Wahrheit oder Einbildung ?

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neuester Beitrag: 14.09.05 10:28
eröffnet am: 14.09.05 09:56 von: MD11 Anzahl Beiträge: 4
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14.09.05 09:56

4020 Postings, 6470 Tage MD11Wahrheit oder Einbildung ?

Darum schütze ich meine Familie mit 21 Meter Hasendraht


Marianne Buchmann (39) lebt hinter Gittern. Sie hat sich und ihre Familie eingesperrt. In Kirchheim bei München wohnt sie hinter einem gigantischen Zaun: 21 auf acht Meter, fast 170 Quadratmeter, Hasendraht, vollverzinkt, zwei Zentimeter Maschendurchmesser, 10 000 Euro. Aber die Hausfrau fühlt sich hinter dem Zaun nicht eingesperrt. Sie fühlt sich frei.

Keine 100 Meter gegenüber am Turm der Feuerwehr gibt es einen Handysender. Zwischen dem und ihrem Haus liegt nichts als ein freies Feld. Nichts, das die Strahlung aufhalten könnte. Es sind gefährliche Strahlen, sagt sie. Strahlen, die ?Menschen verbrutzeln? ? oder zumindest ihre Familie. Deswegen kämpft die Hausfrau gegen den Sender.

Sie hat eine Bürgerinitiative gegründet, 100 Kirchheimer haben sich ihr angeschlossen. Sie hat Infostände organisiert, Unterschriften gesammelt, Anträge gestellt. Sie hat ihren Handyvertrag gekündigt und im Gemeindeblatt an die Kirchheimer geschrieben: ?Bitte überlegen Sie sich genau, ob sie unbedingt mit dem Handy telefonieren müssen!? Aber sie müssen natürlich. ,

Der Sendemast bleibt bis mindestens 2016 auf dem Feuerwehrhaus. So lange läuft der Vertrag der Gemeinde mit der Mobilfunkfirma Vodafone. Zu lange für die Buchmanns. Deswegen der Zaun. Wenn sie den Kampf gegen die Strahlen schon nicht gewinnen können, dann wollen sie ihn wenigstens nicht verlieren. Den Kampf verlieren bedeutet für sie: sterben. ?Als Ersten hat der Sender meinen Vater weggefressen?, sagt Marianne Buchmann. Der starb vor zwei Jahren an Prostatakrebs ? da war er aber 73 Jahre alt, und der Großvater war schon daran gestorben. Krebs kann vererbt werden. Doch dann ging es mit Marianne Buchmanns Lebensgefährten Anton Hübner (44) bergab.

Allergien, Schlaflosigkeit, Schweißausbrüche. ?Ich halt?s hier nicht aus?, sagte er nachts und zog zum Schlafen aus dem ersten Stock in den Keller. Marianne Buchmann dachte noch: Jetzt spinnt er ein bisschen. Dann kamen die Beulen. Im Dezember 2003 hatte Anton Hübner den ersten allergischen Schock. Plötzlich wuchsen ihm Geschwulste am Kopf, plötzlich schnürte sich ihm der Hals zu, er drohte zu ersticken. Das wiederholte sich drei Monate später. ?Beim dritten Schock?, habe ein Arzt gesagt, ?beim dritten Schock ist er tot.? Auch Marianne Buchmann litt: Augen-, Mandelentzündungen und ein schlechter Blutwert der ?Natürlichen Killerzellen?.

Könnte aber auch vom Rauchen kommen, steht auf der Diagnose. Marianne Buchmann raucht West. ?Privatsache?, sagt sie, ?das kann ich beeinflussen.? Tochter Vanessa (6) hat keine Beschwerden. Es folgten: Besuche bei zehn verschiedenen Ärzten, im Krankenhaus, bei Heilpraktikern, sogar bei einem ayurvedischen Ganzheitsmediziner ? keiner konnte helfen. Vor etwa einem Jahr erfuhr Marianne Buchmann dann von dem Mobilfunkmast. Das musste es sein. Sie kaufte sich ein HF35 C, ein Messgerät für Elektrosmog, 290 Euro. Seitdem bemisst sich ihre Lebensqualität in ?Strahlung in Mikrowatt pro Quadratmeter?.

Bis zu 2000 hatte sie im Garten. Der gesetzliche Grenzwert liegt aber tausendfach höher: 4,5 Millionen Mikrowatt pro Quadratmeter. Marianne Buchmann hatte im Internet gelesen, ein Zaun könnte helfen. Den Bauantrag hat sie gegen den Bürgermeister durch den Gemeinderat und sogar durch das Landratsamt gefochten. Die Nachbarn haben sich an den Anblick gewöhnt. Manche klagten nämlich auch über Beschwerden. Marianne Buchmann nicht mehr.

Sie hat nicht mehr 2000, sondern nur noch 20 Mikrowatt im Garten. ?Und im Schlafzimmer hab ich nicht mal ein Mikrowatt.? Für den Urlaub hat sie ein Reisemessgerät. ?Mit dem Hasendraht sind wir total happy. Die Spannung ist raus.? Aber ihr Blutbild hat sich nicht verbessert. Deswegen legt Marianne Buchmann nach. Auf den feinen Hasendraht, Durchmesser zwei Zentimeter, kommt jetzt eine zweite Lage. Noch feinerer Häschendraht, fast ein Zentimeter Durchmesser. Das sollte genügen. Wegziehen würde sie nie, ihre Familie ist seit dem 17. Jahrhundert in Kirchheim. Lieber ein Leben hinter Gittern. Andere aber ziehen sogar zu dem Sender hin. Peter Gründer (25) wohnt mit Freundin Sara (21) direkt unter dem Handymast, er arbeitet bei der Feuerwehr. Er sagt: ?Wir schlafen so gut wie vorher.?

 

14.09.05 09:59

21799 Postings, 7674 Tage Karlchen_IWenn ich

in Bayern wohnen müsste, würde ich mich auch verbarrikadieren. ;o)  

14.09.05 10:01

6506 Postings, 7054 Tage Bankerslastfülle einen Fußballplatz

mit UMTS-Phonern, lasse diese gemeinsam auf dieser Frequenz phonen. Und siehe da, es kann eine Grillparty steigen. Nun ja, ganz so schlimm ist es nicht, aber diese Frequenz kommt derer der Mikrowelle ziemlich nahe.  

14.09.05 10:28

4020 Postings, 6470 Tage MD11karlchen

...alte Bärliner Schnodderschnauze.....wenn Du in Bayern einziehen würdest..spätestens am 3 Tag würde Dich ein Trupp Königstreuer den bayerischen Fleckschweinen vorwerfen....natürlich beschmiert mit echtem Händlmaier Weisswurstsenf !

Saupreiss, elendiger !

;)  

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