Steinbrück (SPD), Kanzlerkandidat der Banken

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neuester Beitrag: 21.10.12 19:18
eröffnet am: 18.10.12 08:01 von: Rubensrembr. Anzahl Beiträge: 11
neuester Beitrag: 21.10.12 19:18 von: Rubensrembr. Leser gesamt: 347
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bewertet mit 5 Sternen

18.10.12 08:01
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44108 Postings, 4687 Tage RubensrembrandtSteinbrück (SPD), Kanzlerkandidat der Banken

Steinbrück will die Wahl mit Unterstützung der Banken gewinnen. Schon
während seiner Zeit als Finanzminister hat Steinbrück durch seine Deregu-
lierungs-Politik Bankenpolitik betrieben und Milliardenverluste der Bevöl-
kerung mitverursacht. Im Zusammenhang mit dem Finanzmarktstabilisie-
rungsgesetz hatte er den Banken großzügig einen Hilfs-Fond mit einem
Volumen von 480 Milliarden zur Verfügung gestellt (doppelt so hoch wie
der Bundeshaushalt!).

Zum Dank musste Steinbrück auch als einfacher Abgeordneter nicht darben,
erhielt er doch Spitzen-Honarare von Banken und Banken-Kanzlei, mit
der als Finanzminister zusammengearbeitet hat. Außerdem betreiben
nun Banken und Steinbrück gemeinsam Wahlkampf.

http://www.bankenverband.de/



   Reflexionen 2012: Deutschland-Dialog der privaten Banken live

"Herrschaft der Märkte oder Primat der Politik ? Wer treibt Europa?" ? darüber wollen Jürgen Fitschen und Peer Steinbrück diskutieren. Zum Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe "Reflexionen" des Bankenverbandes treffen der Co-Vorsitzende des Vorstandes der Deutsche Bank AG sowie der designierte SPD-Kanzlerkandidat heute zum Streitgespräch aufeinander. Sie können dabei sein: ab 14.30 Uhr im Livestream. »  

18.10.12 08:10
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44108 Postings, 4687 Tage RubensrembrandtSteinbrück hat zwar betont,

er sei nicht Knecht des Kapitals. Möglicherweise ein Anflug von Gewissen?
Aber vielleicht ist er Knecht der Banken? Dann müsste man als nächstes
die Frage diskutieren: Worin besteht der Unterschied?  

18.10.12 08:24
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4973 Postings, 4448 Tage TiefstaplerSteinbrücks Nominierung

zeigt doch nur, dass die SPD nicht mehr regieren will. Juniorpartner in einer großen Koalition ist das Ziel. Für Anleger heißt das: Bankaktien kaufen.  

18.10.12 08:34
4

44108 Postings, 4687 Tage RubensrembrandtVorteil einer großen Koalition wäre,

dass die letzten Hürden einer Banken-Herrschaft durch bequeme Abschaffung
des Grundgesetzes mit Zweidrittelmehrheit schnell abgeräumt werden könnten.  

18.10.12 08:45
5

12950 Postings, 4865 Tage kostoleniIch betrachte das GG bereits als abgeschafft.

Vosskuhle bei Verkündung des ESM Urteils: "Die Klage ist weitgehend begründet..."
Raunen, Murmeln, nervöses Lachen im Publikum, V. regiert sekundenlang irritiert und verständnislos...dann endlich, ach ja! stirnbatsch! Unser Politbüro-Urteil soll ja auf "unbegründet" lauten, "UN-begründet", hahahahaha...
Die Freud'sche Fehlleistung des Jahres.  

18.10.12 08:48
1

12950 Postings, 4865 Tage kostoleniMeine Meinung: der Kerl wusste genau,

dass die Klage begründet war, sofern man den Buchstaben des Gesetzes inklusive aller Auslegungsspielereien tatsächlich angewendet hätte.  

18.10.12 08:49
1

12950 Postings, 4865 Tage kostoleni#5 ...re-a-giert...

18.10.12 15:32
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4343 Postings, 3592 Tage Evermore#2 Das war eine Absage an die normalen Bürger:

Steinbrück ist nicht Anwalt ihrer Interessen sofern sie ein wenig Kapital haben, sondern allein dem Schutz des Kapitals derer verpflichtet, die ihm Schmiergeld zahlen.

Auf gut Deutsch: Wer ihn nicht bezahlt, bekommt auch nichts. Steinbrück hat schließlich seinen "Marktwert", wie er selber dazu sagt.  

21.10.12 19:05
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44108 Postings, 4687 Tage RubensrembrandtSteinbrück weiß Bescheid

http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/11047-finanzkrise

WestLB-Verwaltungsrat Peer Steinbrück weiß Bescheid

Laut dem Wirtschaftsmagazin „Capital“ lässt sich Peer Steinbrück im Juli 2001 in der Zentrale der WestLB über den Geschäftsgang informieren. Seit 1998 überwacht er die rheinische Landesbank, zuerst in der Funktion als Verwaltungsrat und vier Jahre später als Finanzminister von Nordrhein-Westfalen. Die Conduit-Deals bei der WestLB laufen immer besser. Gerade jetzt will ausgerechnet die EU-Kommission den Landesbanken, welche es endlich dank staatlicher Garantien geschafft haben, global ganz vorne mitzuspielen, den Spaß verderben und ihnen nur noch ein Jahr mit staatlichen Garantien gönnen. Die Landesfinanzpolitiker wollen dies natürlich nicht hinnehmen – und „oh Wunder“, sie erhalten von Brüssel eine Gnadenfrist und dürfen sich weitere vier Jahre Geld vom Staat leihen, und zwar in unbegrenzter Höhe. Jetzt können sie weiter unser Geld auf den Kapitalmärkten mit verbrieften US-Hypotheken verwetten.

Die staatlichen Verbindlichkeiten der Landesbanken steigen allein in den kommenden vier Jahren auf mehr als 100 Milliarden Euro – zuletzt werden es mehr als 500 Milliarden Euro sein.  

21.10.12 19:15

44108 Postings, 4687 Tage RubensrembrandtAsmussen (SPD), früherer Staatssekretär Steinbrück

und heutiges EZB-Mitglied kann alles: Deregulieren, damit sich deutsche Banken
mit US-amerikanischen Schrottpapieren vollsaugen können, Banken "beaufsichtigen",
Banken retten und vor allem Banken-Lobbyismus betreiben. Für seine Mitwisser-
schaft wird er befördert zum EZB-Mitglied.

http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/11047-finanzkrise

Jörg Asmussen – ich kann alles!

Im April 2004 schließen sich die 13 wichtigsten deutschen Banken, unter anderem die KfW, die HSH-Nordbank, die WestLB, die Bayerische Vereinsbank und die Hypo Real Estate, damals noch vertreten durch die Hypovereinsbank, zu einem Verbriefungskartell zusammen mit dem spannenden Namen „True Sale International“ (TSI), eine Handelsplattform und Lobbyvereinigung zur Förderung der Geschäfte mit ABS.

ABS sind Asset Backed Securities –die Mitauslöser der Finanzmarktkrise.

   ABS (Asset Backet Securities)
   sind verzinsliche Wertpapiere, die durch offene Forderungen gesichert sind. Durch die Schaffung von ABS wird versucht, Vermö- gensgegenstände, die bisher nicht liquide waren, handelbar zu machen. Dafür werden beispielsweise offene Kreditforderungen einer Bank zusammengefasst und an eine Finanzierungsgesellschaft verkauft. Diese Finanzierungsgesellschaft erhält das Geld für den Kauf der zusammengefassten Kreditforderungen durch die Ausgabe von verzinslichen Anleihen, die als ABS bezeichnet werden. Die Besitzer der ABS erhalten von der Finanzierungsgesellschaft Zinszahlungen und am Ende der Laufzeit den Anleihebetrag zurückbezahlt. Banken und Unternehmen bringt der Verkauf der offenen Forderungen den Vorteil, dass sie liquide Mittel bekommen. Wenn zu viele offene Forderungen nicht bedient werden, so dass die Finanzierungsgesellschaft die offenen Zinszahlungen nicht bezahlen kann, drohen dem ABS Käufer Einnahmeausfälle bis hin zum Totalausfall.


Zu den Gründern gehört neben dem Verbriefungspapst der KfW Dieter Glüder der Ministerialbeamte Jörg Asmussen. Der war bereits Referent unter Hans Eichel, Peer Steinbrück und Oskar Lafontaine und seit einem Jahr Abteilungsleiter im Finanzministerium. Jörg Asmussen lobt in einem Fachblatt: „Risikogerecht wird für viele Kreditinstitute die Eigenkapitalanforderung an ihre ABS-Bestände sinken.“ Asmussen übernahm mit als jüngster Ministerialdirektor im Berliner Apparat die Leitung der Abteilung für Nationale und Internationale Finanzmarkt- und Währungspolitik. Die Süddeutsche Zeitung schreibt: „Von da an war er so etwas wie ein Regierungsbeauftragter für die Förderung von ABS-Finanzprodukten“ Im Beirat der TSI wirkte Asmussen bis zum Sommer 2008. Ferner machte er sich im Aufsichtsrat der KfW verdient. Laut Süddeutsche ist „auf ihn wohl auch jene Passage im schwarz-roten Berliner Koalitionsvertrag von 2005 zurückzuführen, nach der der deutsche Finanzmarkt von ‚überflüssigen‘ Regulierungen befreit und Produktinnovationen und neue Vertriebswege gefördert werden sollen“.


Parallel zu seinen TSI-Aktivitäten war Asmussen auch noch Mitglied des Aufsichtsrats der KfW-Tochter IKB, die Bank, welche sich am heftigsten auf dem Markt für US-Hypothekendarlehen verspekulierte und den Steuerzahler ein Vermögen kostete. Hiermit jedoch nicht genug. Herr Asmussens Tag scheint auf jeden Fall wesentlich mehr als 24 Stunden gehabt zu haben. Er saß „im Verwaltungsrat des deutschen Banken-Kontrollgremiums und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), – damit bei Banken wie der IKB nichts schiefging. Ein besonders wachsamer Mann: Dort kontrollierte Jörg Asmussen.“


Neben all diesen Tätigkeiten forcierte er sein Lieblingsthema in Aufsätzen wie zum Beispiel in der „Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen“. Einerseits warb er dort für den „Einsatz neuer Finanzierungsinstrumente“ und andererseits dafür, dass seitens des Finanzministeriums darauf geachtet werden müsse, „dass den Instituten keine unnötigen Prüf- und Dokumentationspflichten entstehen werden, wenn sie in ‚gängige‘ ABS-Produkte mit gutem Rating investieren“. Denn: Es „war uns stets wichtig, dass sich auch der Markt für Asset Backed Securities in Deutschland stärker als bislang entwickelt".

Später wird ausgerechnet Asmussen den Lenkungsausschuss des Bundestags leiten und mitentscheiden über jene 480 Milliarden Steuergelder, die zur Rettung der Banken bereitgestellt werden. Derjenige, der für den Wahnsinn mitverantwortlich war, darf wenige Jahre später den Retter spielen. Dass dies so geschehen konnte, erscheint bis heute unerklärlich. Seit Oktober 2011 ist Asmussen Chefvolkswirt im Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB). Wie kein anderer bündelt Asmussen Ämter und Schaltpositionen in einer Person. Man darf sagen, dass er einer der mächtigsten Männer der Bundesrepublik Deutschland ist – von der Öffentlichkeit ungemerkt und völlig unbekannt. Vermutlich werden wir auch in Zukunft noch einiges von diesem Herrn hören.  

21.10.12 19:18
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44108 Postings, 4687 Tage RubensrembrandtAuch bei Asmussen (SPD)

könnte man wie bei dem Finanzkriminellen Draghi durchaus die Frage stellen,
ob er im Knast nicht besser aufgehoben wäre als bei der EZB. Vermutlich
wird man ihn aufgrund seiner Kenntnisse auch hinsichtlich der Verantwortung
Steinbrücks bei der Versenkung von Steuermilliarden niemals belangen können.  

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