Szenarien gegen Diskriminierung (arte)

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95440 Postings, 6885 Tage Happy EndSzenarien gegen Diskriminierung (arte)

arte, Samstag, 29. März 2008 um 23.50 Uhr (bis 01:00 Uhr)

Szenarien gegen Diskriminierung

(tsch) Nirgendwo sonst in Europa rebellierten jugendliche Immigranten so vehement wie in den Vorstädten von Paris. Damit wurde deutlich, dass der Kampf um Chancengleichheit und gegen Diskriminierung auch in Frankreich noch lange nicht gewonnen ist. Nicht zuletzt deswegen haben zwei soziale Einrichtungen in Frankreich, das CRIPS (Centre régionale d'information et de prévention contre le SIDA) und das GEPS (Groupement d'étude et de prévention contre le suicide), einen Wettbewerb für Kurzfilme ausgeschrieben, die ein Zeichen gegen gesellschaftliche Diskriminierung setzen. ARTE zeigt nun die besten Filme, die eine Jury ausgewählt hat.

Im Ersten der insgesamt elf Fünfminutenfilme wird ein Behindertenparkplatz zum Treffpunkt zweier unterschiedlich situierter Männer: Der eine ist durch einen drei Jahre zurückliegenden Unfall gelähmt und voller Aggressionen, er hat soeben mit einem Baseballschläger die Windschutzscheibe eines Mercedes eingeschlagen. Der andere, gleichfalls gelähmt und im Rollstuhl sitzend, ist der Besitzer des Autos.

Er lädt in der Folge den Ausgerasteten in seine Firma ein, ein Unternehmen für behinderte Menschen, denen er vermittelt, dass sie zwar anders sind, aber nicht etwa vom Schicksal "bestraft" - und dass sie sich niemals mit halben Sachen zufriedengeben sollten.

Während dieser erste Film wie eine Metapher der Diskriminierung im großen Ganzen wirkt, setzt sich "Französin" von Blandine Lenoir mit der Diskriminierung einer Farbigen auseinander. Wieder hat Héloïse nach einem Einstellungsgespräch eine Ablehnung erhalten. Sie hatte mit Absicht kein Foto in ihre Bewerbungsmappe gesteckt. Als offizieller Grund für ihre Ablehnung wurde "Überqualifizierung" genannt. Nun versucht sie, sich vor dem Spiegel zu trösten.

Teils eher symbolisch, teils realistisch prägnant setzen sich auch die weiteren Kurzfilme mit Diskriminierung und Ausgrenzung auseinander. Mal geht es um Dicke, die niemand mag, mal um Geschlechtertausch und weibliche Emanzipation - aber auch um die Ausgrenzung in einem Altenheim. Abgesehen von der thematischen Brisanz der Filme wird der Zuschauer hier wieder einmal auf die stets starken Botschaften von Kurzfilmen aufmerksam gemacht. Zu später Stunde ein kleines Vergnügen.

Quelle: http://de.tv.yahoo.com/19032008/20/...ine-filme-grosse-botschaft.html  

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