WDI Forum für Verantwortungsbewusste

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neuester Beitrag: 15.12.19 23:21
eröffnet am: 16.06.15 09:36 von: hgschr Anzahl Beiträge: 2489
neuester Beitrag: 15.12.19 23:21 von: Mr. Pisoc Leser gesamt: 488545
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16.06.15 09:36
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795 Postings, 1678 Tage hgschrWDI Forum für Verantwortungsbewusste

Guten Tag,
dieser Thread ist an all jene gerichtet, die bereits sind, neben ihrer eigenen Meinung auch grundsätzliche Arbeit zu leisten, um durch Recherchen zu verschiedenen Themen des Umfeldes der Wirecard Informationen zu gewinnen, die aufgrund ihrer Menge durch einen Einzelnen nicht aufzuarbeiten sind. Durch gezielte Analysen des Marktes, unterteilt in Europa und Asien, der Produktangebote, der Konkurrenten, der gesamtwirtschaftlichen Lage soll der private Investor in die Lage versetzt werden, sich ein ganzheitliches Bild zu verschaffen.  
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2463 Postings ausgeblendet.

15.12.19 09:17

645 Postings, 2959 Tage BullenriderBig 4

wen meinst du damit ? Na deswegen hat ja wirecard auch kpmg damit beauftragt alles zu durch kämmen  

15.12.19 09:25

1097 Postings, 1791 Tage ooo111oooSorry

Ich meinte bei einem der Big 4 arbeitet.  

15.12.19 09:27

645 Postings, 2959 Tage Bullenriderverstehe ich

aber was sind die Big 4  

15.12.19 09:27
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1097 Postings, 1791 Tage ooo111oooIm allgemeinen

Big Four bezeichnet das Oligopol der vier größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften der Welt: Deloitte, EY (Ernst & Young), KPMG und PricewaterhouseCoopers (PwC).[1] Es steht für rund 67 Prozent des weltweiten Umsatzes in der Wirtschaftsprüfung.  

15.12.19 09:37

645 Postings, 2959 Tage Bullenriderah

OK jetzt habe ich es verstanden  

15.12.19 11:51
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735 Postings, 7152 Tage LogoKPMG wird gründlichst prüfen

wenn die Prüfung 30 Mio kostet, dann wären das bis zu 200 Prüfer für die paar Monate.
Die prüfen nicht, was sie vorgelegt bekommen sondern werden jeden Stein der Bilanzen umdrehen/auseinandernehmen.
Uuuund wehe WDI kann irgendwo das kleinste Pixel nicht genau belegen:
KPMG wird und muss alles im Bericht ausweisen.
Befürchtung: Kleinigkeiten - an denen sich einige aufhängen - werden immer bei raus kommen, da es bei einigen Vorgängen sicherlich unterschiedliche Bilanzierungsansätze geben kann.
100% Klärung und ein Ende der Vorwürfe wird es also nicht geben. ebenso kein 100% Ergebnis wie es sich die WDI vielleicht vorstellt.
Im Erfolgsfall aber 99,9% und ein paar Marginalien durch unterschiedliche Bewertungsmöglichkeiten - die hoffentlich nicht mehr ganz so hoch gespielt werden...  

15.12.19 12:07
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381 Postings, 562 Tage Jack PottZum Schluß wird Wirecard hoffentlich eine saubere

Weste haben wie VW, Deutsche Bank, Bayer, Siemens, Daimler oder ADIDAS  

15.12.19 12:38
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730 Postings, 307 Tage Alterbar12Ja @Jack Pott

Wirecard hat eine saubere Weste. Nicht wie die von dir genannten Unternehmen, die hatten ja ihre Skandale jedoch sind die trotzdem nachmhafte und starke Unternehmen und nach jeden Skandal haben sich diese Werte wieder sehr gut erholt. Bie z. B. VW. Bei Wirecard gibt's bis jetzt nur einen bekakten Aktikel der FT und wegen dem Scheiß drehen alle am Rad. Na ja Kinderkram halt.  

15.12.19 13:05
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1164 Postings, 870 Tage Stronzo1Dan McCrum

Ich habe nun einmal Dan McCrum über LinkedIn kontaktiert und dabei auch ein bißchen recherchieren können, wer dieser "Held an der Journalistenfront" gegen Wirecard ist.

Nun Mr. McCrum hat einen Bachelor an der Durham University und war dann vier Jahre bei City Analyst.

Seitdem ist er in der Journalistenbranche aktiv. Was hat ein so ein Journalist den ganzen Tag zu schaffen ? Er versucht sich irgendwie zu profilieren. Und bei Wirecard kann man das. Wirecard ist immerhin in der obersten Liga deutscher Unternehmen, extrem gewachsen und die Infrastruktur sprich Compliance hinkt - naturgemäß - noch ein bißchen hinterher. Natürlich gibt es da Probleme. Für jeden der in einem Unternehmen gearbeitet hat (von innen) ist das selbstverständlich und gerade bei einem derart rasch wachsenden Unternehmen fast nicht auszuschließen. Dazu kommt die hohe Aktivität im Bereich M&A... da passieren Sachen. Und Singapur ist ein Problem. Wie wir wissen ein kleines Problem.

Aber Recht hat er trotzdem der McCrum. Und nur darum geht es diesem Schreiberlingen. Leider.

Dass sich die FA und das HB dazugesellen ist insofern verständlich, weil sie einen sauberen Börsenplatz Frankfurt verteidigen müssen. Bei Siemens, Volkswagen,.. haben sie aber Jahrzehnte geschlafen....

Anyhow, ich bin Long Wirecard und in sechs Monaten sieht die Welt ganz anders aus. Hoffentlich schon viel früher.


 

15.12.19 14:29
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63 Postings, 55 Tage Dorothea1Mr.Pisoc #2462

Du schreibst, dass du den 1. vorläufigen Report von R&T nochmals lesen möchtest, ihn aber nicht mehr finden kannst. Hier ist er: http://sirf-online.org/wp-content/uploads/2019/03/Rajah-Tann.pdf

Der vorläufige R&T-Bericht aus Mai 2018 ist inzwischen Makulatur!  WDI hatte im März 2019  das Resultat des finalen R&T-Berichts aus März 2019 erläutert, s. nachstehend:

Quote
Die Kanzlei Rajah & Tann LL.P. Singapore hat eine Zusammenfassung der Feststellungen ihrer unabhängigen Untersuchung zur Verfügung gestellt. Die Untersuchung bezieht sich auf Vorwürfe hinsichtlich bestimmter Transaktionen und Corporate Governance Fragen bei verschiedenen Wirecard Tochtergesellschaften in Asien, die durch einen Hinweisgeber in Singapur ausgelöst und in dem vorläufigen Bericht von Rajah & Tann vom 4. Mai 2018 dargestellt wurden.

Die Untersuchung hat keine wesentlichen Auswirkungen auf die Abschlüsse der Wirecard Gruppe festgestellt. Im Geschäftsjahr 2017 wurde ein Umsatz von 2,5 Mio. EUR fälschlicherweise verbucht, was im Rahmen des Konzernabschlusses 2018 rückwirkend für 2017 korrigiert wird und durch andere identifizierte positive Korrekturen kompensiert wird. Weiterhin, wurde während des Geschäftsjahres 2018 ein Vermögensgegenstand von 3 Mio. EUR für einen Zeitraum von einer Woche fälschlicherweise bilanziert, was sich aber nicht im Jahresabschluss 2018 auswirkt. Zudem wurden Entwürfe von Verträgen vorbereitet und im Namen der Gesellschaft unterschrieben, jedoch nicht abgeschlossen. Diese Vorgänge betrafen Vereinbarungen, denen möglicherweise keine tatsächlichen Geschäftsvorgänge zu Grunde lagen. Mit Ausnahme einer Transaktion in Höhe von ca. TEUR 63, hat sich keiner der Entwürfe in Buchungen niedergeschlagen oder zu Zu- oder Abflüssen bei Tochtergesellschaften geführt.
Darüber hinaus hat Rajah & Tann weitere Feststellungen gemacht, die sich insbesondere auf die Nachvollziehbarkeit von Zahlungen anhand vorliegender Verträge sowie den Abschluss von gruppeninternen Verträgen für Wirecard Tochtergesellschaften ohne die erforderliche Vollmacht beziehen.
Die unabhängige Untersuchung hat zu keinen Feststellungen betreffend sog. "round-tripping" oder Korruption geführt.
Aus den Untersuchungen haben sich auch keine Erkenntnisse über eine strafrechtliche Verantwortung in Bezug auf die Konzernzentrale von Wirecard in München/Aschheim ergeben. Einzelne lokale Angestellte in Singapur können sich jedoch möglicherweise nach lokalem Recht strafbar gemacht haben.
Unquote
 

15.12.19 14:54
2

16 Postings, 56 Tage fiveo_Zatarraleaks

Was sagt ihr eigentlich zu den gelenkten Dokument.

https://pdfhost.io/v/J4oMIWbLB_zatarraleakspdf.pdf

Hätte mir eigentlich gedacht, dass da mehr darüber gesprochen wird. Ist jemand von euch aktiv geworden? Mails, Twitter, ...

Ich hab?s über Twitter ein wenig verbreitet.  

15.12.19 14:54
5

2183 Postings, 2400 Tage Johnny UtahNoch etwas für künftige Kommentare, wenn es mal

wieder darum geht, dass Dan angeblich ein neutraler Journalist ist.

 
Angehängte Grafik:
0l4b5iufch_20191215_144652.jpg
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15.12.19 15:00
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346 Postings, 5109 Tage orlandus@ Dorothea1

"WDI hatte im März 2019  das Resultat des finalen R&T-Berichts aus März 2019 erläutert"

Einen finalen R&T Bericht gibt es nicht.

"... Mit der jetzt zusammengefassten Untersuchung hatte Rajah & Tann offenbar nicht mehr zu tun. Man habe die Daten, die im vergangenen Jahr der Kanzlei vorlagen, einer unabhängigen Beratungsfirma zur Verfügung gestellt. ..."

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/...es-pruefung-aktie-1.4383542

 

15.12.19 15:53
1

1164 Postings, 870 Tage Stronzo1Johnny Utah

Danke. Charlotte McCrum hat adyen beraten (Communications). Das ist unglaublich.

Es ist wohl die McCrum Mafia die gegen Wirecard vorgeht. Cris Odey ist wahrscheinlich ein Busenfreund der Familie. Und die dt. "Qualitätspresse" macht einfach mit.  

15.12.19 16:55
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2270 Postings, 1364 Tage zwetschgenquetsche.Bitte Orlandus sperren

1) Er ist ja ohnehin ein bekannter Basher.

2) Selbstverständlich war R&T bis zum Schluss involviert: https://ir.wirecard.com/download/companies/...hme/20190326_Letter.pdf
und https://ir.wirecard.com/download/companies/...ungnahme/Rajah_Tann.pdf

3) Sich auf die SZ zu beziehen, die nachweislich gegen Wirecard schreibt, ist Stimmungsmache par excellence und hat mit Aufklärung und Information nichts zu tun.

4) Auch wenn sich dieser Punkt nun auf den Nachbarthread bezieht, er tut absichtlich so, als ob Wirecard kein Plattformunternehmen sei und als ob es Wirecard nichts kann, was es nicht anderswo auch gebe.
Auch dies ist nachweislich falsch, wieder nur dummes Gerede, denn gerade so einer wie Orlandus, der ja hier schon so lange mit aktiv ist, sollte es ja wissen, wie es richtig ist...
Alles zur Plattform von Wirecard kann man hier nachlesen https://www.wirecard.com/de oder in gebündelter Form hier https://www.ariva.de/forum/...ngsbewusste-523923?page=79#jump26709315
 

15.12.19 18:04
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1164 Postings, 870 Tage Stronzo1Firmengeheimnis versus McCrum Adyen Connection

Für mich ist es grundsätzlich sehr fragwürdig, daß die Ehefrau des "Investigativ Journalist" Charlotte McCrum, für eine Gesellschaft gearbeitet hat, die Adyen im Bereich "Communications" beraten hat. Das kann nichts heißen, kann aber auch sehr viel heißen. Es ist dringend Transparenz zu schaffen, ob es hier Interessenskonflikte geben könnte. Ich persönlich glaube ja. Es ist auf alle Fälle eine Frage der journalistischen Integrität und die Chefredaktion der FT sollte hier reagieren. Nein, sie muß reagieren.
Es besteht der dringende Verdacht, daß mit Absicht der Wert von Wirecard ramponiert werden soll.

Ich bin über das Ausmaß der Transparenz von Wirecard nicht immer glücklich, aber ich habe auch ein gewisses Verständnis dafür, denn Wirecard ist sehr schnell gewachsen und die Strukturen immer entsprechend nachzuziehen ist sicherlich sehr herausfordernd.

Was aber nun nochmals die Transparenz betrifft: Auch ich würde nicht gerne alle Geschäftskontakte offenlegen wollen. Denn davon könnte vor allem auch die Konkurrenz profitieren. Und hier schließt sich der Kreis: Adyen !

Es ist höchste Zeit, daß das Handelsblatt, die Zeit, die Süddeutsche, die Frankfurter auf die Problematik Charlotte McCrum hinweisen, denn sonst ist die Reputation des deutsche Wirtschaftsjournalismus nicht nur in Gefahr, sondern einfach nichts mehr wert. Denn in diesem Fall wäre eindeutig belegt, daß die Berichterstattung absichtlich tendenziös ist.  

15.12.19 18:39
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1164 Postings, 870 Tage Stronzo1Adyen und Bitpay

..auch die letztere wurde von der McCrum Firma beraten. Aus meiner Sicht ebenfalls ein Wirecard Konkurrent.

Der Skandal wächst sich aus.

 

15.12.19 19:39
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1097 Postings, 1791 Tage ooo111oooKleine

Ergänzung zu meinem sehr lagen Gespräch mit dem Berater von einem der Big4.

Zum Ende hin sind wir zu dem Schluß gekommen dass, selbst wenn sich viele dieser Vermutungen als wahr heraus stellen (ausgenommen wirecard hätte es wirklich hin bekommen im großen Stil Scheinumsätze zu verbuchen - und das war ja die erste Anschuldigung der ft mit den Excel Tabellen oder wäre ohne Lizenzen tätig), dann wurde es wirecard doch nicht wirklich schaden. Casheinbuchungen von Treuhandkonten etc. müssten korrigiert werden - so what!

Er hat auch nochmals bestätigt dass jeder Wirtschaftsprüfer sich die Zahlungseingänge schon fast als erstes anschaut und der operative Cashflow so gut wie nicht gefälscht werden kann.

Wir sind ja hier nicht bei enron wo man Maschinen in der einen Niederlassung dem Wirtschaftsprüfer gezeigt hat, die danach abgebaut hat, in einer anderen Niederlassung wieder aufgebaut hat, ein anderes Typenschild dran geschraubt hat und diese dem Wirtschaftsprüfer dort als andere Maschinen verkauft hat.

Somit würden wir davon ausgehen, dass sogar mittelmäßig schwere Fehler als KPMG Ergebnis (denn Fehler werden gefunden werden!!) zu einer Rally des Kurses führen würde (Erleichterung, endlich Sicherheit, buy on bad news....).  

15.12.19 20:28
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1164 Postings, 870 Tage Stronzo1Buy on bad news 000111000

ja. Ich selbst bin CFO einer Unternehmensgruppe, allerdings im Industriebereich.

Im Industriebereich werden die Cash-Positionen mit den Bankbelegen,.. abgestimmt. Alle. Das muss stimmen. Damit ist viel Sicherheit geschaffen. Ich kann mir nicht vorstellen, daß das im Bankenbereich anders läuft.

Der Vergleich mit Steinhoff ist einigermaßen absurd. Steinhoff hat absurde Investitionen wie etwa Mattress Firm getätigt. Diese Acquisition war exorbitant überteuert und machte sogar Riesenverluste. Trotzdem wurden sehr hohe Firmenwerte eingebucht.

Bei Wirecard kenne ich solche Sachen nicht, auch wenn die eine oder andere Akquise vielleicht nicht optimal gelaufen ist. Das ist in diesem Geschäft nicht unüblich, wichtig ist, daß man sich nicht überhebt.  Zuletzt wurde von Wirecard in China ein Unternehmen übernommen, das einen relativ kurzfristigen Payback erwarten läßt und dessen Kaufpreis zur Firmengröße von Wirecard in einem mehr als vernünftigen Verhältnis steht.

Das Einzige was mir etwas Sorgen bereitet ist dieses Saudi Thema. Aber nur weil es Saudi Arabien ist, muß es nicht zwangsläufig unseriös sein.








 

15.12.19 20:50
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1164 Postings, 870 Tage Stronzo1Al Alam

Hinsichtlich der Anschuldigungen, daß Al Alam kaum Mitarbeiter hat, hier vielleicht folgende Info von Wirecard. Al Alam gibt nur technischen Support. Die Vertriebsleistung erfolgt ausschließlich durch Wirecard.

Wenn ich mir die Wirecard Erläuterungen zu Al Alam genauer durchlese, verstehe ich das Geschäftsmodell ganz einfach so, daß bei Al Alam wahrscheinlich nur Server stehen und entsprechendes IT Personal beschäftigt ist. Plus Sekretärin,..

Dass aber über Al Alam große Umsätze und Gewinne generiert werden, ist wohl wirklich nicht außergewöhnlich.



 

15.12.19 21:10

119 Postings, 171 Tage Michael-Ich frage mich, wann der Fall...

Wirecard verfilmt wird und bin schon auf das Ende gespannt!

Ich frage mich auch wer die Rolle von Gordon Gekko einnehmen wird - schön, wenn es heute schon bekannt wäre..  

15.12.19 22:56

1097 Postings, 1791 Tage ooo111oooStronzo1

Nicht nur Kontoauszüge werden herangezogen sondern Stichproben gemacht, d. H. Bestätigungen der Banken eingeholt und auch Bestätigungen von Zahlungen der Kunden von Kunden direkt.  

15.12.19 22:59

645 Postings, 2959 Tage Bullenriderzur Erinnerung

https://www.lto.de/recht/kanzleien-unternehmen/k/...ot-leerverkaeufe/

so kanns nochmal kommen  

15.12.19 23:17
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616 Postings, 1109 Tage Mr. PisocBörseOnline "Parallelen zu Steinhoff unverkennbar"

Mal wieder ein Artikel, über den ich einfach nur kotzen könnte. Unsachlich, oberflächlich und unseriös aber Grund genug, dass der Kurs heute, am Sonntag auf L&S von 105 auf 103,25 bzw. um 1,8% nachgibt.

https://www.boerse-online.de/nachrichten/aktien/...kennbar-1028762678


Brief an Börse Online:


Sehr geehrte Damen und Herren,



den folgenden Beitrag finde ich einmal mehr eine journalistische Unverschämtheit! Es hat mich selbst gerade einmal 10 Minuten Recherche gekostet, um herauszufinden, dass der Fall Steinhoff aber nun völlig anders gelagert ist als der von Wirecard. Die Aussage: "Die Parallelen zu Steinhoff sind unverkennbar" ist absolut lachhaft.

In dem folgenden Artikel heißt es:

"Die Staatsanwaltschaft, die bereits seit 2015 ermittelt, hegt den Verdacht, "dass überhöhte Umsatzerlöse in die Bilanzen konzernzugehöriger Gesellschaften eingeflossen sind". Hintergrund sind Verträge, die denVerkaufimmaterieller Güter beziehungsweise Gesellschaftsanteile belegen. Verkäufer und Käufer waren Firmen, die dem Umfeld von Steinhoff International entstammen sollen. Es gehe bei den diversen Transaktionen um "jeweils dreistellige Millionenbeträge", so die Staatsanwaltschaft. "

Quelle:
https://www.manager-magazin.de/unternehmen/...elschung-a-1164191.html

Bei Wirecard sind hingegen Firmenkäufe zu vermelden gewesen.

Da Sie offensichtlich beides in einen Topf werfen, erkläre ich ihnen kurz den Unterschied - also: Beim Kauf erwirbt man etwas, beim Verkauf erwirbt jemand anders etwas von einem.

Wenn also jemand durch derartige Geschäfte seine Bilanz aufgebläht haben sollte, dann allenfalls die Firmen, die Geschäftsbereiche oder Töchter an Wirecard verkauft haben und nicht umgekehrt:

Zum von der Presse allgemein in den Raum gestellten und von Gläubigern der Wirecard-Anleihe bereits zu Teil eingepreisten möglichen Insolvenz von Wirecard: Der annual report von 2018 zeigt auf Seite 125 einen Goodwill, der von 680,5 auf 710,6 Mio angestiegen ist - gerade einmal 30,1 Mio. oder 6,86% des EBIT - na wenn das nicht mal der Bilanzskandal des Jahrhunderts ist! Den 710,6 Mio Goodwill steht Equity 1,92 Milliarden gegenüber. Selbst wenn Wirecard also den gesamten Goodwill sofort abschreiben würde, wäre man von einer Überschuldung weit entfernt.

Wenn Sie der Meinung sind, dass es unbedingt schlechter Nachrichten im Zusammenhang mit Wirecard bedarf, um die Augen Ihrer Leser auf Ihre journalistischen Werke zu lenken, dann habe ich einen hervorragenden Vorschlag für sie:

Berichten Sie doch einfach mal in einem gut recherchierten Artikel darüber wie Financial Times und andere Blätter mit völlig überzogenen Darstellungen die Anleger verarscht, Panik schürt und den Leerverkäufern in die Karten spielt  - ich glaube, das würde nicht nur die Leser mal wirklich interessieren, sondern auch zu einer Versachlichung der Nachrichtenlage in der Presse bezüglich Wirecard beitragen.

Mit freundlichen Grüßen


Anlage Goodwill_Equity.jpg



 
Angehängte Grafik:
goodwill_equity.jpg (verkleinert auf 75%) vergrößern
goodwill_equity.jpg

15.12.19 23:21
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616 Postings, 1109 Tage Mr. Pisoc@Stronzo #2484:

Genau der gleiche Gedanke ist mir heute Nachmittag auch schon gekommen. Im Grunde genommen reicht es aus, wenn in Saudi Arabien eine Blechhütte steht, an deren klappriger Außenwand ein Briefkasten hängt, wenn es darum geht, Steuern zu sparen. (Ganz so einfach ist es nicht, aber es geht mir um das Prinzip Steueroase).

Natürlich kann man diesbezüglich moralische Bedenken anmelden. Auch wäre es möglich, dass irgendwann die Asiaten auf die Idee kommen, von Wirecard Steuern zurückzuverlangen, ähnlich wie es mit Google/Apple in Irland von den USA getan wurde. Korrekt wäre es, wenn der Ertrag dem Land zugerechnet würde, in dem der Händler sitzt.  Das muss aber dann zunächst die Steuergesetzgebung regeln und es würde alle treffen.  

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