Wal-Mart und die Gewerkschaften

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neuester Beitrag: 25.06.05 15:38
eröffnet am: 10.02.05 09:43 von: Talisker Anzahl Beiträge: 14
neuester Beitrag: 25.06.05 15:38 von: darkday Leser gesamt: 781
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bewertet mit 2 Sternen

10.02.05 09:43
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36199 Postings, 6098 Tage TaliskerWal-Mart und die Gewerkschaften

Es gibt nicht viele Läden, die ich meide, aber dieser gehört dazu...


FAZ
Handel
Gewerkschaft kommt, Wal-Mart geht

10. Februar 2005 Die amerikanische Kaufhauskette Wal-Mart will in Kanada einen Supermarkt schließen, weil dessen Belegschaft sich gewerkschaftlich vertreten lassen will. Der Laden in Jonquiere in der Provinz Quebec wäre der erste in Nordamerika, in dem die Gewerkschaft UFCW Fuß gefaßt hätte. Wal-Mart hat bisher aller Versuche der Gewerkschaft, in seinen Betrieben eine örtliche Arbeitnehmervertretung zu gründen, abgelehnt und bekämpft.

Unternehmenssprecher Andrew Pelletier sagte, das Geschäft in Jonquiere müsse wegen unvernünftiger Forderungen der Gewerkschaft geschlossen werden, die zu Verlusten führen würden. Der UFCW-Direktor für Kanada, Michael Fraser, wies das zurück: ?Wal-Mart feuert diese Arbeitnehmer nicht, weil der Laden Geld verliert, sondern weil Arbeiter ihr Recht wahrnehmen, einer Gewerkschaft beizutreten.?

Ein Analyst, Burt Flickinger von der Strategic Resource Group, sagte, das Vorgehen der Wal-Mart-Geschäftsleitung zeige die tiefen Aversionen des Unternehmens gegen Gewerkschaften. Man befürchte, daß Jonquiere zum Brückenkopf für die UFCW in Nordamerika werden könne. Die Wal-Mart-Begründung, Jonquiere mache wegen der gewerkschaftlichen Forderungen Verluste, wollte er nicht glauben: ?Es ist nahezu unmöglich für Wal-Mart, in irgendeiner Provinz Kanadas keinen Profit zu machen.?

Nach Bekanntgabe der Entscheidung gingen viele Wal-Mart-Mitarbeiter in der rund 400 Kilometer nordöstlich von Montreal gelegenen Stadt mit Tränen in den Augen nach Hause. ?Viele haben geweint, und ich auch?, sagte die Kassiererin Claudia Tremblay. ?Ich bin eine Mutter von zwei Kindern und lebe von meinem Mann getrennt. Es ist sehr hart.?

Vor fünf Jahren wäre beinahe in einem Wal-Mart im US-Staat Arkansas eine Arbeitnehmervertretung gegründet worden. Elf Mitarbeiter in der Metzgerei hatten dafür gestimmt, sich gewerkschaftlich vertreten zu lassen. Wal-Mart lagerte daraufhin diese Abteilung unternehmensweit aus und verkauft seitdem nur noch außerhalb abgepacktes Fleisch.

Text: AP
Bildmaterial: picture-alliance / dpa/dpaweb  

10.02.05 11:51

1798 Postings, 6948 Tage RonMillerwal-mart hat recht....wehret den anfängen o. T.

19.06.05 09:10
1

36199 Postings, 6098 Tage TaliskerWal-Mart und das dt. Arbeitsrecht

Wal-Mart darf nicht im Bett
der Mitarbeiter mitmischen
15. Jun 21:10


Das Liebesleben der Mitarbeiter geht den amerikanischen Einzelhandelskonzern nichts an, meint das Wuppertaler Amtsgericht. Außerdem dürfe das Unternehmen die Arbeitnehmer nicht zum Petzen auffordern.


Der Einzelhandelskonzern Wal-Mart darf seinen Mitarbeitern keine Vorschriften für deren Liebesleben machen [gemeint ist: keine Liebschaften der Mitarbeiter untereinander; Talisker]. Das hat das Amtsgericht Wuppertal entschieden, das die Anwendung eines Verhaltenskodex' für die Mitarbeiter des US-Konzerns in Deutschland untersagt hat, wie die Financial Times Deutschland (FTD) am Mittwoch vorab berichtete.

Die Richter kritisierten demnach nicht nur die Einmischung in das Privatleben der Mitarbeiter ? sie stießen sich auch daran, dass das Unternehmen eine Telefonhotline eingerichtet hatte, über welche die Beschäftigten Verstöße gegen den Kodex melden konnten. Dies widerspreche dem deutschen Arbeitsrecht, hieß es.

Der Kodex wurde indes nicht pauschal verboten, berichtet die «FTD». Er enthalte dem Urteil zufolge auch unverbindliche Programmsätze, die so pauschal seien, dass daraus keine konkreten Pflichten für die Mitarbeitern erwachsen. Eine Wal-Mart-Sprecherin wollte das Urteil nicht kommentieren und verwies darauf, dass der Richterspruch noch nicht schriftlich vorliege. (nz)


http://www.netzeitung.de/arbeitundberuf/343974.html  

19.06.05 09:48

15227 Postings, 5531 Tage quantasIch kaufe gerne bei Wal-Mart

Was gehen mich die Gewerkschaften an.
Die Oberen bei denen führen sich ja wie Bonzen
auf und kassieren mächtig von den Arbeitern ab.

Gestern war ich bei Wal-Mart in Singen. Die Produkte stimmen,
das Frischfleisch ist von guter Qualität, schöne Käse-Theke,
feines Gemüse und Obst. Und darüber hinaus ein grosses Sortiment
an Marken-Artikeln.

Ganz anders bei Aldi, nur Eigen-Produkte und auch Lidl nicht viel
besser.

Wal-Mart bietet Ambiente und Einkaufslust, nicht so in den Läden von Aldi und Lidl, wo alles nur so lustlos und wild aufgestappelt rumsteht.

Bei Lebensmitteln in Deutschland - nur Wal-Mart für mich.  

19.06.05 10:07
1

922 Postings, 6730 Tage darkdayKurz gesagt Pantilanz

Kurz gesagt

haben Sie sich viel zu sagen. Die ganze Zeit. Was für die Bilder bei der Visualisierung gilt, gilt genauso für Sprache. Und wir reden viel. Vor allem mit uns selbst. Affirmationen (oder Autosuggestionen) sind einfach anzuwenden und unterstützen Sie bei Veränderungsprozessen. Die Formeln sollten kurz, prägnant, positiv und in der Gegenwart formuliert sein. Und häufig angewandt werden. Laut oder leise.



Tüsschen  

19.06.05 10:08
1

4089 Postings, 5924 Tage MannemerSchlechtes Image=Weniger Profit

Ich kaufe eigentlich auch gerne -ab und zu- bei Wal Mart. Deutlich sauberer wie z.B. real und weniger bzw.keine abgelaufene Ware. Trotzdem möchte ich, dass dieser Konzern Mitarbeiterrechte achtet. Wir sind nicht in Ami-Land und noch gilt deutsches Recht. Das kann sich zwar im Herbst ändern, wenn Maggie denkt sie muss die Amis kopieren und sich in Washington neu einschleimt. Noch sind wir aber nicht soweit!

Beim Geld sind die Ami-Bosse empfindlich. Die müssen kapieren: Schlechtes Image = weniger Umsatz = weniger Profit. Das ist die einzige Sprache die verstanden dort wird.  

19.06.05 10:41

15227 Postings, 5531 Tage quantasDa hast Du recht Mannemer


Mitarbeiter muss man achten, sie gehören zum kostbaren Gut eines Unternehmens.
Und wenn man sie gut hällt, sind sie auch motiviert.
Das geht aber auch ohne Gewerkschaften.
Der Konsument soll entscheiden.
Die Angestellten bei Wal-Mart haben mir aber auch gestern wieder einen sehr
zufriedenen Eindruck gemacht.

Uebrigens habe ich vergessen, dass Edeka auch sehr gut ist und auch dort
einkaufen Spass macht

gruss quantas
 

19.06.05 10:46

36199 Postings, 6098 Tage TaliskerDu hast es voll durchschaut,

quantas.
Ich finde es auch voll gut, wenn sich hier ein Ami-Konzern mit Kampfpreisen zu etablieren sucht, der auf Mitarbeiterrechte sch****. Was dich die Gewerkschaften angehen? Nix. Aber vielleicht geht dich ja die Situation vom Personal, das dich bedient, was an?
Wo ich nicht ganz folgen kann ist dein Vergleich mit Aldi und Lidl. Ist nen anderes Segment. Andererseits: sie sind tatsächlich in gewisser Weise mit Wal-Mart vergleichbar. Damit du mal ein wenig Einblick bekommst, worum es geht: die taz hilft!

http://www.taz.de/pt/2005/06/18.nf/ressort.q,TAZ.re,sw

Gruß
Talisker  

19.06.05 11:08

26159 Postings, 5927 Tage AbsoluterNeulingDu hast es voll durchschaut,

bilanz.

Wenn man Mitarbeiter gut hällt, sind sie auch motiviert.
Manche legen dann sogar zwei Eier pro Tag.


A.N.
(vincit sedendo)

 

19.06.05 11:19

1798 Postings, 6948 Tage RonMillerden mitarbeitern von walmart geht es

nicht besser und nicht schlechter als denen in anderen
vergleichbaren märkten;
es wird zeit, daß man mal merkt, wem man seinen arbeits-
platz zu verdanken hat und wer dafür sorgt, daß zum monatsende
die kohle auf dem konto ist - keinesfalls den gewerkschaften;
und wenn ein angestellter wirklich glaubt, er würde ausgebeutet
und entwürdigt, steht ihm doch frei zu kündigen.
wenn ich mich an co op erinnere, ein 100%iger gewerkschafts-
laden, muß ich sagen, daß dort beschäftigte nicht glücklicher
waren, höchstens dumm aus der wäsche guckten, als die bosse
den laden gegen die wand fuhren.
gewerkschaften haben in den letzten jahrzehnten der wirtschaft
irreparable schäden zugefügt und tragen die hauptschuld an der
miserablen arbeitslosenquote;
den l
 

19.06.05 11:24

36199 Postings, 6098 Tage TaliskerBeantworte doch bitte

eine einfache Frage, RonMiller: Findest du es okay, dass der Arbeitgeber verbietet, dass es keine "Liebschaft" (wohlgemerkt: generell, es geht nicht darum, ob die Arbeitskraft darunter leidet) unter den Beschäftigten gibt?  

19.06.05 15:30

1798 Postings, 6948 Tage RonMilleres wird alles nicht so heiß gegessen,

wie es gekocht wird....walmart beschäftigt sicher auch
ehepaare, verlobte usw.
und liebschaften müssen auch nicht so ausarten, daß es
allen anderen mitarbeitern auffällt - nettsein zueinander,
auch gegenüber kollegen, wird ja nicht verboten;
das rumgeknutsche hinter regalen oder in den sanitärräumen
muß ja nicht sein - das können sie nach feierabend machen;

vieles wird aufgepauscht und von neidvollen kolleginnen und
kollegen angeprangert und gepetzt - und nicht zuletzt,typisch
deutsch, auch viel zu wörtlich und pedantisch genommen  

19.06.05 15:57

36199 Postings, 6098 Tage Talisker;-)

Deine Antwort ist genauso verquer wie meine Frage, wie ich gerade  beim nochmaligen Lesen feststellen muss.
Die Lektüre von den taz-Artikeln (s.o.) würde dir wohl auch neue Erkenntnisse hinsichtlich der möglichen Auswirkungen einer Haltung nach dem Motto "Arbeitnehmerrechte? Geh doch, wenns dir nicht passt!" bringen.
Tod den Bandwurmsätzen, sacht er immer wieder, der
Talisker  

25.06.05 15:38

922 Postings, 6730 Tage darkdayWo ist Pantilanz bzweise Quantani? o. T.

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