Wahlausgang aus Sicht eines Selbständigen!

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neuester Beitrag: 12.09.05 16:22
eröffnet am: 12.09.05 12:59 von: n1608 Anzahl Beiträge: 35
neuester Beitrag: 12.09.05 16:22 von: .Juergen Leser gesamt: 1797
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12.09.05 12:59
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4870 Postings, 7634 Tage n1608Wahlausgang aus Sicht eines Selbständigen!

Nachdem in den letzten zwei Wochen der Lagerwahlkampf im Kleinen (ariva) und im Großen ausgebrochen ist, möchte ich gerne einmal den Wahlausgang aus Sicht eines Selbständigen darstellen. Auf den ersten Blick ist für die meisten Menschen natürlich klar, dass ein Selbständiger für Schwarz/Gelb stimmt, weil er sich hier die meisten finanziellen Vorteile ausrechnet. Die Vermutung ist nicht ganz verkehrt, allerdings ist der Wahlgrund ein anderer, als sich die Meisten hier ausmalen. Ich würde mich nicht auf Grund finanzieller Vorteile für Schwarz/Gelb entscheiden, sondern weil ich der Ansicht bin, dass diese Konstellation Deutschland`s Wirtschaft und Arbeitsmarkt am ehesten auf die Sprünge hilft. Wenn ich rein auf die finanziellen Vorteile schielen würde, müsste mir Schwarz/Gelb ein Graus sein. Denn wenn Kirchof`s Pläne wirklich umgesetzt würden, kann ich mich klar zu den Verlieren zählen. Wie ich darauf komme? Nun, ich habe in den letzten Jahren nicht schlecht von Rot/Grün gelebt. Denn vor allem Eichel`s Förderung von Windrädern, Medienfonds und Schiffsbeteiligungen haben mich "arm" und dann gleich wieder "reich" gemacht. :-)Der kleine Arbeiter o. Angestellte hat es natürlich auch versucht mir gleich zu machen, aber die paar km mehr bei der Penderpauschale die er beschissen hat sind dagegen natürlich peanuts. Dieser Zusammenhang, dass vor allem die Bessergestellten von Rot/Grün profitiert haben und den "Kleinen" nur die Brotkrümel übrigblieben, hat anscheindend noch keiner der links von der Mitte stehenden begriffen. Nun stellt sich für mich wirklich die Frage was sozial gerecht ist. Ich denke ein Steuersystem ohne Ausnahmetatbestände oder den netten Verlustzuweisungen ist sozial gerecht. Denn hier werden dann endlich auch die Bessergestellten zur Kasse gebeten; zwar mit niedrigeren Steuersätzen, die sie dann aber endlich auch zahlen. Ich kann als Selbständiger daher mit jedem Wahlausgang leben. Ich bitte aber alle links von der Mitte stehenden sich dann nicht zu beschweren, wenn der Steuersparwettkampf in die nächste Runde geht, weil sie SPD/Grüne oder Linkspartei gewählt haben. Die Verlierer stehen schon fest: "Die Kleinen die sich nach Sozialromantik sehnen und dabei übersehen, dass das jetzige Steuersystem nur den Größeren nutzt".

Jeder sollte mal über das von mir geschriebene nachdenken und zwar ohne ideologische Scheuklappen.  
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12.09.05 13:49

69017 Postings, 6232 Tage BarCodeSich den Wahlausgang aus Sicht des Sebständigen

zu vergegenwärtigen, macht Sinn. Aber man sollte auch als Selbständiger sich bemühen, sich zunächst mal die Fakten anzueignen. Ein Beispiel:

"Nun, ich habe in den letzten Jahren nicht schlecht von Rot/Grün gelebt. Denn vor allem Eichel`s Förderung von Windrädern, Medienfonds und Schiffsbeteiligungen haben mich "arm" und dann gleich wieder "reich" gemacht. :-)"

Die "Förderung" von geschlossenen Fonds gab es nie als explizite Förderung, sondern war Ausfluss der kreativen Nutzung von bestimmten Steuergesetzen, die das Steuersystem zuließ. Dies wurde keineswegs von Eichel erfunden. Das gab es genauso unter Waigel und Vorgängern. Vielmehr wurde mit der Steuerreform von Rot-Grün hier ab 2003 der exzessiven Nutzung von aufgeblähten Verlustzuweisungen ein Riegel vorgeschoben. Auch die Senkung des Spitzensteuersatzes von 53% auf 42% hat das Sparmodell weniger rentabel gemacht. Weitergehende Einschränkungen wurden per Vermittlungsausschuss von der Opposition aus der Reform herausoperiert.

Es handelt sich also nicht um spezielle Förderungen, wie immer fälschlich behauptet wird, sondern um kreativ genutzte Gesetze - und vor allem nicht um "Beschiss".

Gruß BarCode  

12.09.05 13:56

4870 Postings, 7634 Tage n1608@BarCode - Einspruch

Ich gebe Dir Recht, dass es eine Reihe von Sparmodellen bereits vor 1998 gab. Nur hätte man von den "sozial-gerechten" Rot/Grünen eine Abschaffung erwartet, dass Gegenteil war der Fall. Rot/Grün hat ganz klar versucht diese FÖRDERmodelle weiter zu unterstützen. Bei den Schiffsbeteiligungen hatte man eine Stärkung des deutschen Werftenstandorts im Auge. Letztlich gefördert wurden in Korea gebaute Containerschiffe. Mit den Medienfonds wollte man Babelsberg etc. unter die Arme greifen. Gefördert wurden Hollywood B und C Movies. Das ging soweit, dass man sich in der Szene über stupid german money totgelacht hat. Auf die Windkraftförderung brauche ich wohl nicht weiter eingehen. Die Verspargelung der Landschaft selbst in windstillen Tälern spricht Bände.  

12.09.05 13:56

95440 Postings, 7264 Tage Happy End@n1608

Wieso ist z.B. der Kilometerpauschbetrag ein steuerlicher Ausnahmetatbestand?

Dieser Betrag dient der Vereinfachung der Einkommensteuerveranlagung - wenn jeder die tatsächlichen Kosten nachweisen müsste, hätten die Finanzämter viel zu tun...

 

12.09.05 14:02

4870 Postings, 7634 Tage n1608@HappyEnd - Die Pendlerpauschale

ist eine von vielen staatlichen Subventionen die abgeschafft gehören. Was hat sie denn in der Vergangenheit bewirkt? Verödete Innenstädte und reihenweise Neubausiedlungen weit im Grünen (natürlich darüber hinaus noch mit EHZ gefördert). Eine Abschaffung geht also weit über eine Vereinfachung der Einkommenssteuerveranlagung hinaus.  

12.09.05 14:03

69017 Postings, 6232 Tage BarCoden1608

Ich berichtige mich insoweit, dass durch die inhaltliche Festlegung auf bestimmte Sparten mit besonderen Abschreibungsmöglichkeiten tatsächlich eine Art Förderung dieser Sparten dargestellt hatten. Aber:

Ära der Steuersparfonds beendet

Bundeskabinett schränkt Verrechnungsmöglichkeiten von Verlustvorträgen ab sofort ein

von Leo Fischer

Düsseldorf - Für die Initiatoren steuersparender Fondskonzepte sind die schlimmsten Befürchtungen Realität geworden. Das Bundeskabinett hat am Mittwoch dem Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der steuerlichen Standortbedingungen zugestimmt und damit auch der umstrittenen Stichtagsregelung für die Abschaffung der Verlustzuweisungen. Sollte der Gesetzentwurf nun auch noch die parlamentarischen Hürden meistern, würde dies die unmittelbare Beschränkung der steuermindernden Verrechnung von Anfangsverlusten aus Steuersparfonds gegen andere Erträge des Anlegers bedeuten. Begünstigt sind nach dem Willen der Bundesregierung nämlich nur noch Beteiligungen, denen der Investor vor dem 5. Mai beigetreten ist.

Konkret soll mit der Gesetzesinitiative ein Paragraph 15 b in das Einkommensteuerrecht eingeführt werden. Dieser beschränkt die steuerlichen Anfangsverluste bei sogenannten Steuerstundungsmodellen, denen Anleger im Rahmen eines vorgefertigten Konzepts beitreten, auf zehn Prozent der Beteiligung. Höhere Verluste können nicht mehr wie bisher mit anderen Einkünften verrechnet werden, sondern nur noch mit den Einkünften aus derselben Quelle.

Vor allem die kurze Übergangsfrist hatte Empörung in der Branche ausgelöst. Nach der ursprünglichen Vertrauensschutzregelung sollten die Anleger bis zum 30. September Zeit haben, Steuersparmodelle zu zeichnen, wenn diese vor dem 18. März in den Außenvertrieb gegangen sind. Ende vergangener Woche sickerte dann durch, daß der Stichtag für die Zeichnung auf den 4. Mai, den Tag der Kabinettsentscheidung, vorgezogen werden solle. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es indes nicht. Erst unmittelbar nach der Verabschiedung des Gesetzentwurfes durch das Kabinett erhielten die Betroffenen durch eine Veröffentlichung auf der Webseite des Bundesfinanzministeriums Gewißheit. Offenbar hatten sich die Verantwortlichen gesorgt, das bevorstehende Ende der Steuersparära könne einen nie gekannten Absatzboom bei den Verlustzuweisungsmodellen und damit entsprechende Steuerausfälle verursachen.

Aber auch so sorgten die Spekulationen um die künftige steuerliche Behandlung für einen wahren Ausverkauf. Ulrich Ritter, Vertriebsleiter bei der Vermittlungsfirma Brenneisen AG, etwa spricht von "panikartigem" Zeichnen. Dabei seien "nicht so sehr die rein steuerorientierten Filmfonds, sondern die letzten Kombischiffsfonds, die in den nächsten Jahren zur Tonnagesteuer wechseln", gefragt gewesen. Und auch Dirk Schildwächter, Geschäftsführer des Schiffsfondsinitiators Gebab, machte ganz neue Erfahrungen: "Es gab ein Hauen und Stechen um die letzten Anteile und Drohungen enttäuschter Anleger, als wir erklären mußten: Wir sind ausverkauft." Für fast 26 Mio. Euro zeichneten die Anleger allein bei der Gebab seit den Gerüchten um eine vorgezogene Übergangsfrist. Sogar 30 Mio. Euro zeichneten die Investoren beim Filmfonds GFP II, der ebenfalls ausplaziert wurde. "In fünf Tagen haben wir unseren geplanten Jahresumsatz getätigt", erklärt Filmproduzent und Filmfondsinitiator David Groenewold.

"Die Chancen auf eine günstigere Übergangsregelung sind durch die Verabschiedung des Gesetzentwurfes stark gesunken", meint zwar Stefan Loipfinger, Herausgeber des Fondstelegramms. Gänzlich abfinden will sich die Branche mit der als willkürlich empfundenen Frist aber noch nicht. "Wie werden in jedem Fall weiterplazieren", erklärt beispielsweise Andreas Schmid, Chef des Marktführers unter den Filmfondsinitiatoren VIP. Er hofft, daß die Fristenregelung a la Eichel im Bundesrat keine Billigung findet. "Wir werden aber allen Kunden bei einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung die Rückabwicklung und damit die Erstattung des Geldes anbieten, wenn das Gesetz doch so verabschiedet wird." Auch Jürgen Salamon, der Chef des Schiffsfondsinitiators Dr. Peters, hat die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben. Die beiden eigentlich geplanten Kombifonds (zwei Doppelhüllentanker) wird er nun als Tonnagesteuerfonds auf den Markt bringen. "Aber sicherlich werden wir uns die Option offen lassen, bei Änderung der Fristen das Konstrukt noch in ein Kombimodell zu überführen, wenn es sich noch für unsere Anleger rechnet."

Unterdessen hat Bundesfinanzminister Hans Eichel bereits verlauten lassen, daß eine Arbeitsgruppe im Bundeskanzleramt Vorschläge erarbeite, wie die deutsche Filmwirtschaft nach den geplanten Beschränkungen bei Steuersparfonds künftig gefördert werde.

Artikel erschienen am Fr, 6. Mai 2005

http://www.welt.de/data/2005/05/06/714684.html

Gruß BarCode

 

12.09.05 14:12

3488 Postings, 5763 Tage johannah"Die Allianz befreit sich von deutschen

Standortrisiken"

12.09.2005 Von Andreas Nölting in Manager-Magazin.

"Die Allianz will sich von einer deutschen in eine Europa AG wandeln. Damit verschafft sich der Finanzkonzern die Option, ohne große Formalitäten Deutschland zu verlassen. Weitere Konzernlenker könnten diesen Weg genau studieren und bei einem für sie misslichen Wahlausgang ebenso umfirmieren, fürchtet Wirtschaftsjurist Michael Adams." ....



Kommen die Roten dann gehen die Großen. An die Folgen dieser Entwicklung sollte jeder denken der die Deutsche Wirtschaft noch mehr knebeln und die "Besserverdienenden" noch mehr schröpfen will.

MfG/Johannah

 

12.09.05 14:13

95440 Postings, 7264 Tage Happy EndNa, dann viel Spaß, n1608

...und wenn Du dann noch im Gegenzug die Betriebsausgaben hinsichtlich Fahrtkosten  entsprechend einschränken willst...  

12.09.05 14:26

5687 Postings, 7235 Tage duschgel@12 "Die Verspargelung der Landschaft selbst in

windstillen Tälern spricht Bände."

Mit dem Schlagwort hat sich gestern bei Christiansen auch unser neuer Möchtegern-Aussenminister Wolfgang Gerhard blamiert. Wie er sich von  Joschka Fischer belehren lassen musste, hängt die Förderung nicht am Objekt, sondern an der erzeugten Kilowattstunde Strom.

Viel Wind, viel Förderung - kein Wind, keine Förderung ;-)  

12.09.05 14:32

129861 Postings, 6219 Tage kiiwiiDie Windspargel werden nicht der Fördergelder

wegen gebaut (die in der garantierten Einspeisevergütung pro kwh stecken), sondern wegen der günstigen und damit steuersparenden, sofort wirksamen Abschreibungsmöglichkeiten.

Und die kann man in Anspruch nehmen selbst im tiefsten Wiesengrund. Ob da jemals ein Lüftchen drüberweht, ist zweitrangig (hätte aber Herr Gerhardt wissen können)


MfG
kiiwii
 

12.09.05 14:35

5687 Postings, 7235 Tage duschgeldas stimmt

eine ziemlich schwache Vorstellung

trotzdem brauchst du jemanden, der die Anlagen später auch betreibt. und der schmeisst sein geld sicher nicht freibwillig aus dem Fenster  

12.09.05 14:42

129861 Postings, 6219 Tage kiiwiiden findet man leicht mit überoptimistischen Wind-

prognosen für den betr. Standort. No prob.


MfG
kiiwii  

12.09.05 14:45

129861 Postings, 6219 Tage kiiwii..in der Wetterau nördlich von Frankfurt weht

niemals soviel Wind, daß die dort aufgebauten Dinger sich je rechnen werden...
trotzdem werden es immer mehr...


MfG
kiiwii  

12.09.05 14:46

10041 Postings, 6736 Tage BeMiLeute, das mit dem Aufbringen

der Steuern (10% --> 50%) bringt ihr
aber durcheinander.
Jeder jongliert mit Zahlen, wie es ihm
gerade in den Kram paßt.
;-)
Ciao
BeMi
 

12.09.05 14:51

10041 Postings, 6736 Tage BeMiGut, das mit den Fördergeldern

für Windenergie?
Dann bezahlt also der Stromverbraucher die Subventionierung.
Stromverbraucher = Bürger = Steuerzahler
Stromverbraucher auch der Student, Arbeitslose, Rentner,
das Kind, das am PC sitzt  usw.

Hier haben einige eine komische Logik.
Abstraktes Denken = ......
 

12.09.05 15:00

4870 Postings, 7634 Tage n1608Psssst BeMi - Das wollen viele nicht hören

Ist halt nicht politisch korrekt. Tatsache ist allerdings, dass gerade wieder die "Kleinen" über die Stromrechnung richtig zur Kasse gebeten werden und natürlich prozentual ein vielfaches von ihrem EK aufbringen müssen, als die Großen. Deshalb wollte ich mit meinem Eingangsposting gerade mal den "Kleinen" den Sand aus den Augen reiben.  

12.09.05 15:03

5687 Postings, 7235 Tage duschgelkann es sein, dass ihr euch gerade vertippt hab

und die Atomenergie oder die Steinkohle meint?
Ach nee, die zahlt ihr ja nicht über den Strompreis sondern über eure Steuern, falls ihr welche zahlt  

12.09.05 15:12

4870 Postings, 7634 Tage n1608@duschgel - Das EEG hat feste Einspeise-

vergütungen bis weit in die Zukunft festgeschrieben. D.h. die Stromversorger MÜSSEN, diese z.Z. noch um ein vielfaches teurere Energie abnehmen. Da E.on & Co. leider nicht das Rote Kreuz sind, zahlt der Verbraucher. Und je weniger Einkommen der Verbraucher hat, desto höher der prozentuale Anteil von seinem Einkommen. Trittin`s Lösung: Hin und wieder mal den Kühlschrank abstellen und T-Shirt`und Unterhosen ruhig mal eine Woche tragen. Sorry, der letzte Satz hört sich polemisch an entspricht aber ungefähr seinem Weltbild.  

12.09.05 15:18

5687 Postings, 7235 Tage duschgeldas ist richtig, und aus meiner Sicht durchaus

vernünftig. Andere Staaten werden das sicher bald übernehmen.

Man sollte fairerweise aber nicht so tun, als seien die alternativen Energien die einzigen, die in irgendeiner Weise begünstigt werden - die Stichworte Steinkohlesubvention oder Lagerung/Entsorgung von Atommüll  müssten reichen  

12.09.05 15:26

5687 Postings, 7235 Tage duschgelum die armen Großversorger sollten wir mal eine

Runde weinen.


meinst du, der Strompreis wäre ohne das EES nur einen 1 ct niedriger?

Der Preis wird vomn  Markt gemacht, nicht von den Kosten. wie sehr sich die Versorger bei der Preisbilduzng  um Kostenstrukturen scheren, kannst du derzeit bestens beim Gaspreis beobachten.

 

12.09.05 15:32

4870 Postings, 7634 Tage n1608@duschgel - auch ein Teil Deiner Argumente

sind nicht von der Hand zu weisen. Allerdings sollte man schon sehr deutlich sagen, wer die Steinkohlesubventionen über Jahrzehnte zementiert hat. Ich kann mich noch gut an den Anfang der 90er hier in Bonn erinnern. Da wollte Schwarz/Gelb an diese Subventionen ran. Ergebnis: Zehntausende von Kumpeln haben die Bonner Bannmeile durchbrochen und waren drauf und dran das Knazleramt zu stürmen. Im übrigen von SPD und Gewerkschaftsmitgliedern im Hintergrund aufgepeitscht. Was Deine Argumente bzgl. Atomenergie angeht, bin ich für eine offene, die wirklichen volkswirtschaftlichen Kosten der Nutzung berücksichtigende Diskussion immer offen.  

12.09.05 15:46
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69017 Postings, 6232 Tage BarCodeDas EEG

erfüllt für mich alle Kriterien einer vernünftigen Anschubunterstützung von Zukunftstechnologien.
1. Es wird über den Verbrauch Quersubventioniert

2. Die Quersubvention ist von Anfang an zeitlich begrenzt und wird Jahr für Jahr abgebaut (Rationalisierungs-/Effektivierungszwang). Dh. nur die Konkurrenzfähigen setzen sich durch.

3. Sie ist, was den Endpreis für den Verbraucher angeht, eher marginal. Nach einer Studie im Auftrag des VDMA (Maschinenbauerverband) wird es bei einer Maximalbelastung in 2010 auf einen Anteil von 0,36 Cent - also 1/3 Cent - pro Kilowattstunde rauslaufen.

Schon jetzt ist Deutschland technologisch führend in diesem Bereich. Überall auf der Welt ist derzeit großes Interesse an deutschen Technologien. Die Effektivität steigt in Sprüngen. Kurz: Ein Erfolgsrezept mit nachhaltiger wirtschaftlicher Wirkung.

Und von Kirchhof oder der CDU (die das ja eingeführt hat) wird da garantiert nicht dran gefummelt. Taugt also überhaupt nicht für parteipolitische Rechtheberei das Thema.

Und die Abschaffung der Steuervorteile durch weitere Einschränkung der Verlustzuweisungen für geschlossene Fonds hat die CDU gerade vor kurzem im Bundesrat erfolgreich verhindert.

Gruß BarCode  

12.09.05 15:52

5687 Postings, 7235 Tage duschgelda hast du recht, n1608

man sollte das Thema unvoreingenommen betrachten und sich nicht freiwillig von wahltaktischen Überlegungen oder dem Druck starker Lobbiisten leiten lassen.

Was die regenerativen Energien betrifft, so ist es da wie bei vielen neuen Technologien. Bis sie sich rechnen, dauert es eine Weile und wenn sie gesamtwirtschaftlich sinnvoll sind, warum soll man  dann nicht für eine Übergangsperiode spezielle Anreize schaffen?

Wir sollten alle Möglichkeiten nutzen, um auf Dauer von der Abhängigkeit vom Öl wegzukommen. Sollte der Ölpreis noch weiter steigen, benötigen regenerative Energeien bald keine Förderung  mehr, da sie sich dann auch so rechnen.  

12.09.05 16:09

12168 Postings, 6267 Tage .Juergen#1,Wahlausgang aus Sicht eines Selbständigen!

ICH AG ?        

12.09.05 16:13

4870 Postings, 7634 Tage n1608Hehe wie hast`n das erraten?

12.09.05 16:22

12168 Postings, 6267 Tage .Juergen*gg* :-)) o. T.

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