"Tod dem Diktator": Eklat in Teheran

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neuester Beitrag: 22.12.06 15:00
eröffnet am: 11.12.06 14:23 von: lassmichrein Anzahl Beiträge: 56
neuester Beitrag: 22.12.06 15:00 von: Katjuscha Leser gesamt: 2186
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11.12.06 14:23
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61594 Postings, 6004 Tage lassmichrein"Tod dem Diktator": Eklat in Teheran


Irans Präsident Achmadinedschad (dpa)

11. Dezember 2006

"Tod dem Diktator": Eklat in Teheran

Studenten stören Rede Achmadinedschads

Dutzende von iranischen Studenten haben am Montag eine Rede des ultrakonservativen Staatspräsidenten Mahmud Ahmadinedschad in der Universität Teheran gestört. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars riefen sie «Tod dem Diktator» und versuchten, auf das Podium zu gelangen, wurden jedoch von Kommilitonen daran gehindert. Es kam es zu einer Prügelei zwischen Anhängern und Gegnern Ahmadinedschads, hieß es.

Der Präsident sei ruhig geblieben und nur erklärt, dass jene, die angeblich gegen die Unterdrückung der Meinungsfreiheit anträten, die Mehrheit hinderten, seine Rede zu hören. Nachdem die Protestierer aus dem Saal gebracht worden seien, habe Ahmadinedschad seine Ansprache von mehreren hundert Studenten gehalten. Nach Augenzeugenberichten hätten außerdem protestierende Studenten Bilder des Präsidenten auf dem Universitätsgelände verbrannt.

Umstrittene Holocaust-Konferenz eröffnet

Ungeachtet internationaler Kritik hatte am Montag im Iran eine Holocaust-Konferenz begonnen. Angeregt wurde die umstrittene Veranstaltung von Präsident Ahmadinedschad, der die Ermordung von Millionen Juden im Zweiten Weltkrieg als Mythos bezeichnet hat. An der zweitägigen Konferenz in Teheran nehmen nach Angaben der Organisatoren 67 Wissenschaftler und Gelehrte aus 30 Ländern teil.

Ziel sei ein «freier Meinungsaustausch über ein historisches Thema», sagte Rassul Mussawi, Leiter des Instituts für Politische und Internationale Studien, das die Tagung veranstaltet. Das Institut ist dem Außenministerium angegliedert. Die Konferenz biete die Möglichkeit, Fragen zum Holocaust abseits von westlichen Tabus zu diskutieren, sagte Mussawi. Es gehe weder darum, den Holocaust zu leugnen, noch ihn zu beweisen.

Kritik der Bundesregierung

Der iranische Außenminister Manutschehr Mottaki wies die Kritik an der Konferenz als vorhersehbar zurück. «Wenn die offizielle Version des Holocausts in Zweifel gezogen wird, dann wird auch die Identität und das Wesen Israels in Zweifel gezogen werden», sagte Mottaki vor den Delegierten. «Und wenn sich der Holocaust während dieser Besprechung als historische Tatsache herausstellt, was für einen Grund gibt es dann, dass die muslimische Bevölkerung der Region und die Palästinenser den Preis für die Verbrechen der Nazis zahlen müssen?» fügte der iranische Außenminister hinzu.

Die Bundesregierung hatte noch in der vergangenen Woche ihren Unmut über die Konferenz geäußert und den iranischen Geschäftsträger ins Auswärtige Amt einbestellt. Auch die USA und Israel, dem Ahmadinedschad das Existenzrecht abgesprochen hat, verurteilten die Veranstaltung. Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem kritisierte die Konferenz als Versuch, «extremistischen Ansichten einen wissenschaftlichen Anstrich zu geben». Der Iran wolle die Leugnung des Holocausts etablieren.

(N24.de, dpa, AP)

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30 Postings ausgeblendet.

11.12.06 16:35

1299 Postings, 5215 Tage ernst thälmannalso ist honni der erfinder des -öffentl. dienst-s

die gehen auch zur arbeit und haben nix zu tun.  

11.12.06 16:44

12104 Postings, 6581 Tage bernsteinne spitze,arbeitslose gab es nicht

dafür viele jobs doppelt besetzt.bei uns im ostseebad gab es z.b. ein
NVA ferienheim mit rund 200 betten,die hatten 6 gärtner.lol  

11.12.06 16:48

7448 Postings, 5196 Tage 2teSpitze200 Betten

und 6 Gärtner? Wat sollen 6 Gärtner mit 200 Betten?_

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Hacke, Spitze, 1, 2, 3!  

11.12.06 16:53

12104 Postings, 6581 Tage bernsteinlol

mußten die kalten bauer´n als dünger abkratzen.  

11.12.06 17:14

9279 Postings, 5920 Tage Happydepotich kann einfach nicht glauben das A.Hitler.......

wiedergeboren ist,aber es scheint wohl so zusein.
Der dritte Weltkrieg naht,und das in vollem Tempo.
Wir werden wieder einmal zuschauen wie vor 73 Jahren (1933-1945),weil wir (die Welt) aus der Geschichte nichts gelernt zu haben scheinen.
Wenn dieser Idiot (Irans Präsident Achmadinedschad) nicht aufgehalten wird,wird Putin unser geringstes problem sein in naher Zukunft,den schätze ich ja schon sehr gefährlich ein.  

12.12.06 15:51

68347 Postings, 5989 Tage BarCode..

Gruß BarCode

 

13.12.06 10:52

61594 Postings, 6004 Tage lassmichreinAlles, was Nazis hören möchten

Holocaust-Konferenz


Alles, was Nazis hören möchten


 © Raheb Homavandi/Reuters Applaus von Holocaust-Leugner für einen der ihren: Mahmud Ahmadinedschad
Von Steffen Gassel, Teheran

Der Spuk ist vorbei, die Holocaust-Konferenz in Teheran zu Ende. Zum Abschluss bedankte sich Irans Präsident Ahmadinedschad mit einer Ansprache, die alles enthielt, was Nazis gerne hören möchten.

Ganz zum Schluss wollte Arnold Cohen doch noch an die Wahrheit erinnern. Der alte Rabbi griff das Mikrofon und sah Mahmud Ahmadinedschad an. "Ich bin kein Historiker", sagte der orthodoxe Jude, der den Staat Israel aus religöser Überzeugung ablehnt. "Aber ich weiß aus eigener leidvoller Erfahrung von Menschen, die die Nazis umgebracht haben. Millionen Juden sind verschwunden, aus Polen, aus Ungarn, aus ganz Europa. Ich verstehe nichts von Gaskammern. Aber eines steht doch fest: Diese Leute sind nicht mehr unter uns."

Doch die Worte des Rabbis kamen zu spät. Das Ergebnis der Teheraner Holocaust-Konferenz stand schon fest. "Die Vorstellung, die Nazis hätten sechs Millionen Juden in Gaskammern getötet und verbrannt, ist eine Erfindung der von den Zionisten aufgehetzten Siegermächte," so hatte es der iranische Vize-Außenminister Mohammadi bei einer Audienz in Ahmadinedschads Amtsitz heute Nachmittag resümmiert. Anschließend ließ sich der iranische Präsident von den Teilnehmern der Teheraner Holocaust-Konferenz als Champion der Redefreiheit huldigen. "Dr Ahmadinedschad, Sie haben uns vom Dogma des Holocaust befreit," rief der australische Gaskammern-Leugner Fredrick Töben. "Damit machen Sie Geschichte. Die Politiker überall in der Welt zittern vor Ihnen." Donnernder Applaus.  Ahmadinedschad bedankte sich mit einer Ansprache, die alles enthielt, was die Ewig-Gestrigen gerne hören. "Warum kann man im Westen Gott und die Propheten infrage stellen, aber niemand darf es wagen, den Holocaust zu hinterfragen?" sagte er und verglich die Erinnerung an die Judenvernichtung mit einem Götzendienst. "Ob er stattgefunden hat, oder nicht, in großem oder kleinerem Ausmaß - der Holocaust ist zu einem Vorwand für die Unterdrückung der Menschen unserer Region geworden", wetterte der Präsident. "Und nicht nur dort: In Europa hält eine kleine Minderheit von Zionisten die große Mehrheit der Leute zum Narren. Der Krieg ist 60 Jahre her - warum sollen die Menschen heute immer noch unter den Folgen des Krieges leiden?"

Angst vor deutscher Justiz
Die deutschen Teilnehmer der Konferenz hielten sich bei der Audienz im Hintergrund - wohl aus Furcht, wegen einer Äußerung hier in Deutschland vor Gericht zu landen. Am Vormittag bereits hatte der österreichische Wolfgang Fröhlich seinen angekündigten Auftritt abgesagt. "Ich kann meine Rede leider nicht wie geplant halten", erklärte er. "Sonst werde ich bei meiner Rückkehr gleich am Flughafen in Wien verhaftet." Sein Anwalt habe ihn angerufen und abgeraten, sagte Fröhlich und bat um Verstädnis. "Ich habe doch schon zwei Jahre im Gefängnis gesessen." Für seinen Rückzieher erntete er langen Applaus.

Sonst ging das Treffen in Teheran mit den gleichen Parolen weiter wie gestern. Alte und neue Nazis aus Europa genossen es, sich als aufrechte Kämpfer für die historische Wahrheit feiern zu lassen. Referenten aus der islamischen Welt fühlten sich von den Thesen der Holocaust-Leugner in ihrer Überzeugung bestärkt, Israel dürfe nicht existieren.

"Wurzel des Übels ist der Judaismus"
Einen skandalösen Höhepunkt bildete die Rede der Australierin Michèle Renouf. "Wir reden immer nur über Holocaust und Zionismus und vergessen dabei die Wurzel des Übels: Den Judaismus," rief die Schauspielerin, die außer durch ihre Nazi-Thesen bisher nur durch ihren Titel als Schönheitheitsköniging des Antipoden-Kaffs Newcastle aufgefallen ist. "Mit ihrem Glauben, sie seien allen anderen Menschen überlegen, korrumpieren die Juden unsere Kultur." Wer von Anfang an am Versprechen der Organistoren gezweifelt hatte, die Konferenz finde in "vollem Respekt gegenüber der jüdischen Religion" statt - der fühlte sich spätestens jetzt bestätigt.

Mit den meisten Anwesenden war sich Renouf einig, dass Israel kein Existenzrecht habe. Dem Vorschlag des iranischen Präsidenten, die Juden in ihre ehemaligen Heimatländer in Europa zurückzuschicken, wollte sie allerdings nicht zustimmen. "Das ist doch schon einmal schief gegangen. Früher oder später machen sich die Juden verhasst, egal wo sie hinkommen." Für Mahmud Ahmadinedschad hatte sie trotz dieser kleinen Meinungsverschiedenheit jedoch nur Lob. "Das ist einer der wenigen Politiker, der den Mut hat, die Wahrheit auszusprechen."        Artikel vom 12. Dezember 2006

 

18.12.06 17:42
1

9279 Postings, 5920 Tage Happydepotoh Gott stehe uns diesemal bei....

wenn ich diesen Text dort oben lese kommt mir die Gänsehaut.
Ich sage euch leute seit diesesmal wachsam und bekämpft diesen Idioten sofort mit allen mitteln,bevor der das gleiche veranstaltet wie A. Hitler.

Leider kommen wir wieder bei den Russen an,das größte übel dieser Welt hat das zweit größte übel hinter sich,LEIDER.  

18.12.06 17:51

8274 Postings, 5246 Tage pomeroldas ist war,

dem kann ich nur beipflichten, hier kommt noch was auf die Welt zu  

18.12.06 18:14
1

61314 Postings, 7458 Tage KickyAhmadinedschad erlebt Überraschung

bei den Wahlen,die eine überraschend hohe Beteiligung von 60% hatten Mehr als 46 Millionen Wahlberechtigte konnten über die Vertreter in den Stadt- und Gemeinderäten entscheiden. Außerdem stimmten sie über die Besetzung des Expertenrates ab. Das 86-köpfige Gremium beruft und überwacht das religiöse Oberhaupt des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, und hat auch die Befugnis, Chamenei abzusetzen.
In der Hauptstadt Teheran hat die Partei Ahmadinedschads der halbamtlichen Nachrichtenagentur Mehr zufolge Sitze an die Partei des gemäßigt konservativen Bürgermeisters Mohammed Baker Kalibaf verloren. Zudem ziehen die Reformer wieder in das Gremium ein, die 2003 verloren hatten. Bei der vorherigen Kommunalwahl 2003 kam Ahmadinedschad noch auf 14 der 15 Sitze. Auch im Expertenrat deutet sich eine Machtverschiebung an. So liegt nach Angaben örtlicher Nachrichtenagenturen der pragmatische Ex-Präsident Akbar Haschemi Rafsandschani vor dem ultrakonservativen Ajatollah Mohammed Taki Mesbah-Jasdi. Mehrere Anhänger Mesbah-Jasdis erhielten zudem nicht genügend Stimmen für einen Sitz in dem Gremium.Die geringere Unterstützung für Ahmadinedschad ist einem Kommentar der konservativen Zeitung "Dscham-e Dscham" zufolge ein Signal an die Ultrakonservativen, ihre Strategie zu überdenken. Ahmadinedschads politischer Gegner Hashemi Rafsanjani hat die höchste Stimmenzahl für den Expertenrat bekommen berichtete BBC vorhin im Radio,die Leute hätten die radikale Politik von Ahmadinedschad satt .Rafsanjani ist ein wütender Gegner von Ahmadinedschad .
http://de.today.reuters.com/news/...HUD852693_RTRDEOC_0_IRAN-WAHL.xml
http://www.guardian.co.uk/iran/story/0,,1974821,00.html
http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/6190673.stm  

18.12.06 22:14
2

1877 Postings, 7205 Tage E8DEF285ja jungs und mädls

wie ich schon sagte - die jugend ist gut gebildet und will bildung - und da sie auf den richtigen weg ist werden diese leute auch den jetzt "herschenden" die kelle zeigen.
Es ist nicht einfach sich in einem solchem system sich mit einer fortschritlichen Meinung durchzusetzen - und da meine ich nicht unser weltbild - denn das ist auch nicht die sahne - hätten wir in deutschland fortschrittliche junge leute - würde es eine solche kaotische politik egal von welcher fraktion sie kommt nicht geben - verschwendung auf allen gebieten , mühsiggang und faulheit , abgrenzung und ausgrenzung - all das wird meisterlich beherscht und das instrument medien verdummt die leute zusätzlich.
Leider habe ich keine Zeit um ausführlich darüber zu diskutieren
gruss E8
Wie gesagt - wer kann sollte in die Länder fahren und nicht nur um Urlaub zu machen sondern mit den Menschen leben, arbeiten und den versuch machen sie zu verstehen , dann kann man auch schwarz von weiss unterscheiden.  

21.12.06 11:52

61594 Postings, 6004 Tage lassmichreinAhmadinedschad als "Schwein" in iranischer Zeitung

bezeichnet


Künstlerstreich


 

Dänen provozieren in iranischer Zeitung


 © Srdjan Ilic/AP Pia Bertelsen und Jan Egesborg von der dänischen Künstlergruppe "Surrend" haben schon zuvor Kritik an umstrittenen Politikern geübt


Einer dänischen Künstlergruppe ist es in einer iranischen Zeitung gelungen, den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad zu schmähen. Die Redaktion hatte die Beschimpfung nicht entdeckt - sie war als geheime Botschaft in einer Anzeige versteckt.

Eine dänische Künstlergruppe hat eine Schmähschrift über den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad in einer Teheraner Zeitung platziert. In der englischsprachigen Zeitung "Tehran Times" erschien eine Anzeige mit dem Bildnis des Politikers, das mit einer beleidigenden, auf den ersten Blick aber versteckten Botschaft versehen war: Zunächst waren unter dem Gesicht Ahmadinedschads Sprüche zu lesen wie "Unterstützt seinen Kampf gegen Bush" oder "Iran hat das Recht, Atomenergie zu produzieren". Von oben nach unten gelesen ergeben die Anfangsbuchstaben der Sätze allerdings das Wort "Schwein". Die konservative Zeitung hatte die geheime Botschaft vor der Veröffentlichung offenbar nicht entdeckt.

Hass wird geschürt
Hinterher erklärte das Blatt, die Künstlergruppe habe ihre Anzeige als Akt der Solidarität mit dem Iran sowie als Wiedergutmachung dafür präsentiert, dass im vergangenen Jahr in einer dänischen Zeitung Mohammed-Karikaturen veröffentlicht worden seien. Leider werde der jüngste Vorfall den Hass gegen Dänen nun aber schüren. Die Künstlergruppe "Surrend" erklärte, sie habe mit ihrer Darstellung die junge Generation in der Islamischen Republik erreichen wollen. Die Anzeige richte sich nicht gegen das Volk, sondern nur gegen Ahmadinedschad, der eine extreme Ideologie vertrete, sagte Jan Egesborg. "Surrend" hat sich in der Vergangenheit auch schon über Simbabwes Präsident Robert Mugabe oder den weißrussischen Staatschef Alexander Lukaschenko lustig gemacht.

Die Mohammed-Karikaturen hatten unter Muslimen in der ganzen Welt für Aufruhr gesorgt, da viele Gläubige die Darstellung ihres Religionsstifters als Gotteslästerung empfinden. Weltweit starben bei Ausschreitungen mehr als 50 Menschen. Die Abbildungen erschienen zuerst in einer dänischen Zeitung und wurden später in anderen Ländern, darunter auch Deutschland, nachgedruckt.  Reuters

      Artikel vom 21. Dezember 2006

 

21.12.06 13:05
3

97911 Postings, 7320 Tage KatjuschaTolle Künstler

Nichts gegen Kritik am iranischen Präsidenten. Die ist sogar dringend notwendig.

Aber jetzt unter dem Deckmantel der Kunst einen Menschen als Schwein zu bezeichnen, wird ganz sicher zu Toleranz und Liebe auf beiden Seiten führen. ;)

Solche Aktionen sind mir total unverständlich. Kunst darf natürlich polarisieren, aber in vollster Absicht Hass und Gewalt schüren, ist ne andere Sache. Manchmal frag ich mich echt, was in den Köpfen solcher Leute vorgeht.

Oder ist das ne Kindergartentruppe, die sich diebisch freut, weil sie jemanden einen tollen Streich gespielt hat? So kommts mir fast vor.  

21.12.06 13:16

35846 Postings, 6037 Tage TaliskerSelbstdarstellung

Kanntest du vorher die "Künstlergruppe" "Surrend"?
Jetzt kennst du sie.
Aber volle Zustimmung, Katjuscha.
Gruß
Talisker  

21.12.06 13:24

2590 Postings, 5539 Tage brokeboyhmmmmm ...

also, bei all dem, was man iran mit kritikern veranstaltet, nötigen mir diese künstler respekt ab - der iran wird sich nicht über einen demokratischen diskurs erneuern, sondern sie werden die immerrechthabenden mullas allenfalls über eine neuerliche revolution los. insofern halte ich es auch für mindestens genauso sinnlos, wenn diese eingeschmuggelte anzeige statt einer diffamierung eine argumentation, agitation oder forderung freier kandidaten enthalten hätte.  

21.12.06 13:44

97911 Postings, 7320 Tage Katjuschaschon klar brokeboy

Wenn du in Deutschland etwas ändern willst, gehst du mal locker hin und sagst deinem Konkurrenten er wäre ein Schwein. Der wird dir ganz sicher länger zuhören und etwas an seiner Politik ändern. ;)

Sorry, aber nur weil jemanden die Politik des iranischen Präsidenten nicht gefällt und seine Äußerungen zum Holocaust einfach dumm und verbrecherisch sind, schafft man sich durch solche Aktionen einfach keine Freunde im Iran.

Es gibt genügend kritsiche Iraner, sei es im Exil als auch im Iran selbst, wie die letzten Kommunlawahlen ja bewiesen haben. Wieso muss man jetzt die liberalen Iraner möglicherweise mit so einer Aktion (möglicherweise) vor den Kopf stoßen? Das leuchtet mir nicht ein. Ganz abgesehen von dem sich verstäürkenden hass der islamistischen Iraner auf der Seite des Präsidenten.

Die leute auch in den demokratischen Staaten scheinen es nie zu kapieren. Extreme Positionen oder Gewalt begegnet man nicht mit Gegengewalt, zumindest wenn sie ohne sinnvolles Konzept betrieben wird. Das haben die Israelis genauso erkennen müssen, wie die US-Amerikaner und Sowjets und auf kleinerer Ebene werden es auch die Journalisten/Künstler aus Dänemark erkennen.  

21.12.06 14:35

61594 Postings, 6004 Tage lassmichreinHier die Anzeige:

21.12.06 14:48

2590 Postings, 5539 Tage brokeboy@katju

... also mein stil ist das doch auch nicht - "schwein" und so ... aber ich sehe absolut keinen sinn dahinter, derartige verbrecher in schutz zu nehmen.  

21.12.06 14:52

10041 Postings, 6493 Tage BeMiJa, Katjuscha, zu P 47

das hättest Du auch
den Allierten in der Zeit
von 1935 bis 1939 gegenüber Nazi-D
empfehlen sollen
oder dem Westen im Kalten Krieg.
Wär sicher alles viel besser gewesen.

Die Naiven sterben nicht aus.

Grüsse
B.  

21.12.06 14:55

68347 Postings, 5989 Tage BarCodeIm Prinzip ist die Idee nicht schlecht.

Aber mit ein bisschen Hirnschmalz hätte man das auch etwas origineller hinkriegen können - denke ich mal.

 

Gruß BarCode

 

21.12.06 15:33

97911 Postings, 7320 Tage KatjuschaBemi, wir befinden uns nicht im Krieg

Gerade um einen Krieg zu verhindern, ist es wichtig, die liberalen Kräfte im Iran und die Exil-Iraner zu stärken. Das schafft man aber nicht in dem man mögliche unentschlossene Iraner vor den Kopf stößt.

Das überhaupt nichts mit Naivität zu tun, sondern ich versuche praktische Lösungen zu finden, während Leute wie du scheinbar oder diese "Künstler" nur provozieren wollen, und gar nicht bemerken, was sie damit auslösen könnten.

Und um bei deinem Vergleich zu bleiben. Willst du mir etwa sagen, das Hitler den 2.Weltkrieg nicht begonnen hätte, wenn man ihn von Seiten Churchills und Rosevelts als Schwein bezeichnet hätte? Was hat das Schalten einer Anzeige in einer iranischen Zeitschrift (oder damals deutschen Zeitschrift), in der der Führer als Schwein bezeichnet wird, denn mit der Aufklärung der Menschen im Iran (dem 3.Reich) zu tun?
Im Gegenteil, in diesem Falle wurde sogar die Politik des iranischen Präsidenten für gut befunden. Alle Iraner die das gelesen haben, haben also erstmal keine Kritik empfunden, aber im nachhinein erfahren, das ihr Präsident beleidigt wurde. Wozu soll das gut sein?  

21.12.06 15:48

10041 Postings, 6493 Tage BeMiKatjuscha, mein P 50

bezog sich auf Deine Generalisierung in P 47:

"Extreme Positionen oder Gewalt begegnet
man nicht mit Gegengewalt, zumindest
wenn sie ohne sinnvolles Konzept betrieben wird. "

Es kommt - wie fast immer -
auf den Einzelfall an.

Grüsse
B.  

21.12.06 17:03

25551 Postings, 6891 Tage Depothalbiererso eine welle wegen einer lappalie.

das problem ist doch eh bald gelöst.

iran hat sich doch schon beworben, das nächste land zu sein, welches in chaos und anarchie versinken darf.

seid zuversichtlich!

ids.

fröhliche wein-nächte.  

21.12.06 17:04

35846 Postings, 6037 Tage TaliskerHm

Ich kann mich mit der Generalisierung anfreunden, vor allem, wegen der nachgeschobenen Einschränkung. Wir erleben gerade weltweit ein imposantes Beispiel dafür.
Wie sachte der große Präsident gerade? "Wir haben nicht gewonnen, aber auch nicht verloren". Er meint wohl: unentschieden. Nur für die täglichen Toten gilt das wohl eher weniger...
Gruß
Talisker  

22.12.06 15:00

97911 Postings, 7320 Tage KatjuschaRichtig, de nachgeschobene Einschränkung

war mir auch wichtig.

Natürlich bin ich kein Pazifist. Manche Konflikte kann man nur mit Gewalt lösen, aber sie können nicht das erste Mittel sein, und vor allem muss man ein Konzept erkennen können, was zumindest im Irak von Anfang an nicht zu erkennnen war. Und im Iran wüsste ich auch nicht wie ein Gewaltkonzept aussehen soll.

Früher hat die USA noch durch CIA und andere Dienste versucht, über halbwegs intelligente Aktionen die entsprechenden Länder innenpolitisch zu destabilisieren bzw. man hat Gegner der Regierung unterstützt. Das war zwar auch nicht gerade zu befürworten, aber war zumindest halbwegs intelligent.  

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