Spekulationen um Kandidatur von Al Gore

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eröffnet am: 01.12.06 10:03 von: denkidee Anzahl Beiträge: 1
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Spekulationen um Kandidatur
Here we "Gore" again?

Die Demokraten lieben Al Gore. Denn der Mann, der fast schon einmal gegen George W. Bush gewonnen hätte, wäre da nicht Florida gewesen, ist ein Freund klarer - und linker - Positionen. Und so trauen ihm viele Parteifreunde zu, den Kampf ums Weiße Haus 2008 zu gewinnen.

Von Carsten Schmiester, ARD-Hörfunkstudio Washington

"Ich bin Al Gore. Ich war einmal der nächste Präsident der Vereinigten Staaten - und finde das nicht besonders witzig." Vor sechs Jahren hatte Gore zwar mehr Stimmen als sein Rivale George W. Bush, verlor die Präsidentschaftswahl aber nach endlosem Hickhack um das Nachzähldrama in Florida. Seither reist er um die Welt und warnt vor ihrem Untergang. Sein preisgekrönter Dokumentarfilm "Eine unbequeme Wahrheit" führt Millionen Amerikanern so eindringlich wie nie die Folgen ihrer Umweltsünden vor Augen. Der Streifen ist "oscarverdächtig" jubeln Filmkritiker.

Neuer Versuch 2008? Ein klares "vielleicht"
Al Gore ist plötzlich wieder "in" - und das weckt einen weiteren Verdacht: Tritt der 58-Jährige noch einmal an? Holt er sich in zwei Jahren das Weiße Haus, um das ihn Bush nach Meinung vieler betrogen hat? Er selbst meidet das Thema, greift aber seinen alten Rivalen mit neuem Schwung an, zuletzt in einem Interview mit dem "GQ"-Magazin: "Diese Regierung ist bei weitem die unfähigste, ungeschickteste, diejenige mit der größten moralischen Feigheit, der größten Unterwürfigkeit ihren Geldgebern und dem größten Desinteresse den Wünschen des Volkes gegenüber wohl in der gesamten Geschichte dieses Landes", schimpfte Gore da.

Kein Wunder, dass Gore dieser Tage immer wieder eine Frage hört: "Are you going to run?" Treten Sie 2008 an? "Ich habe nicht die Absicht, schon wieder Kandidat zu sein", ist seine Standardantwort. Kein "Ja" - aber eben auch kein klares "Nein". Gore-Kenner verstehen das als "vielleicht" - mit der zunehmenden Tendenz, es sich doch noch einmal zu überlegen. In Washington wird daher wild spekuliert . und debattiert. Was, wenn Al es noch einmal versucht? "Das ist Musik in den Ohren überzeugter Demokraten", sagt Paul Begala, Ex-Berater von Präsident Clinton. "Gott segne Al Gore, ob er nun antritt oder nicht. Wenn, dann hat er eine Chance. Er gilt als Anti-Establishment und war gegen den Irak-Krieg. Die meisten anderen demokratischen Kandidaten haben den Krieg unterstützt."

Oscarpreisträger oder Präsident?
Selbst Bush-Anhänger wie Mike Murphy können sich Gore im nächsten Wahlkampf gut vorstellen. "Wenn er will, dann wird er der Kandidat der Demokraten. Er ist der einzige, der es mit Hillary Clinton aufnehmen kann", sagt Murphy. "Gore ist das andere Schwergewicht der Partei". Er hat nach Meinung seiner Ex-Mitarbeiterin Elaine Kamarck aber zunächst andere Ziele. "Ich denke, er würde erst einmal gerne den 'Oscar' für seinen Film bekommen", meint sie. Das sei etwas anderes als eine Präsidentschaftskandidatur.

Gore-Fans dürfen weiter hoffen, zumal sich die wichtigste Wahlkampfhelferin bereits gemeldet hat. Ehefrau Tipper versprach im Interview mit dem Sender "ABC": "Wenn er irgendwann in der Zukunft kandidiert, werde ich ihn natürlich unterstützen. Er wäre ein fantastischer Präsident und hat ja schon einmal die Mehrheit der Stimmen in diesem Land bekommen."

[Bildunterschrift: Wieder "in": Der Ex-Kandidat der Demokraten, Al Gore.]  
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