Vorsicht bei Thyssen

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neuester Beitrag: 02.07.06 15:09
eröffnet am: 01.07.06 17:40 von: J.B. Anzahl Beiträge: 4
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01.07.06 17:40
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13197 Postings, 5212 Tage J.B.Vorsicht bei Thyssen

Schmiergelder geflossen?
Ermittlungen gegen Thyssen

Nach einem Korvettengeschäft des Thyssen- Konzerns mit Südafrika hat die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen. Bei dem Verkauf von vier Schiffen 1999 durch ein Schiffsbaukonsortium unter der Führung des Thyssen-Konzerns soll es nach Angaben des Nachrichtenmagazins "Spiegel" vom Samstag Unregelmäßigkeiten gegeben haben. "In diesem Zusammenhang führen wir Ermittlungen", sagte der Düsseldorfer Oberstaatsanwalt Peter Lichtenberg auf Anfrage der dpa. Der Thyssen-Konzern bestätigte am Samstag die Ermittlungen, ging aber davon aus, dass sich der Verdacht nicht bestätigen wird.

Aus ermittlungstaktischen Gründen wollte Lichtenberg keine weiteren Einzelheiten nennen. Nach Angaben des "Spiegel" prüft die Anklagebehörde, ob bei dem Deal Schmiergelder in Höhe von damals 30 Mio. Mark (15,3 Millionen Euro) geflossen sind. Diese sollen nach dem Bericht illegalerweise als "nützliche Aufwendungen" in der Bilanz geltend gemacht worden sein. Laut "Spiegel" soll es Mitte dieses Monats bereits Durchsuchungen in mehreren Firmenzentralen gegeben haben. Auch zu diesen Angaben wollte sich Lichtenberg nicht weiter äußern.


Nach Angaben des "Spiegel" wird geprüft, ob der Thyssen-Konzern durch mögliche Zahlungen nach einem Ausscheiden wieder in ein Bieterverfahren aufgenommen worden war. Beim Thyssen-Konzern hieß es am Samstag auf Anfrage der dpa: "Wir gehen davon aus, dass sich der Verdacht im Zuge der Ermittlungen nicht bestätigt", sagte Pressesprecher Klaus Pepperhoff.  

01.07.06 20:10

13197 Postings, 5212 Tage J.B.Da sind noch ein paar ins Visir geraten!!

Akten ausgewertet

Nähere Angaben zum Inhalt der Ermittlungen und dem weiteren Verlauf wollte Oberstaatsanwalt Peter Lichtenberg nicht machen. "Wir gehen nach dem derzeitigen Stand davon aus, dass sich der Verdacht nicht bestätigt", sagte der Sprecher von ThyssenKrupp. Zu Einzelheiten des laufenden Verfahrens wolle sich der Konzern nicht äußern.

Dem "Spiegel" zufolge durchsuchten die Fahnder am 19. Juni die Firmenzentralen von Blohm + Voss in Hamburg, den Howaldtswerken Deutsche Werft (HDW) in Kiel und Thyssen Rheinstahl Technik. Zudem seien Fahnder bei MAN Ferrostaal in Essen gewesen. Derzeit werteten Wirtschaftsstaatsanwälte, Spezialisten des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamtes und der Düsseldorfer Fiskus die Akten aus, berichtete das Magazin. (Reuters)
 

01.07.06 23:02

13197 Postings, 5212 Tage J.B.Etwas genauer!!

HB DÜSSELDORF. "Es sind Geschäftsräume in Düsseldorf, Essen, Hamburg und Kiel durchsucht worden", sagte ein Unternehmenssprecher am Samstag. Nach einem Vorabbericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen eines Waffengeschäfts mit Südafrika gegen ein deutsches Schiffbau-Konsortium unter der Führung des damaligen Thyssen-Konzerns. Sie prüfe, ob beim Verkauf von vier Korvetten im Jahr 1999 Schmiergelder in Höhe von 30 Millionen Mark geflossen seien, die illegaler Weise in der Bilanz als "nützliche Aufwendungen" geltend gemacht wurden.  

02.07.06 15:09

13197 Postings, 5212 Tage J.B.Wenn sich am Montag nicht auswirkt

Ermittlungen gegen Thyssen nach Rüstungsgeschäft mit Südafrika

DÜSSELDORF/JOHANNESBURG (dpa-AFX) - Wegen vermuteter Unregelmäßigkeiten bei einem Rüstungsgeschäft mit Südafrika ermittelt die Staatsanwaltschaft Düsseldorf gegen den Thyssen-Konzern . Sie sollen 1999 beim Verkauf von vier Kriegsschiffen durch ein Schiffsbaukonsortium unter der Führung von Thyssen nach Angaben des Nachrichtenmagazins 'Spiegel' aufgetreten sein. 'In diesem Zusammenhang führen wir Ermittlungen', sagte am Wochenende der Düsseldorfer Oberstaatsanwalt Peter Lichtenberg der dpa. Auch der Thyssen-Konzern bestätigte die Ermittlungen, ging aber davon aus, dass sich der Verdacht nicht bestätigen wird.

Aus ermittlungstaktischen Gründen nannte Lichtenberg keine weiteren Details. Nach Angaben des 'Spiegel' prüft seine Behörde, ob bei dem Deal Schmiergelder in Höhe von damals 30 Millionen Mark (15,3 Millionen Euro) geflossen sind. Diese sollen nach dem Bericht illegalerweise als 'nützliche Aufwendungen' in der Bilanz verbucht worden sein. Laut 'Spiegel' soll es Mitte vergangenen Monats bereits Durchsuchungen in mehreren Firmenzentralen gegeben haben. Auch zu diesen Angaben wollte sich Lichtenberg nicht weiter äußern.

Nach Angaben des 'Spiegel' wird geprüft, ob der Thyssen-Konzern durch mögliche Zahlungen nach einem Ausscheiden wieder in ein Bieterverfahren aufgenommen worden war. Thyssen-Pressesprecher Klaus Pepperhoff erklärte am Samstag der dpa: 'Wir gehen davon aus, dass sich der Verdacht im Zuge der Ermittlungen nicht bestätigt.'

Die Lieferung der vier Fregatten-ähnlichen Korvetten sind Teil des größten Rüstungsgeschäfts in Südafrikas Geschichte. Das milliardenschwere Geschäft um U-Boote, Korvetten, Militärjets und Helikopter war überschattet von Skandalen und Korruptionsvorwürfen, denen bereits mehrere Politiker zum Opfer fielen. Im Zusammenhang mit diesen Vorwürfen wurde auch ein enger Berater von Südafrikas früherem Vize-Präsidenten Jacob Zuma verurteilt. Zuma, der vor dem Hintergrund sein Amt verlor, wird sich Ende des Monats selbst unter dem Vorwurf der Bestechlichkeit vor Gericht verantworten müssen./kk/rk/DP/aa

Quelle: dpa-AFX
 

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