US-Autor: Verbrannt und in die Luft geschossen

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Das haben sich seine Kritiker aber anders vorgestellt gehabt.

 

SPIEGEL ONLINE - 21. August 2005, 11:03
URL: 
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,370759,00.html

Thompsons Trauerfeier
 
Asche von US-Autor in die Luft geschossen

Der US-Schriftstellers Hunter S. Thompson hatte verfügt, nach seinem Selbstmord solle seine Asche per Rakete in alle Winde zerstäubt werden - dieser Wunsch ist nun erfüllt worden. Schauspieler Johnny Depp betätigte sich als Kanonier.

Denver - Thompson, den Literaturkritiker zu den bedeutendsten US-Autoren des 20. Jahrhunderts rechnen, hatte sich am 20. Februar durch einen Kopfschuss selbst getötet und in seinem Testament den Ablauf der Feier festgelegt. Nach Angaben von Freunden hatte er sich immer gewünscht, nach seinem Tod die Erde mit einem großen Knall zu verlassen. Johnny Depp, einer der etwa 300 Gäste, zündete die Rakete, die auf Thompsons Anwesen in Woody Creek beim Nobel-Skiort Aspen aufgebaut worden war.

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BIZARRE TRAUERFEIER: DER LETZTE GROSSE KNALL

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Thompsons Witwe Anita sagte: "Er liebte Explosionen". Nach dem Raketenstart floss der Alkohol in Strömen, so wie es sich der Verstorbene gewünscht hatte. Thompson schrieb viele seiner Reportagen im volltrunkenen Zustand - was er stets thematisierte, weil nach seiner Überzeugung der Autor ein untrennbares Element eines Textes ist. Er schuf einen eigenen Stil im Grenzbereich zwischen Journalismus und literarischer Fiktion, der als "Gonzo-Journalismus" bekannt wurde.

Seinen bekanntesten Roman veröffentlichte Thompson 1971: "Fear and Loathing in Las Vegas" (deutscher Titel: "Angst und Schrecken in Las Vegas"). Fünf Jahre zuvor war er durch sein Buch "Hell's Angels" bekannt geworden, einer literarischen Reportage aus dem Innenleben der damals weithin gefürchteten Rockergruppe. Depp hatte die Ikone der literarischen US-Subkultur 1998 in dem Film "Fear and Loathin in Las Vegas" verkörpert. 
 

 

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