Vermögensstandort Schweiz

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5698 Postings, 6281 Tage bilanzVermögensstandort Schweiz

  

Neue «Bilanz»-Rangliste der Reichsten  

Ingvar Kamprad, Besitzer von IKEA, mit einem geschätzten Vermögen von 15 bis 16 Milliarden Schweizer-Franken, ist der reichste in der Schweiz lebende Mensch!


Wie es seit Jahren üblich ist, kommt Ende November die Wirtschaftszeitschrift «Bilanz» mit ihrer Liste der 300 Reichsten im Lande an die Öffentlichkeit. Laut den entsprechenden Schätzungen hat das Vermögen dieser Gruppe dieses Jahr um 17 Mrd. Fr. zugenommen und dürfte sich nun auf 369 Mrd. Fr. summieren. Die Veränderung um 5% wirkt auf den ersten Blick fast langweilig. Auf den zweiten Blick wirkt das Vermögenswachstum etwas eindrücklicher, werfen doch Sparkonten heute kaum mehr etwas ab, und eine Jahresperformance von 5% stellt für eine Pensionskasse bereits eine rechte Leistung dar. Allerdings war der Reichtum der 300er-Gruppe im Börsenboom von 2000 auf 420 Mrd. Fr. geschätzt worden, 2002 sodann, nach dem Rückschlag, waren es nur noch 340 Mrd. Fr.

Wenig Bewegung an der Spitze
Die Autoren suchen den Gesamtzahlen der 300er-Gruppe insofern eine gewisse Würze zu geben, als sie ausrechnen, dass jeder Schweizer Einwohner - würde man die Summe verteilen - rund 50 000 Fr. erhielte. Die Aufmerksamkeit des Publikums gilt aber eher den Ranglisten, und die Hauptrangliste sieht heuer an der Spitze ähnlich aus wie letztes Jahr. Als reichster in der Schweiz Ansässiger gilt weiterhin der Ikea-Patron Ingvar Kamprad (Schätzung: 15 bis 16 Mrd. Fr.), auf dem zweiten Platz ist wiederum die hinter Tetra Laval stehende Familie Rausing (14 bis 15 Mrd. Fr.). Hinter den zwei Schweden kommen dann die ersten «Eingeborenen», die hinter Roche stehenden Familien Oeri und Hoffmann (12 bis 13 Mrd. Fr.) sowie der Serono-Konzernchef Ernesto Bertarelli (9 bis 10 Mrd. Fr.), der immer etwa mit den Wogen der Börsenkurse auf- und absteigt. Die «Bilanz» weist darauf hin, dass auf den ersten zehn Plätzen fünf «Eingeborene» und fünf «Zugezogene» stehen.

Angestellte Manager
In der Präzision der Schätzungen zeigen sich freilich von Fall zu Fall grosse Unterschiede. Diese Unschärfen haben aber eine längere Tradition, und die Fortschreibung dieser Methoden von Jahr zu Jahr erweckt im Publikum mit der Zeit dann sogar den Eindruck einer gewissen Präzision. Vermögen von Familien oder privat kontrollierten Unternehmen lassen sich schwieriger bewerten als börsenkotierte Firmen; für die einen ist das Vermögen in einem einzelnen Unternehmen gebunden, für andere in diversifizierten Anlagen liquider verfügbar, wieder andere haben sich Stiftungen verpflichtet. Einmal setzt man Einzelpersonen auf die Liste, dann wieder Gruppen oder Familien, die hinter einem bestimmten Unternehmen stehen. Die Schätz-Ungenauigkeiten stossen im Publikum aber offenbar auf Toleranz, dessen Aufmerksamkeit gilt ohnehin eher den Bewegungen auf der Bühne; wer muss sie verlassen, wer betritt sie neu? Unter den «Neuen» dieses Jahres mit Vermögen in der Nähe von 200 Mio. Fr. befinden sich etliche angestellte oder seinerzeit angestellte Manager wie Joe Ackermann, Henri B. Meier, Fritz Gerber oder Rainer E. Gut, während die Unternehmer etwa aus der Medizinaltechnik, die auf eigene Risiken gearbeitet haben, eher in früheren Ausgaben die Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben.
  

 

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