Unzufrieden mit wirtschaftlicher Entwicklung

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eröffnet am: 25.12.01 21:29 von: Boersiator Anzahl Beiträge: 1
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9095 Postings, 7199 Tage BoersiatorUnzufrieden mit wirtschaftlicher Entwicklung

Unzufrieden mit wirtschaftlicher Entwicklung
Deutsche nehmen Schröder beim Wort

Das Wirtschaftstief und die schwache Entwicklung am Arbeitsmarkt werden laut Infratest dimap immer stärker der Bundesregierung angelastet. "Die Unzufriedenheit der Menschen nimmt zu", sagte der Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstituts, Richard Hilmer, in Berlin. Nach den Anschlägen in den USA hätten sich Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Außenminister Joschka Fischer (Grüne) in der Außenpolitik profiliert. Doch durch den Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Dezember, den anhaltenden Reformstau im Gesundheitswesen sowie das miserable Abschneiden deutscher Schüler bei der Pisa-Studie sei die Innenpolitik wieder ins Zentrum des Interesses gerückt. "Wenn die Regierung nicht gegensteuert, kann der Eindruck entstehen, die Union kann es besser", sagte Hilmer.
Union legt bei Sonntagsfrage zu
Erster Ausdruck der momentanen Enttäuschung der Bürger sei das gute Abschneiden der CDU bei der jüngsten Sonntagsfrage des Instituts. Danach lagen die Christdemokraten erstmals seit der Spendenaffäre wieder vor der SPD. Bundesweit hätten 38 Prozent der 1100 Befragten CDU und CSU ihre Stimme gegeben, wenn am vergangenen Sonntag Wahl gewesen wäre. Die SPD wäre auf 37 Prozent gekommen. Damit hätte die Union erstmals seit Dezember 1999 die Sozialdemokraten überholt.

"Rückkehr zur Normalität"
Allerdings sei dieses Ergebnis auch eine Art Rückkehr zur Normalität, erklärte Hilmer. Grundsätzlich profitiere die große Oppositionspartei in Umfragen von der Unzufriedenheit der Bürger mit der Regierung. Nur sei dies der CDU wegen der Spendenaffäre über lange Zeit hinweg nicht gelungen. Das Umfrageergebnis sei neun Monate vor der Bundestagswahl nur eine Momentaufnahme. Das bewiesen auch die überdurchschnittlich guten Sympathiewerte für Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD). Sechs von zehn Bundesbürgern halten Schröder für einen guten Regierungschef. "Der Kanzler steht sehr gut da", sagte Hilmer.

Die "ruhige Hand" als Nachteil
Die Bundesregierung wird Hilmer zufolge hauptsächlich an ihrem Erfolg bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit gemessen. Das Kanzlerwort von der "ruhigen Hand", von ihm selbst bezogen auf die Wirtschaftspolitik, gereiche der Regierung im Zusammenhang mit der Arbeitsmarktpolitik zum Nachteil. Zumal Schröder die Zahl der Arbeitslosen unter 3,5 Millionen drücken wollte, und dieses Ziel nun wahrscheinlich nicht erreichen wird. "Hier muss die Regierung verlorenes Vertrauen zurückgewinnen."


 

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