Sozialistenschreck Paul Kirchhof

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neuester Beitrag: 09.09.05 17:29
eröffnet am: 09.09.05 07:35 von: quantas Anzahl Beiträge: 54
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09.09.05 07:35
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15324 Postings, 5710 Tage quantasSozialistenschreck Paul Kirchhof

Der von der CDU als der nächste deutsche Finanzminister vorgeschlagene Paul Kirchhof zieht die Wahlkämpfer und Medienschaffenden in seinen Bann. Das am Fernsehen ausgestrahlte «Duell» der beiden Spitzenkandidaten, Gerhard Schröder und Angela Merkel, wurde vom Streit um Kirchhof dominiert. In seiner Rede im Bundestag am Mittwoch drosch der Bundeskanzler auf keinen anderen so stark ein wie auf den «Professor aus Heidelberg». Die Medien thematisieren seit drei Wochen kein Wahlkampfthema so intensiv wie Kirchhofs hochtrabende Visionen, seine undurchsichtigen Konzepte und seine bürgerliche Biografie, die kaum Angriffsflächen bietet. Die ständigen Attacken der Linken lassen ein erstaunliches politisches Gewicht des Seiteneinsteigers erkennen.

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Der gewaltige Widerhall auf Kirchhofs plötzlichen Auftritt auf der Wahlkampfbühne vor drei Wochen ist allerdings kaum mit seinen steuerpolitischen Expertisen zu erklären. Zwar ist sein Modell, gemessen an der deutschen Rechtstradition, spektakulär, doch es ist nicht neu. Die Flat Tax, das Kernanliegen, wird in zahlreichen Ländern bereits mit Erfolg angewendet. Eine radikale Vereinfachung des Steuerrechts sowie die weitgehende Beschneidung der Steuerprivilegien wird seit Jahren von vielen Ökonomen und Politikern gefordert. Der Sachverständigenrat hat sich wiederholt über die Umsetzungsmöglichkeiten Gedanken gemacht und ein eigenes Modell entwickelt. Die Stiftung Marktwirtschaft arbeitet unter denselben Vorzeichen an einem neuen Steuergesetzbuch, das bis zum Jahresende vorliegen soll. Auch die FDP hat bereits eigene detaillierte Gesetzesentwürfe vorgelegt.

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Gemessen daran sind die Thesen Kirchhofs eher vage. Der zwingend komplizierteste Bereich des Steuerrechts, das Bilanzrecht, ist unklar; die Auswirkungen auf die Unternehmen sind unbekannt. Die angeblich existierende Streichliste mit über 400 überflüssigen Steuervergünstigungen - es werden offenbar immer mehr - wird der Öffentlichkeit vorenthalten. Ob die Abschaffung dieser Privilegien tatsächlich, wie von Kirchhof behauptet, die vorgeschlagene Absenkung des Spitzensteuersatzes von 42% auf 25% finanzieren und gleichzeitig auch noch gerechter wirken würde, lässt sich nicht nachprüfen. Auch die Aussagen zur notwendigen Haushaltkonsolidierung, die der Finanzminister in spe mit «produktivem Sparen» und einer erhofften Wachstumsbelebung meistern will, klingen kaum konkreter als jene seines Widersachers Hans Eichel. Diese Unbestimmtheit lädt Experten und Politiker zu oft gegensätzlichen Vorhersagen und Spekulationen über das Kirchhof-Modell in den Medien ein.

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Das Durcheinander der Argumente, Prognosen und Expertisen ist wohl kaum die Ursache für Kirchhofs gewaltige Resonanz. Dass der ehemalige Verfassungsrichter zum überraschenden Star des Wahlkampfs wurde, liegt vielmehr an seiner beeindruckenden Fähigkeit, klare gesellschaftliche Ziele und Visionen anschaulich mitzuteilen und glaubwürdig zu vertreten. Ausgerechnet Kirchhof, der parteilose Professor, füllt damit eine politische Rolle aus, die weder der Bundeskanzler noch seine Herausforderin befriedigend wahrzunehmen vermögen. Die Steuerreform soll die Gerechtigkeit in der Gesellschaft und die Freiheit der Bürger wiederherstellen, die durch den stetig zunehmenden Steuerwirrwarr und den überbordenden Staatseinfluss in inakzeptabler Weise eingeschränkt wurden. Mit der Abschaffung der Steuerprivilegien wird eine Vielzahl gesellschafts- und parteipolitischer Lenkungsziele verschwinden und die Wahlfreiheit und Selbstbestimmung der Bürger zunehmen.

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Weniger Steuergesetze - mehr Freiheit. So einfach kann Politik sein. Bürokratische Begriffe und Formeln sind gar nicht notwendig; die Experten mögen sich später über Details streiten. Kirchhof vermag durch einfache Bilder und Thesen zu überzeugen und trotzdem den Eindruck zu vermitteln, er wisse, wovon er redet. Zum Vertrauen trägt bei, dass er als Quereinsteiger die verbrauchte Klaviatur des politischen Establishments nicht beherrscht. Vertrauen schafft auch seine klare Absage an eine grosse Koalition, der er nach eigener Aussage als Finanzminister nicht zur Verfügung stünde, weil er darin sein Projekt der Freiheit und Gerechtigkeit nicht umsetzen könnte.

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Glaubwürdigkeit, Vertrauen, visionäre Kraft. Diese Eigenschaften verkörpert der selbstbewusste Professor, der auch einen Vergleich mit Ludwig Erhard nicht scheut. Er geht nicht bloss, wie die meisten Unionspolitiker, ein paar Schritte in die richtige Richtung, sondern er setzt seine Ziele von Anfang an ausreichend hoch an. Deshalb verbindet sich mit Kirchhof die Hoffnung, er werde sich, einmal an der Macht, nicht allzu stark verbiegen, sondern seinen Visionen nachstreben. Die Reformagenda der nächsten Regierung könnte dann vielleicht doch etwas über das dürftige Programm der Union hinausgehen. Die Widerstände erscheinen schier unüberwindlich, die Erfolgschancen gering. Man möchte die Hoffnung, Illusion vielleicht, dennoch nicht fahren lassen.

 
 
 

Diesen Artikel finden Sie auf NZZ Online unter: http://www.nzz.ch/2005/09/09/wi/articleD4KFW.html

 
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28 Postings ausgeblendet.

09.09.05 16:08

129861 Postings, 6216 Tage kiiwiiSchröder bestätigt den Fakt und ist selbst auch

kein Gegenbeweis (sein schaustellerisches Talent mal ausgenommen)


Quantas: schau hier: http://www.diw.de/deutsch/
Schöne Grüsse nach Zürich und in den Norden!


MfG
kiiwii  

09.09.05 16:08

2421 Postings, 7145 Tage modesteErfahrungsgemäß ist es gerade die

Mittelmäßigkeit, die sich in maßloser Selbstüberschätzung ihrer eigenen Person daran begibt, an dem Monument des Genialen ihr Bein zum Pinkeln zu erheben !

modeste  

09.09.05 16:10

129861 Postings, 6216 Tage kiiwiitja modeste, fühl mich ganz angepisst ;-))

09.09.05 16:13

42128 Postings, 7794 Tage satyrFrage an die Gehirnakrobaten-Wer profitiert

von Kirchhofs Modell?Wer wird mehr bezahlen wer weniger-einfache Frage.
Und sagt nicht alles bleibt gleich-  

09.09.05 16:15

42128 Postings, 7794 Tage satyrKiwi Du bist noch eine Antwort schuldig wem gehört

der Sender N24, der als einziger in Deutschland neutrale Umfragen macht.  

09.09.05 16:15

2421 Postings, 7145 Tage modestelol..kiiwii zum Glück

gibt's noch kein Reality-Internet :-)  

09.09.05 16:16

129861 Postings, 6216 Tage kiiwiimodeste, was hat der satir eigentlich im Kopf?

09.09.05 16:17

15324 Postings, 5710 Tage quantassatyr


Auch Du wirst Deine Steuererklärung in
Zukunft in 10 Minuten ausfüllen können.
Das Schummeln wird wahrscheinlich eher
schwieriger werden mit
dem Modell von Herr Kirchhof.

Wenn das kein Gewinn ist.  

09.09.05 16:22

2421 Postings, 7145 Tage modeste..kiiwii..er hat das im Kopf, was sich

über dich ergießen würde, WENN es Reality-Internet gäbe !

:-))
modeste  

09.09.05 16:26

42128 Postings, 7794 Tage satyrKiwi wem gehört der neutrale Sender N24

Und wer wird profitieren? Einfachen fragen beantworte sie?
Bilanz-Du bist und bleibst ein Schwätzer sorry das ist so
und auf deine teils sehr dummen postings sollte man nicht näher eingehen,
sonst musst du dich wieder mal selbst sperren.
Wenn die grössten Betrüger von Europa von schummeln reden ist das der Hohn.  

09.09.05 16:39

15324 Postings, 5710 Tage quantassatyr


schreibe Dein eigenes handeln nicht ins
Board.
Rauchst Du eigentlich immer noch dummes Zeug?

salute quantas  

09.09.05 16:41

42128 Postings, 7794 Tage satyrLänderfinanzminister auch bestochen

Nach Berechnungen der Länderfinanzminister würde Kirchhofs Konzept zu erheblichen Einnahmeausfällen für den Staat führen. Merkel hatte gestern ausgeschlossen, dass Kirchhofs Steuerpläne bereits in der kommenden Wahlperiode umgesetzt werden.

Spiegel.de

 

09.09.05 16:43

42128 Postings, 7794 Tage satyrIch lese immer nur dummes Zeug und vermehrt

von dir und Kiwi-Das schadet dem Gehirn sicher nicht so schlimm
als deine Sauferei-denn das meiste lese ich gar nicht.  

09.09.05 16:47

42128 Postings, 7794 Tage satyrAber Bilanz vielleicht weisst du ja wem N 24

gehört der die einzigen neutralen Umfragen macht.
Und was die Länderfinanzminister meinen(wenn sie nicht bestochen sind)
mit erheblichen Steuerausfällen,das hört sich an wie nicht finanzierbar.
Sind doch wirklich einfache Fragen,selbst du müsstest sie beantworten können.  

09.09.05 16:48

2590 Postings, 5779 Tage brokeboykirchhof der kuscheltiere

eines ist doch wohl klar: steuern berechtigen per definition im gegensatz zu abgaben nicht zu konkretisierbaren gegenleistungen. demzufolge sehen einige sympathisch-radikale amis steuern als diebstahl an. bei die ersten 25000 - 30000 euro, die ich im jahr verdiene, hat der staat also seine gierigen griffel mal ganz schön beiseite zu lassen - denn die braucht der einzelne, damit er seinen ganzen scheiss bezahlen kann, ne anständige karre fährt, sich 'n haus bauen kann und fürs alter ordentlich was auf die kante legen kann. und dann kann man -gaaaaanz langsam- hochziehen. von mir aus auch auf 28, 30% - aber erst so ab 100000 euro im jahr. solln sie doch sehen, wie sie mit den vorhandenen kröten zurechtkommen - ich hab' von denen jedenfalls noch nie was bekommen. von mir aus dürfen sie die mwst. auch auf 25% jucken - dann hat sichs aber auch mit rentenbeiträgen und dem ganzen übrigen quatsch. wem sie darüber hinaus was versprochen haben, ist ihre sache - sollen sie's (vor allem die sozis) doch von ihren diäten bezahlen, oder schauen, wie sie aus der misere rauskommen.  

09.09.05 16:49

129861 Postings, 6216 Tage kiiwiidieses "Zeugs"kann offenbar doch bleibende Schäden

verursachen...

btw: satir, wenn Du nicht weißt, wem N24 gehört, dann kannst ja ein bißchen googeln ;-)


MfG
kiiwii  

09.09.05 16:51

42128 Postings, 7794 Tage satyrIch weiss wem N24 gehört ,die neutralen Umfragen

machen-nur du scheinbar nicht.  

09.09.05 16:57

15324 Postings, 5710 Tage quantassatyr


Sag mal muss ich Dir wirklich alles erklären,
Du willst das von mir wissen?

Weisst Du schon nicht mehr was Du
geschrieben hast? Schau doch noch einmal in
Posting 39 nach.

Mensch satyr, solche Fragen stellst Du
einem Betrüger und Dummschwätzer.
 

09.09.05 17:05

2421 Postings, 7145 Tage modesteEiniges liest sich ja so, als lohnte sich

einmal die Einleitung eines klitzekleinen Ermittlungsverfahrens wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz...sieh' an...

 

09.09.05 17:09

2421 Postings, 7145 Tage modesteja..also wie ging das einleitend noch ?...moment

ja..so:

                      Vermerk:

Außerdienstlich wurde im Rahmen eines....folgendes bekannt:


...

 

09.09.05 17:10

2590 Postings, 5779 Tage brokeboyich auch

... das zeug habe ich auch geraucht.
macht langsam, aber nachhhaltig blöde.
an dem tag, als ich aufhörte war ich kein linker mehr.
wie das leben so spielt, wurde kurz darauf schröder kanzler.
hätte damals fast wieder angefangen.
 

09.09.05 17:12

42128 Postings, 7794 Tage satyrModetste Bilanz nimmt keine Betäubungsmittel

der hat nur eine getrübte Wahrnehmung wie Kiwi übrigens auch und
das ist nicht strafbar.  

09.09.05 17:19

2421 Postings, 7145 Tage modesteund geht dann so weiter:

..

2. eintragen als neue Js-Sache.

3. folgendes Schreiben an ARIVA, Geschäftsleitung,
Durchschriften zur Akte:

Sehr geehrte Damen und Herren !

Aus einem bei Ihnen geführten....


4. WVL in drei Wochen (Durchsuchung ?)


*ggg*  

09.09.05 17:21

"Mensch satyr, solche Fragen stellst Du
einem Betrüger und Dummschwätzer."

Wie meinst'n das, bilanz? (*lol*)


A.N.
(vincit sedendo)

geschichtsunterricht ist das eine, die wahrheit oftmals eine andere. war in meck/pomm und es gab nur einen, der bei diesem lehrer je eine 1+ in der mündl. prüfung bekam.

 

09.09.05 17:29

26159 Postings, 6106 Tage AbsoluterNeuling@bilanzas

Bitte, hilf mir!

Meinst Du damit Dich oder kiiwii?

Falls kiiwii, wirst Du jetzt gesperrt?

Falls Dich, darf ich Dich zitieren?


A.N.
(vincit sedendo)

geschichtsunterricht ist das eine, die wahrheit oftmals eine andere. war in meck/pomm und es gab nur einen, der bei diesem lehrer je eine 1+ in der mündl. prüfung bekam.

 

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