Steuermathematik

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neuester Beitrag: 27.03.05 18:40
eröffnet am: 27.03.05 18:06 von: .Juergen Anzahl Beiträge: 2
neuester Beitrag: 27.03.05 18:40 von: Inspektor Ca. Leser gesamt: 245
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27.03.05 18:06

12073 Postings, 6163 Tage .JuergenSteuermathematik

David R.Kamerschen, Professor für Ökonomie an der University of Georgia, macht folgende Rechnung auf, um die Paradoxien des Deutschen Steuersystems zu erklären.

Es waren einmal zehn Männer, die jeden Tag miteinander zum Essen gingen. Die Rechnung für alle zusammen betrug jeden Tag genau 100 Euro. Die Gäste zahlten ihre Rechnung wie wir unsere Steuern. Die vier Ärmsten zahlten nichts, der Fünfte zahlte 1 Euro, der Sechste 3 Euro, der Siebte 7 Euro, der Achte 12 Euro, der Neunte 18 Euro und der Reichste zahlte 59 Euro.

Das ging eine Zeitlang gut. Bis der Wirt Unruhe in das Arrangement brachte, indem er vorschlug, den Preis für das Essen um 20 Euro zu reduzieren, weil sie alle so gute Gäste waren. Jetzt kostete das Essen für die Gruppe nur noch 80 Euro. Wie konnten sie die 20 Euro Ersparnis aufteilen, dass jeder etwas davon hätte? Für die ersten Vier änderte sich nichts, sie aßen weiterhin kostenlos. Die übrigen Sechs stellten schnell fest, dass 20 Euro geteilt durch sechs Zahler 3,33 Euro ergibt. Aber wenn sie das von den einzelnen Teilen abziehen würden, bekämen der fünfte und der sechste Gast noch Geld dafür, dass sie überhaupt zum Essen gehen.

Also schlug der Wirt den Gästen vor, dass jeder ungefähr prozentual so viel weniger zahlen sollte, wie er insgesamt beisteuere. Heraus kam folgendes. Der fünfte Gast, ebenso wie die ersten vier, zahlte ab sofort nichts mehr (100 Prozent Ersparnis). Der Sechste zahlte 2 Euro statt 3 Euro (33 Prozent Ersparnis), der Siebte zahlte 5 statt 7 Euro (28 Prozent Ersparnis). Der Achte zahlte 9 statt 12 Euro (25 Prozent Ersparnis). Der Neunte zahlte 14 statt 18 Euro (22 Prozent Ersparnis) und der Reichste zahlte künftig 50 statt 59 Euro (15 Prozent Ersparnis).

Jeder der sechs kam günstiger weg als vorher, trotzdem machte sich Missmut breit. "Ich habe nur 1 Euro von den 20 Euro bekommen", sagte der sechste Gast und zeigte auf den zehnten Gast, den Reichen. "Aber er kriegt 10 Euro". "Stimmt", rief der Fünfte. "Ich habe nur 1 Euro gespart und er spart zehnmal so viel wie ich." "Wie wahr" rief der Siebte. "Warum kriegt er 9 Euro zurück und ich nur 2? Alles kriegen mal wieder die Reichen." "Moment mal", riefen da die ersten Vier. "Wir haben überhaupt nichts bekommen. Das System beutet die Ärmsten aus". Und wie aus heiterem Himmel gingen die neun gemeinsam auf den Zehnten los und verprügelten ihn.

Am nächsten Abend tauchte der Reiche nicht zum Essen auf. Also setzten die übrigen Neun sich zusammen und aßen ohne ihn. Als es an der Zeit war, die Rechnung zu bezahlen, stellten sie etwas Außerordentliches fest: Alle zusammen hatten nicht genügend Geld, um auch nur die Hälfte der Rechnung bezahlen zu können. Und wenn sie nicht verhungert sind, wundern sie sich noch heute.

 

27.03.05 18:40

148 Postings, 5649 Tage Inspektor CanaroVersteh die Rechnung nicht ganz;

"Also schlug der Wirt den Gästen vor, dass jeder ungefähr prozentual
so viel weniger zahlen sollte, wie er insgesamt beisteuere".

Dann müßte die Geschichte ja so aussehen:

Der reichste steuert 59% Bei ( 59 von 100)
Ersparniss bei 20? Rabatt: 11,8

der neunte spart bei 18? 3,6?,
der achte 2,4
der siebte 1,4
der sechste 0,6 und
der fünfte 0,2

macht zusammen 20?.

Jeder spart also 20% .

Hat der Prof. die Währungsrisiken nicht kalkuliert?
"David R.Kamerschen, Professor für Ökonomie an der
University of Georgia"  

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