Terrorakt in Neu Delhi

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eröffnet am: 29.10.05 19:13 von: zombi17 Anzahl Beiträge: 2
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29.10.05 19:13

59073 Postings, 7158 Tage zombi17Terrorakt in Neu Delhi

Terrorakt in Neu Delhi

Mindestens 51 Tote nach Explosionsserie
Bei drei fast zeitgleichen Explosionen in Indiens Hauptstadt Neu Delhi sind mindestens 51 Menschen ums Leben gekommen. Das berichten Medien unter Berufung auf Polizei und Feuerwehr. Zwei Sprengsätze gingen in der Nähe von belebten Märkten hoch. Die Regierung spricht von einem Terrorakt. Ob Ausländer unter den Toten sind, steht noch nicht fest.

Von Christoph Heinzle, ARD-Hörfunkstudio Südasien

 
Chaos und Panik an den Explosionsorten: Erste Bilder und Augenzeugenberichte zeigen massive Verwüstungen. Die erste Explosion wurde um 17.38 Uhr Ortzeit aus dem Viertel Paharganj gemeldet, einer belebten Einkaufsgegend im Zentrum Neu Delhis - nahe dem Bahnhof und ganz in der Nähe des bekannten Connaught Place. Dort liegen auch viele preisgünstige Hotels, die etwa von ausländischen Rucksacktouristen besucht werden. Noch ist unklar, ob Ausländer unter den Opfern sind.

"Alle rannten in Panik davon"Die Explosion fand vor einem Schmuckgeschäft in einer engen Einkaufsstraße statt. Ein halbes Dutzend Läden wurden total verwüstet. Mehrere völlig verkohlte Leichen wurden geborgen. Glassplitter, Trümmer, Blutlachen und abgerissene Gliedmaßen sind in der Straße verstreut. "Ich war nur wenige Meter vom Explosionsort entfernt", erzählt ein Augenzeuge. "Als es knallte, rannte ich weg. Ich sah so viele Leichen hier liegen und Verletzte. Alle rannten in Panik davon und die Polizei kam rasch." Auch Neu Delhis Polizeichef KK Paul eilte zum Ort der ersten Explosion: "Der Pahaganj Markt ist eine enge, sehr belebte Gegend. Nach ersten Ermittlungen war ein Sprengsatz auf einem Motorrad oder in einer Auto-Rikscha versteckt."

 Die zweite Detonation fand nur eine halbe Stunde später in Sarojini Nagar statt, einem belebten Markt im Süden Neu Delhis. Dort brach durch die Explosion ein Feuer aus. Kurz darauf gab es eine dritte Explosion in Okhla, ebenfalls eine Geschäftsgegend im Südosten der indischen Hauptstadt. Dort hatten Insassen eines Busses ein verdächtiges Paket aus dem Fahrzeug gebracht, als es explodierte.

Alarmstufe Rot in der 14-Millionen-MetropoleEbenso gibt es bislang keine Hinweise auf die Urheber der Explosionen. Bestätigt wurde lediglich, dass diese durch Bomben verursacht worden waren. Die Polizei und das indische Innenministerium haben höchste Alarmstufe in Neu Delhi angeordnet. Die Ermittler gehen inoffiziell von einer geplanten Operation aus - mutmaßlich von Terroristen. Das legt auch diese Botschaft von Innenstaatssekretär Sriprakash Jaiswal nahe: "Wir werden die Täter nicht entkommen lassen. Niemand kann Indiens Entwicklung und Fortschritt stoppen. Wir werden diese Leute zur Strecke bringen."

Anschläge treffen Indien vor wichtigen FeiertagenFeuerwehr und Polizei rückten überall in der 14-Millionen-Metropole aus. Die indischen Behörden riefen alle Bürger dazu auf, belebte Gegenden zu verlassen und zu Hause zu bleiben. Beliebte Touristenziele wie das India Gate im Herzen des Regierungsviertels wurden geräumt. "Wir haben roten Alarm für ganz Neu Delhi erklärt, die ganze Polizei ist in Aktion", berichtet Staatssekretär Jaiswal. "Wir hatten Informationen über mögliche Anschläge vor den Feiertagen Diwali und Id. Dann sind alle Viertel sehr belebt und ein ideales Anschlagsziel."

 

C. Heinzle, ARD Südasien]
.Stand: 29.10.2005 18:43 Uhr  

29.10.05 20:42

95440 Postings, 7118 Tage Happy EndDutzende Tote bei Zugunglück in Indien

Dutzende Tote bei Zugunglück in Indien

Mehrere Waggons eines Personenzugs sind im Süden Indiens in einen reißenden Fluss gestürzt. Mindestens 88 Passagiere kamen ums Leben.

In einen Fluss gestürzte Waggons eines Zugs in Südindien


Nahe der Stadt Veligonda im Süden Indiens sind am Samstag zahlreiche Menschen bei einem Zugunglück getötet worden. Mehrere Wagen des Zuges waren auf einem nach heftigen Regenfällen überschwemmten Gleisabschnitt umgekippt und in einen Fluss gestürzt. Wie ein Sprecher der Bahn sagte, wurde bis zum Samstagabend 88 Leichen geborgen. Etwa 100 Verletzte konnten gerettet werden.
Zahlreiche Fahrgäste saßen noch Stunden nach dem Unglück in den halb unter Wasser liegenden Wagen fest. Der Fluss führt nach den Unwettern Hochwasser.

Hochwasser behindert Rettung

Rettungskräfte versuchten mit Schneidbrennern zu den Eingeschlossenen vorzudringen. Taucher der indischen Streitkräfte und Freiwillige schwammen zu den Waggons, um die Passagiere zu befreien.

Die Hilfe traf mit Verspätung ein, da viele Straßen wegen Überflutung unpassierbar sind. Die Verlezten wurden mit Hubschraubern in Krankenhäuser gebracht. (nz)

 

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