Über einen großen Sportler: das Monster

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neuester Beitrag: 06.03.07 14:48
eröffnet am: 14.12.06 13:59 von: Talisker Anzahl Beiträge: 4
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14.12.06 13:59
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36816 Postings, 6287 Tage TaliskerÜber einen großen Sportler: das Monster

Besonders schön die Stelle mit dem
?Jungs, wenn ihr nichts dagegen habt, mache ich das", sagte da das damals 18 Jahre alte Mannschaftsküken. Ein paar Sekunden später war Deutschland Europameister.
Gruß
Talisker


Hockeyspieler Christopher Zeller

?Dieser Mann ist eine Sensation?

Von Peter Penders


Zeller machte Deutschland mit zwei Toren im Finale zum Weltmeister 2006
14. Dezember 2006
Ganz offensichtlich hatten die Fernseh-Kollegen von ?Holland-Sport" das richtige Gespür. Daß da ein deutscher Hockeyspieler beim holländischen Meister HC Bloemendaal für Furore sorgt, ist in den hockeybegeisterten Niederlanden natürlich nicht verborgen geblieben. Also schickte ?Holland-Sport" ein Kamerateam, das seine Objektive beim Spitzenspiel der Bloemendaaler gegen Rotterdam einzig und allein auf den deutschen Stürmer richtete.

Durchaus ein riskantes Anliegen, obwohl Christopher Zeller zuvor in den zwölf Saisonspielen schon 29 Treffer erzielt hatte. ?Hoffentlich spielst du jetzt nicht ausgerechnet in dem Spiel so richtig schlecht", hatte Zeller gedacht, als er davon informiert wurde, und gesteht, schon ein bißchen Druck gespürt zu haben. Damit aber kann er offensichtlich besonders gut umgehen, denn heraus kam ein Nachmittag, den weder Zeller noch die 4000 Zuschauer und schon gar nicht die beiden Rotterdamer Torhüter so schnell vergessen werden: Bloemendaal gewann die Partie 8:5 - und ihr deutscher Mittelstürmer erzielte sieben Treffer.

Die gegnerischen Torhüter kapitulierten

Die Kollegen haben häufig Grund, sich bei ihm zu bedanken

Ein paar Tore mehr als im Fußball fallen im niederländischen Vereinshockey im Schnitt zwar schon, aber die Quote von Christopher Zeller schlägt mittlerweile alle Rekorde. Prompt haben ihm die niederländischen Medien den Spitznamen ?Het monster" verpaßt, und wie ein Monster muß er vor allem auf die gegnerischen Torhüter wirken. Der erste gab am Sonntag zur Halbzeit auf, dem zweiten erging es nach der Pause allerdings auch nicht besser. Was immer sich Rotterdam einfallen ließ, um den Deutschen irgendwie zu stoppen, letztlich ging es schief. Nachdem die ersten beiden Strafecken flach ins Tor geflogen waren, ging auch der Torhüter bei der dritten Strafecke auf Tauchstation - die Hockeykugel aber flog hoch in den linken Torwinkel.

Nach dem vierten Zeller-Treffer, fast von der Torauslinie erzielt, tauschte Rotterdam den Torwart, und der Ersatzmann mußte zwei weitere Strafeckentore in den rechten Torwinkel und zum Abschluß noch einen Gewaltschuß nach einem Konter hinnehmen. Damit war die Zeller-Show perfekt, und nicht nur die Zuschauer erhoben sich beim Schlußpfiff. ?Das einem selbst die Gegner alle gratulieren, habe ich auch noch nie erlebt. Das war sehr nett", sagt Zeller.

?Dieser Mann ist eine Sensation?

Triumphaler Abgang nach dem WM-Sieg

Allein diese Wortwahl läßt darauf schließen, daß der 22 Jahre Jura-Student außerhalb des Platzes mit einem Monster so gar nichts gemein hat. Wenn die Hockeykugel nicht rollt, ist Zeller freundlich und zurückhaltend, und selbst dieses für ihn unglaubliche Hockey-Jahr hat daran nichts verändert. Im Februar wurde er mit dem Münchner SC deutscher Hallenmeister, im September mit der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister und nebenbei als weltbester Nachwuchsspieler ausgezeichnet. Daß die Hockey-Trainer und Fachjournalisten mit dieser vor dem Finale erfolgten Wahl nicht falsch lagen, bewies tags darauf das Endspiel. Deutschland besiegte Australien 4:3, und Zeller hatte das 1:0 und das entscheidende 4:3 jeweils nach spektakulären Alleingängen erzielt.

?Dieser Mann ist eine Sensation", lobt ihn Bernhard Peters, sein ehemaliger Bundestrainer. Vor allem auch deshalb, weil er zwar trifft und trifft und trifft, davon aber kein besonderes Aufhebens macht. "Ich bekomme auch viele Tore gut aufgelegt", sagt er. Nach Bloemendaal ist er nach dem Sommer in die stärkste Hockeyliga der Welt gewechselt, "um viel zu lernen und möglichst gut zu spielen". Mit nun 36 Toren in 13 Saisonspielen hat er alle Erwartungen übertroffen, vor allem seine eigenen. "Sich so etwas auch nur ansatzweise vorzunehmen wäre doch arg vermessen gewesen", sagt der Münchner.

Für Studium und Job läßt Zeller viel Geld sausen

Dabei hatte doch niemand Zweifel, daß er sich auch in Holland durchsetzen würde. Seit seinem Debüt in der Nationalmannschaft gehört er zu jenen Spielern, denen man gerne nachsagt, daß sie den Unterschied in entscheidenden Partien ausmachen. In Hockeykreisen schon legendär ist die Verlängerung des Siebenmeterschießens im EM-Finale von 2003, als die deutschen Spieler berieten, wer den möglicherweise entscheidenden nächsten Siebenmeter schießen solle. ?Jungs, wenn ihr nichts dagegen habt, mache ich das", sagte da das damals 18 Jahre alte Mannschaftsküken. Ein paar Sekunden später war Deutschland Europameister.

?Er hat einen unglaublichen Siegeswillen", sagt Peters über seinen ehemaligen Spieler und lobt ihn in den höchsten Tönen: ?Jeder Trainer kann sich glücklich schätzen, einen solchen Stürmer in seinen Reihen zu haben." Viele internationale Stars besitzt der deutsche Sport nicht - mit Christopher Zeller gehört einer dazu, den die meisten nicht einmal erkennen würden. ?Jung, verspielt und besonnen", beschreibt er sich auf der eigenen Website in drei Worten. Kein leeres Gerede, er ist besonnen genug, im kommenden Sommer zum deutschen Zweitligaklub Rot-Weiss Köln zu wechseln, wo er Job und Studium perfekt kombinieren kann. Dafür läßt er viel Geld in Bloemendaal sausen. Das ist auch bei den niederländischen Fernsehkollegen ein Thema, die über diesen ungewöhnlichen Hockey-Weltstar ebenso staunen wie über den Westdeutschen Rundfunk, der einen schon abgedrehten Beitrag seit drei Wochen Sendung für Sendung verschiebt. Das wäre in den Niederlanden schwer vorstellbar.
Text: F.A.Z., 14.12.2006, Nr. 291 / Seite 33
Bildmaterial: AP, dpa, REUTERS

 

14.12.06 14:05
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14308 Postings, 6608 Tage WALDY -Deutsche und Holländer -



Deutsche und Holländer
Ein Deutscher sitzt genüsslich mit Kaffee, Croissants, Butter und Marmelade in einem Cafe beim Frühstück. Kommt ein Kaugummi kauender Holländer und setzt sich ohne zu fragen neben ihn. Er beginnt sofort ein Gespräch.

"Esst ihr Deutschen eigentlich das ganze Brot?"
Nur widerwillig lässt sich der Deutsche von seinem Frühstück ablenken und erwidert
"Ja, natürlich".
Der Holländer macht mit seinem Kaugummi eine Riesenblase und meint:
"Wir nicht. Wir in Holland essen nur das Innere des Brotes. Die Brotrinden werden in Containern gesammelt, aufbereitet, in Croissants geformt und nach Deutschland verkauft."
Der Deutsche hört nur schweigend zu.

Der Holländer lächelt verschmitzt und fragt weiter:
"Esst ihr auch Marmelade zum Brot?"
Leicht genervt antwortet der Deutsche:
"Ja, natürlich"
Seinen Kaugummi genüsslich zerkauend meint der Holländer
"Wir nicht. Bei uns in den Niederlanden essen wir nur frisches Obst zum Frühstück. Die Schalen, Kerne und Überreste werden in Containern gesammelt, aufbereitet, zu Marmelade verarbeitet und nach Deutschland
verkauft."

Mit stoischer Ruhe fragt der Deutsche:
"Habt ihr in Holland auch Sex?"
Der Holländer lacht und sagt:
"Ja, natürlich haben wir Sex".
Der Deutsche lehnt sich über den Tisch und fragt:
"Was macht ihr dann mit den gebrauchten Kondomen?"
"Die werfen wir natürlich weg", meint der Holländer.
Jetzt fängt der Deutsche an zu lächeln:





"Wir nicht" Bei uns werden alle gebrauchten Kondome in Containern gesammelt, aufbereitet, geschmolzen, zu Kaugummi verarbeitet und nach Holland verkauft".
 

14.12.06 15:56
1

7465 Postings, 5446 Tage 2teSpitzeLeider hat Hockey

in D nicht die Bedeutung wie in NL. Aber der Zeller ist schon ein Wahnsinnstyp. Super Sportler, intelligent und trotzdem bescheiden und zurückhaltend. Könnten sich viele Fußballprofis mal ein Beispiel dran nehmen.

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Hacke, Spitze, 1, 2, 3!  

06.03.07 14:48

36816 Postings, 6287 Tage Talisker"Besser, du gehst zum Zirkus"

Eine meiner Lieblingsunterrichtseinheiten...


Dick Fosbury wird 60

Der Flop, der zum Hit wurde

Wäre es nach Bernie Wagner gegangen, dann hätte die größte technische Revolution der Leichtathletik-Geschichte nicht stattgefunden. ?So wird nichts aus dir. Besser wäre es, wenn du zum Zirkus gehen würdest?, riet der Trainer seinem experimentierfreudigen Hochsprungschüler Richard Fosbury , als dieser sich anschickte, die Latte rücklings und mit dem Kopf voran zu überqueren.
...

http://www.faz.net/s/...94919CC5732508A122~ATpl~Ecommon~Scontent.html
 

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