Toll! Studiengebühren gut für die Wirtschaft!

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neuester Beitrag: 18.08.05 13:29
eröffnet am: 18.08.05 09:00 von: Talisker Anzahl Beiträge: 48
neuester Beitrag: 18.08.05 13:29 von: r4lle Leser gesamt: 1241
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18.08.05 09:00
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36725 Postings, 6223 Tage TaliskerToll! Studiengebühren gut für die Wirtschaft!

Gerade dem Bankensektor geht es doch so schlecht. Die machen unanständig kleine Gewinne. Die Rendite ist einfach zu gering, nur Leute entlassen (kommt ja nu öffentlich auch nicht ganz so gut, da hat das Neiderpack so wenig Verständnis für) bringts nich, da muss der Staat her. Wer kann noch helfen? Jaha, gute Idee, die Studis, das faule, reiche Volk. Die Ökonomisierung der Bildung ist noch längst nicht genug vorangetrieben, hier geht man nu ganz neue Wege...


Banken starten zum Winter Studienkredite
17. Aug 12:08

Studenten im Hörsaal
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Studenten im Hörsaal
Foto: dpa
Die Deutsche Bank und die Sparkassen wollen ab dem Wintersemester Studenten mit Kreditangeboten locken. Nach der positiven Entscheidung des Verfassungsgerichts zu Studiengebühren wittern die Banken ein gutes Geschäft.

Studenten können vom kommenden Wintersemester an spezielle Kredite aufnehmen, um ihr Studium zu finanzieren. Ab September wollen deutsche Banken entsprechende Produkte anbieten, berichtete das «Handelsblatt» unter Berufung auf Branchenkreise.

Vorreiter seien die Deutsche Bank
|DBK Chart für deutsche bank ag 70,50 0,00%| und die Sparkassen. Bei der Deutschen Bank könnten Studenten ab September wählen, ob sie ihr gesamtes Studium oder nur einen Teil ? etwa das Hauptstudium oder die Examensphase ? mit geliehenem Geld bezahlen.

Zinssätze bis 9,9 Prozent

Die Kredite hätten eine Laufzeit von 18 bis 60 Monaten, hieß es weiter. Monatlich könnten Studierende zwischen 400 und 800 Euro zu effektiven Zinssätzen zwischen 5,9 und 9,9 Prozent aufnehmen, berichtet die Zeitung weiter.

Branchenbeobachter erwarteten allerdings, dass die Deutsche Bank ihr Angebot reglementieren könnte. Vermutlich werde das Institut nur Studenten mit guten Karriereaussichten finanzieren. So solle das Ausfallrisiko vermindert werden.

Modell des Bausparvertrages

Auch die Sparkassen wollten nach eigenen Angaben ab September eine Studienfinanzierung anbieten. Geplant seien beispielsweise Produkte nach dem Modell eines Bausparvertrages ? also mit einer Anspar- und einer Auszahlphase. Details sind jedoch noch nicht bekannt.

Eine dritte Möglichkeit, ihr Studium über Kredite zu finanzieren, erhalten Studenten bei der staatlichen KfW-Bankengruppe. Wegen der wahrscheinlich am 18. September bevorstehenden Bundestagswahl startet die Finanzierung dort erst im Sommersemester 2006. Bislang sieht das Programm für höchstens zehn Semester ein Darlehen von bis zu 650 Euro monatlich vor.

Gebühren ab dem ersten Semester

Im Januar dieses Jahres hatte das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass die Bundesländer an ihren Hochschulen Studiengebühren ab dem ersten Semester erheben dürfen. Finanzexperten schätzten das jährliche Volumen für Studentenkredite auf 500 Millionen Euro, so das «Handelsblatt». (nz)

http://www.netzeitung.de/arbeitundberuf/353527.html  
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22 Postings ausgeblendet.

18.08.05 10:33

578 Postings, 5882 Tage tommm#BlackLord

warum mußten wir uns vor 5 Jahren indische Informatiker holen. Mit Politikererben alla Hohlmeier und Konsorten kannst du den Standort nicht sichern.  

18.08.05 10:33

13436 Postings, 7411 Tage blindfish@SL

was ist daran gerecht, wenn der student, der einen kredit aufnehmen muß, faktisch mit zinsen das doppelte oder dreifache zahlen muß im gegensatz zu demjenigen, der es sich sofort leisten kann!? außerdem dachte ich, daß wir ÜBERSCHULDET sind!? muß man denn dann die studenten auch in die gleiche spirale pressen!?

*kopfschüttel*  

18.08.05 10:38

13436 Postings, 7411 Tage blindfishnoch was, reab...

warum denkst du, daß das "ausfallrisiko derartiger kredite... sehr hoch" sein soll!? war nicht eure argumentation, daß akademiker anschließend so unglaublich viel geld verdienen werden, daß sie zur finanzierung herangezogen werden sollten!?  

18.08.05 10:54

7336 Postings, 6477 Tage 54reabes gibt berufe in denen

die wahrscheinlichkeit groß ist, dass man anschließend sehr gut verdient. es gibt allerdings auch studienzweige, wo man sich sehr schwer tut, anschließend einen arbeitsplatz zu finden und taxi fahren muss. dann gibt es noch sehr viele studienabbrecher. aber du darfst gerne kredite zu besseren konditionen zur verfügung stellen.  

18.08.05 10:56
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1025 Postings, 6889 Tage J.R. EwingIch stimme tomm zu

was wir brauchen, sind keine Studiengebühren, sondern strenge Auswahlkriterien für angehende Studenten in Form von Aufnahmeprüfungen an den Hochschulen.

Wie macht es denn die Wirtschaft, wenn es Lehrstellen zu besetzen gilt? Sie führt natürlich eine strenge Auswahl unter den Bewerbern durch. Wer eine Lehrstelle bekommen hat, der muß für die Ausbildung aber nichts bezahlen (das war bei meinem Großvater anno 1929 noch so, aber das ist glücklicherweise lange her). Denn die Unternehmen wissen, daß sich die Ausbildung im Regelfall für sie rentiert. So ist das übrigens auch bei den Investitionen des Staates in die Hochschulausbildung: Akademiker, die nach ihrem Studium eine adäquate Anstellung bekommen, zahlen ein Vielfaches an Steuern (und Sozialversicherungsbeiträgen)zurück. Und sie schaffen Arbeitsplätze für geringqualifiziertere Menschen, im Durchschnitt 4-5. Für die Gesellschaft ist ein Studium als eine hochprofitable Angelegenheit. Wichtig ist aber, daß wirklich nur die Kandidatenn zum Studium zugelassen wereden, die für eine akademische Ausbildung auch geeignet sind. Das Abitur allein ist als Nachweis sicher nicht mehr ausreichend. Deshalb bedarf es zusätzlich eines Aufnahmetests der Hochschulen, wie er ja beispielsweise auch in England schon lange üblich ist. Dieser Weg ist sehr viel sinnvoller als Studiengebühren.

Machen wir uns doch nichts vor: Studiengebühren sind einmal mehr der mit hehren Argumenten getarnte Versuch des Staates, den Bürgern das Geld aus der Tasche zu ziehen -weil die Damen und Herren Politiker unfähig sind, vernünftig mit den ihnen anvertrauten Steuergeldern umzugehen. Ein Staat, der nicht bereit ist, für die Ausbildung der nachwachsenden Generationen aufzukommen, hat keine Zukunft mehr.

J.R.  

18.08.05 10:57

13436 Postings, 7411 Tage blindfishich bin GEGEN kredite, reab...

lies halt einfach mal meine postings durch...  

18.08.05 11:08

7336 Postings, 6477 Tage 54reabdu darfst auch gegen kredite

sein. wir leben in einer demokratie. andere dürfen für studiengebühren sein. dann bedarf es kosequenterweise auch krediten und einem wesentlich umfangreicheren stipendiatenwesen.  

18.08.05 11:13

578 Postings, 5882 Tage tommmHi J.R.

du hast das sehr gut erklärt. Ich war mir nicht sicher ob es sich lohnt hier die Zeit zu investieren. Danke.  

18.08.05 11:23

13436 Postings, 7411 Tage blindfishtja, das ist die frage, tommm...

wenn die herrschaften sich noch nicht mal die argumente durchlesen, hat das hier alles wenig sinn... andererseits gibt es gott sei dank auch noch leute wie dich oder j.r., die nicht in ihrer engen denkmatrix stecken und deshalb kapieren, um was es eigentlich geht...  

18.08.05 11:32

129861 Postings, 6162 Tage kiiwiiKindergarten gebührenfrei, Studium nicht !

Und kostenfrei Ganztageskindergäerten anbieten!

Nur so wird ein Schuh draus. Nur das ist gerecht. Das entlastet grade junge Familien in ihrer noch mangelhaften Leistungsfähigkeit und ermöglicht auch den Müttern leichter eine Berufstätigkeit. (Frankreich zeigt, wie es geht).

Studiengebühren hingegen belasten im Zweifel ältere, wirtschaftlich etablierte Familien und - wenn über Kredit finanziert - den Nutznießer des Studiums; in jedem Falle Personen bzw. Familien, die eine höhere Last tragen können als im Aufbau begriffene Jung-Familien.

Das "Studierenkönnnen" ist gesellschaftlich ein Privileg, da es mit und ohne Studiengebühren eine enorme Inanspruchnahme gesellschaftlicher Resourcen bedeutet, abgesehen davon, daß ein Pay-Back nach rd. 30 Jahren Lebenszeit überhaupt erst beginnt, wohingegen der Facharbeiter 10 Jahre früher seine ersten Beiträge in die Staats- und Sozialkassen zahlt.



MfG
kiiwii
ariva.deWo ist eigentlich das rot-grüne Inkompetenzteam ?  

18.08.05 11:32

36725 Postings, 6223 Tage TaliskerIsse zweierlei

Zunächst: Ich bin auch für Studiengebühren. Aber erst bei Überschreitung der Regelstudienzeit (die aber realistisch angesetzt sein sollte) bzw. einem Zweitstudium. Habe mit diesem Modell gerade 2000? selber abgedrückt. Damit kann man hinreichend gegen Langzeitstudies vorgehen...
SL, dass wir (gerade auch in der Zukunft) mehr Akademiker brauchen, hier den führenden Ländern hinterherhinken, ist wohl inzwischen überall anerkannt.

Aber #1 zeigt doch die Perversität, die da gerade abläuft - wenn schon Studiengebühren, dann "fair" (quasi Kredite zum Selbstkostenpreis). Wenn sich schon die Banken ausrechnen, da Gewinne machen zu können, kann es nicht "fair" sein. Banken können rechnen. Und das Geschwafel von "sozial ausgewogen" scheint auch nicht mehr stimmig.
Letztlich hat J.R. Recht - wer glaubt, es gäbe letztlich eine andere Motivation bei der Einführung der Studiengebühren als das Anzapfen neuer Töpfe, der ist meines Erachtens nach naiv. Und ob das Geld tatsächlich der Bildung zu gute kommt? Ich bezweifel es stark. Höchstens, dass sich die Anspruchshaltung gegenüber den Hochschulen ändert.

Gruß
Talisker

*off topic*
@J.R.: an anderer Stelle behauptetest du, die BA hätte kein Interesse an der Verhängung von Sperrzeiten - wie kommst du zu der Behauptung?  

18.08.05 11:35

578 Postings, 5882 Tage tommmTja, blindi, das ist das Problem

obwohl die Meinung von Blacklord bestimmt auch auf eigenen Erfahrungen beruht. Man sollte sich schon die Zeit nehmen die Gedanken des anderen zu verstehen zu suchen.

Zum beispiel habe ich mir vorhin bei Schwarzer Lord gedacht, das er bestimmt in der Lage ist, das Studium seiner Kinder zu finanzieren. (OK, ich kann das auch). Er sieht darin sozusagen einen Vorteil den er vererben kann. Das ist doch auch legetim.
Andererseits habe ich bedenken wie es mit dem gesamten standort weitergehen soll, wenn Leistung nicht gefördert wird.
Ähnlich unterschiedlich stellen sich doch Mercedes und Porsche dar. Daimler kürzt die Löhne und lagert aus. Es werden kurzzeitg gewinne erzielt (aber leider nur durch Einsparungen, nicht durch Innovation) und Wiedeking zieht sein Programm durch.
Bloß wer soll sich noch einen Daimler kaufen, doch nicht die Ungarn oder Rumänen.

Hatte nicht mal Henry Ford gesagt: "Jeder meiner Arbeiter soll sich einen Ford leisten können". Davon sind die Amis meilenweit entfernt. Zum Schluß fällt Ihnen dann nur noch ein, die Macht mit kriegerischen Mitteln zu halten.
Ich denke das ist der falsche Weg. Wir sollten in Bildung investieren, aber dann würden wir ja das Gesülze der Politiker durchschauen (falls wir es dann noch ertragen)
 

18.08.05 11:41

129861 Postings, 6162 Tage kiiwiiau, Talisker, muß Dir wieder heftig widersprechen:

**Wenn sich schon die Banken ausrechnen, da Gewinne machen zu können, kann es nicht "fair" sein. Banken können rechnen.**


F a l s c h !


Banken können nicht rechnen!

Oder warum haben sie so viele schlechte Geschäfte in den Büchern ?


Sagt aus eigener
Beobachtung ein selbstkritischer

kiiwii
ariva.deWo ist eigentlich das rot-grüne Inkompetenzteam ?  

18.08.05 11:44

7336 Postings, 6477 Tage 54reabbei den amis ist

quote von arbeiterkinder die studieren, wesentlich höher als bei uns. so sozial kann unsere heutige praxis also nicht sein. wir brauchen neben den studiengebühren, wie die amis, viele leistungsstarke stipendien.

die dikussion nur über die studiengebühren greift zu kurz. dabei hat man den eindruck, es geht nur um die verteidigung von privilegien bestimmter kreise.

natürlich brauch der staat die studiengebühren zum stopfen von löcher. der haushalt besteht inzwischen nur noch aus löcher. die einnahmen des staates bestimmten ausgaben zuzuordnen ist ein witz und entspricht auch nicht unserer verfassungssituation.


 

 

18.08.05 11:50

3263 Postings, 7770 Tage DixieDu bist gegen Kredite, blindfish

die sind natürlich auch nicht der optimale Weg. Obwohl, wenn ein Markt da, ist kommen auch die Angebote der Banken und da sind 5,9 bis 9,9 % bestimmt nicht haltbar. Es würde Förderkredite geben und die Banken werden sich gegenseitig unterbieten um die lukrativen Kunden der Zukunft (hoffentlich) zu gewinnen.
Aber was hast Du bloß gegen Stipendien?. Die kriegen natürlich nur die Guten, aber das ist ja auch Sinn der Sache, oder etwa nicht. Gratisstudium für Hinz und Kunz, ob geeignet oder nicht, kann doch nicht der Sinn der Sache sein.  

18.08.05 11:56

36725 Postings, 6223 Tage TaliskerIsse zweierlei

Zum einen - nur weil bislang Kindergärten kostenpflichtig sind, muss es auch das Studium werden? Mal so ganz ab von der Sinnfrage? Erinnert an die Alkohol-Cannabis-Argumentation. Übrigens ist gerade die Kindergartenfrage streifend vorgestern nen fetter Wissenschaftlerbericht zu den Familien in Deutschland rausgekommen - deren Ergebnis ist deutlich, da braucht man nur nach Frankreich schauen. Man könnte ja auch mal fragen, wie die Parteien zu diesem Zukunftsthema stehen...

Zum anderen - Vorsicht beim einfach Blick auf die anderen Länder hinsichtlich Arbeiterkinder im Studium. Was für Studiengänge sind das (Länge)? Wieviele Arbeiterkinder sind zugangsberechtigt (wie schlecht es darum bei uns bestellt ist, ist bekannt)? Wie ist die Stipendienlandschaft?

Gruß
Talisker  

18.08.05 11:58

13436 Postings, 7411 Tage blindfishso löst das die situation aber nicht, dixie...

wer es sich leisten kann, weil reiche eltern, ist weiter ein "Hinz und Kunz, ob geeignet oder nicht"... was ändert sich dann!? außer, daß du diejenigen aussperrst, die kein geld haben - und die befähigung für ein studium sieht man oft erst später, im laufe des studiums! abi-noten z.b. sagen aber auch wirklich gar nichts aus!  

18.08.05 12:07

10041 Postings, 6679 Tage BeMiWas ist das primäre Ziel von Studiengebühren?

Die finanzielle Ausstattung der Hochschulen
zu verbessern.
Ich schlag etwas anderes vor:
Keine Studiengebühren, sondern die organisieren
und rationalisieren erst einmal ihren Elfenbeinturm.
Dann brauchen sie in ihrem Chaoten- und Fauliverein
(nicht alle!) auch nicht mehr Geld.
Nur keiner wagt sich an diese heiligen Hallen
mit 5 Monaten Leerstand ran.
In den USA findet man z.B. in den Semesterferien
einen Psychologieprofessor als Antiquitätenverkäufer,
der diesen Job aus finanziellen Gründen machen m u ß.
KITAs und Kindergärten kostenpflichtig?
Warum nicht auch gleich die allgemeinbildenden
Schulen? Noch son Blödsinn angesichts der
Kinderschwemme.

Ciao
BeMi  

18.08.05 12:27

10212 Postings, 6317 Tage r4lleach ja, liebes deutsche Land

prinzipiell habe ich nichts gegen Studiengebühren (ja ich bin Student) aber man wird dann abwägen müssen. Lohnt es sich heutzutage überhaupt noch zu studieren? Was wird mir danach geboten? Ein wirtschaftlicher Scherbenhaufen?

Es wird zur Folge haben, dass es immer weniger Akademiker geben wird hier in unserem Land. Ist doch auch klar, wenn ich gleiche Studiengebühren in anderen Ländern zahle, was hält mich dann noch hier? Bisher haben mich diese Strukturen der anderen Länder immer etwas abgeschreckt aber nun ist es doch ein Freischein für mich zu gehen.

Zu den Krediten mit 5,9%-9,9% Zinssatz. Das kann nicht deren Ernst sein und ist nur ein weiteres Geschäft für die Banken. Was macht der Staat mit dem ganzen Geld? Andere Löcher stopfen und sonst nichts!

Ein Land lebt von seiner wirtschaftlichen Lage und die ist miserabel hier. Die Politik versucht stets andere "leichtere" Wege zu finden um den Karren aus den Dreck zu ziehen statt, endlich mal anständige Reformen zu bringen. Unternehmen werden immer mehr Steine in den Weg gelegt oder gleich eine Mauer gezogen. Wenn ich als Jungunternehmer zu einer Bank laufe, dann bin ich da in 3 Minuten wieder draussen. Warum? Weil a) keine Bank einen Kredit verleiht und b) man hier nicht unterstützt und ernstgenommen wird. Man benötigt allein 500.000? Eigenkapital um einen Kredit von 100.000? aufnehmen zu können...

Ich sage euch, es ist nicht die Studiengebühr die schlimm ist, sondern das was nach dem Studium kommt. Deutschland ist in der jetztigen Lage zum Scheitern verurteilt! Wären unsere lieben Autokonzerne nicht noch hier, dann hätten es einige Leute schon begriffen...

So schönen Tag noch!

ariva.de

 

 

greetz  

 

18.08.05 12:33

10041 Postings, 6679 Tage BeMir4lle

Was studierst Du denn?

Grüße
B.  

18.08.05 12:41

13475 Postings, 7757 Tage SchwarzerLordblinsfish, vielleicht liegt es auch daran.

Ich bewege mich möglicherweise in einem besser situierten Umfeld? Nicht Kinder reicher Eltern, aber Bildungsbürgertum halt (oder welchen Stempel man da aufdrückt). Ich habe an Freunden und Bekannten keinen einzigen getroffen, der sich diese Gebühren nicht hätte leisten können. Man ist eben auch immer Opfer seiner eigenen Biographie und Erfahrungen. Und, ja, ich werde mir nach Stand der Dinge das Studium meiner Kinder leisten können.

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Die Wahrheit vor der Wahl ? "das hätten Sie wohl gerne gehabt.?
(Sigmar Gabriel auf die Frage, warum er seinen Vorstoß für Steuererhöhungen nicht vor der Wahl präsentiert habe, Ostthüringer Zeitung, 28.9.02)

 

18.08.05 12:44

10212 Postings, 6317 Tage r4llevwl bemi

ariva.de

 

 

greetz  

 

18.08.05 13:06

504 Postings, 5799 Tage joejoeEin _wenig_ Kanada/(USA) würde uns hierzulande

gut bekommen, meiner Meinung nach.
Studiengebühren ja, aber nur, wenn die Mittel direkt der Uni zufliessen. Und natürlich nur im angemessenen Rahmen, nicht 10000-40000$ pro Jahr. Ausgaben (auch Lebenshaltungskosten des Studenten!) müssen unbedingt seitens des Staates durch ein zinsloses Darlehen vorfinanziert werden. So wird es z.B. in Kanada gemacht, und ich finde das System hat seine Vorteile.

Denn: wer nichts zahlt (Student), hat leider meist auch nichts zu sagen (beim Politiker/Professor). Es würde den Studenten auch einen zusätzlichen Anreiz geben, schnell fertig zu werden - und durch ihre Beteiligung an der Finanzierung der Uni auch das nötige Druckmittel.

Aber in Deutschland könnte ich mir auch vorstellen, dass Studenten zahlen, und trotzdem nichts zu sagen haben... :|

Grüsse,
joejoe  

18.08.05 13:08

504 Postings, 5799 Tage joejoe@BeMi - da könnte ich einiges dagegen halten...

...aber soviel soll reichen:
Wenn deutsche Unis wirklich solche überbezahlten Elfenbeintürme mit paradisischen Verhältnissen sind, WARUM verlassen dann bitte alle qualifizierten Doktoranden oder Postdoktoranden liebend gerne unser Land und ziehen gen USA? Um dort in den Semesterferien als Antiquitätenverkäufer tätig zu sein? Oder sind die einfach nur doof?

Ich denke, Du übersiehst da einiges.
Grüsse,
joejoe  

18.08.05 13:29

10212 Postings, 6317 Tage r4lleund warum nun die frage bemi?

reine neugierde oder jobangebot?  ;-)

ariva.de

 

 

greetz  

 

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