Veronica Ferres: Verfolger verurteilt

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eröffnet am: 11.12.06 22:12 von: denkidee Anzahl Beiträge: 1
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Veronica Ferres: Verfolger verurteilt

  Im Prozess gegen den Stalker, der Schauspielerin Veronica Ferres monatelang bedroht und verfolgt hatte, hat das Münchner Landgericht die Einweisung des Angeklagten in eine geschlossene therapeutische Klinik angeordnet. Der 62 Jahre alte Rentner leide an einer organisch bedingen Wahnerkrankung, sagte der Vorsitzende Richter Peter Noll in seiner Urteilsbegründung. Es sei nicht die Schuld des Angeklagten, dass er vor Gericht stehe, sondern Folge seiner Krankheit.

Das Gericht folgte damit den Anträgen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung. Staatsanwältin Dagmar Illini hatte zuvor betont, der Angeklagte leide an einer hirnorganischen Störung infolge einer HIV-Infektion. Die Krankheit habe dazu geführt, dass sich der Mann eine Wahnwelt aufgebaut habe. Der Rentner wird seinen Lebensabend in einem geschlossenen Pflegeheim verbringen, wo er dem Gericht zufolge eine bessere Betreuung erhalten kann als in einer geschlossenen Psychiatrie für Straftäter.

Veronica Ferres und Martin Krug: "Es war ein 24-Stunden-Thema"
Der Rentner hatte sich seit Sommer 2005 über mehrere Monate regelmäßig vor dem Haus der Familie in München aufgehalten und Veronica Ferres sowie ihre Tochter verfolgt und bedroht. "Es war ein 24-Stunden-Thema", sagte Martin Krug, Ehemann und Manager der Schauspielerin, "Veronica war hypernervös und konnte nicht schlafen. Die Kindermädchen trauten sich kaum noch aus dem Haus". Martin Krug engagierte sogar einen Personenschützer, nachdem der geistesgestörte Rentner seine Frau auf einem Markt am Arm gepackt und aufgefordert hatte: "Du bist meine Tochter, du musst mitkommen". Ein Passantenpärchen hatte die Schauspielerin damals von dem Griff des Mannes befreit.  

Der Wahn des Stalkers habe sich in verschiedenen Varianten geäußert, sagte die Staatsanwältin Dagmar Illini. Zum einen sei der Verurteilte davon ausgegangen, mit Ferres verheiratet zu sein und mit ihr diverse Töchter zu haben, von denen die Schauspielerin eine getötet habe. Zum anderen habe er Ferres für seine eigene Tochter gehalten. Sollte der Rentner innerhalb der nächsten fünf Jahre auffällig werden, müsste er in die forensische Psychiatrie eingewiesen werden, wo er zusammen mit Straftätern untergebracht wäre.

 
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