Terrorwarnung und Ölpreise lasten auf den Märkten

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eröffnet am: 09.07.04 09:19 von: moya Anzahl Beiträge: 1
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971897 Postings, 6205 Tage moyaTerrorwarnung und Ölpreise lasten auf den Märkten


Terrorwarnung und Ölpreise lasten auf Europas Märkten

Schwache Vorgaben von Wall Street, eine erneute Terrorwarnung und der gestiegene Ölpreis lassen am Freitagmorgen wenig Hoffnung auf einen positiven Börsenstart an den europäischen Märkten aufkommen. "Wir werden wohl mit den US-Vorgaben und dem hohen Ölpreis leicht im Minus starten, um dann im Verlauf ins Plus zu drehen", sagt ein Händler. Anleger seien in den vergangenen Tagen verstärkt "short" gegangen, sie müssten sich bei steigenden Kursen eindecken. Dass die Warnung vor neuen Terrorattacken der Al-Kaida die Kurse merklich belastet, sei eher unwahrscheinlich angesichts der freundlichen Tendenz in Tokio und der Tatsache, dass diese Warnungen immer wiederkehrten. Die Deutsche Bank berechnet den Euro-Stoxx-50 kurz vor dem Handelsstart mit 2.772 Punkten, nachdem er am Donnerstag bei 2.777 Zählern geschlossen hatte.

Ölwerte freundlich erwartet

Ölwerte dagegen dürften nach Ansicht von Händlern vom hohen Ölpreisniveau profitieren. Royal Dutch/Shell könnten zusätzlich von einem Pressebericht gestützt werden. Dort heißt es unter Berufung auf Unternehmenskreise, dass der Ölmulti den Forderungen der Aktionäre nach einer Straffung der Führungsstrukturen nachkommen könnte. "Die verkrusteten Strukturen bei Shell waren für die schlechten Schlagzeilen und Skandale verantwortlich. Die Märkte dürften hier jede Aussicht auf Besserung begrüßen", kommentiert ein Händler.

Hypermärkte von Carrefour enttäuschen erneut

Das Geschäft in den Hypermärkten von Carrefour habe einmal mehr enttäuscht, sagt ein Händler. Angesichts der unsicheren Wirtschaftslage bevorzugten die Konsumenten offensichtlich weiterhin die Discounter. Diese Entwicklung dürfte aber zumindest teilweise eingepreist sein. So hätten einige Analysten mit der Umsatzwarnung gerechnet, die der Handelskonzern nun ausgesprochen habe. An der strukturellen Schwäche auf dem Heimatmarkt dürfte sich angesichts des schlechten Verbrauchervertrauens und der steigenden Arbeitslosigkeit voraussichtlich wenig ändern. In diesem Umfeld habe die Aktie kaum Aufwärtspotenzial, lautet das Resumee des Marktteilnehmers.

Nach der günstig verlaufenen Platzierung werden EADS im Handel mit Gewinnen erwartet. Der Aufwärtstrend sei intakt, der Kurs könnte das Jahreshoch bei 23,45 EUR testen, heißt es. Gestützt werde die Stimmung auch durch einen Ausrüstungs-Auftrag der europäischen Weltraumbehörde ESA. Mit Zurückhaltung reagiert ein Händler hingegen auf die Nachricht, dass L'Oreal an den Umsatz- und Gewinnzielen für 2004 festhält. Auf flächenbereinigter Basis seien die Umsätze gefallen, nun stelle sich die Frage wie das Unternehmen die Wachstumsziele erreichen will. Entweder müsse L'Oreal deutlich Kosten einsparen oder den Marktanteil ausbauen. Es sei fraglich, ob sich die Franzosen dem von Henkel vorgezeichneten schwachen Umfeld entziehen können.

Sorgen um fallende Preise überschatten gute LG.Philips-Zahlen

Die Befürchtungen um nachgebende Preise für LCD-Bildschirme dürften gute Zahlen im 2. Quartal überschatten, meinen Marktteilnehmer. Nach Angaben des südkoreanischen Joint Ventures LG.Philips hat sich der Nettogewinn im 2. Quartal mehr als verdreifacht. Der operative Gewinn habe sich versechsfacht. "Die Märkte gehen aber davon aus, dass im zweiten Halbjahr die Preise für Flachbildschirme purzeln", meint ein Händler. Dies werfe auch einen Schatten auf den in Kürze anstehenden Börsengang des Joint Ventures.

 

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