf den Titelseiten von ?Financial Times? und ?Wall Street Journal? ist BCG zufolge in den vergangenen Jahren weit überproportional gestiegen und macht mittlerweile fast zwei Drittel aus. Und 81 Prozent der sich mit Politik befassenden Schlagzeilen auf der Titelseite der ?Bild?-Zeitung zwischen Januar und August waren negativ oder Angst machend. 




Ständig bekommen die Bürger zu hören, Deutschland sei das ?Schlusslicht in Europa? und verzeichne Rekorde nur bei Arbeitslosigkeit und bei Schulden. Positive Nachrichten sind dagegen eine seltene Ausnahme. Kein Wunder, dass die Stimmung der Verbraucher und Investoren im Keller ist. Mei-Pochtler weiß aus der Motivationsforschung in Unternehmen: ?Die Häufung von bad news führt nicht zur Aktivierung, sondern zur Paralyse.? Genau in dieser Situation sei Deutschland jetzt. 

Wie aber rauskommen aus diesem Jammertal? Als Therapie empfiehlt BCG dem Land einen ?emotionalen Turn-around.? Wie beim Turn-around von Unternehmen sei eine ?Psychologie der Veränderung? (Mei-Pochtler) notwendig. Statt den Untergang des Standorts zu beklagen, müssten Regierung und Unternehmen ?Lust auf Wachstum? wecken. Aus spektakulären Comebacks von Unternehmen wie Puma, ThyssenKrupp oder IBM könne man lernen, worauf es in solchen Situationen ankommt: Auf Führungskräfte, die mit Überzeugungskraft und Risikobereitschaft vorangehen und ein entsprechendes Team um sich scharen. Die Manager des Turn-around müssten vor allem ?Kommunikatoren und Teambildner sein, um die positiven Elemente zu aktivieren?, sagt Mei-Pochtler.
(Fortsetzung von Seite 2)In dieser Situation seien Politiker und Manager gefordert, den Deutschen zu mehr Zukunftsvertrauen zu verhelfen. Die Unternehmenslenker müssten den Beschäftigten klar machen, für welche Tätigkeiten der Standort noch kompetitiv ist und wo das künftige Wachstum liegt. Die Politik sei vor allem bei denen gefordert, die durch Jobverlust und Hartz IV verunsichert seien. Dass die Regierung es nicht geschafft habe, eine Vision für den Reformprozess in den nächsten fünf bis sieben Jahren zu entwickeln, ist Mei-Pochtler zufolge das größte deutsche ?Manko?. Im Gegensatz dazu hat BCG zufolge Bundespräsident Horst Köhler ?ein klares, positives Zeichen für einen emotionalen Turn-around in Deutschland gesetzt?. Als Beispiel für einen beginnenden Stimmungsumschwung vermerkt BCG auch die WirtschaftsWoche-Serie ?Land der Ideen".

Dass ein Turn-around möglich ist, zeigen nicht nur die Beispiele erfolgreicher Unternehmen, sondern auch Japan. Vor kurzem noch wegen seiner mehr als zehn Jahre anhaltenden Stagnationsphase und wegen seines Reformstaus kritisiert, legt das Land auf einmal wieder erstaunliche wirtschaftliche Dynamik an den Tag. 

Vor allem: Das Wachstum ? in diesem Jahr voraussichtlich mehr als vier Prozent ? wird nicht nur vom Export getragen, sondern auch von der Binnenwirtschaft, also von Konsum und Investitionen. Drei fundamentale Veränderungen haben dazu beigetragen: Der Fortschritt bei der Sanierung der Banken, die guten Ergebnisse der Konzerne und der Reformkurs von Ministerpräsident Koizumi, der das Land seit 2001 regiert. Der ?Tipping Point? (Mei-Pochtler) für das Anspringen der Dynamik sei gekommen, als sich die positiven Nachrichten häuften und die Verbraucher wieder Geld für aufgeschobene langlebige Konsumgüter ausgaben. 

Auch in Deutschland ist ein solcher Prozess möglich, meint BCG. Die Substanz dafür sei vorhanden ? was nicht zuletzt die Investitionen von zum Beispiel amerikanischen Unternehmen belegen, die in den vergangenen Jahren massiv deutsche Unternehmen aufgekauft haben und auch dort zuschlugen, wo deutsche Investoren zurückschreckten. Etwa bei ProSiebenSat.1 Media, Celanese, MTU, Moeller, Friedrich Grohe. Selbst bei der Krisenbranche Immobilien haben US-Fonds zugegriffen: So hat die Investmentgesellschaft Fortress den Immobilienriesen Gagfah mit 80 000 Wohnungen von der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte gekauft. Das grundsätzlich optimistischere Herangehen der Amerikaner zeigt auch eine Umfrage der amerikanischen Handelskammer in Deutschland. Danach erwarten die US-Ableger für das laufende Jahr einen Aufschwung ihres Deutschlandgeschäfts. Die Zahl derer, die mit einem Umsatzwachstum rechnen, ist auf 69 Prozent gestiegen (2003: 48 Prozent), die Zahl derjenigen, die mit sinkenden Umsätzen rechnen, hat sich von 30 auf nur noch acht verringert. 

Kammerpräsident Fred B. Irwin: ?Das große Geheimnis in Deutschland und die Hauptstärke sind die Deutschen selbst. Nur: Sie wissen es nicht.? 

(aus der Wirtschaftswoche www.wiwo.de)

 

26.09.05 23:41

6836 Postings, 7532 Tage Egozentriker*RDP*

26.09.05 23:44

5687 Postings, 7233 Tage duschgelja, genau, danke ego

wenn ich das nicht gepostet hätte, wäre die nie auf diese bekloppte Kampagne gekommen!
alles jimps oder was?  

26.09.05 23:50

6836 Postings, 7532 Tage Egozentriker☠ Das dachte ich mir auch...

...beim Lesen der Postings.
Du siehst mich verblüfft...  

27.09.05 01:30

3488 Postings, 5761 Tage johannahDie Ausländer hauen ab.

Siehe Samsung.
Demnächst tuns die anderen auch.

MfG/Johannah  

27.09.05 07:17

95440 Postings, 7262 Tage Happy EndDie Ausländer hauen ab?

Na, das müsste doch für einige Rechte hier eher Anlass zur Freude sein, oder?  

28.09.05 22:33

3488 Postings, 5761 Tage johannahJa, sie hauen ab, die Ausländer, oder sie kommen

gar nicht mehr.

Diese Entwicklung ins Polemische zu ziehen tut uns nicht gut. Es geht schließlich nicht um Oskars "Fremdarbeiter".

MfG/Johannah  

28.09.05 22:56

1025 Postings, 6944 Tage J.R. Ewing@Happy

Die qualifizierten Ausländer, die in Deutschland zur wirtschaftlichen Entwicklung beitragen und Arbeitsplätze schaffen, gehen - die unqualifizierten, die den Sozialstaat belasten, kommen. Das ist unser Problem.

J.R.  

29.09.05 00:02

61594 Postings, 6245 Tage lassmichreinJ.R. Ewing - Du meinst solche hier:

Suleika, meine liebe Frau,
ich nix mehr arbeiten am Bau,
auch viel Kollega schon entlassen.
Polier sagt: Nix mehr Geld in Kassen!
Doch Du nix denken das sei schlimm,
ich trotzdem froh und munter bin,
denn Allah hat mich nicht verdammt,
war gestern schon beim Arbeitsamt.
Weil ich noch ein Jahr Aufenthalt,
komm ich nach Hause nicht so bald!
Muss meiden noch Moschee und Tempel,
zeig Arbeitsamt Papier. - macht Stempel.
Das ganze Arbeit, nix mehr bücken
und kann noch immer Geld Dir schicken.
Hier scheint mir alles wie verhext, -
brauch nur noch schlafen. - Konto wächst!
Und ganz bestimmt bis nächsten Winter,
zahlt Arbeitsamt noch Geld für Kinder!
Ich bin jetzt schon drei Jahre fort,
- vielleicht hast Du noch Kinder dort,
wo ich nix weis, is mir egal,
Du musst nur melden mir die Zahl
und schleunigst schicken mir nach hier,
vom Amt beglaubigtes Papier,
Du sollst mal seh'n, wie dann geht munter,
Einkommen rauf und Steuer runter!
Heut Zahnarzt sagen, ganz gewiss,
bis Montag hab ich neu Gebiss.
Vielleicht, wenn es ist Allah's Wille,
bis Mittwoch, neue Brille.
Das alles macht mir viel gut Spaß,
weil alles zahlt die Krankenkass.
Wenn Ostern Oma kommt, will seh'n
dass sie auch kriegt so schöne Zähn',
damit nix warten muss bei Essen,
bis Opa fertig hat gegessen,
weil es doch immer besser is'
hat jeder eigenes Gebiss!
Wir sind hier kleine Kolonie,
und spielen Karten oft bis früh,
ja hier ist schönstes Land der Welt,
nix Arbeit und viel Stempelgeld!
Ich wohne in Altbau, noch ganz nett,
mit Wasser und Plumpsklosett,
ich fühl mich wohl so wie daheim,
ist Zimmerchen auch bisschen klein,
und Hausbesitzer lässt mich walten,
kann sogar Kaninchen halten.
Erst heute morgen, eines krank,
hab rausgeholt aus Kleiderschrank,
hab ganzen Tag es bewacht
und dann am Abend notgeschlacht',-
hab gleich verkauft, es wieder weiter,
an einen Freund auch Gastarbeiter,
Suleika: meine liebe Frau,
befolge alles ganz genau!
Hast Du auch Zelt geflickt,
von Geld was ich hab Dir geschickt?
Halt Einsamkeit noch ein Jahr aus,
dann bring ich Geld und baue Haus!
Vermiete Zelt dann mit viel List,
an Deutsche, - der Tourist,
sein ganz verrückt nach weite Welt,
will wohnen in Nomadenzelt,
will wandern viel in Wüstensand,
weiß nicht wie schön sein eig'nes Land!
Und nun ich machen Brief jetzt Schluss,
muss senden ganz ganz viele Gruß.
Bleib nur gesund, grüß alle Lieben,
sag Ihnen, Ali hat geschrieben,
aus wirklich schönsten Land der Welt,
wo man für Faulheit kriegt viel Geld,
denn wenn Vertrag hier ist zu Ende,
komm ich in Heimat, - noch mit Rente.
Vorbei ist Armut, wir sein Reich


Soviel Geld wie kleiner Scheich.


Alles liegt in Allahs Hand





Allah schütze Deutscheland!
 

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