Trübe Unternehmensprognosen belasten Wall Street

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Donnerstag 20. Dezember 2001, 21:22 Uhr
Trübe Unternehmensprognosen belasten Wall Street

New York (Reuters) - Trübe Prognosen von US-Technologieunternehmen wie Juniper Networks (Frankfurt: 923889.F, Nachrichten) und Jabil Circuit haben nach Händlerangaben am Donnerstag vor allem die Technologiewerte an den US-Aktienmärkten belastet. Die Prognosen hätten den Markt daran erinnert, dass viele Bilanzen für das vierte Quartal weiterhin schwach bleiben dürften, sagten Händler. "Es ist schon viel Erwartung in einigen Aktienkursen eingepreist, und wenn diese Gewinnwarnungen kommen, werden die Leute nervös und sagen: Die Dinge werden möglicherweise doch noch nicht besser werden", sagte Richard Babson, Chairman von Babson-United Investment Advisors. Im Mittelpunkt des Geschäfts stand nach Händlerangaben die Aktie des Telefonkonzerns AT&T, nachdem der Kabelfernseh-Anbieter Comcast die Übernahme der Kabelsparte von AT&T angekündigt hatte.


Der Blue-Chip-Index Dow Jones Industrial gab bis gegen 20.10 Uhr 0,45 Prozent auf 10.025,46 Punkte nach. Der technologielastige Nasdaq-Index notierte mit 2,12 Prozent deutlich stärker im Minus auf 1940,80 Zählern, und der marktbreite S&P-500-Index verlor 0,35 Prozent auf 1145,49 Punkte.


Von Thomson Financial/First Call befragte Analysten erwarten, dass die Gewinne der im S&P-Index vertretenen US-Unternehmen im vierten Quartal um 20,3 Prozent zurückgehen. Im dritten Quartal waren die Gewinne der S&P-Unternehmen bereits um 21,6 Prozent gesunken.


Der US-Netzwerkausrüster Juniper hatte zuvor mitgeteilt, er werde die Prognosen der Wall-Street-Analysten um rund 50 Prozent verfehlen. Die Juniper-Aktien sackten daraufhin im Geschäftsverlauf 15,39 Prozent auf 19,42 Dollar ab. Das Unternehmen bezifferte den Pro-Forma-Gewinn auf rund fünf Cents je Aktie anstatt der von den Märkten erwarteten zehn Cents. Der US-Elektronik-Auftragsproduzent Jabil Circuit Inc. verzeichnete im ersten Quartal nach eigenen Angaben einen Gewinneinbruch um 80 Prozent. Mit einer Rückkehr auf den Wachstumspfad sei nicht vor dem dritten und vierten Quartal zu rechnen, hieß es. Die Aktie gab im Verlauf um 13,3 Prozent auf 21,45 Dollar nach.


Auch die Gewinne der drei größten US-Investmentbanken sind aufgrund der Börsenflaute und des Wirtschaftsabschwungs im zurückliegenden Vierteljahr drastisch geschrumpft. Den mit minus 50 Prozent größten Gewinneinbruch gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnete Lehman Brothers. Die Aktie stieg jedoch rund ein Prozent auf 67,20 Dollar. Händler sagten, der Gewinnrückgang habe im Rahmen der Erwartungen von Analysten gelegen. Bei den Wettbewerbern Goldman Sachs und Bear Stearns, die ihre Zahlen ebenfalls am Donnerstag vorlegten, sackten die Gewinne um 17 Prozent respektive um 21 Prozent ab. Die Aktien von Bear Stearns fielen 0,54 Prozent auf 58,66 Dollar, die Titel von Goldman Sachs gaben 2,1 Prozent auf 92,43 Dollar nach.


Zu den Kursgewinnern gehörten dagegen die AT&T-Aktien mit einem Plus von 6,67 Prozent auf 17,92 Dollar. Die Kabelfernseh-Sparte des Konzerns soll nach fünfmonatiger Verhandlung für 72 Milliarden Dollar (rund 156 Milliarden Mark) an Comcast verkauft werden. Ebenfalls ins Plus gingen die Aktien von Palm Inc (Frankfurt: 931982.F, Nachrichten) , nachdem der weltgrößte Taschencomputer-Hersteller für das zweite Quartal einen geringeren Verlust als von Analysten erwartet bekannt gegeben hatte. Palm-Aktien stiegen 12,62 Prozent auf 3,74 Dollar.


Diese Nachrichten hätten aber nicht ausgereicht, um Sorgen der Investoren über die Gewinnwarnungen, die wirtschaftliche und politische Krise in Argentinien und die Verzögerungen bei der Verabschiedung des Konjunkturprogramms in den USA auszugleichen, sagten Börsianer.


evs/tcs




                                                         

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