Vielleicht werden wir die Stewardess doch noch los

Seite 1 von 1
neuester Beitrag: 17.12.06 18:40
eröffnet am: 14.12.06 21:08 von: AbsoluterNe. Anzahl Beiträge: 4
neuester Beitrag: 17.12.06 18:40 von: AbsoluterNe. Leser gesamt: 421
davon Heute: 1
bewertet mit 1 Stern

14.12.06 21:08
1

26159 Postings, 6117 Tage AbsoluterNeulingVielleicht werden wir die Stewardess doch noch los

SPIEGEL ONLINE - 14. Dezember 2006, 20:17
URL: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,454656,00.html
KASPAROW-AUSLADUNG
Rundfunkrat fordert Sendepause für Christiansen

Die umstrittene Sendung vom vergangenen Sonntag hat möglicherweise ein Nachspiel für Talkmasterin Christiansen: Jetzt gibt es Forderungen, die ARD-Talkshow auszusetzen. Kritiker werfen der Redaktion vor, sie habe den russischen Regimekritiker Kasparow auf Moskaus Druck ausgeladen.

Frankfurt/Main - In der ARD werden Forderungen nach einer Auszeit für Talkshow-Gastgeberin Sabine Christiansen laut. Das Mitglied des Rundfunkrats des Hessischen Rundfunks (HR), Jörg-Uwe Hahn, forderte nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", Christiansen solle ihre Sendung bis zur Aufklärung der Vorwürfe um die Ausladung des russischen Regimekritikers und Ex-Schachweltmeisters Garri Kasparow am vergangenen Sonntag ruhen lassen.

Als Fernsehgast ausgeladen: Ex-Schachweltmeister Kasparow
AP

Als Fernsehgast ausgeladen: Ex-Schachweltmeister Kasparow
"Ich gehe davon aus, dass bis zur Klärung dieses Vorganges Frau Christiansen keine Möglichkeit erhält, weiterhin in der Prime Time am Sonntagabend bei der ARD zu moderieren", schrieb Hahn laut "FAZ" an HR-Rundfunkratschef Alfred Möhrle.

Der Christiansen-Kritiker hat in der Medienpolitik durchaus Gewicht: Hahn ist Vorsitzender der hessischen FDP und führt auch die FDP-Fraktion im hessischen Landtag. Er sitzt als Vertreter des Landtags in dem Rundfunk-Gremium. Der Hessische Rundfunk ist jedoch nicht zuständig für die Sendung, sie fällt in die Zuständigkeit des Norddeutschen Rundfunks.

Hahn forderte HR-Intendant Helmut Reitze auf, morgen dem Rundfunkrat zu dem Vorgang zu berichten. Als Zuschauer habe er sich bei der "Christiansen"-Sendung gefühlt wie in einer Werbesendung für das derzeitige politische Regime in Moskau, so die scharfe Kritik von Hahn. In der Sendung ging es unter anderem um die Morde an dem Kreml-Kritiker Alexander Litwinenko und der Journalistin Anna Politkowskaja.

Putin-Kritiker fehlten

Kasparow selbst führte seine Ausladung auf Druck aus der russischen Botschaft in Berlin zurück. Die "Christiansen"-Redaktion erklärte dagegen, es habe technische Gründe mit der Zuschaltung Kasparows aus Moskau gegeben.

Kasparow sagte in einem Interview mit SPIEGEL ONLINE, er könne nicht glauben, "dass ein großer deutscher Sender so etwas nicht innerhalb von 48 Stunden beheben kann". Es sei ihm aufgefallen, "dass keine Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin dabei waren". Das ärgere ihn, so Kasparow, "weil solche Sendungen die einzige Chance für uns sind, die Vertreter der russischen Regierung zu konfrontieren".

In der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zeichnete Kasparow ein düsteres Bild von Russland: Ein "vollkommen durchkorrumpiertes System" habe sich etabliert, Rechtsbrüche gehörten zum Alltag. Regimekritiker würden strafrechtlich als politische Extremisten behandelt.

Der ebenfalls ausgeladene WDR-Journalist Klaus Bednarz und der in die Sendung gebetene Mafia-Experte Jürgen Roth erklärten, Mitarbeiter der "Christiansen"-Redaktion hätten ihnen diplomatischen Druck als Grund für Kasparows Ausladung genannt. Laut Bednarz habe sich der russische Botschafter in einem Vorgespräch geweigert, gemeinsam mit Kasparow vor die Kamera zu treten.

Christiansen hat laut FAZ die Vorwürfe in einem Schreiben an den ARD-Chefredakteur Thomas Baumann zurückgewiesen. Morgen will das von Kasparow geführte russische Oppositionsbündnis, die Vereinte Bürgerfront, trotz eines Verbots einen Protestmarsch durch die Moskauer Innenstadt anführen.

jaf/ddp

__________________________________________________
Unter 4 Millionen Arbeitslose:
Danke, Münte!  

14.12.06 21:11

41176 Postings, 7171 Tage Dr.UdoBroemmeWollte die nicht eh aufhören?

ariva.de

Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken.  

14.12.06 21:13

8758 Postings, 5518 Tage DSM2005wußte gar nicht das die Frau dort auch wirklich

was zu sagen hat...........am besten gefällt sie mir unter Medikamenteneinfluss......ist n Insider he he.......



die Sendung war interessant.....nur ein wenig einseitig......


am Ende der sendung wollte ich die russische Staatsbürgerschaft erlangen......denn dort scheint es ja besser zu sein als bei uns......

die Wodkafahne die mir aus der russichen Botschaft entgegenströmte hielt mich am Ende doch davon ab.......






--------------------------------------------------
--------------------------------------------------
wenn Du merkst, dass die Frau mit der Du vögelst schon schläft, mach weiter.........  

17.12.06 18:40

26159 Postings, 6117 Tage AbsoluterNeulingMikich übt harsche Kritik an Christiansen

KASPAROW-AUSLADUNG
ARD-Moderatorin Mikich übt harsche Kritik an Christiansen

Sabine Christiansen wird nun auch aus den eigenen Reihen attackiert. Nachdem der russische Oppositionspolitiker Kasparow bei ihrer Sendung ausgeladen wurde, distanziert sich Kollegin Mikich vom ARD-Politmagazin "Monitor" öffentlich von der Moderatorin.

Hamburg - Durch die Ausladung des Putin-Kritikers Garri Kasparow sei "die Reputation der Sendung und der ARD beschädigt worden", sagte Sonia Mikich, Chefin des ARD-Politmagazins "Monitor". Mikich wiederholte nach Angaben der "Bild am Sonntag" damit ihre Kritik, die sie bereits in einer internen Konferenz geäußert haben soll. Mit ihren Bedenken habe sie nicht allein gestanden, sagt Mikich: "Viele Kollegen waren wegen der Sendung bekümmert."

Bislang hatten vor allem Medienpolitiker den Umgang mit dem Ex-Schachweltmeisters und Oppositionellen Kasparow scharf kritisiert. So schrieb Jörg-Uwe Hahn (FDP), Rundfunkrat des Hessischen Rundfunks, in einem Brief an den Chef des Rates: "Ich gehe davon aus, dass Frau Christiansen bis zur Klärung dieses Vorganges keine Möglichkeit erhält, weiterhin in der Prime Time am Sonntagabend bei der ARD zu moderieren."

Christiansen sagte der "Bild am Sonntag", dass es kein Fehler gewesen sei, Kasparow auszuladen. Ihre Talkshow am vergangenen Sonntag sei nicht im Ansatz unausgewogen, sondern lebhaft und kritisch gewesen. Sie hielt an ihrer Aussage fest, Kasparow sei wegen technischer Probleme ausgeladen worden.

Kasparow selbst glaubt hingegen, der russische Botschafter in Deutschland, Wladimir Kotenew habe Druck auf die Christiansen-Redaktion ausgeübt. Kotenew war ebenfalls am vergangenen Sonntag in der Talkshow zu Gast. Kasparow glaubt, der russischen Oppositionsbewegung sei durch das Verhalten der Sende-Redaktion geschadet worden: "Da wir Demokraten in den russischen Medien nicht zu Wort kommen, ist es doch umso wichtiger, im Westen Gehör zu finden", sagte er.

Eine vorzeitige Entlassung Christiansens, die im kommenden Jahr von Günther Jauch abgelöst werden soll, ist laut ARD-Programmdirektor Günter Struve jedoch kein Thema. "Über direkte Konsequenzen im klassischen Sinne", sei ARD-intern nicht gesprochen worden, sagte Struve. Allerdings habe man über die Form, wie die Ausladung Kasparows kommuniziert worden sei, diskutiert.

Heute Abend moderiert Christiansen eine Woche nach der umstrittenen Russland-Sendung wieder ihre Talkshow. Das Thema lautet "Wie teuer wird 2007?". Zu Gast sind Talk-Stammgäste wie FDP-Generalsekretär Dirk Niebel und Grünen-Fraktionschef Fritz Kuhn. Putin-Kritiker Kasparow soll jetzt im neuen Jahr in Christiansens Runde diskutieren. Die Einladung an ihn bestehe weiter: "Herr Kasparow kann im März als Gast an einer kompletten Sendung teilnehmen", sagte die Moderatorin.

Auch Kasparow fürchtet um sein Leben

Der Oppositionspolitiker fühlt sich in seinem Heimatland nicht mehr sicher. "Um ehrlich zu sein, ist mir manchmal angst und bange zumute", sagte Kasparow der "Bild am Sonntag". Er werde zwar von Bodyguards bewacht - gegen Angriffe wie den auf Alexander Litwinenko könne man sich aber nicht wirksam schützen.

__________________________________________________
Unter 4 Millionen Arbeitslose:
Danke, Münte!  

   Antwort einfügen - nach oben