Tod im Packeis: Robbenkinder sterben leise

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eröffnet am: 28.03.05 22:45 von: EinsamerSam. Anzahl Beiträge: 3
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28.03.05 22:45

24466 Postings, 5787 Tage EinsamerSamariterTod im Packeis: Robbenkinder sterben leise

In Kanada werden jetzt 325 000 Tiere getötet

Tod im Packeis: Robbenkinder sterben leise



Das kleine Robbenjunge hebt neugierig den Kopf, schaut den Mann mit dem Eisenhaken ahnungslos an. Nur ein kurzes dumpfes Knirschen ist zu hören, als der breitschultrige Fischer zuschlägt. Kein Klagelaut, kein Todesschrei. Robbenkinder sterben leise. Trotz weltweiter Proteste beginnt an diesem Dienstag in Kanada wieder die ?Jagd? auf Robben. 325 000 Tiere, vorwiegend Babys, werden dabei sterben.

In Nordamerika heißen die Wochen, in denen die Robben sterben, das ?große Schlachten?, andere nennen es sogar ?Jagd?. Doch mit der Jagd hat das weltweit größte Abschlachten von Meeressäugetieren nichts zu tun. Die Männer kommen mit Eisenhaken, schlagen gnadenlos zu. Zeit für Gefühle gibt es nicht, hier geht es um Felle, um das Öl der Tiere ? und um viel Geld.

Schon am ersten Tag der Jagd auf junge Sattelrobben sind weite Gebiete im nordkanadischen Packeis blutrot gefärbt.

Tierschützer wollen das Abschlachten verhindern. In erschütternden Bildern haben sie immer wieder gezeigt, wie wehrlose Jungtiere auf grausame Weise getötet und sogar bei lebendigem Leib gehäutet wurden.

Die kanadische Robbenexpertin Rebecca Aldworth sagt, daß die Massentötung mit einer ?Jagd? nichts zu tun habe. Aldworth: ?Das ist ein Massaker. Die Tiere sind kaum vier Wochen alt und völlig wehrlos.?

Besonders ihre Hilflosigkeit macht die jungen Robben zu einer begehrten Beute. Sie können noch nicht oder nur schlecht schwimmen. Während die Robbenmütter vor den anrückenden Jägern ins Wasser und dort unter die Eisschollen fliehen, bleiben die Jungtiere einfach liegen.

Die Robbenbabys warten hilflos auf die Rückkehr ihrer Mütter. Das Letzte, was sie sehen, ist die Gesicht eines Robbenjägers ? und der Eisenhaken, mit dem er kaltblütig zuschlägt.

Die Robbenjagd, die im St. Lorenz-Golf beginnt und dann vor Neufundland weitergeht, dauert bis zum 15. Mai. Mindestens 320 000 junge Sattelrobben und 5000 Klappmützen werden ihr zum Opfer fallen. Nach jahrelangem Verbot hatte Kanadas Regierung für die Jahre 2003 bis 2005 die Tötung von etwas mehr als einer Million Robben erlaubt. Begründung: Die Tiere vermehren sich zu sehr, fressen angeblich den begehrten Kabeljau weg.

Doch die Gegner der Robbenjagd halten dieses Argument für verlogen. Ihrer Meinung nach sind durch den massiven Fischfang der letzten Jahre auch die Kabeljau-Bestände deutlich geschrumpft. Vielmehr gehe es hier um ein Millionen-Geschäft: Für die besonders weichen und makellosen Felle von Robbenkindern werden weltweit hohe Preise gezahlt ? und das Tragen von echten Fellen ist derzeit wieder beliebt....

Die Tierschützer haben immer mehr Verbündete. So hat beispielsweise die US-Regierung kürzlich die Einfuhr von Robbenprodukten verboten.

Die deutsche Sektion des Internationalen Tierschutzfonds IFAW forderte, daß die deutsche Regierung mitzieht, vor allem die zuständige Verbraucherministerin Renate Künast (Grüne): ?Wir erwarten von der Bundesregierung, daß sie alles in ihrer Macht Stehende tut, um Robbenprodukte vom deutschen Markt fernzuhalten.? (shi)

Quelle: bild.de

...be invested
  
Der Einsame Samariter

 

28.03.05 23:06

2003 Postings, 7448 Tage jgfreemanhunting of baby seals is back



nehmen wir an jedes tier hat "im schnitt" ;-) 0.5 quadratmeter fell à 300,000 tiere macht 150,000 quadratmeter fell.

immerhin 15 fußballfelder - aber was macht man daraus? fußwärmer?

 

28.03.05 23:22

26159 Postings, 5995 Tage AbsoluterNeulingSo ähnlich hat Adolf Eichmann auch gerechnet.

Absoluter Neuling  

Ich darf Inkontinente nicht überraschen.
[Bart Simpson]

 

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