So teuer wird's ab 2007

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9279 Postings, 6169 Tage HappydepotSo teuer wird's ab 2007

Im nächsten Jahr wird das Leben für viele Verbraucher und Arbeitnehmer teurer: Die Mehrwertsteuer steigt, der Sparerfreibetrag wird halbiert, Arbeitszimmer und Pendlerpauschale zusammengestrichen. Gleichzeitig steigen die Krankenkassen- und Rentenbeiträge und auch die GEZ langt ab 2007 stärker zu. freenet.de dokumentiert, welche Belastungen 2007 auf die Bürger zukommen.
Statistisch gesehen können sich die Deutschen heute weniger leisten als zu Zeiten der Wiedervereinigung. Zwar sind die Einkommen im Schnitt gestiegen. Doch noch schneller kletterten in den vergangenen 15 Jahren Sozialabgaben und Lebenshaltungskosten, wie das Statistische Bundesamt jüngst feststellte. Damit ist amtlich, was die meisten Verbraucher schon länger im Portmonee gespürt haben.

Gestiegene Sozialabgaben belasten
Ein wesentlicher Grund für die negative Einkommensentwicklung ist die gewachsene Belastung durch direkte Steuern und Sozialbeiträge. Allein die Sozialabgabenlast der Arbeitnehmer stieg nach Angaben der Statistiker zwischen 1991 bis 2005 von 11,7 auf 13,3 Prozent des monatlichen Bruttoeinkommens, die Lohnsteuerbelastung wuchs von 13,3 Prozent auf 13,9 Prozent. Die Folge: Während von einem Arbeitnehmereinkommen von 100 Prozent im Jahr 1991 nach Abzug von Lohnsteuer und Sozialbeiträgen noch 56,8 Prozent übrig blieben, waren es 2005 nur noch 53,3 Prozent.
Neue Belastungen im kommenden Jahr
Auch für das kommende Jahr stehen weitere Einkommensbelastungen an. Allein die geplante Mehrwertsteuererhöhung wird den Verbrauchern ab 2007 voraussichtlich 18 Milliarden Euro Kaufkraft entziehen. Im Gegenzug für die größte Steuererhöhung in der Geschichte der Bundesrepublik soll der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung von 6,5 auf 4,2 Prozent sinken - Arbeitgeber und Arbeitnehmer also um je 1,15 Prozent ihrer Beiträge entlastet werden.

Ein geringer Tost, angesichts der zahlreichen Belastungen, die im Windschatten der Mehrwertsteuer-Erhöhung beschlossen wurden. Vom Arbeitszimmer bis zur Pendlerpauschale stehen zahlreiche Steuervergünstigungen auf der Streichliste. Dazu wird der Sparerfreibetrag halbiert, die Kosten für die private Steuererklärung können gar nicht mehr abgesetzt werden. Gleichzeitig steigen die Krankenkassen- und Rentenbeiträge und auch die GEZ langt ab 2007 stärker zu.

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Steuererhöhungen
Mehrwertsteuer rauf
Die Mehrwertsteuer steigt zum 1.Januar 2007 um drei Prozentpunkte von 16 auf 19 Prozent. Zwei Drittel der Einnahmen sind zur Konsolidierung der Haushalte von Bund und Ländern bestimmt, ein Drittel für die Senkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung von 6,5 auf 4,5 Prozent. Der ermäßigte Satz von sieben Prozent bleibt unverändert.

Auch Versicherungssteuer steigt
Zusammen mit der Mehrwertsteuer wird auch die Versicherungssteuer auf 19 Prozent angehoben. Die Abgabe, die allein dem Bund zusteht, wird auf Prämien der Schaden- und Unfallversicherungen erhoben und soll ab 2007 rund 1,7 Milliarden Euro Mehreinnahmen bringen. 2005 betrug ihr Aufkommen 8,75 Milliarden Euro, was gut zehn Prozent der reinen Bundessteuern entsprach.
Beruhigungspille Reichensteuer
Ebenfalls beschlossen wurde die Einführung einer Reichensteuer. Dadurch steigt der Einkommensteuer-Spitzensatz für privat zu versteuernde Einkommen über 250.000 Euro (500.000 Euro bei Verheirateten) von 42 auf 45 Prozent. Wegen verfassungsrechtlicher Bedenken sollen Einkünfte von Unternehmen und Freiberuflern 2007 noch ausgeklammert werden.

Angesichts des vergleichsweise geringen Steueraufkommens aus der Reichensteuer dürfte es sich hierbei weniger um eine sinnvolle Einnahmequelle handeln als um eine "Beruhigungspille" für das Volk. Tatsächlich bringt die Halbierung des Sparerfreibetrags zehnmal so viel wie die Reichensteuer.
Biosprit-Pflichtbeimischung
Nach dem Willen der Großen Koalition ist ab 2007 eine Biokraftstoff-Beimischung für Diesel von zunächst 4,4 Prozent vorgeschrieben, für Benzin von zwei Prozent. Teuer für Autofahrer: Die beigemischten alternativen Kraftstoffe sollen voll besteuert werden. Die Mineralölbranche rechnet deshalb 2007 mit Kostensteigerungen von bis zu fünf Cent pro Liter.
Sparerfreibetrag halbiert
Der Sparerfreibetrag wird ab 2007 beinahe halbiert. Zinseinkünfte bleiben künftig nur noch bis 750 Euro (Verheiratete 1.500 Euro) steuerfrei. Bislang sind es noch 1.370 (bzw. 2.740) Euro. Bereits wer ein Sparguthaben von mehr als 25.000 Euro besitzt, muss dann bei einer angenommenen Verzinsung von drei Prozent auf seine Zinseinkünfte Steuern zahlen.

Häusliches Arbeitszimmer
Vom Abbau der Steuervergünstigungen betroffen ist auch das häusliche Arbeitszimmer. Entsprechende Aufwendungen erkennt der Fiskus ab 2007 nur noch an, wenn das Arbeitszimmer Mittelpunkt der gesamten betrieblichen oder beruflichen Tätigkeit ist. Betroffen hiervon sind etwa Lehrer oder Richter.

Sonn- und Feiertagszuschläge
Beschlossen wurde weiterhin die Sozialversicherungsfreiheit von Sonn-, Feiertags- und Nachtzuschlägen auf einen Grundlohn von 25 Euro pro Stunde zu beschränken. Bislang lag die Grenze doppelt so hoch. Im Ergebnis werden Mehrarbeits-Zuschläge künftig schon bei Beschäftigten mit mittleren Einkommen durch Sozialabgaben beschnitten.
Pendlerpauschale erst ab 21. Kilometer
Arbeitnehmer mit kurzen Wegstrecken zur Arbeit können die Fahrtkosten künftig nicht mehr steuerlich geltend machen. Die Entfernungspauschale von 30 Cent je Kilometer wird es ab 2007 erst ab dem 21. Kilometer geben. Wer 30 Kilometer (einfache Strecke) zur Arbeit fährt, kann damit pro Tag nur noch drei Euro (statt bisher neun Euro) beim Fiskus angeben. Der Bund der Steuerzahler hat beim Finanzgericht Mecklenburg-Vorpommern bereits eine Musterklage (Az. 1 K 497/06) dagegen eingereicht.

Teure Auskunft vom Finanzamt
Wer von seinem Finanzamt eine verbindliche Auskunft will, soll dafür ab 2007 mindestens 100 Euro zahlen. So steht im Jahressteuergesetz für das kommende Jahr. Dem muss noch der Bundesrat zustimmen. Dass er es ablehnt, steht nicht zu erwarten - schließlich hatte er Gebührenpflicht vorgeschlagen. Der Bund der Steuerzahler protestiert.
Kindergeld-Bezugsdauer gekürzt
Für ab 1983 geborene Kinder wird das Kindergeld nur noch 25 statt bislang 27 Jahre gezahlt. Für Kinder des Geburtsjahres 1982 sinkt der Zeitraum auf 26 Jahre. Durch diese Regelung sollen vor allem Studenten zu einer kürzeren Studiendauer animiert werden. Mehreinnahmen erwartet sich die Regierung hier erst ab 2009. Dann wird mit knapp 700 Millionen Euro gerechnet.

Neues Elterngeld
Für Kinder, die vom 1. Januar 2007 an geboren werden, wird es ein neues Elterngeld geben. Die Höhe ist - anders als beim jetzigen Erziehungsgeld - abhängig vom Einkommen: Der Elternteil, der in Babypause oder Teilzeit geht, erhält im Regelfall 67 Prozent seines ausgefallenen Verdiensts, höchstens jedoch 1.800 Euro. Als Bemessungsgrundlage sollen die letzten zwölf Gehaltsmonate herangezogen werden.

Von der neuen Leistung dürften vor allem mittelständische Familien und Gutverdienende profitieren. Für einkommensschwache Familien bedeutet die Neuregelung eine reale Kürzung von zwei Jahren Erziehungsgeldbezug auf höchstens 14 Monate Elterngeldbezug.

Höhere Rentenbeiträge
Eine zusätzliche Belastung kommt auch auf alle gesetzlich Rentenversicherten zu. Der Beitragssatz zur staatlichen Rentenversicherung steigt im kommenden Jahr von 19,5 auf 19,9 Prozent. Mit den erwarteten Mehreinnahmen von 3,4 Milliarden Euro sollen die Rentenkassen stabilisiert werden.
Höhere Krankenversicherungs-Beiträge
Im Rahmen der Gesundheitsreform will die Große Koalition die Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge für die Gesetzliche Krankenversicherung einheitlich um 0,5 Prozentpunkte anheben. In den Augen der Krankenkassen wird das jedoch nicht reichen, um die Finanzlücke in den Griff zu bekommen. Der Beitragssatz werde von heute durchschnittlich 14,2 Prozent auf dann 15,9 Prozent in die Höhe schnellen, warnte etwa die Verbandsvorsitzende der Angestellten-Ersatzkassen, Margret Mönig-Raane.

Treffen wird es vor allem die Versicherten der AOK's: Hier steigen die Beitragssätze für das kommende Jahr um bis zu 1,3 Prozentpunkte. Erstmals liegen die AOK-Sätze damit auf breiter Front über 15 Prozent. Trauriger Spitzenreiter ist die AOK Saarland mit 16,7 Prozent. In Brandenburg müssen AOK-Mitglieder ab 1. Januar 15,8 Prozent ihres Bruttolohns zahlen, in Sachsen-Anhalt 15,7 Prozent und in Bremen und Bremerhaven 15,2 Prozent. Den kräftigen Aufschlag bei den Beitragssätzen führen Experten unter anderem auf die hohe Verschuldung der Ortskrankenkassen zurück. Zudem sind bei ihnen Kranke, Alte und Arbeitslose versichert, die hohe Kosten verursachen, aber nur geringe Einnahmen bringen.
Ob Erhöhung der Mehrwertsteuer, Halbierung des Sparerfreibetrags oder Kürzungen bei Pendlerpauschale und Kindergeld - viele Steuerzahler werden 2007 tiefer in die Tasche greifen müssen. Wie hoch die steuerlichen Mehrbelastungen ausfallen können, hat der Bund der Steuerzahler an verschiedenen Beispielrechnungen ermittelt:

Eine Alleinerziehende mit...
einem Kind (26 Jahre, Student) sowie einem Jahresbruttolohn von 40.000 Euro, Zinserträgen von 1.000 Euro, einem Arbeitsweg von 30 Kilometern und einem häuslichen Arbeitszimmer muss künftig 1.315 Euro höhere Steuern zahlen und auf 1.848 Euro Kindergeld verzichten. Insgesamt entspricht das einer Mehrbelastung von 3.163 Euro.

Ein verheirateter Alleinverdiener mit...
einem Kind (26 Jahre, Student) sowie einem Jahresbruttolohn von 48.000 Euro, Zinserträgen von 2.000 Euro, einem Arbeitsweg von 40 Kilometern und einem häuslichen Arbeitszimmer muss künftig 760 Euro höhere Steuern zahlen und auf 1.848 Euro Kindergeld verzichten. Insgesamt entspricht das einer Mehrbelastung von 2.608 Euro.

Ein Lediger mit...
einem Jahresbruttolohn von 32.000 Euro, Zinserträgen von 1.000 Euro, einem Arbeitsweg von 15 Kilometern und einem privaten Arbeitszimmer muss künftig 594 Euro mehr Einkommenssteuern zahlen.
Kosten der Pendlerpauschale
Die Entfernungspauschale von 30 Cent je Kilometer wird es ab 2007 erst ab dem 21. Kilometer geben. Wer bislang genau 20 Kilometer (einfache Strecke) zur Arbeit fährt, muss im kommenden Jahr bei 220 Arbeitstagen auf 1.320 Euro Werbungskosten verzichten. Wer etwa einen Arbeitsweg von 30 Kilometer hat, kann pro Tag nur noch drei Euro (statt bisher neun Euro) beim Fiskus angeben.

Nach Angaben des Finanzministeriums wird ein Arbeitnehmer ohne andere Werbungskosten erst belastet, wenn sein Arbeitsweg länger als 13,94 Kilometer ist. Bis dahin reiche der Pauschbetrag von 920 Euro. Aber wer hat schon keine anderen Werbungskosten wie für Arbeitsmittel, Bewerbungen, Telefon- und Kontoausgaben, Fortbildungen, Beiträge für Berufsverbände und Unfallversicherung oder die doppelte Haushaltsführung?
In den eben genannten Beispielrechnungen ist die geplante Anhebung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent noch nicht enthalten. Auch hier drohen deutliche Ausgabensteigerungen:

350 Euro mehr pro Jahr
Wälzt der Handel die Mehrwertsteuererhöhung vollständig auf die Verbraucher ab, müssen die rund 38 Millionen deutschen Haushalte monatliche Mehrbelastungen von durchschnittlich 29 Euro verkraften. Der Bund der Steuerzahler rechnet hier mit knapp 350 Euro im Jahr, was einem Anstieg der Verbraucherpreise um gut 1,3 Prozent entspricht.

Besonders betroffen wären Arbeitslose, Studenten und Rentner, da sie nicht von der als Ausgleich geplanten Beitragssenkung für die Arbeitslosenversicherung profitieren. Hart träfe es aber ebenso Familien mit Kleinkindern oder kranke Menschen, denn die Erhöhung gilt auch für Babywindeln und Arzneimittel.

Drei Cent mehr je Liter Benzin
Ebenfalls mehr bezahlen müssten Autofahrer. Eine Anhebung auf 19 Prozent würde den Liter Benzin um drei Cent verteuern, errechnete der Energie-Informationsdienst (EID). Doch auch Bahnfahren wird teurer. Denn zumindest für Zugreisen über 50 Kilometer ist der volle Steuersatz fällig, nur bei kürzeren Fahrstrecken gilt der ermäßigte Steuersatz.
Ermäßigter Steuersatz bleibt
Doch nicht alle Waren und Dienstleistungen werden teurer. So bleibt beispielsweise die Miete weiter mehrwertsteuerfrei. Und für 54 Produktgruppen gilt weiterhin der ermäßigte Steuersatz von sieben Prozent, darunter Lebensmittel, Zeitungen, Bücher, Schnittblumen sowie Rollstühle oder Hörgeräte. Durch diese Vergünstigungen sollen eigentlich Grundgüter und Produkte, die dem Gemeinwohl dienen, subventioniert werden.

Neue GEZ-Gebühr
Nicht nur höhere Steuern und Sozialabgaben führen ab 2007 zu finanziellen Mehrbelastungen. Auch die GEZ langt im kommenden Jahr kräftiger zu. Für internetfähige PCs und Handys werden monatlich 5,52 Euro fällig. Die neue Internet-Gebühr ist bereits beschlossene Sache.

Na dann freuen wir uns doch mal auf 2007.
Vor allem freue ich mich für die,die 2005 das Merkel und Ihre versprechungen gewählt haben.
Mein Tip für 2007 was den DAX anbetrifft,ab der 2 ten Hälfte gehts bergab aber kräftig.
Meinen Tipp für ende 2007 sehe ich den DAX zwischen 4500 / 5000.  

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