Unsere "Telekom" und Kinderpornografie

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neuester Beitrag: 18.06.09 15:49
eröffnet am: 23.03.09 00:25 von: Zwergnase Anzahl Beiträge: 27
neuester Beitrag: 18.06.09 15:49 von: Kritiker Leser gesamt: 708
davon Heute: 1
bewertet mit 7 Sternen

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23.03.09 00:25
7

30851 Postings, 7133 Tage ZwergnaseUnsere "Telekom" und Kinderpornografie

Finden die das etwa toll, über deren Angebote kinderpornografische Seiten aufzurufen, geht's um's Geschäft oder schieben die mal wieder die Gesetzgeber vor anstatt mal nen Funken Eigeninitiative bzw. -verantwortung zu zeigen ? Widerlich u. pervers wie ich finde

Sonntag, 22. März 2009

Internet-Zensur von Kinderpornos - Telekom stellt sich noch quer

Nach einem Bericht des "Kölner Stadt-Anzeigers" sperren sich mehrere deutsche Internet-Service-Provider gegen den Plan, kinderpornografische Seiten zu blockieren. Die Gespräche mit Vodafone und Kabel Deutschland seien positiv verlaufen, berichtet das Blatt unter Berufung auf einen internen Vermerk des Innenministeriums. Die Gespräche mit der Deutschen Telekom gestalteten sich hingegen "erheblich schwieriger". Unter anderem verlange das Unternehmen die Zusage für eine Gesetzesinitiative, die den Firmen mehr Rechtssicherheit geben soll. Der erfolgreiche Abschluss der Vertragsverhandlungen werde "erheblich erschwert" durch verfassungsrechtliche Bedenken von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries.

....

Freiwillige Verpflichtung

Von der Leyen setzt zur Sperrung von Kinderporno-Seiten auf eine freiwillige Vertragslösung zwischen Internet-Anbietern und Bundeskriminalamt. Sie warf allerdings einem Teil der Internet-Unternehmen in der "FAZ" vor, eine "Blockadehaltung" einzunehmen und "eine Nebelkerze nach der anderen" zu werfen. Parallel will sie an diesem Mittwoch im Bundeskabinett Eckpunkte für eine gesetzliche Regelung vorlegen.

manuell gekürzt, weiter hier: http://www.n-tv.de/1124962.html
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1 Postings ausgeblendet.

23.03.09 00:31
6

30851 Postings, 7133 Tage ZwergnaseTja, so sieht's aus im tollen Deutschland

Nur Luschen am Ruder ohne mal hart durchzugreifen. Leider nicht nur in dieser Angelegenheit.

17.04.09 23:26
1

30851 Postings, 7133 Tage Zwergnaseq.e.d.

Freitag, 17. April 2009

"Weniger als ein Anfang" - Internetsperre vereinbart

Auf Initiative von Familienministerin Ursula von der Leyen haben fünf große Internetanbieter eine Vereinbarung mit dem Bundeskriminalamt unterzeichnet, die den Zugriff auf Kinderpornografie im Internet erschweren soll. Internet-Nutzer, die entsprechende Seiten anklicken, sollen in spätestens einem halben Jahr Warnungen zu sehen bekommen.

Die Presse hegt einhellig Zweifel an der Wirksamkeit dieser Sperr-Maßnahme. Die Vorstellung, damit der Kinderpornographie Herr zu werden, sei "erschreckend naiv". Statt eines symbolhaften und populistischen Aktionismus, sollten andere Instrumente wie schlagkräftige Fahndungseinheiten zum Einsatz kommen. Vor allem aber sei eine klare gesetzliche Regelung anstelle eines "löchrigen Vertrags" notwendig.

weiter hier: http://www.n-tv.de/1139308.html

17.04.09 23:30
4

12850 Postings, 6716 Tage Immobilienhaisorry, aber das verhalten der telekom ist

nachvollziehbar.....das justizministerium und der gesetzgeber sind nicht in der lage eine verfassungsrechtlich und europarechtlich saubere lösung auf die beine zu stellen und wollen unter dem deckmäntelchen der allgemeinen öffentlichen empörung ihr eigenes unversagen der privatwirtschaft mit allen verbundenen risiken in die schuhe schieben......
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Ist ein Würstchen eine Kiwi?

17.04.09 23:31
2

33482 Postings, 5471 Tage Jutounvorstellbar,

das man kinderpornos
im internet so schwer bekämpfen kann.
da stimmt doch was nicht.
warum hat man so lange geschlafen,
und auch jetzt macht man so halbgare bestimmungen dagegen?
stoppschilder...unglaublich.
posting 3 bringt
es auf den punkt.  

17.04.09 23:34

29429 Postings, 5343 Tage sacrificevor allem schätz ich die Regierung

mal als so dreist ein, dass die damit nicht genug, auch Einsicht ins bisherige Surfverhalten haben wollen, Gesetz steht und damit geht erstmla was. Die Sache mit der Zugriffserschwerung is in meinen Augen auch mehr so ein Deckmäntelchen zur Entmachtung der wenigen Monopolisten wie der Telekom und in Richtung der Staat gets it all Ding

17.04.09 23:36

29429 Postings, 5343 Tage sacrificeund wenn schon nicht unmittelbar die Regierung

dann auf jeden fall der BND. Haben die Idioten wieder freies Spiel. Und diesmal muss man nichtmal mehr ein Bauernopfer bringen, aber wir, das Volk, verdienen es ja auch nicht anders. Schließlich sind wir ja so blöd.

17.04.09 23:44
1

30851 Postings, 7133 Tage Zwergnasehabe gerade inden TT gehört,

dass es Länder gibt, in denen Verbreitung von Kinderpornogrphie nicht mal strabar ist.

Beispiele sind die Ukraine und wohl einige Länder in Asien. Da befinden sich dann auch die Rechner und die Betreiber müssen keine Strafverfolgung befürchten. :(

17.04.09 23:45

29429 Postings, 5343 Tage sacrificemusst du das so explizit posten?

18.04.09 00:03

10765 Postings, 5168 Tage gate4shareWarum ist das denn da straffrei?

Meine ist das bewusst so gewollt, oder hat man vielleicht einfach noch nicht "dran gedacht" dafür  ein Gesetz bzw Verbot zu verabschieden?
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Ich als Jüdin sage: Israels Besatzungs- und Siedlungspolitik ist unerträglicher und verabscheuungswürdiger Staatsterror"    Evelyn Hecht-Galinski

http://zmag.de/artikel/Machen-Sie-den-Mund-auf

18.04.09 00:05
1

30851 Postings, 7133 Tage ZwergnaseKeine Ahnung, aber da zählt wohl

offenschtlich ein Kinderleben bzw. -seele nicht viel mehr, als 'n warme Mittagessen. Traurig, traurig ...

18.04.09 00:11
1

30851 Postings, 7133 Tage Zwergnase...

Eine Studie von ICMEC (International Centre for Missing and Exploited Children and other participants) bei der 184 Interpool-Länder untersucht wurden hat gezeigt, dass in mehr als der Hälfte dieser Länder keine Gesetze bezüglich Kinderpornographie existieren.

http://www.aktiv-gegen-kinderarbeit.de/produkte/...betroffene_laender

26.04.09 11:04
1

30851 Postings, 7133 Tage ZwergnaseSurf-Sperre verzögert sich um mehrere Monate

Hat wohl ne niedrige Priorität bei der Telekom ...

Sonntag, 26. April 2009
"Stopp!" für Kinderpornos - Surf-Sperre verzögert sich

Die von der Bundesregierung initiierte Sperrung kinderpornografischer Internet-Seiten wird sich um etliche Monate verzögern.

Die Deutsche Telekom machte im "Focus" dafür technische Hürden verantwortlich. Telekom-Sprecher Ralf Sauerzapf sagte: "Wir müssen eine Software entwickeln, die es bis dato noch gar nicht gibt, und diese auf einigen hundert Servern testen und installieren."

Die Entwicklung und Umsetzung dieses vollautomatischen Verfahrens koste mehr Zeit als gedacht. "Die Sperre kann daher voraussichtlich erst in einem halben Jahr aktiviert werden", so Sauerzapf.

http://www.n-tv.de/1144050.html

26.04.09 11:09
4

17576 Postings, 4455 Tage Terrorschweinin der aktuellen CT gibts eine Bericht

über den ganzen Blödsinn des Blockadeversuchs. Letztendlich erreicht man das Gegenteil

26.04.09 11:12
1

58056 Postings, 4605 Tage jocyxso ein Schwachsinn wieder ..

bei Siemens läuft auf den Proxy-Servern für das Intranet schon seit über 10 Jahren eine Software, die Seiten aus dem Internet sperrt. Diese wird immer weiter perfektioniert. Die Telekom befürchtet doch nur Umsatzverluste.
In der freien Marktwirtschaft steht halt sowas wie Schutz vor Kinderpornografie nicht unbedingt in vorderer Reihe der Prioritätenliste.
Geld vor Moral ...  

26.04.09 11:12
6

29411 Postings, 4840 Tage 14051948KibbuzimReden wir doch mal Klartext

Über die ganze Kinderfickerscheiße soll endlich mehr Kontrolle übers Internet seinen Anfang finden,
die Kinderpornographie verhindert man so in keinster Weise.
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26.04.09 11:14
1

10909 Postings, 4825 Tage sirusda haste ausnahmsweise mal recht

26.04.09 11:19

29411 Postings, 4840 Tage 14051948KibbuzimDanke sirus,jetzt ist mein Sonntag

doch noch gerettet,Schtzchen !

Ich darf doch hoffen,daß "Schätzchen" jetzt nicht als pornographische Anmache von dir gemeldet wird....
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26.04.09 11:19

29411 Postings, 4840 Tage 14051948KibbuzimScheiße,ein ä vergessen

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26.04.09 11:22

10909 Postings, 4825 Tage sirussolange du

posting 18 nicht als unterstellung meldest...  

26.04.09 11:25

29411 Postings, 4840 Tage 14051948KibbuzimNatürlich ist das ne Unterstellung

ach ich hab heut halt meinen Großzügigen.

Morgen aber vielleicht meld ich das recht als neofaschistische Äußerung....
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18.06.09 13:57

129861 Postings, 6039 Tage kiiwiiSPD: NEIN zu InternetSperre geg. KinderPornografie

SPD-Rebellen protestieren gegen Internet-Sperre

Von Frank Patalong

Kritik in letzter Minute: Online-Experten und Spitzenpolitiker der SPD wehren sich gegen das Internet-Sperrgesetz, mit dem die Große Koalition Kinderpornografie bekämpfen will - und das heute beschlossen werden soll. Die Aktion bringe nichts und mache die Partei "für die digitale Generation unwählbar".

Hamburg - Der Widerstand in der SPD gegen das Internet-Sperrengesetz hält an. Mit einem offenen Brief "An die SPD-Bundestagsfraktion, Herrn Vorsitzenden Dr. Peter Struck, MdB, An den SPD-Parteivorstand, Franz Müntefering z.K." appelliert der hessische SPD-Fraktionsvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel, dem sogenannten Zugangserschwerungsgesetz gegen Kinderpornografie im Bundestag nicht zuzustimmen. SPIEGEL ONLINE dokumentiert den offenen Brief im Wortlaut.


(...............)


URL:

   * http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,631133,00.html  

18.06.09 14:12
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4261 Postings, 4757 Tage oliweleidUnwissend und stolz darauf

Unwissend und stolz darauf

Twister (Bettina Winsemann) 18.06.2009

 

Die Bundesfamilienministerin zeigt beim Thema "Netz gegen Kinderporno" deutlich, was ihr fehlt: Sachkompetenz

 

Es war eine Steilvorlage: Im Interview (1) mit Spiegel Online (genauer: mit Frank Patalong und Hilmar Schmundt) äußerte sich Ursula von der Leyen einmal wieder zum Thema Netzsperren und zeigte in zwei Sätzen besonders deutlich, dass sie nicht weiß, wovon sie spricht, und stattdessen gerne mit Vermutungen und zusammengereimten Ideen hantiert. Bedauerlich ist, dass weder Herr Patalong noch Herr Schmundt diese Gelegenheit nutzten, um Frau von der Leyen zu entlarven. Zwar ist dies hinsichtlich der Zahlen und Daten, die die Familienministerin weitergibt, bereits offensichtlich, doch gerade, was die Ministerin über das "Netz gegen Kinderporno" nicht wusste, war sehr aussagekräftig.

   

Auf die Frage: "Aber wieso machen Sie keinen Gesetzesvorschlag für die konsequente Polizeiermittlung im Internet gegen Kinderporno-Hersteller?" antwortete sie mit folgenden Sätzen:

 
Die Polizei hat bereits eine Ermittlungsbefugnis. Das Problem ist, dass Kinderpornografie international nicht hinreichend verboten und verfolgt wird. Die Strafverfolgung ist in den letzten Jahren konsequent verbessert worden. Das Schließen von Anbieterservern ist zwar auch verstärkt worden. Da bleibt aber viel zu tun. Das geht nur über internationale Verhandlungen. Nur beim Thema Access Blocking hat es zehn Jahre lang Gespräche hinter verschlossenen Türen gegeben, aber vergebens. Es hat sich nichts getan. Sie hatten auf SPIEGEL ONLINE vor vielen Jahren die Aktion "Netz gegen Kinderporno". Ich frage mich, warum diese Aktivitäten eingeschlafen sind. Wir sollten diese vielbeschworenen Selbstreinigungskräfte des Netzes wiederbeleben.
   

Die Aktion "Netz gegen Kinderporno" mit den Selbstreinigungskräften des Netzes in Verbindung zu bringen, ist nur möglich, wenn sich jemand nicht die Mühe gemacht hat, sich hierüber zu informieren, sondern lediglich Reizworte aufnimmt und dann Vermutungen anstellt. "Netz gegen Kinderporno" - das klingt nach "Das Internet gegen Kinderporno", nach "das Netz kümmert sich selbst um das Problem", also hört es sich gut an für die Ministerin, die ja offen zugibt, dass sie nicht weiß, warum diese Aktion "eingeschlafen ist".

 

 

Ich melde besser nichts, sonst kommt die Polizei auch zu mir

 

Niemand muss jetzt stundenlang recherchieren, um herauszufinden, was mit dem "Netz gegen Kinderporno" geschah, bereits der erste Link, den Google beispielsweise ausgibt, führt direkt zu der Erklärung, warum das "Netz gegen Kinderporno" seine Arbeit eingestellt hat.

 

Wie Patrick G. Stößer auf seiner Stopp-Seite (2) korrekt erläutert, war das NgK nicht etwa ein Teil der Selbstreinigungskräfte des Internet, es ging vielmehr darum, diejenigen, die im Netz auf Kinderpornografie stoßen, davor zu bewahren, durch die Meldung dieses Materials mit in die Ermittlungen der Strafverfolgung einbezogen zu werden. Weiterhin waren zu der Zeit, als das NgK von Heise Online, dem Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FifF), dem Deutschen Kinderschutzbund, Spiegel Online und Stern Online im Jahr 1998 gegründet wurde, die Strafverfolgungsbehörden noch nicht ausreichend mit der Möglichkeit ausgestattet, online solche Kinderpornomeldungen anzunehmen. Das NgK schloss hiermit vorübergehend eine Lücke und bot (3) sich als provisorische neutrale Meldestelle an, die Hinweise auf Kinderpornografie entgegennimmt und weiterleitet.

 
Die im World Wide Web eingerichtete Meldestelle soll verhindern, dass Bürger aus Angst oder Bequemlichkeit wegsehen, wenn sie im Internet auf Kinderpornografie stoßen.
 

Die Strafverfolgung, deren Einsatzmöglichkeiten zunahmen, hatte das Problem erkannt, weshalb das LKA Nordrhein-Westfalen (nach Rücksprache mit anderen Landeskriminalämtern) mitteilte, dass gegen Zufallsfinder von kinderpornografischen Schriften in Online-Diensten und Datennetzen generell keine Ermittlungsverfahren mehr eingeleitet werden würden. Somit hatte sich die Arbeit des NgK erledigt, was sich auch heute noch detailliert auf der Seite des NgK nachlesen lässt (4).

 

Frau von der Leyen stochert hier also nicht einmal mehr im Nebel herum, sondern ist entweder nicht willens oder nicht fähig (oder beides), sich über das NgK zu informieren, sondern kokettiert im Interview auch noch mit ihrer Unwissenheit, indem sie darüber grübelt, warum das NgK denn eingeschlafen ist.

 

Was diese Angelegenheit im Vergleich zu all den anderen Lügen und Halbwahrheiten, die die Bundesfamilienministerin verbreitet, so tragisch erscheinen lässt, ist die Tatsache, dass das NgK durchaus in nächster Zeit wieder benötigt werde könnte. Und daran ist eben die Ministerin (mit)schuldig.

 

 

Anfangsverdacht oder: Zurück in die Vergangenheit

 

Denn während der Debatte um die Netzsperren gab das Justizministerium bekannt, dass durch das Aufrufen einer der Seiten, die durch das Stoppschild blockiert werden, ein Anfangsverdacht gegen die Aufrufenden entstünde (5). Eine Echtzeitüberwachung sollte hier dann entscheidende Anhaltspunkte liefern. Zwar wurde von dieser Idee wieder Abstand genommen, unklar ist aber derzeit, ob die Provider nicht doch Daten sammeln und ggf. den Strafverfolgern zur Verfügung stellen sollen.

 

Wenn aber bereits der Aufruf einer gesperrten Seite (warum auch immer) schon zu einem Anfangsverdacht führen kann, was ist dann, wenn eine noch nicht gesperrte Seite nun zufällig gefunden wird? Hierzu schrieb mir eine Leserin meiner früheren Artikel bei Telepolis:

 
Immer wieder stoße ich in Kommentaren auf das Thema "KiPo Zufallsfunde melden", nicht nur bei Heise. Ich möchte aus einem Gespräch mit einer Bediensteten des BKA's (vor 3 Jahren) zitieren:
   

*"Es gibt keine Zufallsfunde!"*

 

So ihre Aussage. Begründet damit, daß explizit Suchbegriffe in Suchmaschinen eingegeben werden müssen, um überhaupt auf annähernd inhaltliche Kontente zu stoßen.

 

Daraus ergibt sich folgendes Resume: Stößt jemand auf KiPo, - bezeichnet dies als Zufall, wird ihm das als Falschaussage gewertet und unterstellt, er hätte danach gesucht. Somit wird er der Sache verdächtig.

 

Grund meines Gespräches damals war ein vermutlicher Fund meinerseits. Ich sah es als meine Pflicht diesen Fund zu melden und ließ mich mit der entsprechenden Spezialistin beim BKA verbinden. Wir führten ein sehr ausgiebiges Gespräch über die Gesamtproblematik. Selbst historische Hintergründe blieben mir nicht erspart ("Cesar und die kleinen Knaben", "Die alten Griechen", usw.). Ein Interesse am zufällig gefundenem Objekt zeigte sich jedoch bis zum Beenden des Gespräches nicht.

 

Wenn dann noch die teilweise sehr fragwürdige Hausdurchsuchungspraxis der Strafverfolger sowie Frau von der Leyens These des "Angefixtwerdens" in die Gleichung einfließen, dann ist das Ergebnis klar: Das Vertrauensverhältnis zwischen denjenigen, die auf Kinderpornografie im Netz stoßen, und der Strafverfolgung ist erneut gestört durch die Netzsperren und die Aussagen der Familienministerin. Meldungen werden womöglich nicht mehr getätigt werden, um nicht sofort als "gefährdeter, angefixter Kinderpornolieberhaber" in die Mühle der Ermittlungen zu geraten und ggf. - wie z.B. bei der " Operation Ore (6)" - irgendwann zwar freigesprochen zu werden, jedoch gleichzeitig vor den Trümmern der eigenen Existenz zu stehen.

 

 

Das "Netz gegen Kinderporno" wird wahrscheinlich bald erneut gebraucht

 

Das jedenfalls hat die Bundesfamilienministerin geschafft: Das "Netz gegen Kinderporno" wird wahrscheinlich bald erneut gebraucht. Und das hat weder etwas mit Selbstheilungskräften des Netzes zu tun, noch ist es etwas, was gefeiert werden sollte. Es ist eher traurig, dass durch die unsinnige und sture Initiative einer nicht ausreichend informierten Ministerin das Rad der Zeit wieder zurückgedreht wird und alles, was unter anderem auch die Initiatoren des NgK erwirkt haben, zerstört wird. Und dies lediglich, um eine Symbolpolitik zu betreiben, die keinem Kind, welches sexueller Gewalt ausgesetzt ist, helfen wird - im Gegenteil.

 

Es mag sein, dass tatsächlich das Bundesinnenministerium diese Ideen der Netzsperren vorantreibt und Frau von der Leyen nur eine Marionette ist, an deren Fäden andere ziehen. Doch die Familienministerin hat oft genug alle Fakten, Daten und Zahlen erhalten, sie hat die Möglichkeit sich zu informieren und zu korrigieren. Stattdessen verkündet sie stolz weiterhin Unwahrheiten und gibt sich als tapfere Kämpferin, die "an allen Fronten kämpft" und nicht weicht. Doch wie bei Don Quichotte kämpft sie gegen Windmühlen - aber ihr Kampf hat Opfer. Und das sind eben jene Kinder, von denen sie sagt, dass sie ihnen helfen will. Die verbrannte Erde, die die Bundesfamilienministerin schon jetzt zurücklässt, ist immens und sorgt für eine neue Kultur des Wegsehens, sei es durch die Stoppschilder oder durch aus Angst ausbleibende Meldungen über Kinderpornoseiten. Herzlichen Glückwunsch dazu, Frau Ministerin.

 

Links

(1) http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,626965,00.html
(2) http://www.stopp-seite.de/index.php/2009/05/29/...er-leyen-im-spiegel
(3) http://www.fitug.de/debate/9807/msg00668.html
(4) http://www.heise.de/ct/Netz-gegen-Kinderporno--/artikel/134102
(5) http://www.heise.de/newsticker/...oppschild-Zugriffe--/meldung/136769
(6) http://infowars.wordpress.com/2007/08/05/...euen-jahrtausends-teil-1/

Telepolis Artikel-URL:  http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30524/1.html

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oliweleid

18.06.09 14:13
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4261 Postings, 4757 Tage oliweleidmehr dazu

http://www.ariva.de/China_Nordkorea_Iran_und_jetzt_Deutschland_t374204
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oliweleid

18.06.09 14:18
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129861 Postings, 6039 Tage kiiwiiKinderpornografie,Gewaltvideos-raus aus dem Netz!

18.06.09 15:49

7114 Postings, 6874 Tage KritikerLetztlich verdient die

T-Kom an Porno's, weil sie für das Netz die Gebühren weiterleitet.
Da die T-Kom ein halbstaatl. Unternehmen ist, an dem viele Politiker mitverdienen, müßten sie an ihrem eigenen Ast sägen.
Würde die T-Kom den Geldhahn zudrehen, wäre es mit Kinderpornos schnell vorbei.

Deshalb hören wir dieses "rum-geeierte" Palaver.  

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