Unser Panikheld Stoibär

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eröffnet am: 23.02.06 08:52 von: ottifant Anzahl Beiträge: 1
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21368 Postings, 7035 Tage ottifantUnser Panikheld Stoibär

China will mehr Transrapid
Zwei Tage war die Aufregung groß: China, so wurde berichtet, plane eine Kopie der deutschen Transrapid-Technologie. Ministerpräsident Edmund Stoiber witterte "Ideenklau" und wollte das Thema auf dem G8-Gipfel ansprechen. Jetzt folgte die gute Nachricht: Auch die
Transrapidstrecke in Shanghai wird verlängert. Ex-Siemens-Chef Heinrich von Pierer bemüht sich, die Wogen zu glätten.


Transrapid in Shanghai
Zhui Feng ("Jagt den Wind") soll das chinesische Remake der deutschen Magnettechnologie heißen. Eine Mitteilung von Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) sorgte dafür, dass die Diskussion um möglichen Technologie-Diebstahl sich auf ein laues Lüftchen reduzierte: China will seine 36 Kilometer lange Transrapidstrecke auf 180 Kilometer ausbauen. Bis 2010 sollen Shanghai, der dortige Großflughafen und die Stadt Hengzhou mit dem Gelände der Expo 2010 verbunden werden. Für das Transrapid-Konsortium und andere deutsche Unternehmen bedeutet das ein Auftragsvolumen in Milliardenhöhe.


Der Konkurrenzzug der Chinesen
Vor diesem Hintergrund war der ehemalige Konzernchef und jetzige Siemens-Aufsichtsratsvorsitzende Heinrich von Pierer bemüht, die Diskussion um Zhui Feng herunterzukochen. In der Frage, ob die chinesische Entscheidung für die Entwicklung einer eigenen Magnetbahn als Raubkopie oder legale Weiterverwertung zu beurteilen ist, relativierte von Pierer in einem BR-Interview auch die Aussagen Stoibers: Es sei bekannt, dass die Chinesen eine eigene Magnetschwebebahn entwickeln. "Es gibt keine Hinweise, dass sie deutsche Technologien abgekupfert hätten."

Damit widersprach er indirekt dem bayerischen Ministerpräsidenten, der von einem "Missbrauch geistigen Eigentums" gesprochen hatte. Ähnlich wie Stoiber hatte sich gestern auch der Betriebsrat von ThyssenKrupp eingelassen: Zwar sei nicht geklärt, ob die chinesische Entwicklung auf deutschem Wissen beruhe, aber der Verdacht liege angesichts der vielfach in China "praktizierten Variante des 'Technologie-Transfers' nahe".

 

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