TOUR 2004: Prolog: Auftakt in Lüttich

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neuester Beitrag: 06.07.04 15:09
eröffnet am: 03.07.04 16:40 von: sportsstar Anzahl Beiträge: 52
neuester Beitrag: 06.07.04 15:09 von: bilanz Leser gesamt: 1129
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03.07.04 16:40

31038 Postings, 7057 Tage sportsstarTOUR 2004: Prolog: Auftakt in Lüttich

Jetzt geht sie los die diesjährige Tour de France..meine Favoriten in diesem Jahr : Armstrong,Ullrich, Mayo

Wer darf sich das Maillot Jaune überstreifen?

 

 

sports*

 
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26 Postings ausgeblendet.

03.07.04 21:42

12850 Postings, 6953 Tage Immobilienhaiullrich wird diesmal richtig scheitern

normal hat er vom mannschaftszeitfahren und einzelzeitfahren gelebt. das problem diesmal, die gesamte bergscheiße mit pyrenäen und alpen kommt dies jahr am ende der tour an einem stück. und da wird ullrich diesmal soviel zeit verlieren, dass er dass im letzten einzelzeitfahren nicht mehr aufholen kann, der kann froh sein wenn er in den top5 bleibt.

ullrich kann nämlich die ganze zeit nur kontinuierlich hohen gang durchtreten, dass sieht man auch immer in den bergen, während die anderen aus dem sattel steigen, klettern und dann erholen und dann wieder aus dem sattel steigen, klettern erholen, tritt ullrich immer eine übersetzung durch, dieses kurzfristige überpowern des körpers hat er einfach nicht drauf, der geht zwar bis zur schmerzgrenze, aber er ist nicht bereit drüber zu gehen wie andere fahrer.  

03.07.04 21:46

16591 Postings, 7367 Tage chrismitzSach mal Immo, mußt du deine

dummen Kommentare überall ablassen?  

03.07.04 21:50

44542 Postings, 7363 Tage Slatermuß ich aber auch sagen Immo:

Wer behauptet, daß Ulle nicht über seine Leistungsgrenze geht, hat noch nie ein Rennen von ihm gesehen.  

03.07.04 21:57

101101 Postings, 7620 Tage KatjuschaImmobilienhai

Du hast zwar recht, was Ulles gleichmäßiges Treten anbelangt, aber ich verstehe Deine Konsequenz daraus nicht!

Genau wegen diesem gleichmäßigen Treten hat er am Berg schon so manchen dieser Berghüpfer zur Verzweiflung gebracht! Jedesmal wenn die dachten, sie hätten ihn abgehängt, war er wieder dran! Dieses ständige Antreten, Aufstellen und wieder Hinsetzen reißt zwar Lücken aber strengt auch an! jemand der nicht die Power hat das über 10 Km Anstieg durchzuhalten, hat gegen Ullrich keine Chance!

Bin aber was Armstrong und Mayo anbelangt auch der Meinung, das Ulle am Berg abgehängt wird! Hamilton ist für mich Ullrich sehr sehr ähnlich im Stil! Wird interessant wer sich da durchsetzt! Da Ulle aber das letzte Zeitfahren m.E. gewinnen wird, glaube ich das er mindestens aufs Podium fährt!  

03.07.04 22:07

12850 Postings, 6953 Tage Immobilienhaikatjuscha, dann schau dir mal das diesjährige

streckenprofil an.

eine etappe in den pyrenäen mit 9 bergen hintereinander. es gibt dies jahr keinen ewiganstieg am ende einer langen etappe, vielmehr knackige rampen hintereinander. genau das was die bergkatzen und auch mayo und armstrong brauchen. 5-10km anstieg und dann ne lange abfahrt zum regenieren. auf der abfahrt kann ulle keine zeit gutmachen, aber am anstieg wird er sie verlieren. dazu die 15km bergzeitfahren nach alp d'huez. da gehen alle frisch ran, und da wird ulle mit seinem gleichmäßig hochtreten probleme kriegen, weil die kletterkatzen da wieder voll rauspowern können.  

03.07.04 22:23

101101 Postings, 7620 Tage KatjuschaSeh ich anders

In den Pyrenäen gibt es zwei Etappen die Ulle nicht gelegen kommen wegen dem steilen Anstieg am Ende, aber was Du mit den vielen Bergen innerhalb einer Etappe meinst, ist nicht so einfach zu sagen! Das gab es in den letzten Jahren auch öfters, aber da kommt es sehr auf taktisches Geschick an!

Armstrong und Mayo werden einen Teufel tun, und sich an den ersten Bergen verausgaben, um vielleicht Ullrich dort abzuhängen! Da verlieren sie viel zu viel Kraft wenn sie in dem kurzen Flachstück allein im Wind fahren müssen, oder in der Abfahrt einen Schaden haben! Hier kommt es eher auf die Stärke innerhalb der Mannschaften an, weshalb ich es sehr schade finde, das Winokorov nicht dabei ist, denn der hätte taktischen Handlungsspielraum für Ullrich gelassen! Jetzt kann er nur hoffen, das Guerini und Klöden mit ihm zusammen über die ersten Berge kommen!

Letztlich entscheidet aber der letzte Anstieg, und da ist Ullrich in den Pyrenäen klar im Nachteil! Aber ich sage ja, wenn Ulle dort keinen großen Rückstand aufweist, und sich in den Alpen (mit den etwas flacheren Anstiegen) regeneriert, kann viel passieren! Zumal auch Mayo und Armstrong keine Übermenschen sind! Die können auch mal einen schlechten Tag erwischen!


Warten wirs einfach ab! Insgesamt bleibt Armstrong Favorit, aber Ulle wegen seinem Fahrstil zu unterschätzen ist töricht, denn damit ist er 5 Mal 2. der Tour geworden! Und die Berge in den Pyrenäen sind auch nicht viel schwerer als sonst! Ich glaube aber das Ullrich noch nicht so gut in Form (für die Berge) ist wie letztes Jahr, auch wenn die Medien etwas anderes erzählen!



Schaun wa mal!  

03.07.04 22:29

16591 Postings, 7367 Tage chrismitzKatjuscha, wenn du den Medien nicht glaubst,

woher weißt du dann bzw. wieso denkst du, dass Ulrich nicht in Form ist? Kennst du ihn persönlich, od. woher hast du diese Infos?  

03.07.04 22:36

42128 Postings, 7854 Tage satyr@ Chris Jan kann gar nicht in Form sein !!

Der lebt schon geraume Zeit in der Schweiz und hat schon die Bilanz Vorstufe
erreicht,die Backen aufblasen.
Nun stellt sich die Frage??????????????????
Hat er schon ,ist er schon mit Bilanz auf einer Stufe????????????????
Denn dann kommt nach dem Backen aufblasen,nur noch heisse Luft.
Und er braucht bezahlte Schulterklopfer um sich noch als mensch zu fühlen.

Jan das Ende ist nah!!!!!!!!!!!!!!!!  

03.07.04 22:46

101101 Postings, 7620 Tage Katjuschachrismitz, das ist einfach Tour-Erfahrung

Ich gucke jetzt seit 15 Jahren jedes Jahr die Tour und alle Frühjahrsklassiker am TV, und war bereits 4 Mal bei der Tour!

Irgendwann kennt man die Fahrer einfach! Zumindest bildet man es sich ein!

Unmd ich habe das Gefühl das der Gewinn der TourdeSwisse überschätzt wird! da waren keine wirklichen Konkkurenten dabei, während Armstrong, Mayo und viele andere Tourfavoriten bei der DauphineLibere sich messen konnten! Und selbst bei der TourdeSwisse hatte Ullrich bei den Bergetappen Probleme an einigen Fahrern dranzubleiben, die nicht mal bei der TourdeFrance starten!

das muss aber letztlich nichts heißen, denn Ullrich kann seine Form innerhalb weniger Wochen deutlich steigern, und sogar innerhalb der TourdeFrance deutlich besser werden! Deswegen haben ja auch alle anderen Fahrer soviel Respekt vor Ullrich! Ullrich ist jedesmal im Frühjahr fett, und gewinnt kaum ein Rennen, er ist krank und wird von vielen Leuten belächelt oder sogar gehänselt, aber plötzlich kurz vor der Tour kommt er in Fahrt, und steht topfit am Start!

Ullrich ist einfach genial was seine körperlichen Fähigkeiten und seine kurze Regenrationszeit anbelangt, aber er wird leider nie der Top-Bergfahrer, denn dafür hat er nicht die körperliche Statur (größer und schwerer als Armstrong, Mayo und Heras und andere Hebelverhältnisse)! das kert sich beim Einzelzeitfahren aber normlaerweise um, weil Ullrich die größte Lungenkapazität besitzt, und ein gleichmäßigen ruhigen Tritt aufweist!



Na ja, warten wirs mal ab! Vielleicht ist Ullrich in 2 Wochen wieder in Topform, und kann am Berg mithalten! Dann ist alles möglich! Ich hoffe es!  

04.07.04 00:14

5698 Postings, 6770 Tage bilanzNow Comment to black Star! o. T.

04.07.04 00:33

5698 Postings, 6770 Tage bilanzViel Glück Jan Ulrich,

das gehört auch dazu.

dem Wahl-Schweizer,

wir mögen Dich,

meine besten Wünsche zur Tour de France!

bilanz aus Zürich
 

04.07.04 12:42

5698 Postings, 6770 Tage bilanzFabian Cancellarta heute in Gelb!

Cancellara: Wie ein Profi sorgfältig aufgebaut wird  

«Ich will die Tour de France gewinnen», sagte er vor einem Jahr. Er hatte soeben den Prolog der Tour de Suisse für sich entschieden und sah die Bäume in den Himmel wachsen. Doch der 23-jährige Berner erwachte schnell. Bereits in der folgenden Etappe verlor er sein Leadertrikot und klagte danach über die fehlende Bereitschaft gewisser Teamkollegen, für ihn den Rücken zu krümmen. Ähnliches widerfuhr ihm in der ersten Etappe der diesjährigen Tour de Suisse. Er machte seinem Ärger Luft; und der Sportliche Leiter las den Fehlbaren die Leviten.

Der Umgang mit den Unzulänglichkeiten des Metiers gehört zum Lernprozess des jungen Profis. Er befindet sich in der komfortablen Lage, dass ihm dafür Zeit eingeräumt wird. Zuerst gehörte er zwei Jahre lang der Nachwuchsformation von Mapei an; seit vergangenem Jahr fährt er für das italienische Team Fassa Bortolo. Dort wirkt mit Giancarlo Ferretti der erfolgreichste Sportliche Leiter des Fachs. Sein Credo ist so einfach wie effizient: siegen - oder wenigstens auffallen. Das hat Cancellara verinnerlicht. «Ich bin wie Armstrong, wenn ich starte, will ich gewinnen», sagte er in Lüttich.

Wie gut er sich in den vier Profijahren entwickelt hat, lässt sich leicht an seinem Palmarès ablesen. Noch im Vorjahr hatte der zweifache Juniorenweltmeister im Zeitfahren einzig Prüfungen gegen die Uhr gewonnen. Nun siegte er in Katar erstmals in einer «normalen» Etappe, in Katalonien schlug er bei einem Sieg gar Erik Zabel im Sprint, und die anspruchsvolle Classique Paris-Roubaix beendete er anlässlich seiner zweiten Teilnahme im vierten Rang. «Das sind alles Erfahrungen, die mir in der Zukunft hilfreich sind», sagt Cancellara, der seine Lehre als Elektromonteur abgebrochen hat.

Die unmittelbare Zukunft besteht darin, seine erste Tour de France auch zu beenden. «Die Rennen, die mir gefallen, will ich eines Tages gewinnen: die Tour de Suisse, Paris-Roubaix und die Tour de France», sagt er. Die Idee des ganz grossen Coups hat sich jedenfalls in seinem Kopf festgesetzt. Ferretti sagt dazu, Indurain habe gezeigt, dass man auch mit etwas mehr Körpergewicht die Tour gewinnen könne.

Der Weg Cancellaras wird ohnehin weiterführen, nach der Tour de France sicher zum Zeitfahren der Olympischen Spiele in Athen. Dazwischen aber wird es aber wieder jene Stunden geben, in denen er andere Erfahrungen sucht. Dann besucht er in Bern den Coiffeursalon seiner Freundin, wo er das Telefon abnimmt und Haare zusammenwischt. «Ich brauche auch ein Leben ausserhalb des Radsports; ich kann nicht immer an dasselbe denken», sagt er. Jetzt, im gelben Trikot, dürfte ihm das schwer fallen.  

NZZ am Sonntag


 
   
 


 
 
 

04.07.04 13:12

10957 Postings, 6655 Tage Cashmasterxxalso so ein

beleidigendes posting wie#15 hab ich
ja noch nie gesehen!

unerhört! sofort sperren diesen bilanz,
also wirklich!!!  

04.07.04 13:16

95441 Postings, 7321 Tage Happy EndFabian Cancellara größenwahnsinnig?

...könnte man fast annehmen, wenn man sein erstes Interview gestern gehört hat, in dem er feststellt, dass er nun evtl. "Weltgeschichte im Radsport geschrieben habe, wenn man bedenkt, wer am Start war."

*ggg*  

04.07.04 13:23

5698 Postings, 6770 Tage bilanzCancellara hat die Zukunft noch vor sich

 
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  Artikel vom 4. Juli 2004, 00:07 Uhr / Quelle: Blick OnlineProlog zur Tour de France
Cancellara fährt ins Maillot Jaune!
Radsport Manager 
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04.07.04 13:25

10957 Postings, 6655 Tage Cashmasterxxgute berichterstattung auf bild.de!

http://http://www.bild.t-online.de/tdf/frameset_live.html  

04.07.04 13:32

44542 Postings, 7363 Tage Slater1.Etappe von Lüttich nach Charleroi

Jens Voigt reitet wieder Ausreißer Attacken (führt mit 23 Fahrern) wie eh und je. Macht es wie früher Laurent Jalalbert.  

04.07.04 13:40

44542 Postings, 7363 Tage Slaterjetzt ist Jens Voigt mit 5 Ausreißern

vorne und virutell in Gelb. Los Jens hol' Dir das 'Gelbe'.  

04.07.04 21:32

5698 Postings, 6770 Tage bilanzBravo Cancellara und Federer

Fabian Cancellara der Berner weiter in Gelb, Super, Super Super!

Roger Federer zum zweiten Mal hintereinander Champion von Wimbledon!

Herzliche Gratulation beiden - grosser Tag für den Schweizer Sport!

Weltklasse!

Super for little Switzerland!


 

04.07.04 23:20

12850 Postings, 6953 Tage Immobilienhaipfff, was war denn daran weltklasse?

ist ja wohl ne selbstverständlichkeit, das der träger des gelben trikots sich an der spitze des hauptfeldes tummelt und nicht am ende hinterherhechelt. ansonsten war ja wohl klar das armstrong auf ner flachetappe keinen angriff startet. das wär doch idiotisch, kräftesparend ins ziel rollen war die devise. und bevor du weiter rumschreist schau dir deinen achso tollen schweizer mal an, dem hing auf den letzten kilometern die zunge schon in der kette, der war völlig platt. mit weltklasse hatte das nun wahrlich wenig zu tun. der hat sich doch nur noch vom peleton mitschleifen lassen.

naja und zu federer muss man wohl nicht mehr so viel sagen. da sieht man nur mal, dass das internationale tennis in den letzten jahren sehr viel von seiner klasse verloren hat, wenn ein zweitklassiger filzkugeldrescher wie federer schon wimbledon gewinnen kann.  

05.07.04 07:11

5698 Postings, 6770 Tage bilanzDer Traum geht weiter


Fabian Cancellara gewinnt den Tour-Prolog und verteidigt das Leadertrikot knapp
Fabian Cancellara hat am Sonntag knapp sein Leadertrikot verteidigt, das er am Vortag im Prolog gewonnen hatte. Das erste Teilstück von Lüttich nach Charleroi ging im Massensprint an den Esten Jaan Kirsipuu. Der Regen und die nervöse Fahrweise führten zu verschiedenen Stürzen, in einen war auch Tyler Hamilton verwickelt.
 

wag. Charleroi, 4. Juli

Bis zum Schluss waren neben der Kraft vor allem Rechenkünste gefragt. Fabian Cancellara mischte in zwei Zwischensprints erfolgreich um Bonussekunden mit und konnte so seinen gefährlichsten Widersacher Thor Hushovd ein wenig distanzieren. Danach galt es, eine fünfköpfige Fluchtgruppe einzuholen, in welcher auch der im Prolog gut placierte Jens Voigt dabei war. Ein nächstes Ungemach drohte von einer anderen Konstellation: zwei Kilometer vor dem Ziel lag noch der Belgier Marc Wauters voraus, der sich im Falle eines Sieges zwanzig Sekunden hätte gutschreiben lassen können. Es wurde also wieder eng für Cancellara. Und so spannte sich der Mann im gelben Trikot selber vors Feld, machte Tempo - schon war der Kontrahent gestellt.

Die Erleichterung dauerte aber nur kurze Zeit, denn die Gefahr namens Hushovd tauchte wieder auf. Der Norweger fuhr einen starken Schlussspurt und holte als Dritter nochmals einen Bonus von acht Sekunden. Die Rechnerei musste also weitergehen, das Resultat schlug sich erst in der korrigierten Rangliste nieder: Cancellara bleibt mit vier Sekunden Vorsprung vor Hushovd Leader, vor allem auch seines grossen Einsatzes wegen. «Mein Team hatte aufopfernd für mich gearbeitet. Ich wollte ihm zeigen, dass auch ich gewillt war, mein Letztes zu geben», sagte er.

Cancellara hatte versucht, sich den ganzen Tag hindurch in den vordersten Reihen zu halten. «Es ging hektisch zu und her, doch gleichzeitig konnte ich bei Jan Ullrich und Lance Armstrong abschauen, in welchen Positionen man sich sinnvollerweise aufhält», erzählte der 23-jährige Berner. Er sprach von einer «Lotterie», zeigte sich aber gut erholt von der Aufregung des Vortages. In Lüttich hatte er auf einem flachen Parcours über 6,1 km die Bestzeit erzielt und gleich bei seiner ersten Tour-Teilnahme das Leadertrikot überstreifen dürfen. Seine Vorstellung war umso eindrücklicher, als er sie mit einem Durchschnitt von 53,5 km/h abschloss. Das entspricht dem drittschnellsten je gefahrenen Prolog, einzig Chris Boardman war 1994 und 1998 noch schneller unterwegs gewesen.

Cancellara ist erst der neunte Schweizer, der das gelbe Trikot auf seinen Schultern trägt. Zuletzt war das Rubens Bertogliati 2002 und Alex Zülle 1996 vergönnt gewesen; nach zwei beziehungsweise drei Tagen war deren Sonderstellung allerdings beendet. Ähnliches droht auch Cancellara; spätestens im Team-Zeitfahren vom Mittwoch dürfte es mit der Herrlichkeit vorbei sein. Dann müssen die Tour-Favoriten erneut Farbe bekennen. Lance Armstrong zeigte als Prolog- Zweiter bereits am Samstag eine überzeugende Vorstellung, die von starken Fahrten seiner Teamkollegen abgerundet wurde. Armstrong distanzierte Jan Ullrich gleich um 16 Sekunden, so viel wie noch nie in einem Prolog. Eine Sekunde mehr als der Deutsche benötigte Tyler Hamilton, der auf dem Velo nicht den Eindruck erweckte, als sei das Pedalen eine Lust. Mit vier Fahrern unter den ersten 23 (Pereiro, Gutierrez, Hamilton, Gonzalez) überzeugte Phonak immerhin als Mannschaft.

Das erste Teilstück war auch jenseits aller Kalkulationen rund um das Maillot jaune typisch für die Startphase einer Tour de France. Von Beginn weg wurde in hohem Tempo gefahren, Fluchtgruppen bildeten sich, und als sich die allgemeine Nervosität mit dem Regen vermischte, ereigneten sich Stürze. Darin wurden auch Mario Cipollini und Bradley McGee verwickelt, die den Schlussspurt nur von weitem erlebten. Besonders häufig gingen die Fahrer des Phonak-Teams zu Boden; Tyler Hamilton, Oscar Sevilla und Nicolas Jalabert beklagten am Abend allerdings nur Schürfungen und Prellungen. Teamleader Hamilton fand sogar zu ironischer Distanz: «Das war schon viel besser als letztes Jahr in der ersten Etappe.» Damals hatte er im Massensturz vor dem Ziel ein Schulterblatt angerissen.

Der Massensprint zur Tour-Eröffnung hatte Jaan Kirsipuu zum Protagonisten. Der 35-jährige Este erwischte das Hinterrad des Norwegers Hushovd und übersprintete ihn auf den letzten Metern. Dieser Coup erstaunt einigermassen; zum einen war Kirsipuu in dieser Saison als Sprinter noch nicht sonderlich erfolgreich gewesen, zum andern hatte man teamintern auf Jean-Patrick Nazon gesetzt. Interessanterweise konnte sich in Charleroi keines der Sprinter- Teams dominant in Szene setzen. Der «Treno» des hohen Favoriten Alessandro Petacchi (8.) vermochte sich nicht mehr wirksam zu formieren, weil seine Leute von Beginn weg (zu) viel für die Verteidigung des gelben Trikots arbeiten mussten. Und das Team Cipollinis (38.) blieb arbeitslos, da der Chef nach einer Schwächephase und einem Sturz flügellahm geworden war.

   
 
 Der Traum geht weiter
wag. Als Fabian Cancellara am Sonntagmorgen um halb neun in seinem Hotelzimmer in Riemst erwachte, sah er das gelbe Trikot über der Stuhllehne. Er wunderte sich ein wenig, dass es noch da war. «Ich bin noch immer nicht aus dem Traum erwacht», sagte er am Start zur ersten Etappe in Lüttich. Und richtig gut geschlafen hatte der Mann in Gelb auch nicht. Spät war er zum Nachtessen gekommen, nach Mitternacht erst sank er ins Kissen und konnte lange nicht einschlafen. Seit dem Prologsieg ist die Aufregung seine Begleiterin, geschürt von all den Interviews, den Schulterklopfern, den SMS. Auch das Glas Champagner wirkte nicht wirklich beruhigend.

«Es ist Stress; ich fand kaum Zeit zum Kofferpacken», sagt Cancellara. Eigentlich hätte er sich gerne ein wenig mit seinem Zimmerkollegen Marzio Bruseghin ausgetauscht, «denn der hat viel Erfahrung». Doch als er ins Zimmer kam, schlief Bruseghin bereits; und am Morgen war Cancellara vor ihm wach. Am Sonntag wünschte er sich nur ein paar ruhige Minuten für sich. Das dürfte schwierig sein, wenn er weiter mit dem leuchtenden Emblem durch die Gegend pedalt. Seine Fremdsprachenkenntnisse sind hier nicht nur ein Vorteil; sämtliche Fernsehstationen wollen etwas, und Cancellara gibt höflich Auskunft, auf Deutsch, Italienisch, Französisch.

Er geniesst es trotzdem, dieses Aufheben, das um ihn gemacht wird, offen und kommunikativ, wie er ist. Schliesslich kennt er das schöne Los des Umschwärmten gut, schon als Anfänger und Junior war er ein notorisch Erfolgreicher, der weit über 100 Siege sammelte und zweimal als Juniorenweltmeister im Zeitfahren gefeiert wurde. Auch jetzt ist er kein Normalfall: Der Letzte, der als Frischling an die Tour de France kam und gleich im Prolog siegte, war der Deutsche Dietrich Thurau anno 1977. - «Es ist gut für den Radsport, dass ein Talent wie Cancellara kommt. Sein Sieg hat mir Hühnerhaut beschert», sagte Laurent Jalabert. Die Meinung des früheren Radprofis und heutigen Kolumnisten teilen viele, allen voran Giancarlo Ferretti, der Sportliche Leiter Cancellaras. «Das ist ein Bursche, der versteht, wie der Radsport funktioniert. Er fährt, um zu gewinnen», schwärmt er. Die Frage nach den teaminternen Prioritäten stellte sich darum nicht: Ferretti befahl seinen Fahrern, Cancellara einen «weiteren schönen Tag in Gelb» zu bescheren - auch wenn dieser Auftrag die Chancen des Sprinters Petacchi kompromittierte. Das könnte eine gute Investition in die Zukunft gewesen sein, obwohl sich Ferretti nicht zu weit aus dem Fenster lehnt: «Um zu wissen, ob Cancellara dereinst die Tour gewinnen kann, müssen wir zuerst Paris erreichen.  

05.07.04 10:16

31038 Postings, 7057 Tage sportsstarKonnte mir gestern nicht die 1.Etappe anschauen..

allerdings hat man auch wohl absolut nichts verpasst.

Sicherlich ein großer Erfolg für so einen jungen Radsportler in gelb zu fahren, aber vielleicht sollte man - speziell als Schweizer- die Kirche im Dorf lassen ! Hoffentlich vergißt Cancellara vor lauter Interviews nicht wieso er eigentlich vor Ort ist..da war doch was? Genau..Radfahren!Also hopp, hopp..auf den Sattel

 

2. Etappe: Charleroi - Namur

Belgien zum Dritten

 

05.07.04 10:43

31038 Postings, 7057 Tage sportsstar@ Immohai #47

"naja und zu federer muss man wohl nicht mehr so viel sagen. da sieht man nur mal, dass das internationale tennis in den letzten jahren sehr viel von seiner klasse verloren hat, wenn ein zweitklassiger filzkugeldrescher wie federer schon wimbledon gewinnen kann."  

An der Aussage stimmt leider gar nichts...mal abgesehen davon, dass das Tennis jedes Jahr an Klasse zunimmt, ist Federer wohl der beste und kompletteste Tennisspieler den je einer von uns hat spielen sehen! In meinen Augen sogar noch besser als Sampras&Agassi..Federer wird vermutlich nur nicht so viele Erfolge wie Sampras (Grand-Slam-Titel) einfahren können, was aber einfach an der Leistungsdichte bei den Männern liegt!

Viele Deutsche haben sich als Zuschauer wegen des Abgangs unserer Sportidole (Becker-Graf) vom Tennis verabschiedet..aber was seither im Tennissport gezeigt wird sollte einen ganz schnell wieder an den Fernseher zurückholen!

Schade, dass sich in Deutschland kaum noch Sponsoren für große Turniere finden lassen, aber es ist eine logische Konsequenz unserer Nachwuchsqualitäten..da hat es ein deutscher Sportverband ein weiteres Mal geschafft individuell erzielte "Boom-Phasen" konsequent zu vernichten! Traurig, aber war..

 

 

05.07.04 17:46

5698 Postings, 6770 Tage bilanzDer Traum ist vorbei,

aber er ist noch jung und nicht viele werden das Trikot tragen dürfen.
Chapeau Fabian Cancellara!
Etappensieg für McEwen - Cancellara verliert Leadertrikot
Fabian Cancellara musste das Maillot jaune nach der 2. Etappe der Tour de France abgeben. Neuer Leader ist der Norweger Thor Hushovd, der im Massenspurt in Namur (Be) hinter dem Australier Robbie McEwen Zweiter wurde.  
[Si] - Hushovd sicherte sich mit dem 2. Rang 12 Sekunden Bonifikation und liegt neu 8 Sekunden vor Cancellara. Auf der Zielgeraden gingen gleich mehrere Fahrer zu Boden. Jaan Kirsipuu, Sieger am Sonntag in Charleroi, scherte seitlich aus und touchierte den Norweger Kurt-Asle Arvesen.

Die Teams der Sprinter liessen wie erwartet keine erfolgreiche Flucht zu. Die Ausreisser Jérôme Pineau (Fr), Jakob Piil (Dä), Sebastian Lang (De), Christophe Édaleine (Fr), Mark Scanlon (Irl) und Christophe Mengin (Fr) fuhren zwar 160 Kilometer lang voraus, wurden aber 22 km vor dem Ziel eingeholt.

Die 3. Etappe am Dienstag beginnt in Waterloo (Be) und dürfte in Wasquehal (Fr) mit einem weiteren Massenspurt enden. 3,9 der 210 km führen über Kopfsteinpflaster. Viele Teams haben die heiklen Pavé-Abschnitte inspiziert, weil die Sturzgefahr hoch ist.

 

06.07.04 15:09

5698 Postings, 6770 Tage bilanzPosting 15

Schwarzer Stern aufgehoben.

Danke Ariva!

bilanz  

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