Stoibers Büroleiter gibt sein Amt auf

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eröffnet am: 22.12.06 12:36 von: ottifant Anzahl Beiträge: 2
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21368 Postings, 7092 Tage ottifantStoibers Büroleiter gibt sein Amt auf

Stoibers Büroleiter gibt sein Amt auf


Michael Höhenberger gilt als enger Vertrauter Edmund Stoibers (Foto: dpa)  
Der Büroleiter des bayrischen Ministerpräsidenten Edmund Stoibers gibt nach den Spitzelvorwürfen der Fürther Landrätin Gabriele Pauli sein Amt ab. Michael Höhenberger habe um Entbindung von seinen Aufgaben gebeten, teilte die Staatskanzlei am Freitag in München mit. Auf Grund der Auseinandersetzung sei die Ausübung seines Amts nicht mehr möglich, erklärte Höhenberger. Wegen der Vorwürfe war auch Stoiber unter Druck geraten.  

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CSU-Spitzelaffäre

Stoiber entlässt seinen Büroleiter

© Peter Kneffel/DPA Kein Team mehr: Edmund Stoiber (l.) hat seinen Büroleiter Michael Höhenberger entlassen
Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber hat seinen Büroleiter Michael Höhenberger von seinen Aufgaben entbunden. Auch wenn er die Landrätin Gabriele Pauli nicht bespitzelt habe, hat Stoiber Zweifel an der korrekten Arbeitsweise Höhenbergers.

Der Büroleiter des bayrischen Ministerpräsidenten Edmund Stoibers (CSU) gibt nach den Spitzelvorwürfen der Fürther Landrätin Gabriele Pauli (CSU) sein Amt ab. Michael Höhenberger habe um Entbindung von seinen Aufgaben gebeten, teilte die Staatskanzlei am Freitag in München mit, weil auf Grund der Auseinandersetzung die Ausübung seines Amts nicht mehr möglich sei, erklärte Höhenberger. Stoiber habe das Angebot angenommen. Er vertraue zwar in Höhenbergers Erklärung, die Fürther Landrätin Gabriele Pauli nicht bespitzelt zu haben. "Unabhängig davon darf es aber keine Zweifel an der korrekten Arbeitsweise gerade meines engsten Umfelds geben", sagte der CSU-Chef. "Mir liegt daran, dass die Mitarbeiter der Staatskanzlei und ihre hervorragende Arbeit nicht in ein schiefes Licht gerückt werden." Wegen der Vorwürfe war auch Stoiber unter Druck geraten.


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CSU-Spitzelvorwürfe: Pauli sägt an Stoibers StuhlCSU-Spitzelaffäre: Von treuen Stoiberisten und schmutziger WäscheGabriele Pauli: Spitzelopfer hofft auf EinsichtPauli wirft dem engen Mitarbeiter Stoibers vor, dieser habe bei einem Telefonat mit einem Parteifreund ihr Privatleben ausgeforscht, bis hin zur Frage nach Alkoholproblemen und Männerbekanntschaften. Höhenberger betonte, er habe Pauli nicht bespitzelt. Der Zweck des Telefonats mit einem langjährigen politischen Freund sei die Suche nach Erklärungen für das Verhalten Paulis gewesen. Dies sei aber keine Bespitzelung. Stoiber sei über das umstrittene Telefonat nicht informiert gewesen, ergänzte Höhenberger. CSU- Generalsekretär Markus Söder warf der Stoiber-Kritikerin am Freitag "gezielte Desinformation" und Schädigung der Partei vor. "Frau Pauli muss jetzt endlich von ihrem Egotrip runterkommen."

Höhenbergers Gesprächspartner bei dem strittigen Telefonat betonte unterdessen, er habe die Erkundigungen der Staatskanzlei über die Fürther Landrätin nicht als Bespitzelung empfunden. "Ausdrücklich möchte ich darauf hinweisen, dass das Telefongespräch von mir nicht als Bespitzelung aufgefasst wurde", teilte der Fürther Wirtschaftsreferent Horst Müller ebenfalls am Freitag mit.

 

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