US Schlußbericht

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eröffnet am: 16.04.03 22:32 von: Nassie Anzahl Beiträge: 3
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16.04.03 22:32

15990 Postings, 6766 Tage NassieUS Schlußbericht

Nach den Quartalsergebnissen bei Intel und Microsoft haben die US Indizes den Handel heute stark eröffnet.
Im Handelsverlauf wurde die Stärke aber wieder abverkauft.

Der Nasdaq gewinnt zum Handelsende noch leicht um 0,3% auf 1394,7 Punkte. Im Tageshoch ist der Index am Widerstand bei 1420 Punkten nach unten abgeprallt.
Support bietet das Niveau um 1350 Punkte.

Der Dow zeigte sich als relativer Underperformer und gab nach einem Test des mittelfristigen Downtrends um 1,7% auf 8258 Punkte ab. Support bietet das Niveau um 8160 Punkte.

Relativ stark tendierten im Handelsverlauf der Halbleiter- und Computersektor, mussten aber dennoch von den Tageshochs abgeben. Zum Handelsschluss bleibt im Halbleiterindex $SOX noch ein Gewinn von 3,4% auf 318,4 Punkte.

Unter druck standen seit Handelsbeginn der Biotech- und Pharmasektor. Zum Handelsschluss verliert der Biotechindex um 2,1%.
Der Goldsektor stieg gegen den Trend leicht an.

Gewinner im Dow Jones waren nach den Quartalszahlen die Aktien von Intel und Microsoft. MSFT musste von den Tageshochs aber auch merklich abgeben und gewinnt noch 1,2%, INTC legt hingegen deutlich um 6,0% zu.
Mit einem Verlust von 6,2% prallt Coca Cola nach den Quartalsergebnissen vom Key-Level nach unten ab. SBC Communications (-4,5%) ist dabei aus einer Bearflag nach unten auszubrechen.

Neben Intel kommen weitere der größten Gewinner im Nasdaq 100 aus dem Halbleitersektor. Applied Materials konnten um 4,6%, Altera um 4,0% und Xilinx um 4,4% steigen.
Verluste gab es hingegen besonders im Biotechsektor. Genzyme verloren 6,4%, Millennium Pharma 5,5% und Human Genome 3,6%.
 

16.04.03 22:34

15990 Postings, 6766 Tage NassieTeil 2

Die amerikanischen Märkte haben heute einen bewegten Handelstag hinter sich. Anfängliche Kursgewinne mussten gegen Ende des Tages wieder abgegeben werden. Händer bezeichnen die Situation als unentschlossen. Einerseits freuen sich Investoren über das schnelle Ende des Irak-Krieges und über gute Quartalszahlen, andererseits besteht weiterhin die Unsicherheit in Bezug auf die wirtschaftliche Lage und die weiteren Aussichten der Unternehmen.
Der Dow Jones verlor 1,7 Prozent auf 8.255 Punkte, die NASDAQ kletterte leicht um 0,2 Prozent auf 1.394 Punkte.

Sehr positiv wirkten sich die Zahlen des Automobilkonzerns Ford aus, dessen Aktie insgesamt 10,7 Prozent zulegen konnte. Der weltweit zweitgrößte Automobilhersteller konnte seinen Umsatz im ersten Quartal 2003 um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 40,9 Mrd. Dollar steigern. Aufgrund konsequenter Kosteneinsparungen und einem Gewinn im Finanzbereich wurden die Ergebnisprognosen übertroffen. Der Gewinn belief sich auf 896 Mio. Dollar oder 45 Cents je Aktie, gegenüber einem Verlust von 1,1 Mrd. Dollar oder 61 Cents pro Aktie in der Vorjahresperiode. Analysten hatten mit einem Gewinn von 22 Cents gerechnet, während Ford nur 20 Cents je Aktie erwartet hatte. Weiterhin hält das Unternehmen an seinem Ziel für das Gesamtjahr 2003 fest und rechnet mit einem gewinn von 70 Cents je Anteilschein.

Vor Börsenbeginn wurden bereits wichtige Konjunkturmeldungen aus den USA veröffentlicht. So sind die Realeinkommen und Wohnbaubeginne im März jeweils zum Vormonat gestiegen. Weiter teilte das US-Arbeitsministerium die saisonbereinigte Veränderung der Verbraucherpreise in den USA für März 2003 mit. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Lebenshaltungskosten um 0,3 Prozent, nachdem sie im Februar um 0,6 Prozent kletterten. Volkswirte hatten durchschnittlich Preiserhöhungen von 0,4 Prozent erwartet. In der Kernrate, d.h. unter Herausrechnung der volatilen Preise für Nahrungsmittel- und Energie, blieben die Preise unverändert gegenüber dem vorangegangenen Monat, während Experten mit einem Anstieg um 0,2 Prozent gerechnet hatten. Im Februar lag die Monatsteuerung bei 0,1 Prozent.

Der amerikanische Getränkehersteller Coca-Cola meldete die Zahlen für das vergangene erste Quartal. Trotz der schlechten US-Konjunktur konnte das Unternehmen den Gewinn im Vergleich zum Vorjahr steigern. Der Profit legte demnach von -194 Mio. Dollar oder -8 Cents je Aktie auf 835 Mio. Dollar oder 34 Cents je Aktie zu. Exklusive einmaliger Effekte erzielte Coke sogar einen Gewinn von 37 Cents je Aktie. Analysten hatten damit gerechnet. Beim Umsatz legte das Unternehmen aus Atlanta ebenfalls deutlich zu. Nach 4,08 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum erreichte Coca-Cola im ersten Quartal 4,5 Mrd. Dollar. Neben den Zahlen gab Coke auch weitere Einzelheiten zum Aktien-Rückkaufprogramm bekannt. Demnach werden in diesem Jahr noch eigene Aktien im Wert von ca. 1,5 Mrd. Dollar zurückgekauft. Die Dividende für das Gesamtjahr wird um 10 Prozent angehoben.

Der amerikanische Finanzinstitut J.P. Morgan Chase & Co. Inc. hat die Zahlen für das abgelaufene erste Quartal bekannt gegeben und damit einen Anstieg seiner Gewinne. Der Gewinnanstieg wurde vor allem durch höhere Umsätze im Investmentbanking Bereich sowie durch Kostensenkungen erreicht. Der Gewinn belief sich auf 1,4 Mrd. Dollar oder 69 Cents je Aktie nach einem Gewinn von 982 Mio. Dollar oder 48 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Analysten erwarteten einen Gewinn von 51 Cents je Aktie. Der Umsatz kletterte um 12 Prozent auf 7,66 Mrd. Dollar von 6,85 Mrd. Dollar. Analysten rechneten mit einem Umsatz von 7,8 Mrd. Dollar.

Die Philip-Morris-Mutter Altria Group Inc. präsentierte den Anlegern an der Wall Street ein schwächeres Quartalsergebnis. Demnach ist der Gewinn im ersten Quartal des laufenden Jahres von 2,37 Mrd. Dollar oder 1,09 Dollar je Aktie auf 2,19 Mrd. Dollar bzw. 1,07 Dollar je Titel gefallen. Mitverantwortlich für das Abschneiden sind höhere Werbeausgaben, um den kränkelnden Zigarettenverkauf in den USA wieder anzukurbeln. Analysten hatten mit einem Gewinn je Aktie im Bereich von 1,02 bis 1,10 Dollar gerechnet. Die Konzernleitung versicherte jedoch erneut, dass man für das Gesamtjahr von einem Gewinn je Aktie im Bereich von 4,60 bis 4,70 Dollar ausgeht.

Harley Davidson Inc. meldete einen satten Gewinnsprung im ersten Quartal des laufenden Jahres. Demnach kletterte der Gewinn von 119,9 Mio. oder 39 Cents je Aktie auf 186,2 Mio. Dollar bzw. 61 Cents je Aktie. Mit diesen Zahlen wurden die Wall-Street-Erwartungen deutlich übertroffen. Die Analysten gingen von 48 bis 54 Cents je Aktie aus. Der Umsatz sprang von 927,8 Mio. Dollar auf 1,11 Mrd. Dollar. Baxter International Inc. musste den Anlegern einen schwächeren Gewinn präsentieren. Dieser fiel im ersten Quartal von 253,0 Mio. Dollar oder 41 Cents je Aktie auf 217,0 Mio. Dollar bzw. 36 Cents je Titel. Schuld an dem Rückgang waren schwächere Verkäufe bei dem Hauptgeschäft, der Bluttherapie. Analysten hatten mit 37 Cents je Aktie gerechnet. Der Umsatz verbesserte sich von 1,88 auf 2,0 Mrd. Dollar. Baxter bekräftigte allerdings seine bereits bestehenden Prognosen für die Zukunft. Für das zweite Quartal geht das Unternehmen von einem Gewinn je Aktie im Bereich von 40 bis 42 Cents aus. Des Weiteren erwartet man einen Umsatzzuwachs von 8 bis 10 Prozent. Für das Gesamtjahr rechnet Baxter mit einen Gewinn je Anteilschein von 2,10 bis 2,20 Dollar und einem Umsatzwachstum von 8 bis 12 Prozent.

Die Pfizer Inc., der weltgrößte Pharmakonzern teilte mit, dass die Akquisition des Konkurrenten Pharmacia Corp. abgeschlossen wurde und das gemeinsame Unternehmen ab heute an der New York Stock Exchange gehandelt wird. Damit entsteht das Unternehmen mit der weltweit drittgrößten Marktkapitalisierung. Vor zwei Tagen genehmigte die US-Wettbewerbsbehörde die Übernahme, nachdem die Unternehmen dem Verkauf bestimmter überlappender Sparten zustimmten, um Wettbewerbsbedenken auszuräumen. Pfizer baut seine Position damit weiter aus und hat nach der Fusion einen Marktanteil von weltweit rund 11 Prozent bei verschreibungspflichtigen Medikamenten. Der Börsenwert des zusammengefassten Unternehmens ist dann um über 50 Prozent größer als der Wert des nachfolgenden Konkurrenten GlaxoSmithKline. Pfizer kündigte im Juli 2002 die Übernahme an und rechnet mit akquisitionsbedingten Kosteneinsparungen von 2,5 Mrd. Dollar in 2005. Die EU hatte diesen Zusammenschluss Ende Februar genehmigt. Die Aktionäre beider Unternehmen stimmten im Dezember 2002 dem Kauf im Wert von 57 Mrd. Dollar durch einen Aktientausch zu.
   

16.04.03 22:36

15990 Postings, 6766 Tage NassieTeil 3

New York: Zweigeteilt
(Instock) Übeltäter des Tages war Coca-Cola. Der Kurseinbruch des Getränkeherstellers zog den Dow Jones in die Tiefe. Dagegen stützten Microsoft und Intel die US-Technologiebörse. Nur wenig Einfluß hatten neue Verbraucherpreisdaten. Im März stiegen diese um 0,3 Prozent (Prognose: 0,4 Prozent). Die ebenfalls gemeldeten Baubeginne kletterten deutlich.

Der Dow Jones-Index gab 144 Zähler oder 1,7 Prozent auf 8.257 Punkte nach. Zugleich verlor der breiter gefasste S&P 500 10 Zähler oder 1,2 Prozent auf 879 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq zog der Composite-Index hingegen 4 Zähler auf 1.394 Punkte an.

Am Rentenmarkt notierte die Rendite der richtungsweisenden 10-jährigen Staatsanleihe mit 3,94 Prozent (- 3 Stellen), die der 30-jährigen Staatsanleihe mit 4,91 Prozent (- 3 Stellen). Am Devisenmarkt legte der Euro 1,1 Prozent auf 1,0914 US-Dollar zu. Der Ölpreis fiel auf 24,95 Dollar je Barrel. Der Goldpreis stieg auf 326,20 Dollar je Feinunze.

Im Blickpunkt

Mit Aufschlägen von 6 Prozent wurde Intel bedacht: Der Gewinnrückgang des Chipherstellers fiel weniger stark als erwartet aus. Analysten zeigten sich insbesondere von der 52-prozentigen Bruttogewinnspanne überrascht. Intel selbst hatte zuvor knapp 50 Prozent in Aussicht gestellt. Letzte Notiz: 18,15 Dollar.

Microsoft verbesserte sich nach dem guten Zahlenwerk vom Vorabend um 1,3 Prozent auf 24,92 Dollar. In seinem Ausblick konnte der Softwareriese jedoch keine Besserung der Nachfrage erkennen. Dessen ungeachtet legte PC-Produzent Hewlett-Packard 0,1 Prozent auf 15,59 Dollar zu. Konkurrent Dell gewann 1,4 Prozent auf 29,23 Dollar.

Wie Texas Instruments (+ 10,3 Prozent auf 19 Dollar) hat der Speicherproduzent EMC²(+ 8 Prozent auf 8,39 Dollar) im vergangenen Quartal die Gewinnzone erreicht.

Ein Manager der französischen Vivendi hat gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg von einem möglichen Apple-Gebot für die Musik-Sparte Universal Music berichtet. Angeblich wollen die Amerikaner 6 Milliarden Dollar bieten. Diese dementierten jedoch energisch. Die Aktie gab 1,1 Prozent auf 13,24 Dollar nach.

Im Biotechsektor verkündete Medarex eine Kooperation mit Pfizer, worauf die Aktie 4 Prozent auf 3,37 Dollar zulegte. Erzrivale Abgenix gab 3,7 Prozent auf 7,99 Dollar nach.

Coca-Cola ist im ersten Quartal mit einem Plus von 835 Millionen Dollar zwar wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt, der Absatz blieb mit Ausnahme Asiens aber unter den Erwartungen. Die Notierung brach daraufhin 6,2 Prozent auf 39,90 Dollar ein und zog den Dow in den Keller.

Altria, ehemals Philip Morris, musste Abschläge von 2,3 Prozent auf 31,70 Dollar hinnehmen. Sowohl Umsatz als auch Gewinn gingen im vergangenen Quartal zurück. Die schlimmsten Befürchtungen der Analystengilde bewahrheiteten sich jedoch nicht.

Zahlen kamen auch von Caterpillar. Der Maschinenbauer übertraf die Gewinnprognosen um 11 Cents je Aktie. Obwohl auch der Ausblick vielversprechend ausfiel, konnte die Aktie ihre Anfangsgewinne nicht halten und verlor 1,8 Prozent. Schlusskurs: 51,41 Dollar.

Ford glänzte dank wesentlich besser als erwartet ausgefallener Zahlen mit einem Aufschlag von 10,5 Prozent. Letzte Notiz: 9,23 Euro.

 

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