Spitzel Stoiber?

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neuester Beitrag: 16.01.07 12:19
eröffnet am: 18.12.06 22:03 von: ottifant Anzahl Beiträge: 63
neuester Beitrag: 16.01.07 12:19 von: mirbel Leser gesamt: 3110
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18.12.06 22:03
11

21368 Postings, 7096 Tage ottifantSpitzel Stoiber?

Streit um Stoiber-Kritikerin Pauli eskaliert

Mit den Bespitzelungsvorwürfen erreicht eine lange Auseinandersetzung ihren Höhepunkt

München -­ Die Pressekonferenz beginnt mit Verspätung. ?Intensiv? sei diskutiert worden, heißt es nach der Vorstandssitzung der CSU entschuldigend. Das umschreibt das, was am Montagvormittag an der Nymphenburger Straße passiert ist, nur ungenügend. Denn die ?intensive? Debatte hatte sich an Ungeheuerlichem entzündet: Es geht um Bespitzelungsvorwürfe gegen die Staatskanzlei.
 
Wie so oft, wenn in den letzten Wochen in der CSU richtig gestritten wird, steht Gabriele Pauli im Mittelpunkt. Seit 16 Jahren ist die heute 49-Jährige Landrätin in Fürth, seit 17 Jahren Mitglied des CSU-Landesvorstands. In all den Jahren ist sie kaum als Rebellin in Erscheinung getreten, doch seitdem Edmund Stoiber im Herbst 2005 aus Berlin floh, hat sie sich zum Sprachrohr der Unzufriedenen in ihrer Partei entwickelt. Mit ihrem Anti-Stoiber-Forum im Internet weckte sie bundesweites Medieninteresse. In der CSU heißt es deshalb, Pauli verfolge mit ihrem Kampf gegen Stoiber vor allem persönliche Karriereziele.

Gestern nun kam es zum Eklat, der jetzt, wo er öffentlich ist, wohl allen Beteiligten schadet: Pauli warf Stoiber vor versammelter Vorstandsschaft vor, er lasse sie in ihrem privaten Umfeld bespitzeln. Ein politischer Freund habe einen Anruf aus dem engsten Stoiber-Umfeld erhalten. Der Beamte der Staatskanzlei habe ?gezielt nach Informationen aus meinem privaten Umfeld gefragt?, sagt Pauli. Das sei sicher kein Einzelfall.

Dass solche Vorwürfe in einer Vorstandssitzung rasch den Weg in die Medien finden, dürfte Pauli klar gewesen sein. Doch sie beteuert, es nicht auf die Öffentlichkeit angelegt zu haben. Intensiv habe sie sich um einen Vier-Augen-Termin in der Staatskanzlei bemüht, doch Stoiber habe sie nur abgewiesen. So wählte Pauli die Vorstandssitzung für ihre Anschuldigungen, die Stoiber zurückwies (?so wichtig sind Sie nicht?). Auch Wirtschaftsminister Erwin Huber ergriff das Wort für seinen Parteichef und erhielt dafür Beifall.

Öffentlich wies Staatskanzleichef Eberhard Sinner die Äußerungen von Pauli entschieden von sich: ?Das ist mit Sicherheit nicht unser Stil. Ich halte es genauso wie der Ministerpräsident für ausgeschlossen, dass hier ein Mitarbeiter so etwas macht.? Sinner erklärte, er habe bereits im Vorstand Frau Pauli aufgefordert, Namen zu nennen, damit er dem nachgehen könne.


 
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37 Postings ausgeblendet.

23.12.06 13:38
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4109 Postings, 6655 Tage DingRätselhaftes Land Bayern ...

... da machen die Regierenden in Bayern wieder alles falsch, aber auch wirklich alles, sind so gemein und hinterhältig und falsch und unfähig ... und trotzdem ist Bayern das erfolgreichste Bundelsland ...

was könnte nur aus diesem Land werden, wenn es eine fähige SPD-Regierung hätte ...  

24.12.06 08:33
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26159 Postings, 6111 Tage AbsoluterNeulingJetzt kämpft Stoiber ums Überleben

Die Trennung des bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber von seinem Büroleiter Michael Höhenberger ist eine Zäsur für die CSU. Vorbei sind die Affären, aus denen die bayerische Mehrheitspartei verhältnismäßig unbeschadet hervorgegangen ist. Die bayerische Zauberformel ?Hund seids scho!? ließ sie auch in stürmischer See Klippen umschiffen, an der jenseits der Landesgrenzen die stolzesten Parteikreuzer zerschellt wären.

Die Resistenz gegen medialen Druck schien mit der Länge der Regierungszeit zuzunehmen; allenfalls Führungsfiguren aus der zweiten oder dritten Reihe der Partei wie die Kultusministerin Monika Hohlmeier wurden geopfert, wenn der Lärm des Boulevards allzu laut wurde.

Der Spiegel, in den Stoiber geblickt hat

Die Entbindung Höhenbergers, der in Blättern mit den großen Buchstaben als ?Sex-Spitzel? tituliert wurde, von seinen Aufgaben hat eine andere Qualität. Er ist kein beliebiger Zuarbeiter, kein Beamter unter vielen, keine austauschbare Größe im Machtsystem Stoibers gewesen. Höhenberger ist, politisch gesehen, Fleisch vom Fleische Stoibers.

Er ist bei allen Stationen des Aufstiegs Stoibers ? als CSU-Generalsekretär, Innenminister, Ministerpräsident, Parteivorsitzender, Kanzlerkandidat ? nicht von seiner Seite gewichen; wo Stoiber war, war immer auch Höhenberger. Er ist der Spiegel gewesen, in den Stoiber geblickt hat, wenn er wissen wollte, wie es um seinen Einfluß in Partei und Staat bestellt ist. Mit Höhenbergers Verbannung aus seiner Machtzentrale beginnt Stoibers eigener Abschied von der Macht.

Kein parteipolitischer Eunuch

Denn auch wenn sich die Medien und die Opposition noch so sehr bemühen, das Telefonat Höhenbergers mit einem Parteifreund über die Fürther Landrätin Gabriele Pauli zur Staatsaffäre zu stilisieren ? in einer Zeit, in der Stoiber im Vollbesitz seiner politischen Kräfte war, hätte dieser Versuch kaum verfangen. Der geschmeidige Wechsel zwischen Parteifunktionen und Regierungsaufgaben, der Höhenbergers Biographie auszeichnet ? eben noch CSU-Landesgeschäftsführer, schon Büroleiter in der Staatskanzlei ?, gehört zur Machtarchitektur der CSU, die sich nicht von anderen Ländern unterscheidet und nur Teilnehmer in politikwissenschaftlichen Oberseminaren verstören mag.

Höhenberger ist ? wie alle Spitzenbeamte in allen Staatskanzleien ? kein parteipolitischer Eunuch gewesen. Im Gegenteil: Es wäre pflichtvergessen für einen Büroleiter gewesen, wenn er sich nicht umgehört hätte, welche Motive die Landrätin Pauli bei ihrem Feldzug gegen Stoiber verfolgt. Nicht zu sondieren, ob sich die lästige Gegnerin, in deren Person sich der in der Partei grassierende Unmut über Stoiber bündelt, wegloben ließe, in ein noch schöneres Amt als in Fürth, wäre fahrlässig gewesen. Nur Heuchler mögen fordern, daß Höhenberger bei dem Telefonat mit einem Fürther Gewährsmann Fragen nach der privaten Lebensführung der Landrätin, nach Alkoholgewohnheiten und Liebschaften, strikt hätte ausklammern müssen; die Rubrik Klatsch gehört zu den Lebenselixieren der Politik, die sich dabei nicht völlig weltfremd verhält.

Die späte Ära Stoiber in dunklem Abendrot

Es war ein Telefonat unter Parteifreunden, wie sie tagtäglich geführt werden: Eine Staatsaffäre ist anders beschaffen. Daß Höhenbergers Plauderstunde dennoch dazu führt, daß Stoiber einen Pfeiler seines Machtgebäudes herausbrechen muß, taucht die späte Ära Stoiber in ein dunkles Abendrot. Hier kämpft ein einstiger Großer um sein Überleben ? und dafür muß notfalls auch sein treuester Gefolgsmann aus dem Rettungsboot gestoßen werden.

Allerdings bleibt der Ausgang dieses Manövers ungewiß; die jüngeren Spitzenkräfte in Partei und Regierung sind schon längst dabei, ihre Bindung an Stoiber nicht zu übertreiben. Schließlich soll, wenn der Machtwechsel in der CSU kommt, der nächste Karriereschritt nicht von der Staatskanzlei ins Wasserwirtschaftsamt führen.

Auszehrung der Parteiführung

Mit Höhenbergers Rückzug wird es um Stoiber auch in seiner Staatskanzlei einsam. In seiner Partei wird ohnehin seit längerem lustlos von den Rängen aus zugeschaut, wie Stoiber immer hektischer seine Kurven in der politischen Arena dreht. Stoiber ist zu einem geduldeten Parteivorsitzenden geworden, der sich nur in seinen Ämtern hält, weil er verstanden hat, die Führungsgremien der CSU zu einem Biotop der Mittelmäßigkeit zu gestalten.

Daß eine Landrätin in die Rolle einer heiligen Johanna der CSU schlüpfen konnte, die Stoiber vor sich hertreibt, während die Parteigranden sich heimlich die Hände reiben, ist nur eine Folge dieser Auszehrung der Parteiführung. In den vergangenen Jahrzehnten ist Höhenberger immer Stoiber gefolgt; bald könnte die Zeit kommen, in der Stoiber den Weg seines Paladins geht.
Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
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Aber DANKE für das "Kleine" Lob von die
bezüglich meiner kleine Arbeit was andere betrifft.
Das tat mir nun einmal richtig gut.  

24.12.06 11:08
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21368 Postings, 7096 Tage ottifantSpitzel-Affäre

"Spitzel-Affäre" Pauli für Seehofer oder Beckstein
Auch an Weihnachten kommt die CSU nicht zur Ruhe. Die Fürther Landrätin Gabriele Pauli lässt nicht locker. In der "Bild am Sonntag" schlägt sie Bundesagrarminister Seehofer und den bayerischen Innenminister Beckstein als Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2008 vor. CSU-Chef Stoiber war gestern in die Offensive gegangen und hatte Pauli parteischädigendes Verhalten vorgeworfen.


Gabriele Pauli
Mit den Personalvorschlägen Seehofer und Beckstein reagiert Pauli offenbar auf Landtagspräsident Alois Glück. Der hatte gestern gesagt, es gebe keinen Kandidaten, der gegen Stoiber antreten wolle. Pauli bekräftigte ihre Forderung, CSU-Chef Stoiber solle bei der nächsten Landtagswahl nicht mehr als Spitzenkandidat antreten. Die Parteibasis solle über den Kandidaten abstimmen.  Zugleich wiederholte Pauli ihren Vorwurf, außer ihr seien noch weitere kritische CSU-Politiker bespitzelt worden. "Ich habe mehrere Anrufe von Parteifreunden bekommen, die ein ähnliches Schicksal erlitten haben", sagte Pauli der Zeitung


 

24.12.06 13:12
1

26159 Postings, 6111 Tage AbsoluterNeulingNicht schlecht, die Frau Pauli!

Lässt sich nicht ins Bockshorn jagen und zeigt dadurch, wie schwach Stoiber politisch mittlerweile in Wirklichkeit ist.
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bezüglich meiner kleine Arbeit was andere betrifft.
Das tat mir nun einmal richtig gut.  

24.12.06 13:19
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10041 Postings, 6738 Tage BeMiKönigsmörder

kamen noch nie zu Ehren.

"Jetzt kämpft Stoiber ums Überleben."

So schlimm?

Kniaschwämmerl?

 

24.12.06 13:22
1

26159 Postings, 6111 Tage AbsoluterNeulingDenke nicht, dass Pauli MP werden wollte.

Und der Königsmord war wohl eher ein Königsselbstmord - ohne Stoibers Aktionen, seine Weigerung, mit ihr zu sprechen, und seit gestern der Vorwurf der Parteischädigung wäre es wohl nicht soweit gekommen. Nicht vergessen, dass sie nur auf die Bespitzelung reagiert. Manche werden eben stärker und nicht schwächer, wenn sie in die Ecke gedrängt werden - Stichwort: pateischädigendes Verhalten.
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24.12.06 14:00

10041 Postings, 6738 Tage BeMiJunger Freund,

habe ich das in P 43
behauptet oder angedeutet?

Grüsse
B.  

24.12.06 14:17

26159 Postings, 6111 Tage AbsoluterNeulingIch würde sagen,...

missverständlich angedeutet.
:-)
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24.12.06 15:03
1

95440 Postings, 7266 Tage Happy EndSöder: Das ist ein Versuch, die Partei zu spalten

SPIEGEL ONLINE - 24. Dezember 2006, 14:46
URL: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,456484,00.html

SÖDER ZU BESPITZELUNGSAFFÄRE

"Das ist ein Versuch, die Partei zu spalten"

CSU-Generalsekretär Markus Söder hat die Fürther Landrätin Gabriele Pauli heftig attackiert. Sie stifte Unruhe und wolle die Partei spalten - und natürlich werde Ministerpräsident Stoiber 2008 wieder zur Wahl antreten. Aber auch Pauli legte nach.

München - "Frau Pauli muss endlich aufhören, an Weihnachten Unruhe in der CSU zu stiften", schimpfte Söder heutein München: "Das ist ein Versuch, die Partei zu spalten."

DPA

CSU-Generalsekretär Söder: Unruhe an Weihnachten

Der Generalsekretär wies die Forderung Paulis nach einem Verzicht von Ministerpräsident und CSU-Chef Edmund Stoiber auf eine weitere Spitzenkandidatur bei der Landtagswahl 2008 zurück. Schließlich hätten auch CSU-Landtagsfraktionschef Joachim Herrmann und Landtagspräsident Alois Glück (CSU) sich bereits für Stoiber als Kandidaten ausgesprochen.

Das CSU-Mitglied Pauli bezichtigt die bayerische Staatskanzlei, sie auf der Suche nach kompromittierenden Informationen aus ihrem Privatleben bespitzelt zu haben. Stoibers Büroleiter Michael Höhenberger musste deshalb bereits seinen Hut nehmen. Allerdings verlangt Pauli noch eine persönliche Entschuldigung Stoibers, wozu dieser nicht bereit ist.

Außerdem bekräftigte Pauli nun ihren Vorwurf, es seien neben ihr noch zahlreiche weitere kritische CSU-Politiker bespitzelt worden. "Ich habe mehrere Anrufe von Parteifreunden bekommen, die ein ähnliches Schicksal erlitten haben", sagte die Fürther Landrätin laut "Bild am Sonntag".

Anstelle Stoibers schlug Pauli den bayerischen Innenminister Günther Beckstein oder Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer als Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2008 vor. "Ich fordere zum Nutzen der CSU einen anderen Kandidaten als Edmund Stoiber", wird Pauli zitiert. Zur Kandidatenfrage solle eine Mitgliederbefragung stattfinden, forderte die Landrätin demnach. Zuvor hatten bereits mehrere regionale CSU-Politiker in der "Süddeutschen Zeitung" Widerstand gegen eine erneute Kandidatur Stoibers bei der Landtagswahl 2008 geäußert.

Stoiber hatte gestern bestritten, dass es ein Bespitzelungssystem in der CSU gebe, und Pauli scharf angegriffen. Weder die Basis noch die CSU-Führung wollten einen "Solotrip auf Kosten der Partei". "Deshalb hat Frau Pauli keine Chance. Frau Pauli ist nicht die CSU und wird es niemals werden", wird der Parteichef in der "Bild am Sonntag" zitiert.

dab/ddp/AP

 

24.12.06 15:28

69017 Postings, 6234 Tage BarCodeFröhliche Weihnachten.....

 

Gruß BarCode

 

24.12.06 17:19
1

12175 Postings, 7150 Tage Karlchen_IILieblingsfilm

27.12.06 11:54

95440 Postings, 7266 Tage Happy EndCSU - Bayern nach Stoiber

Leitartikel
CSU - Bayern nach Stoiber

In seinen besten Zeiten hätte Edmund Stoiber so einen Aufstand mühelos niedergebügelt. Mit all seiner Autorität. Ende 2006 ist das anders. Seit einer Woche stört die Rebellion der fränkischen Landrätin Gabriele Pauli den Weihnachtsfrieden des CSU-Chefs.
Das Schlimmste für ihn ist: Die Tatsache selbst, dass die Affäre um die vermeintliche Bespitzelung Paulis durch die Münchner Staatskanzlei eine unkontrollierbare Eigendynamik entwickeln konnte, ist der Beweis, dass Paulis Forderung nach einem neuen Ministerpräsidenten für Bayern berechtigt ist.

Nicht nur ist das Krisenmanagement Stoibers dilettantisch. Paulis Spitzelvorwürfe wären schneller aus der Welt gewesen, wenn sein Gefolge gleich erkannt hätte, dass der wahre Kern der Anschuldigungen ohnehin publik würde. Auch dass Joachim Herrmann, der ehrgeizige Chef der Landtagsfraktion, die Staatskanzlei jetzt offen für diesen Fehler kritisiert, ist ein untrügliches Zeichen für die Erosion von Stoibers Machtbasis.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Riss zwischen dem CSU-Chef und der Partei erkennbar wird. Schon nach dem Hin und Her um seinen Wechsel nach Berlin im Herbst 2005 war das Murren an der Basis laut. Jetzt aber ist der Ärger darüber, dass Stoiber bei Parteiangelegenheiten so abgehoben erscheint, wohl nicht mehr zu besänftigen. Wenn Stoiber der CSU nun seine Kandidatur für die Landtagswahl 2008 aufzwingt, riskiert er nicht nur mangelnden Rückhalt im Wahlkampf und die absolute Mehrheit in Bayern.

Er verspielt auch das Ansehen, das er sich als erfolgreicher Regierungschef erworben hat. Ist ihm an einer lobenden Erwähnung in bayerischen Geschichtsbüchern gelegen, sollte er das tun, was ihm kaum jemand zutraut: loslassen von der Macht und die nächsten Monate nutzen, um seine Nachfolge in seinem Sinne zu beeinflussen.

Aus der FTD vom 27.12.2006  

27.12.06 12:09

441 Postings, 5268 Tage nasgulIch persönlich finde, Bayern hat nicht nur einen

besseren Ministerpräsidenten verdient, sondern auch eine geistige Rundumerneuerung würde dem südlichen Bundesland ganz gut stehen. Vielleicht ist Frau Pauli ja ein erstes positives Anzeichen für eine entsprechende Entwicklung.  

27.12.06 12:47
1

26159 Postings, 6111 Tage AbsoluterNeulingParteitags-Aufstand gegen Stoiber

SPIEGEL ONLINE - 27. Dezember 2006, 12:20
URL: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,456671,00.html
CSU-STREIT
Pauli plant Parteitags-Aufstand gegen Stoiber

Gabriele Pauli lässt nicht locker: Die CSU-Rebellin will gegen allen Widerstand beim Parteitag eine Mitgliederbefragung zur Nominierung des Ministerpräsidenten-Kandidaten durchsetzen. Sie bekommt an der Basis immer mehr Unterstützung für diesen Plan.

Fürth - Bereits auf einer Pressekonferenz in der vergangenen Woche hatte sich Gabriele Pauli am Rande für eine Abstimmung zur Mitgliederbefragung auf dem CSU-Parteitag im Frühjahr ausgesprochen. Parteichef Edmund Stoiber reagierte darauf an Weihnachten gelassen: Ein solcher Antrag habe keine Chance. Doch Pauli lässt sich davon nicht beirren - sie hält an ihrem Vorhaben fest: Die Partei solle in ihrer gesamten Breite an der Nominierung des bayerischen Ministerpräsidenten-Kandidaten beteiligt werden, sagte die CSU-Politikerin. "Das wird allerdings kein Pauli-Antrag sein." Sie organisiert derzeit eine breitere Front gegen Stoiber: "Ich gehe davon aus, dass sich daran noch eine Reihe anderer Delegierter und Kreisverbände beteiligen werden", sagte die Fürther Landrätin.

Pauli: "Zelle des Widerstands"
DDP

Pauli: "Zelle des Widerstands"
Damit zeichnet sich eine immer tiefer werdende Spaltung der CSU zwischen Spitze und Basis ab. Führende Parteifunktionäre stellen sich auf die Seite von Parteichef Edmund Stoiber, immer mehr Kommunalpolitiker unterstützen dagegen Paulis Forderung nach einer Mitgliederbefragung. Stoiber hatte Pauli vorgeworfen, sie schädige das Ansehen der CSU und betreibe das Geschäft des politischen Gegners.

Nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung" bildet sich vor allem in Franken eine "Zelle des Widerstands" gegen Stoiber. In Nürnberg sprachen sich Bürgermeister Klemens Gsell, Wirtschaftsreferent Roland Fleck und Kulturreferentin Julia Lehner - allesamt mögliche Kandidaten für den Posten des Oberbürgermeisters - für die von Pauli initiierte Befragung aus. Die OB-Wahl in Nürnberg im Rahmen der Kommunalwahl findet 2008 ein halbes Jahr vor der Landtagswahl statt.

Damit widersprechen alle drei potenziellen OB-Kandidaten auch dem bayerischen Innenminister und Nürnberger CSU-Bezirkschef Günther Beckstein. Dieser hatte sich für eine erneute Kandidatur Stoibers ausgesprochen. Pauli selbst brachte Beckstein wie auch Landwirtschaftsminister Horst Seehofer als Nachfolger Stoibers ins Gespräch. Gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" forderte sie Stoiber gar indirekt zum Rücktritt auf. "Er trägt in jedem Fall die politische Verantwortung für das, was geschehen ist und sollte sie dementsprechend auch übernehmen", sagte sie. Die CSU-Spitze betreibe ein Spitzelsystem, "um Kritiker mundtot zu machen".

Pauli bezichtigt die bayerische Staatskanzlei, sie auf der Suche nach kompromittierenden Informationen aus ihrem Privatleben bespitzelt zu haben. Stoibers Büroleiter Michael Höhenberger musste deshalb bereits seinen Hut nehmen. Allerdings verlangt Pauli noch eine persönliche Entschuldigung Stoibers, wozu dieser nicht bereit ist.

asc/dpa

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Aber DANKE für das "Kleine" Lob von die
bezüglich meiner kleine Arbeit was andere betrifft.
Das tat mir nun einmal richtig gut.  

29.12.06 11:05

21368 Postings, 7096 Tage ottifant@Talisker

Der neue Bayernkurier ist da!
Habe leider nix gefunden.  

29.12.06 11:25
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36808 Postings, 6282 Tage TaliskerMannmannmann, ottifant

Färbt die Umgebung ab, lebt ihr da alle hinterm Mond, seid ihr da alle derart reaktionsschnell?
S. hier #30 ;-)
Gruß
Talisker

P.S.: Bin sauer, dachte schon, ich könnte endlich mal wieder was Neues aus dem aufregenden Mikrokosmos dieser Weltpartei lesen - nix war.  

29.12.06 11:35

21368 Postings, 7096 Tage ottifantHaallooo

les ich das Wort Mikro, das Wort heißt.  MAKRO

Makrokosmos
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Makrokosmos (griech. makros - groß, cosmos - das All/Welt, "große Welt"), ist der Gegensatz zu Mikrokosmos. Der Makrokosmos beschreibt das Große, das vom Menschen nicht mehr ohne technische, gedankliche oder mathematische Hilfsmittel Wahrnehmbare der Welt. So beginnt strenggenommen der Makrokosmos schon am Horizont, wo der Mensch die Krümmung der Erdoberfläche in der Regel nicht mehr wahrnehmen kann. Der Makrokosmos ist also alles, was auf Grund seiner Dimensionen, die die Begiffsmöglichkeiten der menschlichen Sinne übersteigen, nicht mehr ohne Hilfsmittel wahrgenommen werden kann.

Wir hier in Bayern haben andere Dimensionen!! Auch andere Uhrzeiten usw usw.
 

11.01.07 17:46

190 Postings, 7094 Tage Hermel1_deEdmund Stoiber erklärt,

wie man künftig am Münchener Hauptbahnhof ins Flugzeug steigt...

www.mdr.de/fakt/2446206.html
 

11.01.07 19:03
1

36808 Postings, 6282 Tage TaliskerMannmannmann, ottifant,

gibs zu, du wolltest mit der Sternchenvergabe mein #54 inhaltlich einfach nochmal bestätigen? Von wegen reaktionsschnell?
;-)
Gruß
Talisker  

11.01.07 19:34
1

21368 Postings, 7096 Tage ottifantNöö bin nur meine Sterne noch nicht

losgeworden. Da dachte ich mir, ich könnte Dich ärgern.
Sonst wer doch der Tag versaut!  

16.01.07 11:21

64724 Postings, 7703 Tage Kickywie man Seehofer ausschaltet und

oder wer hat die Bildzeitung eingeschaltet? die Schnüfflerei diese geschmacklosen Blattes für Dummies bis zum Ultraschallfoto ist nun wirklich nicht mehr zu überbieten....der einzige wirklich beliebte Politiker hat eine schwangere Geliebte und Stoiber tut so, als sei er empört über die Indiskretion  

16.01.07 11:21

64724 Postings, 7703 Tage Kickywie man Seehofer ausschaltet und

oder wer hat die Bildzeitung eingeschaltet? die Schnüfflerei diese geschmacklosen Blattes für Dummies bis zum Ultraschallfoto ist nun wirklich nicht mehr zu überbieten....der einzige wirklich beliebte Politiker hat eine schwangere Geliebte und Stoiber tut so, als sei er empört über die Indiskretion  

16.01.07 11:33

12104 Postings, 6826 Tage bernsteinwer nach außen den liebenden familien-

menschen mimt,muß sich nicht wundern das(falls es stimmt)solche linken
dinger an´s tageslicht kommen.  

16.01.07 11:46

64724 Postings, 7703 Tage KickySchlammschlacht gegen Seehofer

Horst Seehofer gilt als möglicher Stoiber-Erbe. Jetzt tauchen Berichte aus seinem Privatleben auf, die offenbar darauf abzielen, ihn zu diskreditieren. Die CSU ist empört, doch woher kommen die Gerüchte?Horst Seehofer ist einer der beliebtesten CSU-Politiker. Er gilt als erster Anwärter für den Posten des CSU-Chefs, falls Edmund Stoiber den Vorsitz niederlegt.

Ausgerechnet jetzt, da sich die Führungskrise der Christsozialen dem Siedepunkt nähert, tauchen unschöne Gerüchte um Seehofer auf: Die Bild-Zeitung berichtet, dass der verheiratete Seehofer eine 32-jährige Freundin in Berlin habe, die im vierten Monat schwanger sei.

Das wirft einige Fragen auf: Wer hat ein Interesse daran, Seehofer jetzt zu diskreditieren? Lebt eine spezielle Machart der CSU-Intrige wieder auf? Und vor allem: Woher kommen diese Gerüchte?

Nach Ansicht des CSU-Landtagsabgeordneten Sebastian von Rotenhan, der sich mehrmals explizit für einen sofortigen Stoiber-Abgang ausgesprochen hat, könnte dieser Schmutz aus Stoibers Umfeld kommen.

Bild: Gerüchte nicht von der Staatskanzlei gestreut

Er bedauere seit langer Zeit, ?dass im Umfeld der Parteiführung und des Ministerpräsidenten sich offenbar Gewächse entwickelt haben, die da nicht hingehören?, sagte Rotenhan am Dienstag im RBB-Inforadio.

Ob die Gerüchte um Seehofers angebliche Geliebte direkt aus der Staatskanzlei lanciert worden seien, könne er nicht sagen. ?Aber es kommt auf jeden Fall aus dem Umfeld, aus dem Biotop oder aus dem Ökosystem, das der Ministerpräsident hat wuchern lassen.?

Der stellvertretende Chefredakteur der Bild-Zeitung, Jörg Quoos, wies Schuldzuweisungen an die Staatskanzlei zurück: ?Die Behauptung, Gerüchte um Minister Seehofer wären gezielt aus dem Umfeld der Staatskanzlei an ?Bild? gestreut worden, ist blanker Unsinn.?

Straubinger: Ich glaube nicht, dass das Zufall ist

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Max Straubinger vermutete, dass die Berichte auf gezielten Indiskretionen beruhten, die darauf ausgerichtet seien, Seehofer und der CSU zu schaden. ?Ich glaube nicht, dass das Zufall ist?, sagte er im Deutschlandradio Kultur. Es sei ?ein unglaublicher Vorgang, hier private Dinge in die Politik hinein zu tragen. Ich verurteile das aufs Schärfste.?

Auch wenn sich die Quellen-Frage im Moment nicht klären lässt, herrscht in der Partei Empörung vor.

CSU-Chef Edmund Stoiber betonte, er finde das Streuen solcher Gerüchte ?unanständig?. Stoiber betonte: ?Horst Seehofer hat mein uneingeschränktes Vertrauen und das Vertrauen der CSU.? Der bayerische Ministerpräsident bezeichnete den Bundeslandwirtschaftsminister als ein ?politisches Alpha-Tier? und fügte hinzu: ?Er ist und bleibt für höchste Ämter erste Wahl.?

CSU-Generalsekretär Markus Söder kritisierte den Stil der Berichterstattung als ?unerträglich?.Pauli sieht politische Kampagne

CSU-Vizechefin Barbara Stamm betonte: ?Das ist unterste Schublade.? Stamm vermutet interessierte Kreise hinter dem Bericht. ?Hier wurde eine Grenze überschritten. Jetzt sind wir wirklich im untersten Keller gelandet?, sagte Stamm. Die aktuelle Situation erinnere sie an ihre eigene Vergangenheit, sagte Stamm, die 2001 nach massivem innerparteilichen Druck als bayerische Gesundheitsministerin zurückgetreten war.

?Ich habe das alles selbst schon einmal erlebt und wünsche es meinem schlimmsten Feind nicht?, sagte die stellvertretende CSU-Chefin.

Auch die Fürther Landrätin Gabriele Pauli (CSU) wertete die Berichterstattung über Seehofer als Teil einer politischen Kampagne.süddeutsche.de
 

16.01.07 12:19

1299 Postings, 5384 Tage mirbelwundert es euch ??

wenn jemand schon seine blumen hinrichten lässt....

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immer locker bleiben!!

 

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