Trend zur Schwarzarbeit ungebrochen

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neuester Beitrag: 21.08.09 18:31
eröffnet am: 03.03.03 15:54 von: Bärentatze Anzahl Beiträge: 8
neuester Beitrag: 21.08.09 18:31 von: BigSpender Leser gesamt: 573
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03.03.03 15:54
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535 Postings, 7399 Tage BärentatzeTrend zur Schwarzarbeit ungebrochen


          Berlin/Hannover (dpa) - Der Trend zur Schwarzarbeit ist
          in Deutschland ungebrochen. Dabei bleibt Berlin eine
          Hochburg. Im vergangenen Jahr sind in der deutschen
          Hauptstadt illegale Beschäftigung und
          Leistungsmissbrauch erneut mit zweistelligen
Zuwachsraten gestiegen. Allein in Gaststätten ist nach wie vor jeder
dritte Erwerbstätige illegal tätig. Auch auf dem Bau boomt die
Schwarzarbeit, wie aus den in Berlin vorgelegten Angaben des
Landesarbeitsamtes hervorgeht.

Illegale Beschäftigung bleibe ein ernstes Problem für Wirtschaft und
Arbeitsmarkt in Berlin und Brandenburg, erklärte das
Landesarbeitsamt. Immer häufiger führten Ermittlungen in einen
Bereich, der «von Zügen der organisierten Kriminalität» geprägt sei. Im
Jahr 2002 seien mit 30 600 etwa zehn Prozent mehr Verdachtsfälle
aufgedeckt worden als im Vorjahr. Die verhängten Bußgelder seien
um ein Drittel auf 20,5 Millionen Euro gestiegen.

Auch das Landesarbeitsamt Niedersachsen-Bremen beobachtete
einen Trend zur Schwarzarbeit. Im Jahr 2002 seien für illegale
Beschäftigung und Leistungsmissbrauch Geldbußen von insgesamt
mehr als zehn (2001: rund sieben) Millionen Euro verhängt worden. In
fast 10 000 Fällen wurde die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

In den meisten Fällen hatten sich Empfänger von Sozialleistungen als
Schwarzarbeiter verdingt. «Der Trend zu strafbarem Verhalten im
Rahmen von Beschäftigung setzt sich leider fort», sagte eine
Sprecherin des Landesarbeitsamtes.

Nach einer Untersuchung des Schwarzarbeit-Experten Prof. Friedrich
Schneider wird die Schattenwirtschaft in diesem Jahr um sieben
Prozent auf ein Rekordniveau von 380 Milliarden Euro steigen. Die
Schattenwirtschaft sei mit Abstand der am stärksten boomende
Wirtschaftszweig in Deutschland, hieß es in der im Dezember
veröffentlichten Studie. Inzwischen mache Schattenwirtschaft 16,5
Prozent des deutschen Bruttoinlandsproduktes aus. Es könne davon
ausgegangen werden, dass in Deutschland weit mehr als neun
Millionen Beschäftigte zumindest teilweise in der Schattenwirtschaft
tätig seien.



erschienen am 03.03.2003 um 15:29 Uhr
© WELT.de    

03.03.03 16:00

59073 Postings, 7234 Tage zombi17Irgendwie muß man die Kohle wieder reinbekommen !

Mein Seegen haben sie , sie sollten sich nur nicht erwischen lassen . Bescheißen ist in, dass wird den Leuten doch ständig vorgelebt.  

03.03.03 16:01
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535 Postings, 7399 Tage BärentatzeUnd was ist die Ursache?


- zu hohe Abgaben durch überforderte/unfähige Politiker, Leistungsmissbraucher, etc.
- hohe Löhne durch Gewerkschaften/Arbeitnehmer
- gierige Unternehmer zwecks Gewinnmaximierung

und die Ehrlichen sind wieder einmal die Dummen.

BT  

03.03.03 16:12

59073 Postings, 7234 Tage zombi17Mensch Bärentatze

Du kannst mir glauben , es wurde auch schon unter Kohl schwarz gearbeitet. Unter Brand und Schmidt übrigends auch , es wurde nur nicht so oft kontrolliert.
Jeder der die Möglichkeit hat, verdient gerne etwas dazu . Wenn nicht geteilt werden muß , noch besser.
Bestrafen sollte man nicht die Schwarzarbeiter , sondern die Personen , die Schwarzarbeiter anstellen. Und diese Bestrafung sollte eine wirkliche Abschreckung sein.
Die Ehrlichen sind nicht die Dummen , sie sind nur sauer , weil sie keine Gelegenheit zum bescheißen finden.  

03.03.03 16:14

Clubmitglied, 44292 Postings, 7312 Tage vega2000Meiner Meinung nach ist es eine Schande,

daß auf der Welt so viel gearbeitet wird.

ariva.de  

04.03.03 08:49
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535 Postings, 7399 Tage Bärentatze@Zombi17

,bei den Politikern mache ich keinen Unterschied. Klar wurde unter Kohl schwarz gearbeitet. Eine Schattenwirtschaft is ja nicht ganz so schlecht. Ob es heute mehr ist weiss ich nicht und glaub ich auch nicht so. Ich denke deine Aussage: "es wurde nur nicht so oft kontrolliert" passt.

Und meiner Meinung nach (siehe Aufzählung) sind nicht unbedingt die Schwarzarbeiter die Schuldigen.

Die Ehrlichen sind auch sauer, aber nicht nur wegen geringer Bescheissgelegenheiten, sondern viele aus meiner vorher genannten Liste stopfen sich unredlich die Taschen voll und werden nicht oder zu gering belangt.  

04.03.03 10:16

5092 Postings, 6761 Tage dreameagleDefinition von Schwarz:

Hab gestern ne ineressante Definition von schwarz gehört:
schwarz heisst es nicht mehr ,sondern dunkelpigmentierter Bundesbürger!

;-)  

21.08.09 18:31

55066 Postings, 4274 Tage BigSpenderimmer noch aktuell

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Glauben setzt  Hoffnung voraus. Nur leider wird diese Voraussetzung selten erfüllt!

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