Wahlkampf auf dem Tiefpunkt

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neuester Beitrag: 10.09.05 18:04
eröffnet am: 10.09.05 11:05 von: hardyman Anzahl Beiträge: 3
neuester Beitrag: 10.09.05 18:04 von: Nassie Leser gesamt: 501
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10.09.05 11:05
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6337 Postings, 7400 Tage hardymanWahlkampf auf dem Tiefpunkt


Die SPD »belügt die Menschen«. Sagt die CDU. Ein starkes Wort. Und weil noch ein Fünftel der Wähler unentschlossen sind, sagt die CDU das in der kommenden Woche den Menschen im Land in Anzeigen und auf Flugblättern. »Radikal unsozial« ist die CDU. Sagt die SPD. Auch stark. Und damit es alle erfahren, schreibt der Kanzler einen Brief an drei Millionen Wählerhaushalte. Der Wahlkampf, könnte man meinen, steuert nun auf seinen Höhepunkt zu. Irrtum: Der Wahlkampf 2005 steuert genau in diesem Moment auf seinen Tiefpunkt zu. Vorbei ist es mit dem Austausch von Argumenten. Jetzt schlägt die Stunde der Beleidiger, der Wadenbeißer und Demagogen. Rette sich, wer kann.

Ungewöhnlich ist diese Zuspitzung keineswegs. Denn diejenigen, die sich kaum bis gar nicht für Politik interessieren, sollen nun angesprochen werden. Ihnen, so das Kalkül der Wahlkampfmanager, muss man nicht die ganze Wahrheit erzählen. Sie können es ja nicht so gut nachprüfen.

Angestachelt wird diese Kampagne durch die neuesten Umfragen einerseits, nach denen Schwarz-Gelb den wochenlangen Riesen-Vorsprung eingebüßt hat. Andererseits hat der CDU- Schattenfinanzminister Paul Kirchhof sowohl mögliche CDU-Wähler auf die Barrikaden gebracht als auch mögliche SPD-Wähler aufgeweckt.

Eine Woche werden wir das noch ertragen müssen, vielleicht auch noch etwas länger - wenn Dresden zum Zünglein an der Waage wird. Und dann wird keiner mehr »Lüge« rufen oder »unsozial«. Dann werden sie womöglich gemeinsam regieren!



 

 

Gruß, hardyman

Idee

 

10.09.05 11:22

10310 Postings, 7201 Tage chartgranateauf den Punkt,hardy !! o. T.

10.09.05 18:04

15990 Postings, 6948 Tage NassieAlle reden über Kirchhoff

dabei ist der doch nur ein Wahlkampfgag der allerdings nach hinten losgegangen ist.
Es glaubt doch niemand ernsthaft, das der Stoiber zuschaut wie Angela und Guido allein
regieren. Der will sein Amt in Berlin. Welches soll es denn werden wenn nicht Finanzen ?
Außen und Wirtschaft macht immer die FDP.    

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